Archiv für den Tag 24. Juni 2010

Sommer + Sonne + Wochenende = Grillen

Sommer? Kalendarisch seit dem 21. Juni. Check!
Sonne? Blick aus dem Fenster, strahlend blauer Himmel, gleißendes Sonnenlicht. Check!
Wochenende? Blick in den Kalender, morgen ist Freitag. Check!

Ein sonniges Sommerwochenende soll in den meisten Ecken Deutschlands anstehen, also versorge ich Euch noch auf die Schnelle mit den beiden Rezepten, die ich letztens für eine Grillparty machte, die zwei Freunde von mir gaben, um ihre erfolgreich bestandenen Diplome zu  feiern. Da vegetarisches Grillen ausdrücklich verboten war, ich aber überhaupt keine Lust auf gekauftes, fertig mariniertes Fleisch hatte, erinnerte ich mich an Jamie Olivers zweites Buch „The Return of the Naked Chef„, in dem er einige nasse und trockene Marinaden (Wie nennt man im deutschen eine trockene Marinade? J.O. nennt es „Rub“) vorstellt. Und da lachte mich eine Joghurt-Minz-Marinade an. Eigentlich kommt da noch Limette rein, aber weil ich hier Schwierigkeiten habe, unbehandelte Limetten zu bekommen, hab ich sie einfach durch Bio-Zitronen ersetzt. Eine wundervoll einfach zusammen zu bauende Marinade, die das Fleisch wirklich zart und köstlich macht. Auch klasse, dass man das Fleisch sowohl von 1 Stunde bis 36 Stunden und alles dazwischen marinieren lassen kann, also kein Stress. Falls doch mal kein Grillwetter ist, kann das Fleisch auch gut im Ofen zubereitet werden, gibt allerdings keine schick-dekorativen Grillstreifen wie bei meinem Hähnchenfleisch ;-)

Als Salat hatte ich einen Nudelsalat mitgebracht. Jetzt wird der ein oder andere denken: „Iirks, Nudelsalat!“ Dachte ich früher auch, hatte selbst ein paar Mal unangenehme Zusammentreffen mit Nudelsalaten in denen Dosenerbsen und komische Wurst plus zusätzlich noch viiel Mayonnaise waren. Ziemlich gruselig! Der hier (auf dem Pappteller auf 3 Uhr) hat zwar auch Kochschinken intus, aber noch anderes frisches Gemüse und Kräuter! Im Originalrezept aus dem Basic Cooking kommt zwar auch ein Winzigkeit Mayo rein, aber weil ich keine kaufe, sondern nur in dringenden Fällen selbst mache, hab ich sie diesmal weggelassen (zuviel Aufwand und die Party ging nachmittags los, dat war mir doch ’nen büschen zu heikel mit rohem Eierkram), einfach die Mayo durch Schmand ersetzt. Ging auch wunderbar! Insgesamt ein sehr toller Salat, der es schon in mein Standardrepertoire geschafft hat und sogar die ebenfalls sehr nudelsalatskeptischen Eltern überzeugen konnte :-)

Und jetzt die Originalrezepte für diejenigen, die zum Achtelfinale am Sonntag grillen wollen oder sich einfach einen schönen Abend im Garten machen wollen.

Joghurt-Limetten-Minz-Marinade

Für 6-8 Portionen Fleisch:
500 g Natur-Joghurt
2 handvoll frische Minze, kleingehackt
Zeste und Saft von 2 Limetten (hier: 1 Zitrone)
1 EL Koriandersamen, im Mörser zerstoßen
Salz, Pfeffer
guter Schluck Olivenöl

Alle Zutaten mischen und über das Fleisch der Wahl streichen. 1-36 Stunden marinieren lassen und dann grillen, braten oder im heißen Ofen backen.

Quelle: Oliver, Jamie (2000): The Return of the Naked Chef. Penguin Books. Seite 194

Perfekter Party-Nudelsalat

Zutaten für 6-8 Portionen auf dem Buffet:
250 g Hörnchen- oder Spiralnudeln
Salz
200 g gekochter Schinken
150 g mittelalter Gouda
1 Bund Radieschen
½ Salatgurke
1 Bund Schnittlauch
1 Bund Dill
2-3 EL Mayonnaise (hier: Schmand)
2-3 EL Joghurt
2-3 EL Weißweinessig
Pfeffer aus der Mühle
2-3 EL Sonnenblumenöl

(1) Nudeln in kochendem Salzwasser nach Packungsbastelanleitung gar kochen. Abgießen und abschrecken, damit sie nicht nachgaren und doch noch matschig werden.
(2) Währenddessen den Schinken (ohne Fettrand) in Streifen schneiden und den Käse grob raspeln. Das Grün der Radieschen abschneiden, waschen, trocknen und in feine Scheibchen schneiden. Die Gurke schälen (hier: nicht gemacht, ich mag die Schale, einfach waschen vorher) und in kleine Würfel schneiden. Die Kräuter ebenfalls waschen und fein hacken.
(3) Die Mayonnaise mit dem Joghurt und Essig verrühren, salzen und pfeffern. Als letztes das Öl unterrühren.
(4) Die Nudeln mit den restlichen Zutaten mischen, die Sauce drüber gießen und durchziehen lassen (bei selbstgemachter Mayo nicht zu lange und im Sommer lieber ganz weglassen).
Vor dem Servieren nochmal abschmecken und

genießen!

Quelle: Sälzer, Sabine, Dickhaut, Sebastian (1999): Basic Cooking. Gräfe und Unzer Verlag – München.

Oder vielleicht doch ein paar andere Pasta-Salate?

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