Archiv für den Monat Juli 2010

Heilige Dreifaltigkeit der ungarischen Paprika Teil III: Sült paprika – Gebratene Paprika

Der letzte Teil der kleinen Serie zu Ehre der ungarischen Paprika ist nur ein kleines, aber sehr feines Abendessen, mein liebstes Abendessen! Beim ungarischen Teil meiner Familie gibt es das relativ häufig, weil sie ja auch die Paprika im eigenen Garten haben jedes Jahr und es wirklich total unkompliziert zu kochen ist, auch für mehrere Personen. Allerdings gibt es Ungarn die Spitzpaprika auch noch in einer scharfen Version, die dann hauptsächlich für Sült paprika (gesprochen schült paprika) benutzt wird, nur für mich Mimose wird eine Extra-Pfanne gebraten, weil die scharfe Version doch zu scharf für mich ist ;-)

Eigentlich besteht das Gericht nichts anderem als Zwiebel, Spitzpaprika, Ei, Salz und Pfeffer. Die Petersilie habe ich jetzt nur unter das Ei gemischt, damit es nicht ganz so farblos bzw. Ton-in-Ton aussieht. Ich liebe alleine schon den Geruch, wenn die Paprika anbrät, so göttlich! Für eine Person, die wirklich hungrig ist, schneidet man erst so 300-400 g Paprika in Streifen. Eine Zwiebel wird fein gewürfelt. Dann in einer Pfanne mit Deckel einen Schluck Öl erhitzen (in Ungarn ist das eigentlich immer Sonnenblumenöl oder sogar Schmalz) und die Zwiebelwürfelchen langsam andünsten. Wenn sie weich sind die Paprikastreifen dazu geben und anbraten. Salzen, pfeffern, Deckel drauf! In der Zwischenzeit 3 oder 4 Eier verschlagen und ebenfalls leicht salzen und pfeffern. Es kann sein, dass die Paprika einiges an Wasser abgeben, dann den Deckel abnehmen und die überschüssige Flüssigkeit verdunsten lassen bevor das Ei zugegeben wird. Falls die Paprikastreifen zu braun werden, eine Winzigkeit Wasser zugeben. Wenn die Paprika weich sind, das Ei drüber geben und stocken lassen. Auf jedem Fall zusammen mit schönem Weißbrot genießen!

So, und damit endet die Paprika-Woche bei mir! Die nächsten frischen Paprika gibt es für mich aus dem Garten der Tante im Urlaub :-)

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