Archiv für den Monat September 2010

Grüne Bohnen mit Kartoffeln auf spanisch

Noch gibt es sie, die tollen grünen Buschbohnen. Aber bestimmt nicht mehr lange, also die aus Deutschland zumindest. Und so lange Saison ist, harrt irgendwie immer eine 500 g-Packung in meinem Kühlschrank ihrer Verwendung, da brauche ich natürlich Rezeptnachschub, auch wenn ich mich nur von Butterbohnen (in Salzwasser kochen, abgießen, gute Butter und ein wenig schönes Salz drüber) ernähren könnte.

Diese spanische Version bekam ich durch Tina von chocolate river zu Gesicht und sie sprach zu mir, dass ich sie dringend nachkochen muss. Sie hat das Rezept von Frau Kaltmamsells Vorspeisenplatte, deren madrilenische Großmutter es sich öfters zum Abendessen kochte. Und ja, es ist das perfekte Abendessen: schnell, gesund, nicht zu mächtig, wirklich ernstlich köstlich (auch wenn ich weniger Knoblauchzehen als angegeben verarbeitete)! Ich habe wie auch Tina grüne Bohnen und keine breiten Bohnen benutzt und auch ein wenig Feta drüber gekrümelt, so toll alles! Wie ein lauwarmer Kartoffel-Bohnen-Salat, den sich jeder so anmachen kann mit Essig und Öl wie er will :-) Wird es in der Bohnen-Saison nächstes Jahr bestimmt öfters geben! Ach, und Reste kann man am nächsten Tag gut mit ins Büro nehmen, schmeckt zimmerwarm ebenfalls sehr gut :-)

Grüne Bohnen mit Kartoffeln spanische Art

Zutaten für 2 Portionen:
500 g Kartoffeln
500 g grüne Bohnen
Salz
4 Knoblauchzehen (eigentlich 6-8)
Olivenöl

zum Abschmecken:
Olivenöl
Essig (hier: Weißweinessig)
Feta
Salz, Pfeffer

(1) Bohnen putzen und je nach Länge halbieren oder dritteln. Die Kartoffeln schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.
(2) Die Kartoffeln mit soviel Wasser in einen Topf geben, dass auch noch die Bohnen dazu passen. Gut salzen. Einmal aufkochen lassen. Dann die Bohnen zugeben und nach dem erneuten Aufkochen so lange bei mittlerer Hitze kochen lassen, dass die Bohnen und Kartoffeln gar sind. Abgießen und abtropfen lassen.
(3) Währenddessen die Knoblauchzehen häuten und fein fein würfeln.
(4) Den Topf wieder auf den Herd stellen und das Olivenöl erhitzen. Den Knoblauch darin hellbraun andünsten. Das Gemüse im Knoblauch-Öl kurz schwenken.
(5) Auf Teller verteilen und jeden selbst mit Salz, Pfeffer, etwas Essig und Olivenöl abschmecken. Zum Schluss den Feta drüber krümeln und

genießen!

Quelle: Vorspeisenplatte via chocolate river

Anmerkung:
Es gibt eine neue Kategorie, die 2-Kochplatten-Rezepte :-) Für Leute mit einer Kochzeile in diesen typischen 1-Raum-Studentenwohnungen, speziell für eine liebe Freundin im hohen Norden der Republik :-) Muss jetzt nur noch die restlichen Rezepte nach der 2-Kochplatten-Machbarkeit durchforsten …

Pasta mit grünen Bohnen und zitronisiertem Mozzarella

Die Bohnen-Saison neigt sich langsam ihrem Ende entgegen, zumindest was frische Bohnen angeht. Auch wenn es ja immer noch die TK-Varianten gibt, kommt es mir außerhalb der Saison doch eher weniger in den Sinn welche zu kochen (naja, Ausnahmen bestätigen die Regel *g*). Jedenfalls harrte noch ’ne 500 g Packung Bohnen im Kühlschrank ihrer Verwendung. Eigentlich hatte ich damit anderes vor, aber als mir Sonnabendabend auffiel, dass eine essentielle Zutat fehlte (nicht, dass ich nicht noch hätte fix einkaufen laufen könne, aber die Faulheit *seufz*), kam schnell das weltweite Zwischennetz zum Einsatz und spuckte mir ein Rezept der Küchengötter aus.

Ha! Perfekt! Bio-Zitrone da, ein guter Büffelmozzarella auch noch und mehr braucht man fast nicht. Und schnell war es auch noch gemacht und köstlich! Ein perfektes Abendessen nach der Arbeit … Also ran an die letzten Bohnen:

Pasta mit grünen Bohnen und zitronisiertem Mozzarella

Zutaten für 4 Portionen:
1 Bio-Zitrone
125 g Kugel Mozzarella
500 g grüne Bohnen
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Salz
350 g Nudeln
Schluck Rapsöl
Pfeffer
75 g Pinienkerne

(1) Die Zitrone heiß waschen, Saft auspressen und Schale dünn abreiben. Den Mozzarella ohne Lake klein würfeln und in Zitronensaft- und schale marinieren.
(2) Die Bohnen putzen und in etwa 2-4 cm lange Stücke schneiden. Sowohl Zwiebel als auch Knoblauch schälen und fein würfeln.
(3) Die Pinienkerne in einer Pfanne anrösten und rausnehmen. Währenddessen reichlich Salzwasser aufsetzen und die Nudeln nach Packungsanweisung bißfest kochen.
(4) In der Pfanne das Öl erhitzen und die Zwiebel- und Knoblauchwürfelchen glasig andünsten. Die Bohnen dazu geben, Deckel drauf und circa 10 Minuten bei kleiner Hitze dünsten. Eventuell noch etwas Wasser dazu geben, damit nichts anbrennt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
(5) Die abgetropfte Pasta mit dem Mozzarella unter die Bohnen mischen. Mit den Pinienkernen bestreuen und

genießen!

Quelle: Küchengötter – Grüne-Bohnen-Pasta

Ach ja, die Zeit der Kunstlicht-Photos fängt wieder an, man möge es mir nachsehen *seufz*

Fertigprodukt-Ersatz – Ein Grundrezept für Tortenboden

Wir sind keine Familie, die Sahne- oder Buttercremetorten mag. Eher gab es bei uns früher, als ich noch in der Ostseeheimat wohnte, zum Wochenende einen simplen Rührkuchen oder Obsttorte, sprich Tortenboden mit diversem Obst belegt. So einfach, so köstlich! Früher hat Frau Mama den Fertig-Tortenboden gekauft, aber seitdem sie das Rezept meiner älteren Cousine hier aus Deutschland bekommen hat, besteht Herr Papa darauf, dass der Boden eigenhändig gebacken wird.

Es geht auch wirklich schnell, nur die wenigen Zutaten abmessen (es wird nicht mal eine Waage benötigt), mit ’nem Schneebesen fix zusammen rühren und in die gefettete und ausgebröselte Tortenbodenform gießen. In diesem Fall bitte kein Mehl benutzen, der fertig gebackene Boden wird sich nicht so leicht aus der Form lösen lassen.  Und wenn der Boden dann fertig ist, kann man ihn nach Wunsch belegen. Ich mag am liebsten eine Kirschtorte, bei der als Unterlage ein Schokoladenpudding dient, der mit Kirschsaft statt Milch gekocht wurde. Traumhaft! Aber hier erstmal das kleine und kurze Rezept für den Boden:

Tortenboden-Grundrezept

6 EL Öl
6 EL Mehl
6 EL Zucker
1/2 Packung Backpulver
3 Eier

Fett und Paniermehl für die Form

Den Ofen auf 160°C vorheizen. Alle Zutaten gut vermischen. Eine Tortenbodenform gut einfetten und mit Paniermehl auskleiden. Den ziemlich flüssigen Teig in die Tortenbodenform gießen und 10-15 Minuten backen.
Abkühlen lassen und aus der Form holen. Nach Wunsch belegen.

Ein bißchen Sommer – Wassermelonen-Feta-Salat mit Oliven und Limetten

Das kommende Wochenende soll ja noch mal ein wenig sommerlich werden. Zum Glück, ewig grau, nicht hellwerdend und Dauerregen halte ich erst ab November einigermaßen aus und dann soll es bitte auch ganz schnell richtig kalt mit weiß in Form von Schnee werden (mein Geburtstag im Dezember mit Schnee wäre mal ein Traum). Aber erstmal sonnig und etwas wärmer morgen und übermorgen. Und da zumindest die türkischen Supermärkte hier in Klein-Ankara immer noch wunderbar aussehende Wassermelonen anbieten, wollte ich meiner geneigten Leserschaft noch diesen vorzüglich erfrischenden Spätsommersalat ans Herz legen.

Den Salat hat Zwerg für uns gemacht, als wir aus unserem Ungarn/Neusiedler See-Urlaub nach Hause gekommen sind. Da wir nach 10 Stunden Autofahrt dann doch noch ein wenig Bewegung brauchten, sind wir  trotz „Matschhirns“ (Zustand nach langer anstrengender Autofahrt mit nicht allzu viel Schlaf vorher) noch fix einkaufen gegangen und haben alle wichtigen Zutaten besorgt. Dachten wir … Irgendwann fiel mir ein, dass ich keinen Feta in den Kühlschrank gelegt hatte, aber definitiv welchen im türkischen Supermarkt in der Hand hatte … Komisch. In Taschen und Rucksäcken gesucht, auf dem Kassenbon geguckt. Nee, nicht bezahlt. Komisch, ich hatte den doch bei den Kräutern noch in der Hand?! Matschhirn deluxe sage ich da nur … Jedenfalls war Zwerg so nett und ist trotz des anstrengenden Tages nochmal alleine los und hat eine Packung gekauft. Diesmal wirklich …

Wassermelonen-Feta-Salat mit Oliven und Limetten

Zutaten für 4 Personen:
1 rote Zwiebel
3 Limetten
800 g Wassermelone
250 g Feta
ca. 100 g schwarze Oliven
Pfeffer
Olivenöl
je 1/2 Bund Pfefferminze und glatte Petersilie

(1) Die Zwiebel häuten, halbieren und in feine Streifen schneiden. Die Limetten auf einem Brett unter Druck hin- und herrollen und dann auspressen. Den Saft zu den Zwiebeln geben und ca. 30 Minuten ziehen lassen.
(2) Währenddessen aus der Melone mit einem Kugelausstecher kleine Bälle heraus schälen. Die Oliven entsteinen und grob hacken. Die Kräuter fein hacken und zu den restlichen Zutaten in eine Salatschüssel geben.
(3) Die Limetten-Zwiebel-Mischung zu den Salatzutaten geben. Pfeffern und mit einem großzügigen Schluck Olivenöl begießen.

Genießen!

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