Knusprig und cremig zugleich – Kürbis-Parmigiana mit ohne Bild

Tja ja, das passiert, wenn man seine Arbeitsgerätschaften vergisst. Zur Zeit arbeite ich viel im Gewächshaus und photographiere dort meine kleinen Pflänzken, um im nächsten Jahr mit dem Erlernen der unterschiedlichen Keimlinge, nicht nochmal von vorne anfangen zu müssen … Jedenfalls, wie das so ist, habe ich meine kleine Kamera im Büro in meinem Gewächshaus-Arbeitsbeutel vergessen und das wo ich dieses Wochenende richtig schön kochen wollte, auch mal etwas größer … Soweit man das so nennen kann für eine Person ;-)

Aber nach einem kleinen Jammerer, ob der Tatsache, bei facebook, meinte die geneigte Leserschaft, dass  sie das Rezept auch ohne Bild gerne hätte. Und da Euer Wunsch mir Befehl ist, bitte!

Das Rezept habe ich in der aktuellen essen & trinken gefunden, wo es mich sofort anlachte. Und eigentlich brauchte ich auch nicht mehr soviel kaufen. Es ist ein wunderbares Herbstessen, dass eine Winzigkeit aufwendiger ist als viele der sonstigen Gerichte hier im Blog. Die Kürbisscheiben bekommen durch’s Anbraten einen tollen Geschmack und der geraspelte rohe Kürbis hat noch wunderbar Biss nach dem Backen. Auch der Käse und die Tomatensauce verleihen dem Ganzen eine wunderbare Cremigkeit, die großartigst durch die knusprige Semmelbrösel-Parmesan-Mozzarella-Kruste ergänzt wird. Hach, ein Traum von einem Essen! Da ich ja noch einen halben Kürbis im Kühlschrank habe, wird das Rezept bald wieder gekocht und dann hoffentlich auch lichtbildtechnisch verewigt :-)
Das Rezept habe ich für mich halbiert, aber trotzdem die Vier-Personen-Menge an Tomatensauce gemacht, ich mag es halt saucig und kann das Rezept so uneingeschränkt empfehlen. Hier die reduzierte etwas adaptierte Version:

Kürbis-Parmigiana

Zutaten für 2 Portionen:
1/2 Butternut-Kürbis (ca. 500 g)
Salz
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
5 EL Olivenöl
1 Dose geschälte Tomaten (400 g)
Pfeffer
Zucker
40 g Parmesan
125 g Büffelmozzarella
1 kleiner Zweig Rosmarin
6-7 EL Semmelbrösel

(1) Die Kürbis schälen und quer halbieren. Die obere Hälfte in dünne (ca. 2 mm) Scheiben schneiden. Auf Küchenpapier legen, salzen und ca. 30 Minuten Wasser ziehen lassen. Aus der unteren Hälfte des Kürbis die Kerne entfernen und den Kürbis grob raspeln.
(2) Die Zwiebel und den Knoblauch abziehen und fein hacken. 2 EL Olivenöl in einem kleinen Topf erhitzen und die Zwiebel- und Knoblauchwürfelchen darin 2-3 Minuten glasig dünsten. Die Tomaten in der Dose mit einem Messer grob zerkleinern und zu dem Gemüse geben. Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. In 15 Minuten bei mittlerer Hitze einkochen lassen.
(3) Währenddessen die Kürbisscheiben mit Küchenkrepp abtupfen. In einer beschichteten breiten Pfanne 3 EL Olivenöl erhitzen und die Kürbisscheiben portionsweise anbraten. Auf Küchenkrepp abtropfen und entfetten lassen.
(4) Den Ofen auf 200°C vorheizen.
(5) Den Mozzarella klein würfeln. Den Parmesan reiben, die Rosmarinnadeln vom Zweig abstreifen und fein hacken.
(6) Eine kleinere Auflaufform mit dem letzten EL Olivenöl einfetten und mit 2 EL Semmelmehl ausstreuen.
(7) Die Kürbisscheiben mit den restlichen Semmelbröseln, Tomatensauce, Kürbisraspeln, Parmesan, Mozzarella und Rosmarin in die Form schichten (kann leider nicht mehr genau nachvollziehen, wie meine Reihenfolge war). Dabei jeweils mit Pfeffer würzen. Den Abschluss sollte aber definitiv eine Schicht aus Parmesan, Mozzarella und Semmelbrösel bilden. Knusprigkeit kommt nur so!
(8) Die Parmigiana auf der zweiten Leiste von unten in Ofen schieben und 40-45 Minuten backen lassen.

Genießen!

Quelle: essen & trinken Nr. 10/10 – Kürbis-Parmigiana. Seite 70

Hach, ich ärger mich immer noch über den fehlenden Photoapparat, die Parmigiana sah soooo schön aus und schmeckte noch viel besser! *seufz*

Nachtrag 03.12.2010: Endlich das Bild hinzugefügt, allerdings war Versuch Nummer II nicht halb so ansehnlich wie der erste, aber besser als nichts :-)

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13 Kommentare zu “Knusprig und cremig zugleich – Kürbis-Parmigiana mit ohne Bild

  1. Heidi 3. Oktober 2010 um 09:29 Reply

    Hmmm, das hört sich gut an! Aber: wo ist das Bild? LOL danke fürs Rezept, wird mal ausprobiert!

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  2. Heike 3. Oktober 2010 um 10:46 Reply

    das mit dem Photo verstehe ich sehr gut..das ging mir gestern Abend auch so..und das Essen war so lecker und so schön angerichtet…gruß Heike

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  3. Sylvia 3. Oktober 2010 um 21:03 Reply

    Das mit dem fehlenden Foto ist überhaupt nicht schlimm, mir gehts leider auch manchmal so… Zur Not gibts ja noch das Bild in der Essen & Trinken.

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  4. zwerg 3. Oktober 2010 um 22:40 Reply

    na, da nimm dir mal ein Beispiel an der kleinen aller liebsten lieblings Schwester. Ich habe „noch“ 3 Kameras (vierte war Ausverkauft :-( )

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  5. la grosse mere 3. Oktober 2010 um 23:52 Reply

    mh! ich freu mich aufs foto der nächsten! klingt aber auch so außerordentlich lecker! reicht das einfach so? oder muß noch eine sättigungsbeilage (ich liebe dieses wort!) dazu?! ich bin so kohlenhydratorientiert….
    aber hier liegt noch eine butternuß herum, hehe!

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  6. Anikó 4. Oktober 2010 um 12:48 Reply

    Zwerg, wieso guckste Dir nicht Lissabon an, sondern surfst auf meinem Blog rum? Hopp, hopp, mach die Stadt unsicher :-)

    La grosse mere, das reicht vollkommen. Keine kohlehydrathaltige Beilage notwendig. Weil eigentlich brauch ich sowas auch immer ;-)

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  7. Jutta 4. Oktober 2010 um 13:11 Reply

    Da sind der Phantasie ja keine Grenzen gesetzt. Liest sich jedenfalls köstlich.

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  8. kochschlampe 4. Oktober 2010 um 17:07 Reply

    Die steht bei mir für morgen (oder übermorgen….) auf dem Programm.
    Synchronkochen?

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  9. la grosse mere 6. Oktober 2010 um 22:51 Reply

    So. Hab das jetzt mal nachgekocht. Ja, lecker ist es. Aber ich finde, all dieses Klimbim-Kürbis-anbraten-abtupfen-…-Gedöns macht der Geschmack nicht wett… (ich weiß, Du hast kein „Feierabend-Schnellkochen“ versprochen, danach klingt das Rezept auch nicht. Ich hab’s trotzdem unter der Woche gekocht. Vielleicht war das der Fehler…) Ich merke mir folgendes:
    1. Butternut ist wirklich was feines
    2. Butternut angebraten *nasch* schmeckt wunderbar (und ein bißchen nach fritiertem Yams wie in Togo – ein gutes ein-bißchen-Erinnerungs-Essen ;-)
    3. Kürbis, Tomate und viiiiel Käääääse ist eine leckere Kombi
    Aber ich glaub, so aufwendig werde ich das nicht wiederholen ;-)

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    • Anikó 8. Oktober 2010 um 10:47 Reply

      Ich glaube das Einsalzen, stehenlassen und abtupfen hat tatsächlich gute Gründe, der Salzgeschmack kann schon in den Kürbis einziehen und ist nicht nur so oberflächlich wie bei kurz vorher salzen. Und anbraten muss man bei einer Parmigiana immer, zumindest bei dem Klassiker-Exemplar mit Aubergine, das ich mal machte. Etwas aufwendiger, aber der Geschmack des gebratenen Gemüses im Auflauf entschädigt :)

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      • la grosse mere 9. Oktober 2010 um 13:20

        ah, siehste, ich weiß noch nicht mal, was eine Parmigiana ist… ;-)

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  10. […] logistisches Problem, das wir so gelöst haben, dass wir in unseren jeweiligen Küchen parallel die Butternuss-Parmigiana gekocht und das ganze jeweils mittels Skype-Viedotelefonie an die andere übertragen haben. Quasi […]

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