Archiv für den Monat November 2010

Lachs-Spinat-Lasagne mit Meerrettich

Nee, tut mir leid meine Lieben, aber nur süß geht bei mir nicht, da setzt relativ schnell die Süß-Übelkeit ein, auch schriftlich im Blog ;-) Als meine Eltern letzte Woche zu Besuch waren, um sich ein wenig nach meinem Krankenhausaufenthalt, um mich zu kümmern, wollte ich ihnen dann doch was schönes kochen, nachdem mich Frau Mama mit lauter Lieblingsessen versorgt hatte, dass ich ja leider so gut schmecken konnte wie ich gerne gewollt hätte *seufz*

Da sie beide Fisch und Spinat sehr gerne mögen und wir die ganze Woche noch keine Nudeln gegessen hatten, lag eine Lasagne sehr nahe. Braucht man wenig Töpfe für, weil zu Lachs eher keine Tomatensauce passt und man dafür eine größere Menge Béchamelsauce macht. Diese habe ich dann mit Meerrettich verfeinert, leider nicht soviel wie es meine Geschmacksnerven mitbekommen würden, weil Frau Mama noch mit einem wehen Magen zu kämpfen hatte. Also kostet ruhig und gebt etwas mehr Meerrettich in die Sauce, wenn sie Euch nicht scharf genug ist. Allgemein hat das Abschmecken der Béchamel Frau Mama übernommen, leider kam sie mir in meinem Mund wie ungewürzter Brei vor, auch der fertige Lachs hätte gut jedwedes andere Fleisch sein können für mich, äußerst interessante Erfahrung sag ich Euch ;-)

Meine Eltern versicherten mir allerdings, dass die Lasagne sehr gut war und auch der Lachs durchaus lecker lachsig schmeckte und das Zusammenspiel zwischen Fisch, Spinat und Meerrettich sehr gelungen war. Deshalb für Euch das Rezept:

Lachs-Spinat-Lasagne mit Meerrettich

Zutaten für 4 Personen
Lasagneplatten je nach Größe der Auflaufform (bei mir 6)
450 g TK-Blattspinat, aufgetaut
700 g Lachsfilet (TK aufgetaut oder frisch)
3 EL Butter
3 EL Mehl
ca. 3/4 l kalte Milch
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
3-5 TL Meerrettich aus dem Glas
ca. 2 EL Semmelbrösel

(1) Mit der Béchamelsauce beginnen. Dafür die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und nach und nach das Mehl unterrühren. Den Topf vom Herd nehmen und ebenfalls portionsweise die Milch zugeben. Erst nur schluckweise, dann immer mehr. Dabei kräftig rühren, damit das Mehl-Butter-Gemisch sich klümpchenfrei mit der Milch vereint.
(2) Wenn die gesamte Milch eingerührt ist, wieder auf den Herd bei mittlerer Hitze stellen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Langsam unter gelegentlichem Rühren aufkochen. Man merkt sehr schön, wann die Sauce anfängt zu binden (kann etwas dauern), dann öfters Rühren, damit sie am Topfboden nicht anbrennt. Zum Schluss den Meerrettich unterrühren und nochmals kosten, ob etwas fehlt.
(3) Während die Béchmelsauce kocht, den Lachs in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Den Spinat gut ausdrücken und grob hacken.
(4) Den Ofen auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
(5) Jetzt geht es ans Schichten! Eine mittelgroße Auflaufform heraus holen und eine dünne Schicht Béchamelsauce einfüllen. Darauf eine Lage Lasagneplatten (eventuell auflaufformgerecht brechen), wieder etwas Sauce, dann die Hälfte der Lachsstreifen verteilen und die Hälfte des Spinats geben. Salzen und pfeffern. Wieder ein bißchen Sauce und dann wieder Nudelplatten, Sauce, restlichen Lachs und Spinat schichten. Zum Schluss die restliche Sauce drüber geben (falls man noch Sauce übrig hat, dann noch eine Schichte Lasagneplatten drauf, gut mit Béchamel bedecken, sonst wird die Nudelplatte steinhart) und mit Semmelbröseln bestreuen.
(6) In den Ofen geben und ca. 35-45 Minuten backen, bis sie schön blubbert und oben goldbraun ist.
Etwas abkühlen lassen und

genießen!

Nuss an Nuss – Nussriegel

So, Plätzchen die Zweite! Ich sagte ja, das wird jetzt erstmal etwas süßer hier im Blog ;-) Normalerweise bin ich nicht so der Nuss-Typ, ich mag eher Gewürze, aber eine Freundin schlug letztes Jahr vor, diese Plätzchen (naja, irgendwie das falsche Wort dafür, aber die Zeit des Jahres …) zu backen. Und überraschenderweise für mich waren sie wirklich lecker! Und ebenfalls leicht und schnell zu basteln, wenn man nicht wie ich Studentenfutter kauft und nicht Stück für Stück die Rosinen einzeln entfernt ;-) Einfach nur den Teig zusammenkneten, vorbacken, Nüsschenkaramell verteilen, fertig backen! Köstlich!

Naja, kann man wohl auch ohne Weihnachten genießen, aber wo wir gerade Vorweihnachtszeit haben ;-)

Nussriegel

150 g Butter (davon 100 g zimmerwarm)
50 g Zucker
1 Prise  Salz
1 Ei (Kl. M)
200 g Mehl
400 g Gemischte Nusskerne
80 g Honig
100 g Brauner Zucker
100 ml Schlagsahne

(1) 100 g zimmerwarme Butter, Zucker und Salz mit den Knethaken des Handrührers glatt rühren. Das Ei kurz unterarbeiten. Das Mehl unterkneten und den Teig in Folie gewickelt 1 Std. kalt stellen.
(2) Gemischte Nusskerne grob hacken. 50 g Butter, Honig, braunen Zucker und Schlagsahne in einem Topf aufkochen. Unter ständigem Rühren 3 Min. kochen lassen, bis es sämig ist. Nüsse untermischen und den Topf vom Herd nehmen.
(3) Ein Blech (28 x 20 cm) oder eine Springform (28 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen. Teig auf einer leicht bemehlten Fläche in Größe der Form ausrollen und hineinlegen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C  (Umluft 180 °C) auf der 2. Schiene von unten 20 Min. vorbacken.
(4) Nusskaramellmasse darauf verteilen, weitere 15-18 Min. backen. In der Form abkühlen lassen, dann in 5 x 3 cm große Stücke schneiden.

Quelle: Essen und Trinken Für jeden Tag 12/2005

Pinke Gewürzblumen … äh … -figürchen

Blogs lese ich schon wesentlich länger als ich selbst einen schreibe. Und einer meiner erstgelesen war die Vorspeisenplatte, geführt von Frau Kaltmamsell. Neben ihrem sehr angenehmen Schreibstil und anregenden Gedanken, ist Frau Kaltmamsell auch noch sehr essensaffin und veröffentlicht öfters sehr appetitanregende Rezepte. Als ich das Rezept zu ihren Gewürzblumen damals vor 4 Jahren las, war mir klar, dass die Plätzchen unbedingt zu Weihnachten gebacken werden müssen! Da ich damals im Lernstress für meine Diplomprüfungen war (nie wieder irgendwelche Prüfungen kurz nach der Weihnachtszeit!), war das so eine Art Übersprungshandlung und ich habe die Monsterportion Teig zu vielen, vielen Plätzchen verarbeitet. Und es war ein Traum, die sind ja soooo köstlich! Unglaublich! Also, wenn man sehr gewürzige Plätzchen mag. Und ich liebe gewürzige Plätzchen! Und seitdem sind sie in meinem Standard-Repertoire und werden jedes Jahr aufs neue gebacken :-) Ich halte mich nicht so sehr an den Blumenvorschlag von Frau Kaltmamsell, sondern produziere Pinguin-Armeen, …

… DDR-Kinderserienfiguren wie das Sandmännchen oder Klassiker wie Monde.
Ein Vorteil des Teiges ist, dass man ihn an einem Tag zusammen knetet und erst am nächsten zu Plätzchen verarbeiten kann. Entzerrung der Arbeit, yeah :-) Der Teig lässt sich wirklich wunderbar verarbeiten und ausrollen. Das ist so großartig unproblematisch! Kaum kleben, nicht viel zusätzliches Mehl zum Ausrollen notwendig. Und auch das Rezept für den Guss ist klasse, durch das Eiweiß deckt er wundervoll und auch die dunklen Plätzchen leuchten wundervoll pink :-) (Naja, wem das zu mädchenhaft ist, kann auch gerne eine andere Farbe benutzen oder es weiß lassen) Ihr merkt schon, ich bin voll des Lobes. Ich finde, es ist auch ein perfekter Teig, um Kinder vorweihnachtlich zu bespaßen ;-)

Gewürzblumen

225 gr  Haselnüsse
200 gr Butter, zimmerwarm
370 gr  Zucker
6 Eiern, zimmerwarm
3 EL Zimt
je 1/2 TL Nelken, Piment, Sternanis gemahlen
3 EL Rohkakaopulver
Geriebene Schale einer Naturorange
750 gr Mehl

Für den Guss:
1 Eiweiß
1 EL Zitronensaft
200 gr  Puderzucker
1   Tropfen  Roter Lebensmittelfarbe (oder Rote Betesaft)

(1) Haselnüsse bei 180 Grad auf einem Blech im Ofen 5 Minuten rösten. Abkühlen lassen, lose Häutchen mit Hilfe eines Küchenhandtuches  entfernen (schmecken bitter) und fein mahlen.
(2) Die Butter in einer sehr großen Rührschüssel (es wird wirklich ein großer Batzen Teig) schaumig rühren. Zucker abwechselnd mit Eiern hellcremig rühren. Mit Zimt, Nelken, Piment, Sternanis, Rohkakaopulver und der Schale der Orange würzen.
(3) Die Haselnüsse mit dem Mehl mischen. Mit dem Knethaken unterkneten, bis ein weicher, homogener Teig entsteht. Mit den Händen zu einem Kloß formen und in Frischhaltefolie einschlagen. Über Nacht kühl stellen  (Kühlschrank ist zu kalt).
(4) Backofen auf 180 Grad vorheizen.
(5) Auf bemehlter Arbeitsfläche Teig portionsweise ca. 3 mm ausrollen, Blumen (oder Sterne) ausstechen. 10 Minuten backen. Abkühlen lassen.
(6) Eiweiß und Zitronensaft mit Puderzucker mit dem elektrischen Handrührgerät glattrühren. Mit roter Lebensmittelfarbe (oder Rote Betesaft) färben. Die Plätzchen mit Guss bestreichen und trocknen lassen. Gerne auch mit buntem Streuzucker oder gehackten Pistazien in der Mitte dekorieren (das ist mir schon wieder zu pfriemelig *g*).

Erst ein paar Tage offen lagern, damit sie weich werden.

Quelle: VorspeisenplatteGewürzblumen

Keksgeiselaustausch – Leider verlegt!

Es war ziemlich ruhig hier in der letzten Zeit, zum einen hatte ich viel auf Arbeit zu tun, war mit Kollegen und Studenten auf der Nordseeinsel Spiekeroog (*hach* ist das schön da, Beitrag wird folgen) und dann musste ich ein bißchen was für meine Gesundheit machen lassen und das war doch ein wenig anstrengender und ruhefordernder als ich erwartet hätte. Um es kurz zu machen, ich saß länger nicht lange am Rechner und konnte entgegen meiner Planung auch nichts für den Blog tun (weder sortieren, noch schreiben, noch Photos bearbeiten *seufz*). Aber langsam wird es besser bei mir (hören und schmecken geht trotzdem nur in mono derzeit), aber es ist immer noch etwas Arbeit liegen geblieben, die dringend erledigt werden muss.

Nachdem schon einige Anfragen nach einer neuerlichen Ausrichtung des Keksgeiselaustausches kamen, haben Frau Kochschlampe und ich überlegt, ob wir es zeitlich/gesundheitlich hinkriegen, den Event zu organisieren, sind aber leider zu einem negativen Ergebnis gekommen :-( Es tut uns wirklich leid! Wenn jemand möchte, kann er gerne so ein kleines weihnachtliches Ereignis organisieren. Falls die geneigten Mitblogger allerdings noch etwas Geduld haben und bis Ostern warten können, wären wir sehr gerne bereit einen neuerlichen Blogevent zu veranstalten, und dehnen es auf, sagen wir österliche Spezialitäten aus?  Das wird natürlich rechtzeitig mit genügend Vorlauf an dieser Stelle bekannt gegeben :-) Ich hoffe, dann werden wieder viele von Euch teilnehmen und andere Blogger mit frühlingshaften Köstlichkeiten beglücken!

So, und auch wenn ich momentan nicht wirklich viel schmecke (man stelle sich das vor, ein Foodblogger der nichts schmeckt!), können demnächst zumindest die Plätzchen des letzten Jahres verblogt werden, da weiß ich ja noch wie sie schmecken ;-) Macht Euch auf einen Zuckerschock gefasst ;-)

Don’t call them Plätzchen!

Ab morgen bin ich für ein paar Tage mit unseren Erstsemestern am Meer *freu* Sogar an einem Meer, dass die Angewohnheit hat, wegzulaufen. Ich war noch nie an so einem Meer, während es da war! Komme anscheinend immer dann, wenn gerade Ebbe ist und bin wieder weg bevor die Flut einsetzt. Aber dieses Mal kann sich das Meer nicht verstecken und ich werde es definitiv zu Gesicht bekommen! Ha! … Himmel, wie ich den Wind, Salzgeruch und das Möwengeschrei vermisse …

Aber für so einen Ausflug braucht man Süßigkeiten als Nervennahrung. Mit einem Teil davon deckte ich mich schon vor ein paar Tagen im Supermarkt ein, wobei Frau Kochschlampe ob der Auswahl so einigermaßen entsetzt war. Aber ich steh dazu, ich habe einen sehr merkwürdigen Süßigkeiten-Geschmack :-) Sie schlug mir aber spontan noch vor ein paar Kekse zu backen. Aber was für welche? Bin da doch eher unbewandert, was Backen angeht, allerdings wollte ich zitronig. Da schickte sie mir den Link zu ihrem Basis-Keksrezept, bestand allerdings darauf dass ich 1 Teil der Butter durch Butterschmalz ersetze. Gesagt, getan! Hatte auch alles da, großartig!

Der Teig für die Kekse ist einigermaßen schnell geknetet, dann habe ich aus ihm 4 Rollen geformt und in Frischhaltefolie eingeschlagen im Kühlschrank gegeben. Eigentlich sollten sie nur 1 Stunde frieren, aber ich hatte gestern Nacht keinen Nerv mehr zum Backen, also wurden sie heute früh in den Ofen geschmissen. Statt ihn auszurollen und Figürchen auszustechen, hab ich nur ca. 1/2 cm dicke Scheiben abgeschnitten und gebacken. Figürchen ausstechen gehört für mich zu Plätzchen, sprich, nach meiner Definition, weihnachtlichem Keksgebäck. Dies hier sind aber Ausflugskekse, die man auch im Sommer für lange Urlaubsautofahrten hätte backen können. Gab auch keine Verzierung, keinen Guss, Zuckerherzchen, Goldperlen oder ähnlich. Ganz schnöde Kekse, die nicht Plätzchen genannt werden wollen ;-)

Aber was für Kekse, sehr zart-mürbe, etwas zitronig mit einer dezenten Vanillenote. Köstlichst! Und so wandelbar, tut hinein was ihr wollt: Kardamom, Zimt, Orangenschale, Mohn … Was immer Euch gefällt! Erstmal hier das Basis-Rezept der Kochschlampe, dann meine kleine Abwandlung:

Basis-Keks

3 Teile Mehl
1 Teil kühlschrankkalte Butter
1 Teil kühlschrankkaltes Butterschmalz
1 Teil Zucker
evt. 1 Ei oder 1-2 EL Eiswasser

Alles zu einem glatten Teig verarbeiten und eine Stunde kaltstellen.
Den Ofen auf 175° vorheizen, den Teig ausrollen und Kekse ausstechen, auf ein Blech mit Backpapier legen und 8-10 Minuten backen. Verzieren, fertig!

Quelle: Frau Kochschlampe

Zitronen-Vanille-Kekse

Für 2 Bleche:
450 g Mehl
je 150 g Butter, Butterschmalz, Zucker
Mark 1 Vanilleschote
Schale 1 Zitrone
2 EL kaltes Wasser

Aus den Zutaten einen glatten Teig kneten, aber nicht zu lange. Den dann in 4 Portionen zu etwa 15 cm langen Rollen formen, in Frischhaltefolie einschlagen und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Zwei Bleche mit Backpapier bestücken. Die Rollen mit einem scharfen Messer in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden und auf den Blechen verteilen. Nacheinander (oder bei Umluft gleichzeitig) ca. 15 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Angeblich sollen sie so nach 2 Wochen Lagerung noch besser schmecken, aber so lange halten meine nicht durch ;-)

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