Archiv für den Tag 7. November 2010

Don’t call them Plätzchen!

Ab morgen bin ich für ein paar Tage mit unseren Erstsemestern am Meer *freu* Sogar an einem Meer, dass die Angewohnheit hat, wegzulaufen. Ich war noch nie an so einem Meer, während es da war! Komme anscheinend immer dann, wenn gerade Ebbe ist und bin wieder weg bevor die Flut einsetzt. Aber dieses Mal kann sich das Meer nicht verstecken und ich werde es definitiv zu Gesicht bekommen! Ha! … Himmel, wie ich den Wind, Salzgeruch und das Möwengeschrei vermisse …

Aber für so einen Ausflug braucht man Süßigkeiten als Nervennahrung. Mit einem Teil davon deckte ich mich schon vor ein paar Tagen im Supermarkt ein, wobei Frau Kochschlampe ob der Auswahl so einigermaßen entsetzt war. Aber ich steh dazu, ich habe einen sehr merkwürdigen Süßigkeiten-Geschmack :-) Sie schlug mir aber spontan noch vor ein paar Kekse zu backen. Aber was für welche? Bin da doch eher unbewandert, was Backen angeht, allerdings wollte ich zitronig. Da schickte sie mir den Link zu ihrem Basis-Keksrezept, bestand allerdings darauf dass ich 1 Teil der Butter durch Butterschmalz ersetze. Gesagt, getan! Hatte auch alles da, großartig!

Der Teig für die Kekse ist einigermaßen schnell geknetet, dann habe ich aus ihm 4 Rollen geformt und in Frischhaltefolie eingeschlagen im Kühlschrank gegeben. Eigentlich sollten sie nur 1 Stunde frieren, aber ich hatte gestern Nacht keinen Nerv mehr zum Backen, also wurden sie heute früh in den Ofen geschmissen. Statt ihn auszurollen und Figürchen auszustechen, hab ich nur ca. 1/2 cm dicke Scheiben abgeschnitten und gebacken. Figürchen ausstechen gehört für mich zu Plätzchen, sprich, nach meiner Definition, weihnachtlichem Keksgebäck. Dies hier sind aber Ausflugskekse, die man auch im Sommer für lange Urlaubsautofahrten hätte backen können. Gab auch keine Verzierung, keinen Guss, Zuckerherzchen, Goldperlen oder ähnlich. Ganz schnöde Kekse, die nicht Plätzchen genannt werden wollen ;-)

Aber was für Kekse, sehr zart-mürbe, etwas zitronig mit einer dezenten Vanillenote. Köstlichst! Und so wandelbar, tut hinein was ihr wollt: Kardamom, Zimt, Orangenschale, Mohn … Was immer Euch gefällt! Erstmal hier das Basis-Rezept der Kochschlampe, dann meine kleine Abwandlung:

Basis-Keks

3 Teile Mehl
1 Teil kühlschrankkalte Butter
1 Teil kühlschrankkaltes Butterschmalz
1 Teil Zucker
evt. 1 Ei oder 1-2 EL Eiswasser

Alles zu einem glatten Teig verarbeiten und eine Stunde kaltstellen.
Den Ofen auf 175° vorheizen, den Teig ausrollen und Kekse ausstechen, auf ein Blech mit Backpapier legen und 8-10 Minuten backen. Verzieren, fertig!

Quelle: Frau Kochschlampe

Zitronen-Vanille-Kekse

Für 2 Bleche:
450 g Mehl
je 150 g Butter, Butterschmalz, Zucker
Mark 1 Vanilleschote
Schale 1 Zitrone
2 EL kaltes Wasser

Aus den Zutaten einen glatten Teig kneten, aber nicht zu lange. Den dann in 4 Portionen zu etwa 15 cm langen Rollen formen, in Frischhaltefolie einschlagen und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Zwei Bleche mit Backpapier bestücken. Die Rollen mit einem scharfen Messer in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden und auf den Blechen verteilen. Nacheinander (oder bei Umluft gleichzeitig) ca. 15 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Angeblich sollen sie so nach 2 Wochen Lagerung noch besser schmecken, aber so lange halten meine nicht durch ;-)

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