Werbung für Ungarn: Kulturhauptstadt Pécs – Kulinarische Köstlichkeiten

Bei unserem Ausflug in die Kulturhauptstadt 2010 Pécs verbrachten wir die Nacht im Hotel und waren so gezwungen auswärts zu essen, was für ein grausames Schicksal ;-)

Während Zwerg sich in der Hitze des nachmittags zum Zeichnen unter eine Baumgruppe zurück zog, brauchten Frau Kochschlampe und ich ein paar Kalorien in fester und flüssiger Form. Im Hotel informierten wir uns schon mit Hilfe eines Stadtmagazins über die aktuelle Versorgungslage in Restaurant- bzw. Cafèform, so dass bald feststand, dass wir im Semiramis ein Käffchen trinken wollen. Naja, gut Frau Kochschlampe bekam einen Eiskaffee und ich koffeinloses Wesen einen Saftdrink (Wieso haben wir die eigentlich nicht bildlich festgehalten?). Dazu jeder ein Stück Kuchen:

Möhrenkuchen nach Art des Hauses für mich …

… und eine Marlenka-Torte (wohl armenische Honigtorte) für Frau Kochschlampe. Gut war’s …
Wie Frau Kochschlampe mir versicherte, war das wirklich ein Café für Kaffee-Nerds. Die braunen Bohnen werden laut Homepage dort selbst verlesen, geröstet und gemahlen und es gibt die unterschiedlichsten Kaffeegetränke zum Genießen. Ein „Hingehen!“ von uns an alle, die mal in Pécs verweilen.

Am nächsten Tag fuhren wir zwar schon wieder, aber wollten trotzdem noch etwas zu Mittag essen. Am Abend lachte uns schon das Schild des Restaurants „Arany kacsa“ (ausgesprochen: Aranj katscha) an. Übersetzt heißt es „Goldene Ente“, auch wenn Frau Kochschlampe es liebevoll immer „Dicke Ente“ nannte ;-) Auch dieses Restaurant befindet sich nahe am Széchenyi tér, so dass man es gut zu Fuß erreichen kann.

Frau Kochschlampe wurde während des Urlaubs total von kalten Obstsuppen angefixt, so dass sie auch hier zur Vorspeise eine „Tokajer Pfirsichcremesuppe mit geschlagener Sahne und gerösteten Mandeln“ nahm.  Sie schwebte halb im Pfirsich-Wein-Himmel ;-)

Ich hatte mir das Mittagsmenü (Gesamtpreis 890 Forint) ausgesucht, das ebenfalls aus einer Vorsuppe, wahlweise kalte Melonensuppe oder Tomatensuppe in warm und einem Hauptgericht bestand. Wenn man sich das Bild anguckt, weiß man, was ich nahm, oder?

Eigentlich war es sehr simpel eine Milchsuppe mit etwas pürierter Honigmelone plus ordentlich Honigmelonenstückchen drin, aber wirklich gut! Und ich liebe ja große Stücke in meiner Suppe ;-)

Zwerg fuhr die klassische Schiene und bestellte für sich eine heiße „Gemüsesuppe reich garniert“. Der Ungar in uns, kann auch bei 40°C heiße Brühe essen ;-) Die Suppe per se war wohl nicht schlecht, aber für Zwergs Geschmack zu wenig Nudeln, aber Zwergs Nudelverbrauch in Brühen ist auch eher als exorbitant zu beschreiben …

Frau Kochschlampe hatte als Hauptgericht „Im Rohr gebratenes Gemüse mit Biokäse aus Gegend Ormánság“. Sie fand es schon super, allerdings hätte es für sie ein etwas kräftigerer Käse sein können.

Das Hauptgericht zu meinem Mittagsmenü war ein Entenleberletscho mit Tarhonya. Es war wirklich köstlich! Wobei dieser Urlaub für mich auswärts eh ein einziges Letscho-Tarhonya-Essen war ;-) Gab es doch öfters für mich :-)

Zwerg wählte sich als Hauptgng „Nockerln Bauernentenleberragout mit Entengrammeln „. Sie war allerdings nicht so begeistert, war ihr ein wenig zu unsaucig und die Grammeln waren ihr auch nicht geheuer. Ich kostete und fand es durchaus lecker :-)

Als Getränk suchten wir uns alle drei, ob der Temperaturen, hausgemachte Zitronen-Pfefferminz-Limonade aus, die wirklich erfrischend und nicht zu süß war! Perfekt!

Die Bedienung dort war ebenfalls sehr aufmerksam, aber nicht aufdringlich und sehr nett. Ein wirklich gutes Restaurant mit sehr angenehmer Atmosphäre (und Klimaanlage *g*), Frau Kochschlampe und meine Wenigkeit würden definitiv wieder in die „Goldene Ente“ gehen und können sie guten Herzens weiter empfehlen!

Dann brauchte Frau Kochschlampe auch noch Mitbringsel für die Daheimgebliebenen und als Foodblogger, bringt natürlich kulinarische Geschenke mit. Ungarn ist, wie viele osteuropäische Länder, auch berühmt für seine klaren Obstbrände, genannt Pálinka. Da ich als Alkoholverweigerer keine große Hilfe bin bei der Wahl von wohlschmeckenden, guten Obstbränden, mussten wir auf professionelle Hilfe, in Form dieses Ladens zurück greifen:

Pécs‘ erstes Pálinkahaus„. Ein netter kleiner Laden, unweit der „Goldenen Ente“ und des Széchenyi térs, mit einer angemessen großen Auswahl an Pálinkás verschiedenster Hersteller und Ausgangsprodukte. Da ich wie gesagt, bei der Auswahl nicht helfen konnte, konnte ich wenigstens Dolmetscher spielen bei der Kommunikation zwischen dem wirklich kompetenten, netten Verkäufer und Frau Kochschlampe. Nachdem die unterschiedlichen Sorten von geradeaus-pur bis likörhaft mit Honig veredelt erklärt wurden und welche Obstsorten überhaupt verarbeitet werden und man noch rausschmeckt (Info des Tages für mich: Himbeeren riecht man nur, aber schmeckt sie nicht wirklich im fertigen Brand). Danach ging es an die unterschiedlichen Hersteller … Hat doch ein wenig gedauert, aber wir fühlten uns richtig gut beraten und der junge Mann hat durch Frau Kochschlampe wirklich guten Umsatz gemacht (leider weiß ich nicht mehr genau welche Marken und welche Sorten, kannst Du nochmal ergänzen?), so dass es ein Glas Marmelade, dass ich eigentlich kaufen wollte, für lau dazu gab. Hätt wirklich nicht sein müssen … Ein wirklich guter Laden fanden wird!

Und falls jetzt jemand demnächst nach Pécs will, hier die Adressen:

Semiramis Kávézó
Kiraly u. 33

Arany kacsa étterem
Terez utca 4

Elsö Pécsi Pálinkaház
Irgalmasok utcája 14

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2 Kommentare zu “Werbung für Ungarn: Kulturhauptstadt Pécs – Kulinarische Köstlichkeiten

  1. KochSchlampe 20. Januar 2011 um 13:37 Reply

    Ah, schwierig hier die Hersteller nachzureichen: die Palinkas sind wahlweise verschenkt oder ausgetrunken. Eventuell habe ich Zuhause noch 2 der Hersteller.
    Der Verkäufer hat definitiv in die Riege der Wunderkinder gehört, die voller Begeisterung für ihre Produkte sind und wirklich dem Kunden das bestmögliche (nicht zu verwechseln mit dem teuersten) Produkt verkaufen wollen.

    Obstsuppen sind toll.

    Und es ist doch die Dicke Ente.

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  2. […] (siehe Photo oben) oder als zweite Variante, die sehr industriell aussieht wie in diesem Beitrag über Pécs auf dem achten Bild. Und die Variante hab ich auch schon im türkischen Supermarkt gesehen, also […]

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