Suppengrün-Kürbis-Bolognese

Es gibt einen Monat im Jahr, den kann ich auf den Tod nicht leiden: Januar! Es ist mitten im Winter, die fröhliche, bunte Weihnachtszeit ist gerade vorbei, aber bis Frühlingsanfang dauert es noch eeewig … Und dazu das Einheitsgrau, kaum ein Sonnenstrahl verirrt sich durch die Wolken, es bleibt gefühlt den ganzen Tag dunkel und in der Natur passiert auch noch nichts. Kein Winterling, Krokus oder Schneeglöckchen wagt sich durch die Erde und Vögelchen kann ich auch noch keine in Singlaune hören … Wenn ich zu Winterdepressionen neigen würde, im Januar würd ich sie bekommen ;-)

Genau deswegen gibt es bei mir im Januar hauptsächlich Comfort Food, also Essen, das einem die Seele wärmt. Dazu gehört für mich definitiv Nudeln mit Bolognese und einer großen Portion Käse, aber weil die Feiertage ja gefühlt erst gestern waren, brauchte ich etwas vegetarisches. Also warum nicht eine Bolognese nur mit Gemüse. Ein unbenutztes Bund Suppengemüse harrte noch der Dinge im Kühlschrank und weil aber ein paar Portionen mehr noch für den Tiefkühler raus springen sollten, wurde ein wirklich kleiner Butternut-Kürbis dazu geschnippelt. Und die Schnippelarbeit im Vorfeld war wirklich enorm, man sollte versuchen alles auf eine einheitlich-kleine Würfelchengröße zu kriegen, damit die unterschiedlichen Gemüsesorten auch gleichzeitig in vernünftiger Zeit gar werden. Aber der Aufwand lohnt sich, weil ein wirklich köstliches Sößchen bei rumkommt, die auch Carnivoren das Fleisch nicht vermissen lässt (zumindest beschwerte sich Herr Papa nicht *g*). Hier dann das kleine Impro-Rezept für unerschrockene Carnivoren und natürlich auch Vegetarier und alle dazwischen:

Suppengrün-Kürbis-Bolognese

Zutaten für 4 Portionen:
2 Möhren
1 Petersilienwurzel
1 kleineres Stück Sellerieknolle
1 kleiner Butternut-Kürbis
1/2 Paprikaschote
1 Zwiebel
Schluck Olivenöl
Salz, Pfeffer
Prise Zucker
4 El Tomatenmark
500 ml passierte Tomaten
Schluck Balsamico-Essig
2 handvoll Basilikum

(1) Sämtliche Gemüse putzen/schälen und in etwa gleich große kleine Würfel schneiden.
(2) In einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Zwiebelwürfel andünsten. Dann alle Gemüse bis auf die Paprika zugeben. Salzen, pfeffern und eine Prise Zucker drüber streuen. Bei geschlossenem Deckel ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten.
(3) Das Tomatenmark in die Pfanne geben und kurz mit anrösten. Die passierten Tomaten zugießen, gut verrühren und bei Bedarf noch mit Wasser auffüllen, bis die Sauce die gewünschte Konsistenz hat. Hier waren es noch etwa 200 ml. Nochmals salzen und pfeffern. Deckel drauf und ca. 20 Minuten bei  mittlerer Hitze köcheln lassen bis das Gemüse gar, aber noch bissfest ist. Ab und zu umrühren.
(4) Am Ende der Kochzeit die Sauce mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und das Basilikum kleingezupft unterrühren.
Mit frisch gekochten Nudeln und Parmesan servieren.

Genießen!

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6 Kommentare zu “Suppengrün-Kürbis-Bolognese

  1. nata 26. Januar 2011 um 09:45 Reply

    Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Dieses Sattsein vom Winter, von der Kälte und von der Dunkelheit. Und dann so ein schönes Essen in leuchtenden Farben. Das tut gut!

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  2. la grosse mere 26. Januar 2011 um 20:14 Reply

    Mh, ja, Nudeln mit Sauce sind immer gut… Ich brauch immer comfort food, wenn ich schlapp von der Arbeit heimkomm. So wie heute. Aber bei mir gibt’s keine Nudeln (die gab’s am Montag, als ich – na wie wohl? – von der Arbeit heimkam), sondern Champignonrisotto. Auch comfort food :-)

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  3. Christina 27. Januar 2011 um 19:16 Reply

    Oh ja, Comfort Food ist das wirklich! Und danach mit einem guten Buch ein Verdauungsründchen auf dem Sofa, dann kann der Januar draußen toben wie er will.

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  4. Sylvia 30. Januar 2011 um 08:33 Reply

    Mir gehts ähnlich, irgendwie deprimiert mich der Januar… Dann hoffen wir einfach weiter auf den Frühling und essen in der Zwischenzeit leckere Pasta!
    Ach ja, der Teller ist toll, ich habe die gleichen! :-)

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  5. Lilly 30. Januar 2011 um 18:06 Reply

    Ganz ehrlich: der erste Gedanke bei „Suppengrün-Kürbis-Bolognese“ war – Oh Mann! Jetzt guck ich sie mir aber seit vier Tagen an und ich muß sagen, ich werd‘ sie mal probieren. :-) Lecker sieht sie aus!

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  6. Anikó 30. Januar 2011 um 18:37 Reply

    Nata, stimmt leuchtend sind die Farben wirklich :-)

    La grosse mere, Risotto mach ich viel zu selten. Warum eigentlich? *grübel*

    Christina, exakt! Buch oder ’ne Runde durch die Blogs ;-)

    Sylvia, der Frühling wird zwangsläufig kommen, nur wann endlich??? Die Teller gehören meinen Eltern, hab ich noch in der Ostseeheimat geköchelt :-)

    Lilly, probier es aus und lass mich dann wissen, ob es doch geschmeckt hat :-) Ich hoffe es sehr!

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