Archiv für den Monat Februar 2011

Bratnudeln mit viiiel Gemüse in asiatisch

In letzter Zeit könnte ich mich nur von asiatischem Essen, vornehmlich japanischem Essen ernähren. Irgendwie hat die Beschäftigung mit Bento da so ’nen Triggerpunkt getroffen. Beim letzten Berlinbesuch wurde den Gelüsten ja auch schon sehr erfolgreich nachgegeben. Und da in vernünftiger Laufentfernung (benutze in der Stadt selten bis gar kein Auto) kein vernünftiger Asiate zu finden ist, muss ich wohl selbst ran. Ich hab schon ein paar Kochbücher zum Thema Asien, aber ein mir zusagendes Rezept zum Thema Bratnudeln hab ich bis jetzt nicht gefunden, eher lass ich mich durch diverse Rezepte, Gewürze und die Reste in meinem Kühlschrank inspirieren und bastel mir meine eigene Nudelpfanne.

Und ich muss sagen, die hier ist besonders gut geworden. Sehr gemüsig, ausgewogen im Geschmack, etwas scharf (Ingwer), etwas sauer (Limette), salzig (Sojasauce) und ganz viel umami durch das angebratene Gemüse und Pilze (*Biologenbesserwisserein* nein, Pilze sind keine Pflanzen ;-) *Biologenbesserwisseraus*). Dazu etwas nussig durch die Sesamkörner und -öl. Wirklich wirklich yummie! Auf alle Fälle ein gutes Einweihungsessen für die neue Bentobox. Und falls jemand noch komische kleine Gemüsereste im Kühlschrank hat, hier das Rezept:

Asiatische Bratnudeln mit viiiel Gemüse

Zutaten für 2,5 Portionen:
130g chinesische Eiernudeln (spaghettidick), 2 halbe Platten
1 rote Zwiebel
2 kleine Möhren
1/2 rote Paprikaschote
1/4 Spitzkohl
100 g Austernpilze
2 kleine Knoblauchzehen
1 kleines Stück Ingwer
1 EL Sesamkörner
2 EL neutrales Öl
3 EL Sojasauce
1 EL Mirin
2 TL Sesamöl
großer Spritzer Limettensaft

(1) Erst das gesamte Gemüse vorbereiten. Zwiebel häuten, halbieren und in nicht zu dünne Ringe schneiden. Die Möhren schälen und feine Stifte draus schneiden. Die Paprika in dünne Streifen und das Stück Spitzkohl in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Den Strunk von den Austernpilzen entfernen und die Kappen und Stiele grob zerteilen. Den Knoblauch häuten, die Haut des Ingwerstückchens mit Hilfe eines Löffels abkratzen. Beides fein reiben.
(2)  Die trockenen in eine hitzeresistente Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen, so dass sie gut bedeckt sind. 5-10 Minuten ziehen lassen. Zwischendurch mal kosten, ob sie schon gar mit Biss sind. Dann abschütten.
(3) Den Wok auf hoher Flamme erhitzen.
(4) Die Sesamkörner in die trockene Pfanne geben und so lange rösten bis anfangen zu hüpfen und goldgelb werden. Sofort aus dem Wok in eine Schüssel geben.
(5) Das neutrale Öl im Wok erhitzen. Die Zwiebeln und Möhren zufügen. 1- 2 Minuten anbraten. Dann das Knoblauch- und Ingwermus hinzufügen und kurz mit anbraten. In folgender Reihenfolge das weitere Gemüse zugeben: Spitzkohl, Austernpilze, Paprika. Dabei immer gut rühren und das Gemüse in Bewegung halten. Zwischen dem zugeben etwa 1-3 Minuten warten.  Zwischendurch immer mal wieder mit ein wenig Sojasauce würzen. Dann kommen die abgetropften Nudeln dazu. Alles gut verrühren. Zum Schluss wird das Ganze mit Mirin, Sesamöl und Limettensaft abgeschmeckt.
(6) Mit dem gerösteten Sesam bestreuen und

genießen!

Bento No. 1: Asiatische Bratnudeln plus Okonomiyaki und Tomätchen

Ich hab die Faxen dicke! Ich mag keine puddingsartige Sauce zu Klopsen aus Fleischkäse mehr sehen, jeden Tag Salat mit Feta kann man auch nicht essen, pseudoasiatisches Essen, dass nicht mal einen Tropfen Sojasauce gesehen hat, ist nicht essbar und vegetarisch geht auch besser als Stärkebeilage mit etwas Gemüse in der Sauce. Sorry, ich mag Mensa wirklich nicht mehr … Jetzt mich nicht falsch verstehen, es gibt durchaus genießbares Essen (eher in der kleinen als großen Mensa), aber das sind vielleicht 10 Gerichte im ganzen. Manchmal bin ich auch ganz froh, dass es die Mensa gibt, wenn ich weiß, dass ich ’nen langen Tag vor mir habe und abends zu spät zum selbständigen Kochen nach Hause komme. Dann ist sie eine gute Alternative zu den teureren Cafés in der Nähe.

Aber weil das halt auf Dauer nicht funktioniert, hab ich nach neuen Möglichkeiten gesucht. Eine Mikrowelle zum schnellen Aufwärmen von Essensresten gibt es hier leider nicht, also brauche ich etwas, was man auch bei Raumtemperatur essen kann. Da bin ich schon vor Urzeiten über die japanischen Bento-Boxen gestolpert, hab mich aber erst ab Weihnachten intensiver damit und einigen Blogs zum Thema beschäftigt. Vorletzte Woche wurde dann eine Großbestellung aufgegeben, die am Montag bei mir eintrudelte und ab sofort werde ich meiner geneigten Leserschaft (hoffentlich) köstliche Mittagessen auch meinen Bento-Boxen präsentieren.

Die Nummer 1 beinhaltet extra dafür gezauberte asiatisch-vegetarische Bratnudeln, in die fast sämtliche Gemüsereste des Kühlschranks wanderten. Der Rest dieser Portion war mein Abendessen nach dem Kochen :-) Im hinteren (etwas kleineren) Teil der Box fanden sich ein Drittel Okonomiyaki (japanischer Pfannkuchen hier mit viel Gemüse) und etwas angeschrumpelte Tomätchen wieder. Es sieht zwar nicht nach wirklich viel aus, aber für’s Mittagessen mit einem kleinen Dessert war es mehr als genug und ich danach satt. Sowohl das Rezept für die Bratnudeln als auch für’s Okonomiyaki gibt’s in den nächsten Beiträgen.

Ich bin gespannt wo mich diese Büro-Bento-Reise noch hinführt und was in der nächsten Box sein wird :-)

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