Abgekupfert: Past‘ e broccoletti

In Klein-Ankara zu leben hat Vorteile, abgesehen von den billigen Mieten *g*, ist hier an fast jeder Ecke ein türkischer Supermarkt zu finden, der dann auch ein etwas anderes Gemüseangebot hat als der deutsche Durchschnittssupermarkt. So unter anderem auch Cima di rapa (oder Rapa oder Stengelkohl), den ich aus der Ostseeheimat nicht kannte, auch nicht aus Ungarn. Und dann sah ich bei Robert vor 2 Jahren die ersten Rezepte und ich die lachten mich sehr an. Leider ist der Frühling für mich auch die Jahreszeit, wo ich am meisten Stress habe mit einem beginnenden Semester, diversen Exkursionen, Vorexkursionen, Arbeit für meine Dissertation  etc. und als ob das nicht reichen würde, ist mein Magen der Meinung sich währenddessen auch noch einbringen zu müssen und schaltet auf stur, so dass ich eigentlich nur schonende Gerichte vertrage. So sehr ich den Frühling liebe, manchmal nervt das und so passiert es gelegentlich, dass es plötzlich Mitte Mai ist und ich noch nicht einen Frühlingsgenuss in Form von Spargel, Bärlauch oder eben Cima di Rapa zu mir genommen hab :-/ Aber dieses Jahr sollte mir das nicht passieren, zumindest nicht mit dem Stengelkohl, also schnell los geflitzt zum nächst gelegenen türkischen Supermarkt und ein großes Bund mitgenommen. Als erstes sollte es ihn klassisch mit Pasta geben, wie ihn Frau Kochschlampe, in abgeschwächter Form für Magenkranke zubereitete.

Ein wirklich leckeres Gemüse, dieser Cima di rapa, kohlig aber nicht zu deftig, da er auch leichtere Zubereitungen verträgt. Auch in Kombination mit der Pasta wirklich gut, ich war überrascht, weil ich sonst eher der sehr saucige Typus Pasta-Esser bin *g* Wer es verträgt, kann statt der halben Paprikaschote gerne ein wenig Chili nehmen, ist bestimmt auch sehr gut und gibt einen netten Kontrast zum milden Kohl.

Pasta mit Cima di rapa

Zutaten für 2 Portionen:
ca. 150-200 g Pasta (hier: Casareccia)
300 g cima di rapa, gewaschen und mundgerecht zerteilt
1 Schluck Olivenöl
2 Knoblauchzehen, in Scheibchen
1/2 rote Paprika, in feinen Würfeln
Salz, Pfeffer
Pecorino Sardo, gerieben

(1) Die Nudeln zusammen mit dem Cima di rapa in kochendem Salzwasser al dente kochen. Nicht abgießen, sondern mit einem Schaumlöffel in eine Schüssel umfüllen.

(2) Während die Nudeln kochen die Paprikawürfelchen und Knoblauchscheiben in Olivenöl andünsten. Dieses gut mit den Nudeln und dem Cima di rapa vermischen. Auf Teller verteilen, pfeffern, mit frisch geriebenem Pecorino bestreuen und

genießen!

Quelle: Frau Kochschlampe nach Lamiacucina

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5 Kommentare zu “Abgekupfert: Past‘ e broccoletti

  1. lamiacucina 31. März 2011 um 14:50 Reply

    Nur nicht stressen lassen, wäre ja noch schöner, wenn eine Ungarin keine Paprika mehr vertragen würde :-)

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  2. kochschlampe 31. März 2011 um 15:05 Reply

    Na, denn sieh mal zu, dass Du Deinen Magen wieder in Ordnung bekommst, damit Deine Auswahl wieder größer wird…. auch wenn ich aus persönlicher Erfahrung weiß, dass das hier ein sehr schönes Essen ist.

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  3. anie's delight 31. März 2011 um 15:34 Reply

    Auch wenn es mir Leid tut, dass es Deinem Magen nicht gerade gut geht und ich Dir gute Besserung wünsche….

    Cime di Rape geht bei mir immer! Ich liebe das Zeug. Mein Italiener macht es (nicht magenschoned) mit viel Knoblauch, Chilischoten und Salciccia.

    Gute Besserung!

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    • Barbara 31. März 2011 um 22:01 Reply

      Diese türkischen Läden mag ich auch – muss mal wieder zum Bummeln in einen, bei uns gibt’s nämlich nirgends dieses leckere Grünzeug.

      Gute Besserung für Deinen Magen – liegt bestimmt am Stress… Der geht irgendwann vorbei. :-)

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  4. Christina 1. April 2011 um 14:54 Reply

    High five, ich geselle mich mal dazu, in den Club der derzeit Magengeschädigten. Schonkost ist also gerade genau das Richtige! ;-)

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