Nicht ungern in Ungarn Teil V: Budapest, der zweite Tag

Den zweiten Tag wollte ich nicht allzu lang halten, da ich immer noch/schon wieder mitm Rücken respektive Bein zu kämpfen habe, aber etwas was ich mir auf keinen Fall entgehen lassen wollte, war ein Besuch im Ungarischen Nationalmuseum:

Dort wird der Besucher einmal quer durch die Geschichte Ungarns geschickt: von den Jungsteinzeitmenschen, deren Spuren hier in unserer Gegend gefunden wurden über die Kelten, Skythen und Römer zum Mittelalter, dann über die 150 Jahre dauernde Besatzung durch die Türken mit der Befreiung durch die Österreicher (wenn ich das richtig verstanden hab) zur Revolution 1848, weiter über die Weltkriege zum Gulasch-Kommunismus bis zu EU-Mitgliedschaft. Woohoo, was für ein Ritt durch die Zeiten! Aber es lohnt sich! Sie haben wirklich schöne Ausstellungsstücke, sowohl archäologische Schätze als auch Alltagsgegenstände aus den unterschiedlichsten Epochen.

Danach und bevor es wieder die anderthalb Stunden im Bus Richtung Heimatdorf ging, brauchte ich ein kleines Mittagessen. Im Reiseführer wurde das nur 500 m vom Museum entfernte Soul Café empfohlen und nachdem ich mir den Laden samt Speisekarte im Netz angeguckt hatte, stand fest, dass ich den mal austeste. Es liegt in einer Straße, in der ganz viele Restaurants liegen, meistens erkenne ich schon an den ausgeschriebenen Speisen und/oder Preisen, ob es sich lohnt oder nicht, zumindest hier in Ungarn ;-) Und das Soul Café lohnt sich! Ich hatte mir das Tagesmenü für 980 Forint (ca. 3, 60 €) ausgesucht, dass auch wirklich sehr schnell vom schnuckeligen Kellner serviert wurde. Wie alle Essen in Ungarn bestand es aus zwei Gängen. Als Vorspeise eine Blumenkohlsuppe:

Sehr lecker, blumenkohlig, gemüsig und tatsächlich selbstgekocht ohne Tüten. Es sah wunderbar rustikal aus.

Als Hauptgang wurde Wirsing-Auflauf mit Hackfleisch und Reis angeboten:

Dazu der obligatorische Sauerrahm, denn neben Paprika ist auch Sauerrahm sehr typisch für die ungarische Küche. Auch der Auflauf war wirklich köstlich! Gut, die Portionen sind nicht Fresslähme verursachend, was aber auch ganz angenehm ist und für so wenig Geld war ich ehrlich überrascht wie lecker das Essen war! Ich hatte jetzt schon öfter in ungarischen Restaurant die Mittagsangebote für um die 1000 Forint (im Menza, im Soul Café, auch in Pécs) getestet und wurde nie enttäuscht. Kann das Soul Café also gute Gewissens weiter empfehlen!

Und weil das Essen so billig war, gönnte ich mir einen alkoholfreien Cocktail, den Green Sour:

Es war wirklich köstlich, nur leider nicht so sauer wie ich erhofft hatte. Offensichtlich haben Ungarn eine niedrigere Sauergrenze als ich … Trotzdem gut!

Nach dann noch einem kurzen Spaziergang zur Metrostation (ich liebe das Budapester Metro-System und den typischen Geruch und typischen Luftzug da unten *hach*), bei dem ich nochmal die Architektur bewundern konnte (Plan für den nächsten Besuch: Jugendstil-Führung mitmachen. Dringend!) …

… ging zur steilsten mir bekannten Rolltreppe einer Metrostation, weil die Metro unter der Donau durch muss:

Man traut sich fast nicht runter zu gucken *ggg*

Adressen:

Magyar Nemzeti Múzeum
Múzeum körút 14-16
1088 Budapest

Soul Café
Raday útca 13
1097 Budapest

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2 Kommentare zu “Nicht ungern in Ungarn Teil V: Budapest, der zweite Tag

  1. Lieblingscousine 1. August 2011 um 20:47 Reply

    Die werd ich nie vergessen :) „lehn dich nach vorn, Hanna!“ „Wieso? … Oh verdammt!“

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  2. […] […]

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