Ausflug zum weglaufenden Wasser – Spiekeroog 2011

Ich bin ja an der Ostsee groß geworden, also eigentlich einem See, der ein bißchen gesalzen wurde und in dem im Sommer öfter süße, kleine Ohrenquallen (vollkommen harmlos) rumschwimmen. Und immer mit Wasser! Ganz wichtig! Nun planten wir (also diverse Kollegen und ich) einen Ausflug Ende August zu machen und es verschlug uns auf eine ostfriesische Nordseeinsel, namentlich Spiekeroog. Wo das Wasser weg läuft, in regelmäßigen Abständen. Das ist da schon so ein bißchen anders als bei uns an der beschaulichen Ostsee …

Also fuhren wir zu neunt gen Norden. Schon bei der Fährüberfahrt von Neuharlingersiel nach Spiekeroog sahen wir die ersten Vogelvollversammlungen:

Aus dem Zimmer unserer Jugendherberge hatten wir einen wunderschönen Blick nach Osten auf die Dünen

und nur 5 Minuten Fußweg zum Strand, allerdings über eine ziemlich hohe Düne. Ich dachte es sei flach an der Nordsee …

Obligatorisch werden die Füße gebadet im gerade weglaufenden Wasser.

Gleich am ersten Tag wanderten wir nach Osten über die Insel und konnten eine wirklich unwirkliche Landschaften bewundern,

in der eher einsame Bäume zu finden sind.

Auch die Häuser des Dorfes sind ganz entzückend und haben sich ohne jegliche Gemeindevorschrift auf ein bestimmtes grün für ihre Häuserfassaden und Zäune geeinigt.

Mit diesem kleinen Kutter ging es für meine Kollegen zur Wattdurchquerung rüber ans Festland. Leider konnten eine Kollegin und ich wegen diversester Zipperlein am Bewegungsapparat nicht mit :-(

Stattdessen guckten wir uns ein wenig die Salzwiesen auf der Wattseite der Insel, mit dem frei werdenden Terrassenstrand an …

und bewunderten einige der typischen Pflanzen (bin ja immer noch Botanikerin *g*). Falls es jemanden interessiert von links oben nach rechts unten sieht man hier Strandflieder, Strandaster, Strand-Grasnelke, Europäischer Queller, Stranddistel, Sanddorn, Krähenbeere und Meersenf.

Blick über den „Wald“ aus Queller:

Während die anderen immer noch durch Priele und Schlick wateten (so ’ne Wattdurchquerung dauert!), machten die liebe Kollegin und ich noch ’nen kleinen Spaziergang am Nordende der Insel …

und suchtne am Strand Wellen für die andere liebe Kollegin, die sich über das Fehlen derselbigen beschwerte. Da hinter der Sandbank, da sind die Wellen:

Und jetzt noch mehr Strand und Landschaft! Es geht gar nicht anders als dasselbe Motiv andauernd zu photographieren …

frühmorgens nach einem klärenden nächtlichen Gewitter mit einem trocken gefallenem Segelbötchen …

nach dem Frühstück ging es auf zum Südwestteil der Insel mit Blick zum Dorf über die Salzwiesen …

einmal gucken was links den Strand runter los ist und dann …

rechts zum blaueren Himmel am Strand weiter spazieren.

Hier wird dine Insel besonders stark „angeknabbert“ vom Meer und muss dementsprechend durch Reisigzweige …

und Steinbuhnen geschützt werden (Spiekeroog ist übrigens die einzige der ostfriesischen Inseln, deren Dorf noch nicht versetzt werden musste). Nebenbei lassen diese Steinbuhnen auch noch wunderschön die Wellen brechen …

Ach, eigentlich könnt man da öfter hinfahren, auch wenn das Wasser öfter abhaut. Mag jemand mitkommen? ;-)

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9 Kommentare zu “Ausflug zum weglaufenden Wasser – Spiekeroog 2011

  1. Ulrike 11. September 2011 um 20:33 Reply

    Ich war ja völlig geschockt, als ich das erste Mal an der Nordsee war: Wo war das Wasser? Aber die Landschaft ist total toll. Ich war ja letztes Wochenende in St. Peter-Ording, so ohne Wasser ;-)

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  2. Eva 11. September 2011 um 22:16 Reply

    Wunderschöne Fotos!

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  3. Schnick Schnack Schnuck 11. September 2011 um 22:18 Reply

    Spiekie, toll! Fahren seit vielen Jahren dahin, aber waren dieses Jahr noch nicht einmal da. Da sind deine Bilder eine gute Erinnerung.

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  4. Miri 12. September 2011 um 09:13 Reply

    Ach wie schön :) die Bilder sind toll, da würde ich jetzt auch gerne einen kleinen Rundgang machen.

    LG
    Miri

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  5. Kathi 12. September 2011 um 11:53 Reply

    Wunder-wunderschön. Wenns nur nicht so weit weg wäre, da würde ich gerade jetzt im Herbst gene mal hin!

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  6. Jutta 12. September 2011 um 12:14 Reply

    Ich will dahin. Sofort. Aber nur, wenn es da auch was Leckeres zu essen gibt.

    „…und hinter’m nächsten Block träum‘ ich mir das Meer…“ (Ulla Meineke)

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  7. Anikó 12. September 2011 um 20:21 Reply

    Ulrike, ja das ist schon richtig seltsam so mit ohne Wasser, weiß schon warum ich unsere gute alte Ostsee lieber mag ;-)

    Eva, danke schön!

    Schnick, oh ihr Glücklichen! Wünschte ich könnte so einfach ans Meer (irgendeins) kommen …

    Miri, so klein wäre der Rundgang nicht, da hat man schon einiges an Kilometern zu laufen ;-)

    Oh Kathi, auch im Herbst lohnt es sich total! War ja letztes Jahr im November mit Studenten dort und hat wirklich was ganz besonderes zu der Jahreszeit! Vielleicht klappt es ja irgendwann mal für Euch :-)

    Jutta, doch da kann man durchaus wirklich lecker essen. Irgendwann diese Woche wird es Dir bewiesen werden ;-)

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  8. richensa 14. September 2011 um 11:32 Reply

    Superschöne Fotos!
    Meine allererste Kindheitserinnerung stammt von Wangerooge, ich hatte ebenfalls die Patschefüßchen im Sand, eine wahrscheinliche winzige Welle umspülte meine Füße u ich musste vor lauter Überraschung pullern. Ich war 2 1/2 Jahre alt… Inzwischen habe ich die Blase besser unter Kontrolle, wenn ich am Meer bin ;-)

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    • Anikó 14. September 2011 um 11:53 Reply

      *ggg*
      Dafür wird von mir gerne erzählt, dass ich bei meinem ersten Strandbesuch nicht von der Decke runter bin vor lauter Angst vor dem bösen blsen feinen Sand ;-)
      Und danke fürs Kompliment :-)

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