Archiv für den Monat Oktober 2011

Linguini mit göttlich-würziger Feigen-Sauce

Oh Gott, so lecker und so wahnsinnig unfotogen. Aber trotzdem enthalte ich Euch diese schnelle und wirklich ernstlich köstliche Pasta-Sauce nicht vor! Da muss die geneigte Leserschaft durch dieses miese Photo ;-)

Nach dem erfolgreichen ersten Feigen-Versuch hatte ich mich gleich noch mit einigen der sauleckeren Früchtchen eingedeckt und bin auf die Rezeptsuche im weltweiten Netz der tausend Möglichkeiten gegangen. Bei Petra von Brot & Rosen wurde ich fündig und wusste, dass dieses Rezept für den nächsten Versuch dran glauben muss. Und ich wurde nicht enttäuscht, es ist wirklich schnell gemach und total köstlich! In der Sauce harmonieren Schärfe, Säure, Süße und Herzhaftigkeit perfekt! Beim Rezept geb ich Euch die grammgenauen Angaben aus Petras Rezept, habe es aber selbst nicht genau abgemessen. Es wäre ebenfalls zu empfehlen, die Zutaten schon gehackt u.ä. bereit stehen zu haben, während des Kochens werdet ihr kaum dazu kommen.

So und jetzt schnell die Zutaten besorgen und an den Herd gestellt:

Linguini mit würziger Feigen-Sauce

Zutaten für 4 Portionen:
20 g Butter
2 Knoblauchzehen, feingehackt
1 EL Rosmarinblätter, feingehackt
1 rote Chilischote (mittelscharf), entkernt und fein gehackt
12 reife blaue Feigen, geviertelt
1 Bio-Zitrone, Saft und abgeriebene Schale
Salz, Pfeffer
500 g Linguini oder Tagliatelle oder Spaghetti
50 g Gorgonzola
100 g Sahne
50 g Parmesan, frisch gerieben

(1) Salzwasser für die Nudeln in einem großen Topf zum Kochen bringen.
(2) In einer großen, schweren Pfanne die Butter erhitzen und Knoblauch, Rosmarin und Chilischote darin 1 Minute braten. Die Feigenviertel mit der Hautseite nach oben in die Pfanne legen. Einige Minuten garen, wenden und weitergaren, bis sie sehr weich sind. Nach Geschmack Zitronenschale, Salz und Pfeffer zugeben.

Tipp: Die Sauce immer wieder zwischendurch kosten, es soll ein ausgewogenes Verhältnis zwischen allen Komponenten herrschen.

(3) Wenn das Wasser kocht, die Pasta hineingeben und laut Packungsangabe al dente kochen.
(4) Den Gorgonzola zu den Feigen geben und schmelzen lassen. Die Sahne hinein gießen und simmernd einreduzieren lassen. Je die Hälfte des Zitronensafts und Parmesans untermischen. Die Sauce kosten, es sollten alle Komponenten herauszuschmecken sein und doch harmonieren.
(5) Die Pasta in einem Sieb abtropfen und mit der Sauce mischen. Reichlich Pfeffer, den restlichen Zitronensaft und geriebenen Parmesan darüber geben.

Genießen!

Quelle: Brot und RosenTagliatelle mit Feigen, Rosmarin und Zitrone

Porree-Gartenkräuter-Suppe mit pochiertem Ei

Ich hätte ja schon sehr gerne einen eigenen Garten, in dem ich alle möglichen lustigen Gemüse und Obstsorten anbauen würde: bunte Bete, Grünkohl, Cavolo nero, Tomaten, Paprika, Gurken, Mangold, Erbsen, Bohnen, Himbeeren, Jochelbeeren, Pflaumen, Birnen und ach, noch viel mehr. Aber so lange man wirklich liebe Kolleginnen hat, für die ihr Garten über den eigenen Bedarf produziert und einen so mitversorgen mit superfrischem Gemüse, ist der fehlende eigene Garten nicht soo schlimm. So kam ich in den Genuß von drei kleineren Porreestangen, die natürlich auch frisch verarbeitet werden möchten. Also rum überlegen und in den diversesten Gemüse-Kochbüchern geguckt, aber irgendwie ging mir der Gedanke an eine einfach Porree-Kartoffel-Suppe nicht aus dem Kopf … Es waren auch noch frische Kräuter von A. im Kühlschrank, hört sich nach ’ner guten Kombi an. Aber irgendwie fehlte mir noch eine proteinlastige Beilage zum vollendeten Suppenglück. Da ich es eher vegetarisch wollte, machte ich mir fix ein pochiertes Ei dazu, das sich als wunderbaren Begleiter heraus stellte, auch wenn es nicht sonderlich schick gelungen war.

Wenn also jemand ein schnelles. wärmendes Süppchen braucht, dass man nicht zwangsläufig für mindestens 8 Personen kochen muss, dem sei dieses kleine Rezept ans Herz gelegt:

Porree-Gartenkräuter-Suppe mit pochiertem Ei

Für 2 Portionen:
3 kleinere Stangen Porree/Lauch
2 mittelgroße Kartoffeln
1 EL Butter
Salz, Pfeffer
500 ml Gemüsebrühe
guter Schluck Sahne
großes Bund Kräuter
(Petersilie, Sauerampfer, Kapuzinerkresse, Dill, Pimpinelle)

Für das pochierte Ei:
2 Eier
Salz
2 EL Apfelessig

(1) Vom Porree die Wurzeln abschneiden und die äußeren Blätter entfernen. Den hellen und mittelgrünen Teil des Stangen  mitteldicke Scheiben schneiden und in einem Sieb unter fließendem Wasser gut waschen, damit jeden kleine Dreckkrümelchen entfernt wird. Die Kartoffeln schalen und in kleinere Würfel schneiden.
(2) Die Butter in einem Topf schmelzen. Die Kartoffeln und Porreestücke darin anbraten. Salzen, pfeffern und bei geschlossenem etwa 5 Minuten weiter dünsten. Die Gemüsebrühe aufgießen und bei geschlossenem Deckel etwa 20 Minuten köcheln lassen bis sowohl Kartoffeln als auch Lauch weich sind.
(3) Währenddessen die Kräuter waschen, trocknen und fein hacken. Für die pochierten Eier in einem kleinen Topf ca. 1 l Wasser zum kochen bringen. Etwas salzen und den Apfelessig zufügen. Die Hitze runter stellen bis das Wasser simmert. Dann ein Ei in eine Suppenkelle aufschlagen und vorsichtig in das Essigwasser gleiten lassen. Nachdem das Ei im Wasser ist, sofort mit Hilfe eines Löffels versuchen, das umher wabernde Eiweiß um das Eigelb zu schieben. Etwa zwei Minuten kochen. Mit einem Schaumlöffel vorsichtig herausheben und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Mit dem zweiten Ei genauso verfahren.
(4) Wenn das Gemüse in der Suppe gar ist, den Schluck Sahne zufügen. Nochmals richtig warm werden, aber nicht mehr kochen lassen. Die gehackten Kräuter unterrühren und mit einem Ei pro Portion garniert, servieren und

genießen!

Mittagessen in typisch deutsch – Rosenkohl die I.

Es harrte noch ein Netz Rosenkohl auf dem elterlichen Balkon der Dinge und Frau Mama wünschte sich typisch deutsches Essen, sprich Kartoffel + Gemüse + Fleisch. Heute Mittag wurde es dann eben Kartoffelbrei + Rosenkohl mit Butter und Muskatnuss + Kasslerkotelett. Ganz klassisch, ganz deutsch, ganz gut :-) Natürlich wurde der Kartoffelbrei mit Frau Mamas Kartoffelstampfer gemacht, der so wunderbare Kartoffelbreiwürmchen macht:

Und nachdem die Ankündigung dieses einfachen Essens auf Facebook erstaunlicherweise viele positives, erst Recht für den Rosenkohl ergab, war dies der Auftakt des diesjährigen Herbst-und Winterkochens, bei dem ich mich etwas stärker dem Rosenkohl widmen und die verschiedensten Zubereitungsarten austesten will. Also falls die geneigte Leserschaft eine Lieblingsvariante hat, immer her damit! Ich werde es sammeln, peu à peu abarbeiten und hier vorstellen, um vielleicht auch Rosenkohlverächter (Ihr wisst gar nicht, was Euch entgeht!) umzustimmen. Freu mich auf Eure Vorschläge :-)

Feigen-Gorgonzola-Snack mit Nüsschen und Honig

Getrocknete Feigen finde ich ein wenig gruselig, diese komischen kleinen Kernchen, etwas zäh –  nee nee, zu komisch für meine Geschmacksknospen. Letztes Jahr sah ich überall bei mir in Klein-Ankara um diese Zeit die frischen großen blauen Feigen in den Obstläden rumliegen. Aber diese Kernchen … Nun ja, dieses Jahr traute ich mich und habe ein paar Feigen eingepackt. Weil mir zugetragen wurde, dass Feigen mit dem herben Gorgonzola gut passen, hab ich es mal ausprobiert. Schnell mit Frau Kochschlampe die grobe Vorgehensweise besprochen und ein wirklich fixes, köstliches Abendessen gezaubert.

Und weil es so gut war, gab es am nächsten Tag gleich noch ein schnelles, wundervolles Pasta-Gericht mit den tollen Feigen. Aber das stell ich der geneigten Leserschaft beim nächsten Mal vor und lege Euch erstmal dieses Rezeptchen ans Herz:

Überbackene Gorgonzola-Feigen mit Walnüssen und Honig

Zutaten für 1 Person:
3 Feigen
3-5 TL Gorgonzola
einige Walnüsse (hier 5)
2-3 TL Honig

(1) Den Ofengrill vorheizen. Die Walnüsse grob hacken.
(2) Die Feigen zweimal kreuzweise einscheiden, dabei aber nicht den Boden durchschneiden. Von unten anfassen und die Feige etwas auseinander drücken. Jede mit etwas Gorgonzola füllen und ein bißchen der Walnüsse drauf streuen.
(3) In einer Auflaufform 5-10 Minuten in den Ofen stellen bis der Käse geschmolzen, die Nüsse aber noch nicht schwarz sind. Vielleicht öfters gucken und gegebenenfalls die Temperatur reduzieren.
(4) Wenn die Feigen fertig sind mit dem Honig beträufeln und sofort servieren.

Genießen!

Dazu passt ein Stück frisches Baguette.

Und weil es so schnell ging und auch was für Gäste hermachen würde, macht es beim monatlichen Cucina-Rapida-Event von Man kann’s essen mit.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

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