Kartoffelsalat mit ohne Laktose und Fruktose für Frau Mama

Unser familieneigener Standard-Kartoffelsalat wurde seinerzeit durch Herrn Papas Einfluss durch die Zugabe von saurer Sahne und Paprikapulver ungarisiert und eigentlich mögen wir den so sehr gerne. Jetzt wurde bei Frau Mama allerdings letztens hochoffiziell eine ziemlich fiese Fruktose- und Laktoseintoleranz festgestellt, also fällt der Standard-Kartoffelsalat aus (außer mit Minus L-Saurer Sahne und ohne Apfel). Frau Mama mag aber Kartoffelsalat und wollte dann bei und mit der experimentierfreudigen, blogschreibenden Tochter (moi! *g*) mal einen anderen Salat austesten. Erst stand ein Salat mit Mayo zur Debatte (Frau Mama und freiwillig Mayo, hätte es vor ’nem Jahr noch nicht gegeben!), aber ich konnte sie dann mit einem auf Brühebasis aus dem Buch „Spezialitäten aus aller Welt“ (lohnenswerte Anschaffung, wirklich!) überzeugen. Der schwäbische Kartoffelsalat bestach mit seiner Einfachheit und wurde von uns durch Gurkenscheibchen ergänzt. Dazu grobe, frische Bratwurst und wirklich köstlicher, leckerer Traubensenf aus der Einbecker Senffabrik. Ein große Kaufempfehlung, wenn ihn die geneigte Leserschaft im Geschäft (gibt in einige in Deutschland verteilt oder online) finden sollte.

Jedenfalls bereitete Frau Mama diesen Salat für uns zu, während ich malad und strickend auf dem Sofa rumdümpelte. Ich glaube sonderlich kompliziert war es nicht, dafür umso köstlicher und die zum Schluss drüber gegebenen, angebratenen Zwiebelchen gaben den letzten Kick. Wirklich vorzüglich!

Schwäbischer Kartoffelsalat

Zutaten für 4 Portionen:
1 kg vorwiegend festkochende Kartoffeln
Salz
1/2 Salatgurke
1/4 l  Hühnerbrühe
4 EL Weißweinessig
Pfeffer
1 Prise Zucker
2 Zwiebeln
4 EL Butter

(1) Kartoffeln waschen, in Schale im Salzwasser garen, noch heiß pellen und in Scheibe schneiden. In eine Schüssel füllen.
(2) Während die Kartoffeln kochen, die Gurke schälen und in feine Scheiben hobeln. Salzen und in ein Sieb geben, damit das austretende Wasser abfließen kann.
(3) Die Fleischbrühe erhitzen. Mit dem Weißweinessig, Salz, Pfeffer und dem Zucker würzen. Alles über die Kartoffeln gießen und vermischen.
(4) Die Zwiebeln pellen und in Scheiben schneiden. Die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelringe bei mittlerer Hitze in etwa 7 Minuten anbraten bis sie braun sind.
(5) Die Gurken vorsichtig ausdrücken und zusammen mit den Zwiebelringen unter den Salat mischen. Nochmals abschmecken und noch warm servieren.

Genießen!

Quelle: etwas verändert nach Hess R., Schinharl C., Szwillus M (2004): Spezialitäten aus aller Welt. Gräfe und Unzer. München. S. 29

Schmeckt auch noch am nächsten Tag bei Zimmertemperaur wirklich gut und kann auch mit ins Büro genommen werden :-) Und weil ja Frau Mama nicht die einzige ist, die unter Fruktose- und Laktoseintoleranz leidet, gibt es jetzt auch zwei neue Kategorien, in die ich auch die schon gebloggten Rezepte einsortieren werde.

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10 Kommentare zu “Kartoffelsalat mit ohne Laktose und Fruktose für Frau Mama

  1. Miri 20. November 2011 um 17:56 Reply

    Hallo Anikó,

    sowohl auf Fructose als auch auf Lactose verzichten zu müssen ist echt nervig. Aber den Kartoffelsalat mir Brühe und Essig-Öl esse ich sowieso noch viel lieber :) Bei mir kommt noch ein bisschen angebratener Speck (die Zwiebeln damit zusammen angebraten) mit rein. Außerdem statt einer Salatgurke einglegte Gurken. Lecker. Könnte man auch mal wieder machen ;)

    LG
    Miri

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  2. Barbara 20. November 2011 um 17:59 Reply

    Ich mag den schwäbischen ja auch ganz gerne, und zwar am liebsten lauwarm. Habt Ihr gut gemacht. :-)

    Im Sommer hatte ich mich auch mal 5 Wochen milchfrei ernährt und dabei erst gemerkt, wie schwierig das ist. So eine Kategorie ist echt sinnvoll!

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  3. Evi 20. November 2011 um 19:02 Reply

    Ich wink mal unbekannterweise zu deiner Mutter rüber. In fränkischen Kartoffelsalat kommen übrigens statt der Gurken gekochte Rübchen, sonst genauso. Wobei Oma 1 ohne Brühe, nur mit Essig und Öl und Oma 2 mit heißer Bouillon plus Essig und Öl überkippt hat, Varianten sind also zulässig. ;)

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    • Heike 20. November 2011 um 19:55 Reply

      Die Zwiebelwürfel kann man auch einfach mit in der Brühe kurz blanchieren, dann verlieren sie ihren schwefligen Biss.
      SPÄTZLEWASSER!
      In schwäbischen Nudelsalat gehört Spätzlewasser!

      Aber ich seh ein: Extra Spätzle dafür zuzubereiten, ist auch lästig….

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  4. Anikó 20. November 2011 um 23:26 Reply

    Miri, Speck ist auch super, aber uns war die Bratwurst schon tierisches Protein genug :-)

    Barbara, puh Schwein gehabt, dass der Salat Gnade vor Dir findet ;-) Zum Glück gibt es Minus L-Produkte an die sich Frau Mama verstärkt hält. Aber so ganz ohne Milchprodukte könnte ich nicht leben …

    Evi, was sind Rübchen bei Euch? Ich mag ja jegliche Kartoffelsalat-Variante, nur Esig, mit Brühe, saurer Sahne, Mayo. Name it, I love it ;-)

    Hui Heike, wird Norddeutsche haben es ja nicht so mit Spätzlen. Hast Du immer Spätzlewasser vorrätig im Tiefkühler oder so? ;)

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    • Evi 21. November 2011 um 20:55 Reply

      Rübchen, gelbe! ;) Karotten heißt das auf hochdeutsch. ;) Aber dass die Schwaben bissi strange sind, war ja klar. :P

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  5. […] Schwäbischer Kartoffelsalat […]

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  6. […] Wasser! Ich liebe Gurken! In jeder erdenklichen Zubereitungsweise: pur als Rohkost, als Salat, im Kartoffelsalat, als Schmorgurke mit Ei, eingelegt in diversen deutschen, ungarischen oder internationalen […]

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  7. […] Süddeutscher Kartoffelsalat mit Gurken […]

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  8. […] soviel Arbeit hatte ich keine Lust, also bastelten Frau Mama und ich entspannt den Schwäbischen Kartoffel-Gurken-Salat mit Schmorzwiebeln. Passte wunderbar, knusprig-zarter Fisch mit leicht säuerlich-süßlichem […]

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