Archiv für den Monat Dezember 2011

Es war einmal … 2011

AD, Inhaberin des Restaurant am Ende des Universums, hatte letztens ihren Jahresrückblick gepostet und ich dachte, dann könnte ich ja auch mal :-) Hier also mein kleiner, höchstpersönlicher Blick auf das Jahr 2011:

Vorherrschendes Gefühl für 2012?
Könnte anstrengend werden …

2011 zum ersten Mal getan?
Mich chinesisch pieksen lassen und ich glaube, Akupunktur rockt!

2011 leider gar nicht getan?
Urlaub in der Unbekannten

2011 nach langer Zeit wieder getan?
Ein Baby im Arm gehalten, aber dann wollten plötzlich 5 Minijungs gehalten werden ;-)

Wort Unterhaltung des Jahres?
Ging mir ähnlich wie AD …
vor 4 Wochen in ’nem Club in Göttingen:
irgendsoein Typ (iT): „Wo kommst Du denn her?“
ich: „Rostock.“
iT: „Nein, so ursprünglich?!“
ich: „Aus Rostock! Aber mein Vater ist aus Ungarn.“ *augenroll*
iT: „Dafür sprichst Du aber sehr gut deutsch!“
ich: „????“ *fragenderBlickmitlinkerhochgezogenerAugenbraue*

Zugenommen oder abgenommen?
Aufgrund „alters“- und krankheitsbedingter Immobilität schätze ich mehr, aber besitze auch keine Personenwaage.

Stadt Dorf des Jahres?
Das ungarische Heimatdorf, nirgends kann ich mich so gut entspannen!

Alkoholexzesse?
in mir ja eher nicht, außerhalb ein kulinarischer Rotweinexzess beim Sauerbraten.

Davon gekotzt?
Nö, so schlimm war der Braten dann doch nicht ;-)

Haare länger oder kürzer?
Kürzer und anscheinend so kurz, dass ich von der Lieblingscousine der kurzen Haare bezichtigt wurde ;-)

kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Augen sind offensichtlich schlechter geworden, musste mir von Zwerg eine Brille zum Autofahren basteln lassen, aber ob das jetzt kurz- oder weitsichtig ist, kriege ich immer durcheinander.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Würde sagen gleich viel irgendwie, wenn auch für andere Sachen als letztes Jahr.

Höchste Handyrechnung?
Oh, keine Ahnung, aber denke so an die 100 € durch meine zwei Wochen Urlaub in Ungarn.

Krankenhausbesuche/aufenthalte?
1 neugeborenen Minijungen besucht / 1 x selbst drin gelegen *seufz* Und nein, so schnell brauch ich das definitiv nicht nochmal!

Verliebt?
Yepp.

Getränk des Jahres?
Wasser mit unterschiedlichsten Sirupen, italienische Zitronenlimo

Essen des Jahres?
Nicht selbst gekocht: in Hamburg im Trific

Selbst gekocht:
Japanisch geschmorter Schweinebauch

Sztrapacska
Lauwarmer Cime di rapa-Salat
Tomaten-Nektarinen-Salat

Most called Person?
der Coladieb

Die schönste Zeit verbracht mit? / Die meiste Zeit verbracht mit?
dem Coladieb / Studenten und Kollegen

Song des Jahres?
Sind eigentlich drei, die in chronologischer Reihenfolge so auftraten:
1. Graffiti 6 – Annie you save me

2. Budapest Bár – Nékem csak Budapest kell

3. Jonathan Jeremiah – Heart of stone

CD des Jahres?

1. Graffiti 6 – Colours

2. Budapest Bar Vol. 1, auch wenn sie schon vor einigen Jahren rauskam

3. Jonathan Jeremiah – A solitary man

Buücher des Jahres?
Kochbücher:
Nigel Slater – Tender
Amanda Hesser – The essential New York Times Cookbook

Ansonsten:
Adriana Altaras – Titos Brille
Rafik Schami – Reise zwischen Nacht und Morgen

Film des Jahres?
War ich überhaupt für einen Film im Kino? *grübel* Aber für eine Liveübertragung des „Il trovatore“ aus der Metropolitan Opera und die war grandios. Bin großer Fan von Dmitri Hvorostovsky geworden! (klick und Stimme folgt mit Bild) Bleibt mir weg mit Tenören ;-)

Konzert des Jahres?
Anne Sophie Mutter in der Philharmonie Essen
Tim Fischer singt Hildegard Knef in Kassel

TV-Serie des Jahres?
The Big Bang Theory

Erkenntnis des Jahres?
Auf die eigene  Gesundheit achten, macht wirklich Sinn! (Bin ich ob dieser Erkenntnis jetzt alt?)

Drei Dinge, auf die ich hätte gut verzichten können?
1. Rückenschmerzen
2. Operation am Ohr
3. Regenperioden, wenn ich eigentlich Feldarbeit machen will/muss

Nachbar des Jahres?
Kenne kaum einen, aber nachbarschaftliche Aufgaben wie Blumen gießen und Briefkasten leeren, hat eine gute Freundin übernommen. Danke nochmals!

Beste Idee / Entscheidung des Jahres?
Nichtstun im Urlaub!

Schlimmstes Ereignis?
war jetzt nicht tragisch, aber so ’ne OP am Kopf und sei es auch nur am/im Ohr, brauch ich echt nicht nochmal. Aber glücklicherweise nichts richtig schlimmes bei Freunden und Familie passiert!

Schönstes Ereignis?
Die kleinen spontanen Alltagsfluchten dank des Coladiebs!

2011 war mit einem Wort?
gefühlt-stressig (mit kurzfristigen positiven Ereignissen nach oben bei Konzertbesuchen, Urlaub u.ä.)

Auf in ein spannendes, ereignisreiches 2012!

Kurz vorm Fest, alles muss weg oder Bunte Kartoffelsuppe

Das alte Problem bevor man sich für eine etwas längere Zeit aus der eigenen Wohnung entfernt: Was tun mit den ganzen kleinen Essensrestchen im Kühlschrank? Vom Wochenende mit Frau Kochschlampe waren noch Rest-Blumenkohl und Restmöhrchen und Kartoffeln da … Hmm, und da das Wetter nicht gerade zu ausgedehnten Salatorgien einlädt, doch lieber ’nen vernünftiges, wärmendes Süppchen, oder?

Gedacht, getan und aus den Resten eine kleine, wirklich schmackhafte Kartoffelsuppe gebastelt. Und eine Entdeckung gemacht. Normalerweise hasse ich, wirklich hassen, aufgewärmte Kartoffeln. Kennt die geneigte Leserschaft das? Die schmecken einfach komisch! *sichschüttel* Den Topf mit dieser Kartoffelsuppe habe ich allerdings, aus reiner Faulheit, draußen in der Küche stehen lassen, so dass die Suppe zwar abkühlte, aber nicht Kühlschrankkälte annehmen konnte (so kalt ist meine Wohnung dann doch nicht *g*). Und, oh Wunder, als ich eine Schale Suppe in der Mikrowelle aufwärmte, schmeckte sie noch genauso gut wie mittags frisch. Kein komisch-fieser Kartoffelgeschmack, ha! Diese Beobachtung muss, ganz Naturwissenschaftlerin, noch einmal ausführlichen Tests unterzogen werden, aber ich bin guter Hoffnung dem Geheimnis der geschmackserhaltendenen Kartoffelzweiterwärmung auf die Spur zu kommen :-)

Bunte Kartoffelsuppe

Zutaten für 4 Portionen:
3 Schalotten
100 g Bacon
Schluck Öl
5 mittelgroße Kartoffeln
1 Möhre
1 große Petersilienwurzel
1/4 Hokkaido
1/4 Kopf kleiner Blumenkohl
Salz, Pfeffer
1 EL getrockneter Majoran
200 g Creme fraiche

(1) Die Schalotten würfeln, den Bacon ebenfalls. Die Kartoffeln, Möhre und Petersilienwurzel schälen und in etwa gleich große Würfel schneiden. Den Hokkaido waschen und in etwas größere Würfel als die Kartoffeln schneiden. Den Blumenkohl in Röschen zerteilen.
(2) Den Bacon in einem Schluck Öl in einem Topf etwas auslassen. Die Schalottenwürfel zugeben und glasig werden lassen. Das Gemüse bis auf den Blumenkohl zugeben, salzen und pfeffern und etwas anschwitzen lassen. Den Majoran hinzufügen. Mit soviel Wasser aufgießen, dass das Gemüse knapp bedeckt ist.
(3) Aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten köcheln lassen. Den Blumenkohl hinzufügen und nochmals etwa 10 Minütchen köcheln.
(4) Wenn die Suppe fertig ist, die Creme fraiche einrühren und sofort heiß

genießen!

Grauer Weihnachtsspaziergang am Meer

Zur Überraschung von Herrn Papa und Frau Mama wollten Zwerg und ich tatsächlich mit zum Weihnachtsspaziergang am 2. Feiertag, nix mit „Die Kinder machen das Mittagessen“ ;-) Leider war es dieses Jahr ziemlich mild und grau und fiesiglich-nieselig über Weihnachten, aber hey man kann ja nicht jedes Jahr Schnee haben.

Geparkt hatten wir beim Passagierkai, an dem die Kreuzfahrtschiffe im Sommer anlegen und von dem man einen schönen Blick zum Überseehafen hat. Früher haben wir dort auch viel geangelt, aber irgendwie fängt man dort kaum noch was …

Was uns überraschte, was das Stück der Berliner Mauer, das auf einmal dort rumstand. Gesponsort für das Land Mecklenburg-Vorpommern von einer großen deutschen Tageszeitung mit vier Buchstaben. Warum steht das dort? Ist das für die amerikanischen Kreuzfahrttouris, damit sie nicht extra nach Berlin gondeln müssen? Aber für die Warnemünde/Rostock ja eh ein Vorort von Berlin ;-)

Über den geschlossenen Fischmarkt und die dazugehörigen Fischerboote gehend, …

warfen wir einen Blick über den Alten Strom und gingen weiter Richtung Mole.

Dort fuhr gerade ein beeindruckend großes Schiff (Tanker oder Containerschiff, keine Ahnung *schulterzuck*) ein, der größer war als der Leuchtturm …

Auf der anderen Seite der Mole hatte man einen schönen Blick aufs bewegte Wasser, …

den Teepott …

und konnte möwenjagende Hunde beobachten.

Zum Abschluss ließen wir uns noch am Ende der Mole, den Wind um die Nase wehen. Ach, ich vermisse den Wind und die Seeluft in der Mitte Deutschlands *seufz*

Zum Schluss noch das obligatorische Photo einer süßen Möwe, was wäre ein Strandspaziergang ohne Möwchen-Bild :-)

Und vielleicht schaffe ich es dieses Jahr auch mal Euch Bilder von Warnemünde im Sommer zu zeigen, weil Lust auf Baden im Meer hätte ich schon mal wieder …

Der vorbei brausende Weihnachtsmann …

… hat hoffentlich allen das gewünschte unter den Baum gelegt? Bei mir war er so schnell, dass es nur ein unscharfes Photo gibt ;-)

Ich wünsche der geneigten Leserschaft ein wundervolles, friedliches Weihnachtsfest im Kreis Eurer Lieben!

Unbekanntes Weihnachtsgebäck: Alpenbrot

Als allererstes diese Saison musste das Alpenbrot von Frau von Au nachgebacken werden. Liebenswürdigerweise hatte sie mir ein paar Scheiben im Paket mit den köstlichen Butterrübchen (was aus denen wurde, demnächst mehr!) hinein gegeben und es war Liebe auf den ersten Biss! Soo toll! Gewürzig, schokoladig, saftig und ’ne Winzigkeit zitronig. Alles was ich liebe! Mit Gewürzgebäck kann man bei mir wirklich nie was falsch machen.

Als Frau von Au dann meinte, dass sie auch noch supereinfach zu backen sind und man wirklich nicht viele Zutaten braucht, stand der Entschluss fest. Zusätzlich kaufen, brauchte ich nur das halbe Pfund Butter, den Rest hat man eigentlich zu Hause. Überrascht war ich über die geringe Menge an Gewürze, es schmeckt so angenehm intensiv-würzig. Wenn ich am übermorgen in den heimatlichen Gefilden weile, werd ich es glatt noch mal backen, damit meine Eltern und Zwerg auch was davon haben, und ich natürlich ;-)

Alpenbrot

Für 4-6 Laibchen:
500g Mehl
250g Butter, zimmerwarm
250g Muscovado (Dark brown soft sugar)
2 Eier
30g Kakao
1/2 EL Zimt
2 gemahlenen Nelken
2 Kapseln Kardamom, gemahlene Samen
1/2 TL Salz
gut Muskat

Für den Guss:
2 EL Puderzucker
Zitronensaft

(1) Den Ofen auf 180°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
(2) Alle Zutaten bis auf die für den Guss mit der Küchenmaschine zu einem homogenen Teig verrühren. Den in 4-6 Teile teilen und zu Rollen formen. Auf das Backblech legen,
(3) 10-15 Minuten backen. Sie sollten noch ein wenig weich sein. Während die Brote backen den Zitronenguss zusammen rühren.
(4) Die Rollen noch heiß mit dem Zitronenguss überziehen und wenn sie anfassbar sind, schräg in Scheiben schneiden.

Schmecken nach ein paar Tagen angeblich noch besser, wenn sie so lange überleben ;-)

Quelle: Alpenbrot – Heikes Blog

Schokomakronen für Faule

Von der ganzen Backerei sind irgendwie noch Eiweiß übrig geblieben. Woher genau, keine Ahnung! Jedenfalls waren sie da und wollten verbraucht werden. Frau Kochschlampe schmiss das Wort „Makrone“ in den Raum, was eine leichte Abneigung meinerseits hervor rief, da ich mit Makronen sofort Kokos verbinde. Und Kokos in Raspelform ist etwas, dass ich auf den Tod nicht ab kann. Eines der wenigen Lebensmittel, die ich wirklich auf keinen Fall esse. Ibäh! Aber Frau Kochschlampe beruhigte mich, nein keine Kokosmakronen sollten es werden, sondern Schoko mit gemahlenen Mandeln. Naaa gut, einen Versuch ist es wert! Und der Teig ist wirklich schnell gemacht.  Einigermaßen schnell geformt und für wenige Minuten in den Ofen geschoben. Und ja, doch wirklich lecker! Definitiv nachahmenswert für die Zukunft!

Schokomakronen für Faule

 Für 1 Blech:

200 g gemahlene Mandeln
165 g Puderzucker
30 g Kakaopulver
1 Prise Salz
2 Eiweiß (hier: Größe S)

(1) Ofen auf 200°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
(2) Alle trockenen Zutaten in eine Schüssel sieben. Das Eiweiß ungeschlagen dazu geben und mit den Händen eine klebirge bis feste Masse kneten.
(3) Mit zwei Teelöffel kleine Häufchen auf das Blech setzen. Die Hände nass machen und die Häufchen zu kleinen Kugeln formen.
(4) In den Ofen schieben und ca. 11 Minuten backen. Sie sollten beim Rausholen noch ein wenig weich sein, härten beim Abkühlen noch etwas nach.

Am Besten getrennt von anderen Plätzchen lagern, da sie sonst den anderen die Feuchtigkeit entziehen und selbst sehr labbrig werden.

Genießen!

Quelle: Zitronencurry bei Kochen für SchlampenSchokomakronen

Mürbe Buttermürbchen

Was wäre Weihnachten ohne ausgestochene Plätzchen! Frau Kochschlampe hat da ein 1-2-3-Standardrezept, das wunderbar mürbe Plätzchen zaubert: 1 Teil Zucker, 2 Teile Butter und 3 Teile Mehl. Dabei ersetzt einen Teil der Butter durch Butterschmalz wodurch sie richtig mürbe werden, aber sowas von schmelzend im Mund. Ich glaube Frau Kochschlampe war auch ein wenig überwältig von meiner Auswahl an Ausstechförmchen und wählte prompt die saisonalsten: Lamm, Hase, Schmetterling und Küken. Ich meine, wer kennt nicht den allseits beliebten Weihnachtsschmetterling? ;-) Es wurden aber auch noch winterliche Motive wie Schneemann, Pinguin oder Kamel ausgestochen. Und just als das erste Blech fertig war, schien die Sonne in die kleine gelbe Küche und machten die Plätzchen so zu Sonnenmürbchen :-)

Buttermürbchen mit Zitrone

Für 2 Bleche:

100 g Zucker
100 g Butterschmalz (kühlschrankkalt)
100 g Butter (kühlschrankkalt)
300 g Mehl
1 Eigelb
Prise Salz
Schale 1/2 Bio-Zitrone

(1) Die Zutaten schnell zu einem glatten Teig kneten und etwa 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
(2) Den Ofen auf 175°C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
(3) Den Teig auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen und Figuren nach Geschmack ausstechen. Vorsichtig auf das Blech setzen und in den Ofen geben.
(4) Circa 10 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn nicht mehr glänzen, aber auch nicht zu dunkel sind.

Quelle: Frau Kochschlampe

Man kann sie auch noch mit Puderzucker-Zitronen-Glasur bepinseln, aber sie sind auch so extremst köstlich!

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