Archiv für den Tag 11. Dezember 2011

Etwas grün im tristen Grau oder Sommer an der Elbe

Ja, auch wenn bald Weihnachten ist und überall die Lichter strahlen, aber irgendwie fehlt mir die Sonne und das leuchtend grüne Gras und die Blätter an den Bäumen und die bunten Blüten der Blumen. Deswegen als kleine Aufmunterung für Euch und mich, als Erinnerung, dass der nächste Sommer bestimmt kommt und auch die Sonne bald wieder länger scheinen wird, ein paar Bilder von meinem Untersuchungsgebiet am Lieblingsfluss.

Dieses Jahr durften wir unsere Untersuchungen schon ab Ende Juni machen, da das Frühjahr sehr trocken war und viele schon fertig gebrütet hatte bzw. ihre Bruten aufgaben. So traurig das für die Vögelchen war, umso praktischer für uns Botaniker, weil wir genau zur rechten Zeit, als die Pflanzen optimal entwickelt waren, unsere Arbeit machen konnten.

So genoss ich Ende Juni/Anfang Juli die Weite der Elbauen.

Guckte mir viele Quadratmeter Wiese aus dieser Perspektive an …

… und streifte durch Meere von (Geruchlosen) Kamillen.

Guckte noch mehr Gräser an…

… und freute mich, wenn ich seltene Arten, wie die Sumpf-Schafgarbe, fand.

Durch das trockene Frühjahr konnte ich bequem durch die ausgetrockneten Flutmulden spazieren, …

Igelkolben mal in Ruhe photographieren und …

mir ganz genau die süßen Miniaturarten der Teichbodenfluren ansehen. Das sind wirklich die ausgewachsenen Exemplare, die werden nicht größer ;-) Typische Arten hier sind der Schlammling (Limosella aquatica), Sumpf-Ruhrkraut (Gnaphalium uliginosum)oder das Mäuseschwänzchen (Myosurus minimus).

Aber nicht nur ausgewachsene  Zwerg-Pflanzen wurden erkannt und aufgeschrieben, auch wenn sie gerade erst gekeimt sind, wollten sie wissen, wer sie sind.

Zwischendurch guckt ich ausgiebig die Landschaft an und genoss die Ruhe, auch wenn die Viecher Vögel, Frösche, Unken und Insekten unglaublichen Lärm machen!

Immer wieder musste ich mich hinterm Schirm verstecken, um einen kurzen Schauer abzuwarten, …

danach ging’s weiter zum „Privatstrand“.

Am Ende meiner Untersuchungen musste ich noch durch halbhohe Ulmen-Eichen-Weiden-Wälder krauchen, in dessen Ästen Anfang Juli zum Glück noch keine dicken, braunen Spinnen hocken *sichschüttelbeimGedanken*

Und zwischendurch erfreuen einen immer wieder Funde von Lieblingspflanzen (davon hat der gemeine Wald-und-Wiesen-Biologe einige!). Dieses mal der Bittersüße Nachtschatten (Solanum dulcamara).

Ach, was würde ich jetzt um ein paar Tage herumlaufen in der grünen Natur bei Sonnenschein geben *seufz* Nächsten Sommer wieder :-)

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