Unbekannte Gemüse-Welten: Butterrübchen

Foodblogger sind schon ein lustiges und unwahrscheinlich nettes Völkchen. Man hat sofort gemeinsame Themen und wenn man nicht aufpasst, bekommt man aufgrund eines harmlosen Kommentars, flugs komische Gemüsesorten zugeschickt. Danke, beste aller Heikes! Da lagen dann also diese drei Rübchen, die eigentlich schon ausgewachsene Rüben sind, und wollten gegessen werden. Zum Glück kam zum darauf folgenden Wochenende die Lieblingsvegetarierin vorbei und wir überlegten gemeinsam, wie man diese Rübchen am Besten zelebrieren könnte.

Schlussendlich wurde es ein sehr einfaches Essen, bei dem die Hauptzutat im Vordergrund stehen sollte und nicht durch zu viele andere Aromen überdeckt werden sollte. Also wurden die Rübchen einfach in Butter gedünstet und zum Schluss mit Petersilie bestreut. Erstaunlich wie diese Butterrübchen schmecken: es ist schon eine deutliche Kohlnote, aber gleichzeitig mit einem Hauch Meerrettichschärfe. Sehr interessant! Könnte ich durchaus öfter essen, aber leider sind die Butterrübchen weder hier im Nordhessischen, noch in der Ostseeheimat zu finden. Offensichtlich sind sie mit den Mairüben und Teltower Rübchen, die vor allem in der Brandenburger Ecke bekannt sind verwandt, aber nicht dasselbe. Alles komisch, aber egal. Lecker sind se und nochmal danke an Heike, dass wir sie probieren konnten :-)

Dazu schlug Frau Kochschlampe einen kleinen Salat mit Creme fraiche-Dressing vor, wo der Rest des Essen doch schon einigermaßen gesund war. Und ja, er war großartig und schnell gemacht und wird es öfter geben. So richtig grünen Salat gibt es hier ja auch eher selten …

Butterrübchen-Gemüse

Zutaten für 2 als Beilage:
3 Butterrübchen
1 EL Butter
Salz
Petersilie, feingehackt

Butterrübchen schälen, vierteln und in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Die Butter in einem Topf zerlassen, Rübchen dazu geben, salzen und mit Deckel drauf so lange bei mittlerer Hitze dünsten lassen bis sie weich sind. Petersilie drüber streuen und genießen!

So simpel :-)

Romana-Salatherzen mit Creme fraiche-Dressing

Zutaten für 2 Personen:
1 Romana-Salatherz
1 kleine rote Zwiebel
1 handvoll schwarze Oliven
1/4 Bund Petersilie

Für das Dressing:
1 Knoblauchzehe
4 EL Creme fraiche
Zitronensaft
Salz, Pfeffer
fein geriebener Parmesan

Den Salat waschen, trocken schleudern und grob schneiden. Die Zwiebel pellen, vierteln und in dünne Scheiben schneiden. Die Oliven grob und die gewaschene Petersilie fein hacken. Alles mischen.
Für das Dressing die Knoblauchzehe mit Salz fein zerreiben (entweder mit einem Messer oder im Mörser), mit der Creme fraiche gut mischen. Mit dem Zitronensaft, Salz, Pfeffer und fein geriebenem Parmesan abschmecken. Das Dressing über dem Salat geben, gut durchmischen und sofort servieren.

Genießen!

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11 Kommentare zu “Unbekannte Gemüse-Welten: Butterrübchen

  1. Aurinko 8. Januar 2012 um 15:27 Reply

    Es gibt kaum etwas, das so lecker ist, als gutes Gemüse mit Butter und Salz.
    Gedünstete Karotten, in etwas Butter geschwenkt, ein paar Fisolen, nur mit einem Hauch Butter….
    Das ist oft besser als jedes Vier-Gänge-Menü.
    Und diese Rübchen (die mich auch völlig unbekannt waren) scheinen genau in dieses Beuteschema zu fallen. :-)

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    • Cooketteria 8. Januar 2012 um 16:08 Reply

      Die von dir beschriebene „Meerrettichschärfe“ find ich ja sehr interessant. Seit zwei oder drei Jahren sind die Butterrübchen im Bio-Laden meines Vetrauens erhältlich und werden rege von mir gekauft. Aber scharfe oder auch nur leicht schärfliche Exemplare waren nie dabei. Vielleicht gibt es ja verschiedene Unterarten dieser Rübchen?

      glg

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  2. Sarah 8. Januar 2012 um 16:31 Reply

    Klingt gut! Danach muss ich mich auch mal auf die Suche machen! :D

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  3. Heike 8. Januar 2012 um 17:31 Reply

    Es war mir eine Freude!
    Und hübsch sind sie geworden, da hat sich das versenden ja gelohnt!

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  4. zwerg 8. Januar 2012 um 17:36 Reply

    jamie würde sagen, es fehlt das gute Olivenöl (extra verg.)

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  5. Anikó 8. Januar 2012 um 18:08 Reply

    Aurinko, da hast Du ein wahres Wort gesprochen :-)

    Cooketteria, ich glaube so ganz durchgehend eindeutige Namen haben diese ganzen Rübchen (Teltower R., Mair., etc.) nicht. Vielleicht sind Deine ja eher Mairübchen, die bei Euch nur Butterrübchen heißen? Wie benutzt Du sie denn noch?

    Sarah, viel Erfolg bei der Suche :-)

    Heike, oh ja! Hat uns beiden wirklich gut geschmeckt :-)

    Zwerg, bei soviel guter Butter wie da dran ist, würde auch JO nicht nach Olivenöl schreien ;-)

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  6. richensa 9. Januar 2012 um 19:50 Reply

    Sieht sehr gut aus, hübsches Farbspiel mit der grünen Petersilie… Hier im Berlin-Brandenburgischen gibt es in der Tat eine Menge Rübchen, die ich als OWL-Pflanze vorher auch nicht kannte. Und am besten kommt der Geschmack wirklich mit etwas Butter und Salz heraus….

    Tolle Idee…

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  7. Endspurt | | Heikes BlogHeikes Blog 11. Januar 2012 um 15:14 Reply

    […] Sind Butterrübchen. Die mag ich ganz gern, so ein wenig wie Kohlrabi mit Meerrettich. In Zucker und Salz mariniert, […]

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  8. Ramos 25. April 2012 um 20:49 Reply

    Zu den Mairübchen kann ich nur sagen Superlecker!
    Habe seit ein Paar Wochen wieder einen Garten, und werde sie jetzt wieder Anbauen.
    Vor einigen Jahren habe sie in meinem leider verkauften Grundstück mal Angebaut. Schmeckten damals Himmmmmlisch. Allerdings habe ich Geschmack und Qualität selbst in Bioläden nicht mehr bekommen.

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  9. fraukausk 17. August 2013 um 10:11 Reply

    verrückt, weil in meiner Biokiste diese Woche auch Butterrüben sind, bin ich auf einer Suche nach einem Rezept gewesen. Und dann schickt mich diese Suchmaschine zu Dir, und ich lese, dass Du in meiner alten Heimat lebst. Zufälle gibt es ;)

    Ich denke, ich werde die Rüben auch nur Butter andünsten, so wie Du es getan hast. Ich bin gespannt wie es schmeckt.

    Liebe Grüsse vom Rhein, Katja

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  10. Hubertus M Lüpschen 27. Februar 2016 um 17:03 Reply

    Wurzelgemüse braucht neben Butter, aber immer etwas Zucker, um sie geschmacklich zu unterstreichen.

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