Archiv | Februar, 2012

Geburtstagssause die III. – Kleinigkeiten zum Wegschnabulieren

26 Feb

Das Phänomen ist doch allgemein bekannt: Eigentlich sind alle schon satt, aber so Kleinigkeiten passen immer noch :-) Also wurden ein paar Kleinigkeiten gezaubert, die wirklich köstlich waren, schnell zuzubereiten sind und sich wirklich gut mit den Fingern essen lassen.

Als erstes möchte ich Euch diese kleinen Blätterteigschnecken gefüllt mit Spinat und Feta vorstellen. Die Idee ist von Christina und wurde in meiner Küche umgesetzt von meiner lieben Schulfreundin S. Und die Dinger sind echt der Hammer, selbst die doppelte Menge in kleinen Schneckchen gebastelt, waren morgens 5 Uhr weg :-) Wirklich wichtig ist, dass man den Blätterteig mit einem wirklich scharfen Messer schneidet, sonst quetscht man ihn nur und er geht nicht mehr so schön auf im Ofen. Ein idealer Snack!

Spinat-Feta-Blätterteigschnecken

Zutaten für ca. 40 Mini-Schnecken:
2 Rollen Blätterteig aus dem Kühlregal
400 g TK-Blattspinat
400 g Feta
4 Eier
Salz, Pfeffer
2-3 EL Milch

(1) Den Ofen auf 200°C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
(2) Zuerst die Füllung machen. Dafür den Spinat auftauen lassen und gut ausdrücken. Den Feta hinzukrümeln, gut salzen und pfeffern. Zwei Eier hinein geben und alles gut miteinander vermischen. Die beiden restlichen Eier trennen und die Eigelb mit der Milch verschlagen.
(3) Eine Rolle Blätterteig entrollen und von der langen Seite her (also längs) einmal halbieren. Von den beiden schmalen Blätterteigstücke die unteren zwei Drittel mit der Spinat-Feta-Mischung belegen. Vorsichtig aufrollen und die Naht gut fest drücken. Die Rollen mit der Eigelb-Milch-Mischung bepinseln und mit einem wirklich, richtig scharfen Messer in 1,5 cm breite Stücke schneiden. Diese vorsichtig mit der Schnittseite nach unten (also die Spinat-Feta-Füllung guckt nach oben) mit 2-3 cm Abstand auf die Backbleche verteilen.
(4) In den Ofen schieben und ca. 20 Minuten backen.  Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.

Genießen!

Quelle: New Kitch on the BlogSpinat-Feta-Schnecken

Als zweiten neuen Snack kam noch spontan ein persischen Kräuter-Omelett dazu, dass ich beim 8. Hamburg kocht-Treffen bei Heidi kennenlernte und mich spontan darin verliebte. Gott, ist das gut! Diese vielen Kräuter, traumhaft! Es ist ein bißchen Arbeit die ganzen Kräuter zu zupfen und dann zu hacken, aber es lohnt sich wirklich! Zum Glück konnten Schuldfreundin S. und ich uns die Arbeit teilen, so dass jede das machen konnte, was ihr noch am meisten Spaß macht dabei. Ich zupfte geduldig die Kräuterblättchen von den Stengeln und S. zerhackte sie mit viel Liebe fein (kann die Arbeit immer noch nicht leiden!). Kann mir auch gut vorstellen dieses Omelett für mich selbst mal abends zu machen mit entsprechend weniger Kräutern und gröber gehackt. Die Mischung der Kräuter ist auch super: viel Petersilie, ein bißchen Koriander, etwas zwiebeliger Schnittlauch und Minze für den frischen Geschmack. Eigentlich sollten noch Kurkuma, Walnüsse und Berberitzen rein, hab ich aber drauf verzichtet, war auch so sehr sehr lecker! Wer Kräuter mag und das Prinzip einer italienischen Firttata oder spanischen Tortilla mag, wird die Dinger lieben.

Kuku sabzi – Persisches Kräuter-Omelett

Zutaten für 1 große Pfanne oder 6 Personen als Vorspeise:
2 türkische Bund Petersilie oder 4 deutsche Bunde
1 Bund Dill
1/2 Bund Koriander
1/2 türkisches Bund Minze oder 1 ganzes deutsches
1 Bund Schnittlauch
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe (hier: konfiert)
5 Eier
1 EL Mehl
1 TL Backpulver
Salz, Pfeffer
ordentlich Öl

(1) Zuerst die Kräuter vorbereiten. Dazu von allen Kräuter die Blätter abzupfen, Stengel sind hier nicht willkommen, und in eine Salatschleuder geben. Waschen und gut schleudern. Die Kräuter portionsweise mittelfein hacken und in eine Schüssel geben.
(2) Die Zwiebel und Knoblauch pellen, fein würfeln und in etwas Öl in der Pfanne andünsten bis sie weich sind. Zu den Kräutern geben. Das Mehl und Backpulver zu den Kräutern in die Schüssel geben, gut salzen und pfeffern. Die Eier darüber schlagen und alles gut verrühren zu einer geschmeidigen Masse.
(3) Einen ordentlichen Schluck Öl (sollte gut den Boden der Pfanne bedecken) in der Pfanne heiß werden lassen. Dann die Kräuter-Ei-Masse hinein geben und glatt streichen. Bei mittlerer bis kleinerer hitze langsam stocken lassen. Das dauert ein Weilchen. Nur Geduld! Wenn auch die Oberfläche fest geworden ist, einen großen Teller oder Tablett auf das Omelett legen, umdrehen und dann die noch ungebackene Seite vorsichtig wieder in die Pfanne gleiten lassen. Noch einige Minuten weiterbraten bis es fest ist.
(4) Wieder auf einen Teller stürzen und in 6-8 Tortenstücke schneiden.

Genießen!

Quelle: abgewandelt nach Heidis Rezeptheftchen zum Persischen Kochen

Und weil ich meine Pappenheimer hier aus Kassel kenne und sie erstaunlicherweise die Auberginenröllchen wirklich richtig gerne mögen, habe ich für sie noch die dreifache Menge nach dem altbewährten Rezept gebastelt, dieses Mal aber wirklich mit Thymian, was doch ‘nen Tick besser schmeckt als mit Oregano. Hach, die waren aber auch wirklich gut!

Geburtstagssause die II. – Dips zum Reinknien

25 Feb

Ich finde zu einem ordentlichen Partybuffet gehören Dips, vielleicht auch nur deswegen, weil ich die Dinger einfach sehr gerne mag *g* Und dem Geburtstagskind muss es ja schmecken :-)

Hier auf meinem mordsschicken Fensterbrett *seufz* die vier Dips, die wir (mit Fräulein K. zusammen) gezaubert haben:

  • ganz hinten in dunklem pink: Rote Bete-Walnuss-Hummus
  • daneben in orange: Pikante Möhrencreme mit Oliven und Frühlingszwiebeln
  • Joghurt mit Gurke, getrockneten Aprikosen und Minze
  • ganz vorne: Moutabal – libanesische Auberginencreme

Die Möhrencreme und der Joghurt-Dip kamen am Besten an, das Moutabal ist leider etwas untergegangen. Es schmeckt sehr leicht und fruchtig, besticht mit einem farbenfrohen beige, aber zu frischem Fladenbrot wirklich hervorragend! Das Rezept ist aus dem wunderbaren Buch “Tender Vol. 1” von meinem zweiten Kochbuch-Helden Nigel Slater. Großartiges Buch! Ich liebe es! Anbautipps, Küchentricks, Würzzempfehlungen und viiiele Rezepte zu allen möglichen Gemüsesorten, von Aubergine über Grünkohl, Mangold, Lauch bis Zucchini. Ein Traum! Und weil es das erste Rezept aus dem Buch ist, dass ich kochte und das obwohl ich es schon fast ein Jahr besitze, spielen wir mit bei FoodfreaksDKduW“-Event! Und für Euch das Rezept:

Moutabal – Libanesische Auberginencreme

Zutaten für 2 Personen als leichter Mittagssnack:
2 große Auberginen
Saft 1 Zitronen
2 Knoblauchzehen, zerdrückt (hier: konfierter Knoblauch)
2 EL Tahinipaste (Sesambrei)
3 EL Olivenöl

(1) Den Ofen auf 200°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
(2) Die Auberginen ganz lassen und mit einem scharfen Messer ein paar mal einstechen, damit sie im Ofen nicht explodieren. Auf dem Backblech in den Ofen schieben und 40-50 Minuten backen bis die Haut ganz schwarz ist und die Aubergine sehr weich ist.
(3) Aus dem Ofen holen und soweit abkühlen lassen bis man sie einigermaßen anfassen kann. Die Haut abzuppeln und das Auberginenfleisch mit einer Gabel zermusen. Mit dem Knoblauch, Zitronensaft, Tahini und Olivenöl vermischen und abschmecken.

Am Besten noch lauwarm mit frischem Fladenbrot vom Türken des Vertrauens genießen!

Quelle: Slater, Nigel (2009): Tender Volume I – A cook and his vegetable patch. Fourth Estate London. p 50

Und weil, wie erwähnt, so viele den Joghurtdip mochten, hier nochmal das Rezept, obwohl es schon öfter im Blog aufgetaucht ist. Wegen meiner brauch ich gar nicht mehr zum Abendessen als diesen Dip und frisches Weißbrot (von welcher Nation auch immer gebacken):

Joghurtdip mit Gurke, Minze und Aprikose

Zutaten für 4 Portionen:
500 g Joghurt, 10%ig
1 Gurke
Salz, Pfeffer
1 handvoll getrocknete Aprikosen/Pflaumen
ca. 10 Minzblättchen

(1) Die Gurke geschält oder ungeschält grob oder fein raspeln, je nach Vorliebe. Etwas salzen, in ein Sieb geben und ca. 30 Minuten Wasser ziehen lassen, macht die Gurkenraspel schön knackig. Die Gurkenraspel gut ausdrücken. Die Aprikosen oder Pflaumen in klitzekleine Würfel schneiden. Die Minzblätter fein hacken.
(2) Den Joghurt in eine Schüssel geben mit den vorbereiteten Zutaten verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Eine Weilchen im Kühlschrank durchziehen lassen.

Genießen!

Passt auch wunderbar beim Grillen im Sommer!

Geburtstagssause die I.

23 Feb

Ich mag meinen Geburtstag, auch wenn er im Dezember ist. Finde es prinzipiell auch nicht doof, dass es kurz vor Weihnachten ist, so kann man sich immer mal paar größere/teurere Sachen zusammen wünschen :-) Nun haben Dezember-Geburtstag den Nachteil, dass die Terminkalender der meisten Leute zum Bersten gefüllt sind und alle im Vorweihnachtsstress sind. Also gut, macht ja nichts. Ist eh schöner die langweiligen Jahresanfangsmonate (Fasching ist für mich als Norddeutsche nicht relevant *g*) ein wenig aufzupeppen und alle lieben Leute zusammen zu trommeln. Und natürlich gutes Essen kochen, viel zu viel, aber gutes Essen :-) In Ermangelung an Platz wurde das Buffet in der Miniküche aufgebaut

Auf dem Herd stehen zwei Töpfe mit brodelndem Chili sin carne, davor eine Schüssel mit Nachos und der Pastasalat alla Genovese nach Paule. Auf der Spüle stehen ein großer Teller voll mit Auberginenröllchen und vier Dips: in dezentem beige das Moutabal (Auberginencreme), pikante Möhrencreme, der Rote Bete-Walnuss-Hummus und ein Joghurtdip mit Gurke, getrockneten Aprikosen und Minze.

Auf der Arbeitsfläche stehen die Gläschen mit einen wahnsinnig köstlichen Linsensalat nach Ottolenghi und Kuku sabzi, also persisches Kräuteromelett, dass ich zwei Wochen vorher schon beim persischen Kochen im Hamburg genießen durften. Im Wohnzimmer warteten noch ein Mandel-Orangenkuchen und Spinat-Feta-Schneckchen auf die Gäste.

Da ich diesen Beitrag nicht ewig lang machen will, aber gleichzeitig auch nach den Rezepten gefragt wurde, auch für ein Tiramisu, dass alle mochten, ich aber vergaß zu photographieren, werden sich die nächsten Beiträge mit dem Geburtstagssausen-Buffet beschäftigen. Weil mir hat alles geschmeckt und das ist doch die Hauptsache, dass das Geburtstagskind Spaß hat, oder? *g* Freut Euch drauf!

Einfach, aber sooo gut – Nudeln mit Tomatensauce

21 Feb

Letztes Wochenende feierte ich meinen Geburtstag nach, wozu noch ausführlichere Beiträge und auch paar Photos kommen. Dafür musste natürlich einiges vorbereitet werden, wobei mir freitags die liebe K. half. Danke nochmals dafür! Wir trafen uns mittags bei mir und da hungrig kochen nicht wirklich Spaß macht, wollte ich noch ein schnelles, kleines Mittagessen für uns machen. Da Fräulein K. nicht auf grüne Bohnen steht, die ich eigentlich hier zu verarbeiten wollte, gab es das typischste Sonnabendsessen meiner Familie: Nudeln mit Tomatensauce und Spiegelei. Ja, Spiegelei dazu! Muss sein!

Früher, also zu DDR-Zeiten, hat Frau Mama die Sauce mit Ketchup gemacht und ohne Basilikum und eigentlich auch ganz anders als ich. Aber so mit 11/12 Jahren fing ich an dieses Essen für die Familie zu kochen. Natürlich entwickelte sich diese Sauce in den letzten 20 Jahren (ha, ich bin doch alt *g*). Zuerst benutzte ich nur passierte Tomaten und alles an getrockneten Kräutern was sich in Frau Mamas Vorrat befand und einigermaßen italienisch klang. Aber nach und nach stieg ich auf gröberen Tomatenmatsch um und benutzte lieber frische Kräuter und dann auch nur noch eins und nicht mehr alles, was das Gewürzregal oder Blumentopf her gab. Es wird natürlich auch immer variiert, mal noch andere Gemüse mit rein, mal auch mit Fleischbällchen, aber das hier ist die einfachste Variante, für die ich (fast) immer alles da hab, wenn der Hunger plötzlich zuschlägt.

Einfachste der einfachen Tomatensaucen

Zutaten für 2 Personen:
1 mittlere Zwiebel, in Halbringe geschnitten
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Schluck Öl
1 handvoll Basilikum samt Stielen,
die Stiele fein gehackt
1 EL Tomatenmark
1 kleine Dose Tomatenstücke
Salz, Pfeffer
Prise Zucker

(1) Das Öl in einem kleinen Topf erhitzen und die Zwiebelhalbringe bei mittlerer Hitze weich dünsten. Den Knoblauch und die Basilikumstiele  zugeben und und so lange mit andünsten bis der Knofi duftet. Tomatenmark kurz mit anschwitzen.
(2) Die Dose Tomatenstücke hinzu schütten, salzen und pfeffern. Deckel drauf und bei mittlerer Hitze so lange köcheln lassen wie die Nudeln brauchen. Ab und an umrühren.
(3) Das Wasser für die Nudeln aufsetzen und diese nach Packungsanweisung garen. Die Spiegeleier braten.
(4) Die Sauce vom Herd nehmen. Den Basilikum schnell zerzupfen, unter die Sauce rühren und mit der Prise Zucker abschmecken.

Alles zusammen auf den Tellern verteilen und

genießen!

Und weil es so schnell geht und zumindest mich glücklich macht, wenn der Tag mal wieder doof war, darf die kleine Sauce beim aktuellen Blogevent “Speed cooking” beim Kochtopf, der von Alex von mein-i-Tüpfelchen ausgetragen wird, teilnehmen.

Blog-Event LXXV - Speed-Cooking (Einsendeschluss 15. März 2012)

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 477 Followern an