Schnellste Gemüsebrühe ever, wirklich!

Oh Gott, wie oft starb bei mir schon die Lust auf Risotto, weil keine Brühe im Haus war. Ja, ich habe Instantbrühe da, sogar welche ohne Hefeextrakt, aber es ist einfach nicht dasselbe wie mit selbstgeköchelter Brühe. Jetzt dauert Gemüsebrühe schon nicht so lange wie Hühnerbrühe, aber trotzdem manchmal noch viel zu lang nachm Feierabend *seufz* Im River Cottage Everyday Veg bin ich auf ein Rezept für eine schnelle, leichte Gemüsebrühe gestoßen, bei der das Gemüse grob gerieben wird. Warum zum Teufel bin ich noch nicht früher auf die Idee gekommen, das Prinzip ist mir als Biologin natürlich vertraut: je größer die Oberfläche desto schneller und besser können Inhaltsstoffe abgegeben werden (oder im Falle des menschlichen Darms aufgenommen werden). Durch die größere Oberfläche der Gemüsen wird die Brühe wirklich innerhalb 10-20 Minuten nach Aufkochen fertig. Insgesamt hatten wir am Freitag innerhalb von 30 Minuten eine fertige, handgedrechselte Gemüsebrühe, wenn man ein Küchenmaschinchen zum Raspeln benutzt. Natürlich kann man die Zutaten noch variieren, Stangensellerie rein oder Thymian als Kraut oder ’ne Tomate als Kraut oder einen Teil der Möhren durch Pastinaken/Petersilienwurzel ersetzen. Was man da hat, wonach einem ist, ein wirklich dankbares Rezept. Nur eben die Mühe machen und alles klein raspeln! Und wofür die beste K. von allen und ich die Brühe auf die Schnelle brauchten, wird als nächstes Bekannt gemacht :-)

Schnellste Gemüsebrühe ever

Zutaten für ca. 1,5 l:
4 mittelgroße Möhren
2 mittelgroße Zwiebeln
ca. 1/2 Knollensellerie
1 El Rapsöl
einige Stengel Petersilie
2 Lorbeerblätter, zerrupft
einige Pfefferkörner
Salz

(1) Das Gemüse putzen und per Hand oder mit der Maschine grob raspeln, ja auch die Zwiebeln (auch wenn das fies in den Augen brennt).
(2) In einem großen Topf das Öl erhitzen und das Gemüse samt der Petersilienstengel hinein geben. Etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze andünsten bis das Gemüse weich ist. Das dient hauptsächlich dazu der Zwiebel ihre Schärfe zu nehmen. Währenddessen in einem Wasserkocher 1,75 l Wasser zum Kochen bringen.
(3) Die Lorbeerblätter und Pfefferkörner hinzu fügen, ein bißchen salzen. Mit kochendem Wasser aufgießen und sobald es wieder kocht etwa 10 bis 20 Minuten offen köcheln lassen.
(4) Durch ein Sieb abgießen, die Gemüseraspel gut ausdrücken und gleich verwenden oder einfrieren.

Quelle: leicht geändert nach Fearnley-Whittingstall, H. (2011): River Cottage Everyday Veg. Bloomsbury Publishing

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8 Kommentare zu “Schnellste Gemüsebrühe ever, wirklich!

  1. Restaurtant am Ende des Universums 18. April 2012 um 11:21 Reply

    Das mach ich demnächst, ist ja super easy!

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  2. lamiacucina 18. April 2012 um 13:18 Reply

    je feiner das Gemüse geschnitten wird, desto grösser dessen Oberfläche, desto schneller kommt man zu einer Brühe.

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  3. Ina 18. April 2012 um 13:21 Reply

    Hach, das ist mal wieder einer dieser seltenen Momente, in denen ich als meist nur für 1 bis 2 Personen kochende meine weiterverschenkte Küchenmaschine denn doch vermisse. Denn von Hand das Gemüse raspelt dauert wohl doch etwas arg lang…

    Aber was ich hier grad noch sehe und mich zum schmunzeln bringt: Die Kategorie „2-Herplatten-Rezepte“. Ich glaub, ich muss mal wieder zum Stöbern vorbeikommen, auch wenn ich mittlerweile fast alles auf 2 Herdplatten kochen kann… ;)

    Liebe Grüße,
    Ina

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  4. gotsassaufeinemast 19. April 2012 um 10:23 Reply

    Verdammt, wieso ist mir das nicht schon viel früher eingefallen. So macht das Kochen mit Brühe ja endlich wieder Spaß :) Vielen Dank, für dieses Rezept.

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  5. Sylvia 19. April 2012 um 13:08 Reply

    Meine erste Brühe! Und die riecht so lecker! Bisher hatten mich die langen Kochzeiten abgeschreckt. Aber nun gibt es kein Halten mehr! Feines Rezept! Vielen Dank!

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  6. la grosse mere 22. April 2012 um 21:32 Reply

    ich gestehe: ich bin mit fertigbrühe sozialisiert worden. auch mit hefeextrakt. und die habe ich auch in meine küche übernommen. ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, brühe vorzukochen und dann tiefzukühlen. ist das wirklich praktisch? da taut man doch ewig brühe auf, oder? mhmhmmmmm… aber vielleicht schmeckt sie wirklich besser? und was mache ich mit den gemüseresten? weghauen? ich zweifle noch. aber so wie ich mich kenne, werd ich die selbstgemachte brühe auch noch ausprobieren. gefahr: ich mag dann fertigpulver nimmer…

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  7. […] So eine Gemüsebrühe muss nicht stundenlang köcheln und einreduzieren, man kann sie mit diesem Rezept auch innerhalb von 30 Minuten köcheln. Also keine Ausreden […]

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  8. […] ist. Dafür mache sogar ich Brühe selbst. Wenn es ganz eilig ist, hab ich das Rezept für die schnellste Gemüsebrühe ever im Repertoire. Aber ich wollte auch mal eine länger gekochte Brühe ohne zusätzliches Fett […]

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