Archiv für den Monat Mai 2012

Spargel-Kohlrabi-Ragout

Bevor ich diese seltsamen Bauchschmerzen entwickelte, konnte ich tatsächlich noch ein wenig Frühlingsgemüse genießen. Spargel gehört klar dazu, aber für mich auch ein heißgeliebter Vertreter ist der Kohlrabi. Ich meine, wirklich gut schmeckt er doch nur wenn er noch jung ist im Frühling, oder? Und was wäre besser als zwei Frühlingsboten zu vereinen. Ich muss gestehen, dass ich nicht weltgrößte Fan von Spargel in klassischer Variante bin und deshalb ganz glücklich über dieses Rezept aus dem „Vegetarian Basics“ war. Mal eine andere Variante von Spargel :-) Und eine wirklich köstliche dazu! Die Gemüse werden wirklich zart und die Sauce schön frisch durch die Zitronenschale. Wirklich frühlingshaft, solltet ihr dringend mal ausprobieren!

Spargel-Kohlrabi-Ragout

Zutaten für 2 Portionen:
500 g Spargel (grün oder weiß)
1 junger Kohlrabi
1 Frühlingszwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Butter
100 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
1/2 Bund Kerbel (hier: Petersilie)
1/2 Bund Schnittlauch
1 kleines Stück unbehandelte Zitronenschale
1 EL Schmand (20 – 24%)

(1) Spargel putzen. Wenn ihr weißen benutzt das Ende abschneiden oder abbrechen und die Stangen schälen. Beim grünen nur das Ende entfernen. Spargelköpfe abschneiden und zur Seite legen, die restlichen Stangen in ca. 3 cm lange Stücke schneiden.
(2) Den Kohlrabi schälen, alle holzigen Stellen abschneiden. Die Kohlrabi in 2-3 cm große Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebel waschen, Wurzeln und welke Teile abschneiden. Die Zwiebel in dickere Ringe schneiden. Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden.
(3) Butter in einem Topf zerlassen. Spargelstücke (ohne Spitzen) mit Knoblauch darin andünsten. Kohlrabi dazugeben, mit der Gemüsebrühe aufgießen. Gemüse mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Deckel auflegen, Hitze klein stellen und das Gemüse etwa 4 Minuten schmoren.
(4) Spargelspitzen und Zwiebelringe untermischen, zudecken und weitere 6-8 Minuten schmoren, bis das Gemüse bissfest ist. Währenddessen die Kräuter abbrausen und trocknen. Den Schnittlauch in Röllchen schneiden, vom Kerbel/Petersilie die dicken Stiele abknipsen und die Blätter fein hacken. Die Zitronenschale ebenfalls fein hacken.
(5) Kräuter, Zitronenschale und Schmand unters Gemüse mischen. Probieren und nachwürzen, wenn es nötig ist.

Sofort servieren und

genießen!

Dazu passen Pellkartoffeln, Reis oder auch Pasta

Quelle: Dickhaut, S., Schinharl, C. (2005): Vegetarian Basics. Gräfe und Unzer

Und weil es mal eine andere Variante für Spargel ist, macht das Rezept mit beim „Duell der Köpfe„.

Blogevent Duell der Köpfe

Aus heimischem Anbau 2012: Balkonerdbeere (2)

Genau eine Woche später, von schneeweiß zu erdbeerrot. Was so ein bißchen Sonne doch ausmacht :-) Und auch die zweite Erdbeere ist gleichzeitig reif geworden:

Gekostet hat sie die beste Kora von allen, weil ich mich seit einiger Zeit hier von ernähre *seufz*

Mal gucken wann ich wieder normal essen darf und was ich genau habe. Aber dann hab ich schon etliche Rezepte im Auge, die dringend ausprobiert werden wollen. Sommer, ich komme!

Aus heimischem Anbau 2012 (1): Balkonerdbeere im Mai

Dieses Jahr wird, zum Stressabbau und für’s leckerere Ergebnis, wieder gegärtnert. Da mein Balkon zu klein und ungünstig gelegen ist für größere Gemüseplantagen, wohnen dort zur Zeit neben einigen Kräutern (die üblichen Verdächtigen Rosmarin, Salbei, Thymiane, Minzen u.a.) nur eine kleine Erdbeere:

Die wird jetzt keine Mengen für Erdbeermarmeladegroßproduktion hervor bringen, aber sie blüht fleißig …

und hat auch schon einige kleine weiße Früchtchen, die man gut naschen kann, wenn sie dann endlich reif sind *ungeduldigRichtungSonneguck*

Und weil wie gesagt, nicht ewiglich Platz auf dem Mini-Balkon ist, haben die beste Kora von allen und ich auch wieder einen Kleinstgarten in der Nähe der Wohnung gemietet und werden auf 40 qm hoffentlich reichlich Ernte einfahren. Aber davon berichte ich am Wochenende, wenn wir das erste Mal Hacken gehen (Krieg den Erdflöhen, die unsere Radieschen anknabbern!) bei hoffentlich schönem Photowetter :-)

Seid gespannt! Ich bin es auch ;-)

Anjapantes Orangen-Geschnetzeltes

Es passiert manchmal, dass ich mehr Fleisch kaufe als ich für das Gericht brauche, weil ich das Rezept falsch im Kopf haben oder aus welchen Gründen auch immer. Fragt nicht! Und so war letztens irgendwann noch ein einsames Schnitzelchen übrig. Was damit tun an einem Sonntagabend, an dem man nicht sonderlich willig war zu kochen? Hmm, man könnte es in eine Marinade einlegen. Damit es schneller mariniert richtig klein schneiden und die Marinierzeit zu den üblichen Sonntagstelefonaten nutzen. Das eigentliche Kochen ist schneller erledigt als die geneigte Leserschaft „Bob ist mein Onkel“ sagen kann. Es schmeckt wunderbar fruchtig und passt zu Couscous, Reis und noch irgendeine gemüsige Beilage. Schnelle, Faule-Köche Küche :-)

Japanisiertes Orangen-Schnitzelchen

Zutaten für 1 Portion:
1 Schnitzel
1 Orange
3 TL Sake
3 TL Mirin
6 TL Sojasauce
Prise Zucker
1 Frühlingszwiebel
Schluck neutrales Öl

(1) Das Schnitzel in dünne Streifen schneiden. In ein Schüsselchen geben.
(2) Die Orange filetieren, dafür oben und unten ein Stück abschneiden, dass sie gut stehen kann. Dann mit einem scharfen Messer, die Schale samt weißer, bitterer Haut rundherum abschneiden. Die einzelnen Segmente zwischen den Häutchen vorsichtig rausschneiden. Den Saft dabei in dem Schüsselchen mit dem Fleisch auffangen und die Orangenfilets in eine andere geben.
(3) Zum Fleisch noch den Sake, Mirin, Sojasauce und die Prise Zucker geben. Gut mischen und etwa 30 Minuten marinieren lassen.
(4) Währenddessen die Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden.
(5) Das Fleisch aus der Marinade nehmen, abtropfen lassen, die Marinade auffangen. In einer Pfanne denn Schluck Öl erhitzen. Das fleisch darin anbraten. Die Frühlingszwiebelstückchen hinein geben und kurz anbraten. Die Marinade dazu geben, etwas einkochen lassen. Die Orangenfilets hinein geben und ohne groß zu rühren, erhitzen.

Mit Reis/Couscous und einer netten Gemüsebeilage/Salat servieren und

genießen!

Wie aus einer Suppe ein Risotto wurde oder Kohlrabi-Risotto

Von dem Bärlauchrisotto-und-Zucchini-Essen war noch ne gute Portion Gemüsebrühe übrig. Was damit anstellen? Nach Suppe war mir nicht, aber Risotto, ja Risotto wäre was. Hatte ich ja erst vor kurzem, aber macht ja nix. Nur was rein tun? Dann sah ich bei der hochgeschätzten Frau Kochschlampe eine Frühlingssüppchen mit Kohlrabi und Petersilie. Ach, das müsste doch auch als Risotto funktionieren. Kohlrabi ist im Frühling eh immer im Haus, Petersilie schlummert im TK und Bio-Zitronen gibt es vorrätig im Kühlschrank.

Und es passt wirklich gut zusammen! Zarter Kohlrabigeschmack mit der Frische der Zitronenschale und cremig wird das Risotto durch den Ricotta. Richtig schön frühlingshaft!

Kohlrabi-Risotto

Zutaten für 2 Personen:
1 Schalotte
1 EL Butter
1 EL Olivenöl
125 g Risotto-Reis
1 mittlerer Kohlrabi, in Stifte geschnitten
Schluck Noilly Prat
ca. 400 ml Gemüsebrühe
100 g Ricotta
abgeriebene Schale 1/2 Zitrone
3 EL Petersilie

(1) Den Kohlrabi schälen, alle holzigen Stellen entfernen. Die Knolle erst in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden, die Scheiben dann in 0,5 cm dicke Stifte. Die Schalotte fein würfeln, die Petersilie hacken.
(2) Wenn die Gemüsebrühe nicht heiß ist, in einem Topf erhitzen.
(3) Die Butter mit dem Olivenöl zusammen in einem Topf zum Schmelzen bringen. Die Schalotten zugeben und langsam farblos glasig dünsten lassen. Die Kohlrabistifte zufügen und leicht mit andünsten lassen. Dann den Reis zugeben und so lange andünsten bis alle Reiskörner vom Fett überzogen und schon leicht durchsichtig sind.
(4) Mit dem Schluck Noilly Prat ablöschen und einkochen lassen.
(5) Jetzt nach und nach immer kellenweise die heiße Brühe zugeben. Immer dann neu zugeben, wenn die Kelle vorher fast eingekocht ist. Dabei öfter umrühren.
(6) Wenn der Reis gar ist, aber noch Biss hat, den Ricotta, gehackte Petersilie und Zitronenschale zugeben und unterrühren. Den Topf vom Herd nehmen, Deckel drauf und 2 Minuten ruhen lassen.

Genießen!

Stulle deluxe: Bärlauchpesto mit Avocado

Bevor neues Bärlauchpesto nach Roberts Rezept angesetzt wurde, sollte das alte ausm TK erstmal verbraucht werden, oder? Nun bin ich nicht der weltgrößte Fan von Pasta mit Pesto und es müssen andere Verwertungsmöglichkeiten gefunden werden. Als Brotaufstrich unter Käse oder Kochschinken macht es sich gut, durchaus! Aber ich hatte letztens noch eine, wie heißt es so schön, verzehrfertige Hass-Avocado rumliegen, die mich anflehte sie zu essen. Kleine Idee fix umgesetzt: frisches Brot, dick Bärlauch-Mandel-Pesto, halbe Avocado in Scheiben. Beim ersten Biss, welch Überraschung, der Geschmack: göttlich! So eine großartige Kombi, harmoniert wunderbarst! Wurde in den folgenden Tagen exzessiv oft zubereitet. Und damit die geneigte Leserschaft das schnell noch nachbasteln kann, bevor die Bärlauchsaison zu Ende ist, hier das Rezept für’s

Bärlauch-Mandel-Pesto

80 g Bärlauch
130-140 ml Olivenöl extra
100 g Mandeln geschält
2 TL Salz
4 EL Zitronensaft (1 Zitrone)
50 g Parmesan gerieben
Pfeffer frisch gemahlen

(1) Mandeln mit heißem Wasser übergießen und so lange ziehen lassen bis sich die Haut löst.Die Mandeln dann alle schälen, also eigentlich nur die Mandeln aus der Haut flutschen lassen.
(2) Den Bärlauch gut waschen und grob zerschneiden. Mit den Mandeln und dem Käse mit dem Pürierstab kurz zerkleinern. Öl, Zitronensaft und Salz zugeben und weiter mit dem Pürierstab bearbeiten bis alles ein feines Pesto ist. Mit Pfeffer abschmecken.

Entweder in ein sauberen Glas füllen, Luftbläschen rausklopfen, mit Olivenöl abdecken und in den Kühlschrank stellen, hält ca. 1 Monat oder flach gedrückt in einem Tiefkühlbeutel einfrieren.

Schmeckt zu Pasta, aber auch auf’s Brot mit Avocado oder Tomaten.

Genießen!

Quelle: Lamiacucina – Bärlauchpesto mit Mandeln

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