Archiv für den Monat Juni 2012

Süßes Sommerfrühstück – Aprikosen-Erdbeer-Vanille-Marmelade

Bevor ich krank wurde und hier in die Ostseeheimat kam, hatte ich noch tolle kleine Aprikosen beim Türken des Vertrauens gekauft, weil ich eigentlich ungarische Aprikosenmarmelade kochen wollte. Daraus wurde nicht wirklich was und weil ich ahnte, dass der Aufenthalt hier etwas länger dauern könnte, hab ich die Aprikosen mitgenommen. Nun werden Aprikosen mit der Zeit auch nicht besser und so dezimierte sich ihre Zahl. Nun, die Marmeladenidee war noch nicht ganz gestorben, auch wenn die ungarische Version Mangels körperlicher Ausdauer (auf meiner Seite) und Lust (auf Frau Mamas Seite) ausfiel. Im Kühlschrank lungerten noch einige Erdbeeren aus dem Garten herum. Warum nicht beides zusammen schmeißen und noch etwas Vanille dazu. Am nächsten Morgen gesagt, getan. Es waren noch 380 g Erdbeeren und genau die zu 1 kg fehlende Menge an Aprikosen. Perfekt! Etwas Vanille-Paste dazu (oder 1-2 Vanilleschoten auskratzen und Mark plus Schote zu den Früchten geben), den 2:1 Gelierzucker dazu geben, gut durchrühren und abgedeckt einige Stunden stehen lassen, damit es Saft zieht. Das war mein Part, Frau Mamas Teil kam abends: Gläser heiß auswaschen, das Frucht-Gelierzucker-Gemisch nach Packungsanweisung kochen und abfüllen.

Am nächsten Morgen wurde gleich das erste Glas aufgemacht: eine wirklich wunderbare Kombination und schön lecker-fruchtige Marmelade. Passt wunderbar zu frischem Weißbrot, Vanillepudding oder Scones :-)

Aprikosen-Erdbeer-Vanille-Marmelade

Zutaten für 4-5 Gläser:
380 g Erdbeeren, geputzt gewogen
620 g Aprikosen, geputzt und entsteint gewogen
1,5 TL Vanille-Extrakt oder 1,5 Vanilleschoten
500 g Gelierzucker 2:1

(1) Die Erdbeeren in mindestens vierteln und mit einer Gabel grob zermusen. Die Aprikosen entkernen und sehr klein würfeln. Es soll 1 kg geputze und geschnittene Früchte bei raus kommen. Das Vanilleextrakt zugeben und mit dem Gelierzucker 2:1 gut vermischen. Einige Stunden im Kühlschrank stehen lassen.
(2) Gläser mit Schraubdeckel entweder ganz heiß auswaschen und umgedreht auf einem sauberen Geschirrhandtuch trocknen lassen. Oder bei 120°C im Ofen trocknen lassen. Die Gläser, ein Trichter und Kelle bereit stellen.
(3) Das Marmeladengemisch in einen großen Topf (es wird spritzen und schäumen, deshalb wirklich einen großen nehmen) geben und unter Rühren aufkochen lassen. Dann rührenderweise 4 Minute sprudeln kochen lassen. Geliertest machen: Dafür die Marmelade vom Kochlöffel tropfen lassen und wenn der letzte Tropfen fest wird, wird auch die Marmelade fest.
(4) Die Marmelade so kochend heiß mit Hilfe des Trichters in die Gläser füllen. Ruhig bis fast zum Rand! Deckel aufschrauben, für 10 Minuten auf den Deckel stellen, wieder umdrehen und mit Handtüchern bedeckt langsam abkühlen lassen.

Genießen!

Gemüse-Couscous-Pfanne

Während ich in der Ostseeheimat weile, bin ich meist für’s Essen zuständig. Einen kleinen Beitrag zum Haushalt will ich doch leisten und meiner Mutter wenigstens das Kochen nach einem langen Arbeitstag abnehmen, auch wenn Kochen irgendwie anstrengend ist und das Drehen im Kopf danach schlimmer wird. So sollten es momentan Gerichte sein, die an sich schnell gehen und man nicht ewig am Herd stehen muss.

Im Vorratsschrank meiner Eltern entdeckte ich eine Packung Couscous. Huch, wie kommt der da hin? Seit wann essen sie sowas? Hat Frau Mama ja noch gar nichts von erzählt. Nee, kann sie auch nicht, weil sie Couscous noch nie kostete und auch keine Ahnung hatte wie man ihn zubereitet. Da kann doch Abhilfe geschaffen werden! Ich liebe Couscous ja, eine großartige, vielseitige Beilage, schnell und unkompliziert zu machen. Einfach nur soviel kochendes Wasser drüber geben, wie man Couscous benutzte und abgedeckt einige Zeit quellen lassen. Total simpel! Kann man so pur als Beilage zu wärmenden Fleisch- oder Gemüseragouts servieren oder mit kalten Zutaten zu einem sättigenden Salat verbasteln oder eben zu so einer Gemüsepfanne, bei der wunderbarst die Gemüsereste im Kühlschrank geplündert werden können und die auch bei Zimmertemperatur noch am nächsten Tag im Büro wirklich wohlschmeckend ist. So verbrauchte ich, was dringend aus dem Gemüsefach des Kühlschranks weg musste und kaufte ’ne kleine rote Paprikaschote dazu. Couscous quellen lassen, Gemüse schnippeln, Gemüse braten, alles mischen und Feta drüber krümeln. Fertig! Fix, fixer, …

Couscous-Gemüsepfanne

Zutaten für 3 Portionen:
2 Tassen oder 1 Becker Couscous
Olivenöl
2-3 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
2 Möhren
1 Zucchini
1 rote Paprika
1 Bund Petersilie
Salz, Pfeffer
1 handvoll Kirschtomaten
200 g Feta

(1) Zuerst das ganze Gemüse vorbereiten. Die Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden. Die Knoblauchzehe pellen und fein würfeln. Die Möhren schälen und schräg in dünne Scheiben schneiden. Die Zucchini waschen, trocken, vierteln, die weichen Bereiche mit den Kernen raus- und die Zucchiniviertel in schräge Scheiben kleinschneiden. Aus der Paprika ebenfalls die Kerne entfernen und in ca. 5 cm lange Streifen schneiden. Die Kirschtomaten je nach Größe halbieren oder vierteln.
(2) Den Couscous in eine Schüssel geben. Leicht salzen. 1 Becher (2 Tassen) kochendes Wasser darüber gießen, abdecken und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Danach mit einer Gabel auflockern und etwa 2 EL Olivenöl einrühren.
(3) Einen großzügen Schluck Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Bei höherer Hitze die Möhren darin kurz anbraten, die Paprikastreifen und Zucchini zugeben. Salzen und pfeffern. So lange braten bis sie gar, aber noch knackig sind. Die letzten Minuten die Tomaten hinzu fügen und mit erwärmen.
(4) Die Petersilie mehr oder minder fein hacken.
(5) Den gequollenen Couscous und die Petersilie zum Gemüse geben und gut durch rühren. Auf den Tellern verteilen und soviel Feta wie gewünscht drüber krümeln.

Genießen!

Dazu passt auch wunderbar ein Gurken-Minz-Joghurt.

Gerne kann hier variierte werden: anderes Gemüse, Kräuter wie Thymian, Rosmarin oder Basilikum, Gewürze wie z.B. Koriander, Kreuzkümmel, Garam masala u.ä. verwenden. Der Phantasie und dem Vorratsschrank sind keine Grenzen gesetzt!

Der Letzte der Saison – Spargelfrikassee

Ich bin mal wieder krank und deswegen bei meinen Eltern, was überaus erholsam ist. So genau weiß noch niemand, was mit mir los ist, sind es „nur“ die Nerven oder steckt doch was körperliches dahinter, wir werden es heraus finden, dauert wohl nur ein bißchen. Jedenfalls erhole ich mich hier, mache wenig bis noch weniger, schlafe ordentlich und koche mal ’ne Kleinigkeit.

Wobei dieses traumhafte Spargelfrikassee aus dem letzten Spargel für dieses von Frau Mama letzten Sonnabend gezaubert wurde. Mal wieder die großartige Kombi von Spargel mit Kohlrabi, die um einige Zuckerschoten ergänzt wird. Da unsere Familie ein wenig empfindlich auf den Fettgehalt in Sahne reagiert, wurde die Hälfte der Sahne durch Milch ersetzt, natürlich alles laktosefrei für die laktoseintolerante Frau Mama. Funktionierte auch gut! Ein wundervoll frühlingshaftes Essen mit einer kleinen, aber sehr feinen Zitronennote. Überhaupt nicht kompliziert zu machen und Frau Mama war begeistert wie formstabil der Spargel blieb. Ein wirklich feines Ragout, dass ich der geneigten Leserschaft nur ans Herz legen kann. Wenn es bis Sonntag nicht mehr klappt, dann merkt es Euch für’s nächste Jahr vor!

Spargelfrikassee

Zutaten für 2 Portionen:
250 g weißen Spargel
1 kleiner Kohlrabi
100 g Zuckerschoten
2 1/2 Bund Schnittlauch
1 EL Butter
1 EL Mehl
200 g Sahne (oder: 100 g durch Milch ersetzen)
Salz, Pfeffer

(1) Zuerst die Zutaten vorbereiten. Dafür den Spargel schälen, Enden abschneiden und in 3 cm lange Stücke schneiden. Den Kohlrabi schälen und in 1,5 cm breite Stifte schneiden. Spargel- und Kohlrabistücke in kochendem Salzwasser 8 Minuten blanchieren. Mit einer Schaumkelle aus dem Wasser holen und zur Seite stellen. Vom Kochwasser 200 ml abschöpfen. Die Zuckerschoten halbieren und ebenfalls für 1 Minute blanchieren. Abgießen und kalt abschrecken, damit sie ihre schöne grüne Farbe behalten. Den Schnittlauch in Röllchen schneiden.
(2) Die Butter in einem Topf schmelzen, Mehl zugeben und unter Rühren bei mittlerer Hitze aufschäumen lassen. Das Kochwasser nach und nach unter Rühren hinein gießen. Das Gemüse sowieso Sahne (bzw. Sahne und Milch 50:50) hinein geben und 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
(3) Mit Salz, Pfeffer, der Zitronenschale und etwas Zitronensaft abschmecken. Zum Schluss die Schnittlauchröllchen untermischen und

genießen!

Dazu passen wunderbar neue Pellkartöffelchen oder Reis oder Nudeln oder Kartoffelbrei …

Quelle: leicht abgeänder nach essen & trinken Für jeden Tag 06/2012 Seite 98

Ungarische Hausmannkost: Karalábéfözelék – Kohlrabigemüse

In nächster Zeit werde ich wohl wieder verstärkt ungarisch kochen, weil ich gestern meinen Urlaub bei der Familie abgesagt habe wegen der blöde Bauchprobleme. Macht einfach keinen Spaß mit eingeschränkten Essmöglichkeiten im Paradies meiner Tanten zu sitzen und nichts davon essen zu können … Ich werde es überleben, ohne Frage, aber doof ist es trotzdem und ich vermisse die Familie jetzt schon. Naja, vielleicht ergibt sich im Herbst die Chance für ’ne Woche hinzudüsen :-) Es gab in meinem Leben ein Jahr in dem nicht in Ungarn war und das war furchtbar. Ich war unausstehlich, kochte nur noch ungarisch (gibt wirklich schlimmeres *g*), hörte nur noch ungarisches Radio und die Gedanken drehten sich nur noch um die Verwandtschaft und den nächsten Besuch … Ich bin ein hoffnungsloser Fall was die Familie angeht ;-)

Mein liebster Bestandteil der ungarischen Küche sind immer noch die Fözeléks (ausgesprochen: „Föhselehks“ mit stimmhaftem „s“ in der Mitte), also die Gemüseragouts, die ein Hauptgericht darstellen und nicht nur eine Beilage. Es geht schnell, es ist billig, je nach Jahreszeit wandlungsfähig und gesund noch dazu. Sie sind wirklich Arme-Leute-Alltagsküche, aber eben so lecker, egal ob aus Bohnen, Kartoffeln, Erbsen, Kürbis, Kohl mit Tomate oder was einem sonst noch einfällt. Zur Zeit haben ja Kohlrabis ganz groß Saison. Normalerweise schafft er es bei mir nicht in einen Topf, ich verputze ihn liebend gerne roh, aber auch gekocht, macht sich der feine Kohlrabigeschmack ganz wunderbar. Bei diesem Gemüse überlagern nicht zuviele andere, starke Aromen den Kohlrabigeschmack, nur ein µ Säure durch die saure Sahne und etwas Petersilie rundet alles ab. Dazu gab’s bei mir ein übrig gebliebenes paniertes Schnitzelchen, man kann aber auch darauf verzichten oder eine andere tierproteinreiche Beilage reichen. Dazu wie bei fast allen ungarischen Fözeléks, frisches Weißbrot. Göttlich!

Karalábéfözelék – Ungarisches Kohlrabigemüse

Zutaten für 2 Personen:
2 Kohlrabi
1 TL Gemüsebrühpulver
Salz, Pfeffer
200 g saure Sahne (1 Becher)
1 EL Mehl
1/2 Bund Petersilie

Kohlrabi schälen und würfeln. In soviel gesalzenem Wasser mit dem Gemüsebrühpulver kochen, wie es die Kohlrabistücke im Topf erreicht, also nicht komplett bedeckt. Bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Die saure Sahne mit dem Mehl gut verrühren. Die Petersilie fein hacken. Wenn der Kohlrabi gar, aber noch bißfest ist, einige Löffel des Kochwassers zum saure Sahne-Mehl-Gemisch geben, gut verrühren und langsam, möglichst ohne Klümpchen in das Gemüse einrühren. Langsam aufkochen lassen und etwa 2 Minuten köcheln lassen damit das Gemüse etwas bindet. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Petersilie unterrühren.

Dazu gehört dringend frisches Weißbrot! Und wer mag, ein kleines paniertes Schnitzelchen oder gebratene Würstchen oder eine Frikadelle oder ein Stück gebratener Fisch.

Und wer noch mehr Fözeléks ausprobieren will, hier noch ein paar Vorschläge:

Und mein absolutes Lieblingsfözelék hab ich immer noch nicht verbloggt, Asche auf mein Haupt! Wird bestimmt noch kommen :-)

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Sommerlieblingszucchini – Gefüllt mit Käse-Nudeln

Vor gefühlt Ewigkeiten gab es einen Ableger der „Brigitte“ für Mädchen, genannt „Young Miss“, falls sich jemand erinnert. Ich hatte die Zeitschrift bestimmt 8 Jahre lang abonniert. Eine gute Zeitschrift damals, neben dem typischen Mädchenkram Mode und Kosmetik, waren auch noch interessante Reportagen und natürlich auch Rezepte dabei. Da ich damals schon eher als rezeptmanisch bezeichnet werden konnte, hab ich alle für mich interessanten Rezepte per PC abgeschrieben und fein säuberlich ausgedruckt in einen großen Ordner abgeheftet. Als ich dann irgendwann alle Zeitungen von denen entsorgt habe, wurden wenigstens noch die Rezepte raus gerissen und wieder in den großen Ordner geklebt zu den anderen. Jetzt wo ich die Rezepte nochmal durch geguckt habe, das ein oder andere ist definitiv kochenswert und sollte hier vorgestellt werden :-)

Ein Rezept, dass ich damals gleich nach erscheinen, nachgekocht habe, sind diese vegetarisch gefüllten Zucchini. Und ich fand sie damals schon großartig, auch wenn ich statt Frischkäse Hüttenkäse benutzte für die Nudeln. Passiert, wenn man sich mit dem damals für mich neumodischen Kram Milchprodukte nicht auskennt ;-) Jedenfalls fand ich es so großartig, dass ich es seitdem regelmäßig koche und auch schon einige Freunde damit angesteckt hab – Hallo, beste Melli von allen *wink*. Und auch Leute, die grünes Gemüse nicht soo prickelnd finden, mochten dieses Essen sehr gerne! Also, ich werde es diesen Sommer definitiv wieder basteln und kann es der geneigten Leserschaft auch nur wärmstens ans Herz legen!

Gefüllte Zucchini mit Käse-Nudeln

Zutaten für 2 Portionen:
2 Zucchini
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 EL Sonnenblumenkerne
2 EL Olivenöl
1  große Tomate
1 EL Tomatenketchup
Salz, Pfeffer
einige Blättchen frischer Basilikum
1/2 Zweig Rosmarinnadeln
80 g mittelalter Gouda

200 g Bandnudeln
2 Eigelb
3 EL Frischkäse

(1) Zucchini waschen, trocknen und halbieren. Die Hälften mit einem kleinen Löffel etwas aushöhlen. Zwiebel und Knoblauch pellen. Das Fruchtfleisch, Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. 1 El Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das feingewürfelte Gemüse 5 Minuten mit den Sonnenblumenkernen zusammen andünsten. Herausnehmen und zur Seite stellen.
(2) Halbierte Zucchini im restlichen Öl bei mittlerer Hitze von jeder Seite etwa 3 Minuten braten. Herausnehmen.
(3) Nudelwasser aufsetzen.
(4) Den Basilikum, Rosmarinnadeln und Tomate fein hacken. Mit dem Ketchup zusammen unter die Zucchini-Zwiebel-Mischung geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Füllung in die angebratenen Zucchinihälften füllen, mit 2 EL geriebenem Käse bestreuen und in die Pfanne legen.Deckel a uflegen und bei kleiner bis mittlerer Hitze wieder erwärmen.
(5) Pasta nach Packungsanweisung garen. Die Eigelb mit dem Frischkäse, restlichem geriebenen Käse und Pfeffer verrühren. Mit den heißen, abgetropften Nudeln vermischen.

Zusammen mit den Zucchinihälften anrichten und

genießen!

Quelle: erfasst aus der „Brigitte Young Miss“ von annodazumal

Gürkchen im Kälteschlaf

Meine ungarischen Gene lassen mich eingelegtes Gemüse, insbesondere Gurken lieben! In Ungarn gibt es die ja zu allem dazu, Schnitzel, Braten, Wurst, Mittag, Abendessen. Die typischen von mir heißgeliebten Sommergurken sind die Kovászos uborka, aber an die hab ich mich noch nicht dran getraut. Vielleicht ergibt sich dieses Jahr die Gelegenheit, wenn es mal heiß genug ist und es Dill mit Blüten zu kaufen gibt (Warum baue ich den eigentlich nicht selbst an *grübel*?). Naja, jedenfalls befindet sich immer mindestens ein Glas eingelegte Gurken in meinem Haushalt. Aber eigentlich wollte ich auch wirklich lange schon mal selbst welche einlegen. Da kam mir das Rezept von Everybody like Sandwiches gerade recht. Las sich simpel zu machen an und die Zutaten klangen in Kombination auch nicht verkehrt. Zu Anfang war ich etwas skeptisch als ich die Menge an Gemüse in meiner Schüssel sah, aber durch den Wasserentzug durch das Salz schrumpfen sie gut zusammen und die Gurkenscheibchen werden schön knackig. Diese Knackigkeit behalten sie erstaunlicherweise auch nach dem Gefrieren bei. Nun weiß ich nicht, ob das Einfrieren soo dringend notwendig ist, weil sie nach den 48 Stunden im Kühlschrank schon sehr gut schmecken, aber kann mir vorstellen, dass durch das Gefrieren die Zellen der Gurkenscheiben zerstört werden durch das noch vorhandene Wasser und die Marinade nach dem Auftauen besser in die Gurkenscheibchen eindringen kann.

Wie auch immer das funktioniert, die Gurken schmecken wirklich grandios! Süß-säuerlich und auch etwas pikant durch die Peperoni (wer es gerne schärfer mag, nimmt getrocknete Chilischoten). Und durch das Einfrieren halten sie sich auch etwas länger und müssen nicht sofort verputzt werden. Sie passen wunderbar auf belegte Brote (Käse, Wurst, Bratenaufschnitt) oder als Beilage zu Schnitzel o.ä. Wirklich großartig! Dicke Nachbastelempfehlung meinerseits! Ich mach sie dieses Jahr definitiv wieder!

Süß-pikant-knackige Gürkchen aus dem Eisfach

Zutaten für 3 kleinere Gläser oder 3 1l-Gefrierbeutel:
3 Salatgurken
1 große Zwiebel
3 EL Salz
3 frische grüne Peperoni (scharf oder nicht scharf nach Geschmack)
oder 8-10 getrocknete Chilischoten
1,5 cups Apfelessig
1 cup Wasser
2/3 cup Zucker
1/2 TL Kurkuma

(1) Die Gurken waschen und mit Schale in dünne Scheiben hobeln. Die Zwiebel schälen und ebenfalls in Ringe schneiden. Die Peperoni ebenfalls waschen und in dickere Ringe schneiden. Alles in eine große Schüssel geben. Das komplette Salz hinzufügen, gut durchmischen und für 3 Stunden abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
(2) Nach dem drei Stunden die entstandene Flüssigkeit abgießen, das Gemüse gut ausdrücken, aber nicht abspülen. Zurück in die Schüssel geben.
(3) Für die Einlegeflüssigkeit den Apfelessig mit Wasser und Zucker aufkochen bis der Zucker sich aufgelöst hat. Das Kurkumapulver zugeben. Über das ausgedrückte Gemüse geben und für 48 Stunden in den Kühlschrank geben. Ab und an umrühren.
(4) In Gläser oder Gefrierbeutel geben. Bei Gläsern etwa 2,5 cm Platz lassen, die 1 l Gefrierbeutel ca. 1/3 füllen, da sich Flüssigkeiten ja beim Gefrieren ausdehnen.
(5) In den Tiefkühler legen und mindestens 8 Stunden gefrieren lassen. Zum Essen im Kühlschrank auftauen lassen und dann am Besten innerhalb von 3 Wochen verbrauchen.

Passt wunderbar auf/zu Käsesandwiches, Bratenaufschnitt und vielem mehr :-)

Quelle: leicht verändert nach Everybody likes sandwichescrunchy sweet & spicy freezer pickles

Pfingstliches Anglerglück

Über Pfingsten war ich in der Heimat bei meinen Eltern und habe mich ein wenig Pflegen lassen. Und die Heimatstadt liegt ja an der Ostsee, also schon etwas salzigeres Wasser … Vor langer Zeit, etwa 20 Jahren hat Herr Papa angefangen zu Angeln. Durch diverseste Umstände ist der Fangerfolg von Land aus sehr zurück gegangen, so dass Herr Papa bei ruhigem Wetter mit unserem Bötchen auf die offene See tuckern muss, damit er auch wirklich was fängt. Pfingstmontag war so ein ideales Wetterchen und Herr Papa kam mit reichlich Beute nach Hause. Hier sieht man die drei Hauptfischarten; Dorsch, Hornfisch und Hering:

Insgesamt wurden acht Dorsche aus dem Wasser gezogen, die schnell filetiert wurden. Ich hoffe inständig, dass noch ein paar Filets im TK liegen, wenn ich das nächste Mal in die Heimat komme.

Eigentlich sind es doch schöne Fische, oder? Ich mag die gepunktete Haut und besonders gut ist auch die Seitenlinie zu erkennen:

Aber auch der Hornfisch ist ein hübscher Fisch, der grüne Schuppen und Gräten hat. Ich schätze meine Eltern haben ihn gebraten und eingelegt wie hier schon einmal beschrieben. Wirklich lecker, probiert das ruhig mal aus!

Frischer geht Fisch wirklich nicht! Wunderbar, wenn man so nah an der Quelle lebt :-)

Leider ist es nicht so einfach wie bei Ernie und Bert, ich habs probiert *g*

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