Gürkchen im Kälteschlaf

Meine ungarischen Gene lassen mich eingelegtes Gemüse, insbesondere Gurken lieben! In Ungarn gibt es die ja zu allem dazu, Schnitzel, Braten, Wurst, Mittag, Abendessen. Die typischen von mir heißgeliebten Sommergurken sind die Kovászos uborka, aber an die hab ich mich noch nicht dran getraut. Vielleicht ergibt sich dieses Jahr die Gelegenheit, wenn es mal heiß genug ist und es Dill mit Blüten zu kaufen gibt (Warum baue ich den eigentlich nicht selbst an *grübel*?). Naja, jedenfalls befindet sich immer mindestens ein Glas eingelegte Gurken in meinem Haushalt. Aber eigentlich wollte ich auch wirklich lange schon mal selbst welche einlegen. Da kam mir das Rezept von Everybody like Sandwiches gerade recht. Las sich simpel zu machen an und die Zutaten klangen in Kombination auch nicht verkehrt. Zu Anfang war ich etwas skeptisch als ich die Menge an Gemüse in meiner Schüssel sah, aber durch den Wasserentzug durch das Salz schrumpfen sie gut zusammen und die Gurkenscheibchen werden schön knackig. Diese Knackigkeit behalten sie erstaunlicherweise auch nach dem Gefrieren bei. Nun weiß ich nicht, ob das Einfrieren soo dringend notwendig ist, weil sie nach den 48 Stunden im Kühlschrank schon sehr gut schmecken, aber kann mir vorstellen, dass durch das Gefrieren die Zellen der Gurkenscheiben zerstört werden durch das noch vorhandene Wasser und die Marinade nach dem Auftauen besser in die Gurkenscheibchen eindringen kann.

Wie auch immer das funktioniert, die Gurken schmecken wirklich grandios! Süß-säuerlich und auch etwas pikant durch die Peperoni (wer es gerne schärfer mag, nimmt getrocknete Chilischoten). Und durch das Einfrieren halten sie sich auch etwas länger und müssen nicht sofort verputzt werden. Sie passen wunderbar auf belegte Brote (Käse, Wurst, Bratenaufschnitt) oder als Beilage zu Schnitzel o.ä. Wirklich großartig! Dicke Nachbastelempfehlung meinerseits! Ich mach sie dieses Jahr definitiv wieder!

Süß-pikant-knackige Gürkchen aus dem Eisfach

Zutaten für 3 kleinere Gläser oder 3 1l-Gefrierbeutel:
3 Salatgurken
1 große Zwiebel
3 EL Salz
3 frische grüne Peperoni (scharf oder nicht scharf nach Geschmack)
oder 8-10 getrocknete Chilischoten
1,5 cups Apfelessig
1 cup Wasser
2/3 cup Zucker
1/2 TL Kurkuma

(1) Die Gurken waschen und mit Schale in dünne Scheiben hobeln. Die Zwiebel schälen und ebenfalls in Ringe schneiden. Die Peperoni ebenfalls waschen und in dickere Ringe schneiden. Alles in eine große Schüssel geben. Das komplette Salz hinzufügen, gut durchmischen und für 3 Stunden abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
(2) Nach dem drei Stunden die entstandene Flüssigkeit abgießen, das Gemüse gut ausdrücken, aber nicht abspülen. Zurück in die Schüssel geben.
(3) Für die Einlegeflüssigkeit den Apfelessig mit Wasser und Zucker aufkochen bis der Zucker sich aufgelöst hat. Das Kurkumapulver zugeben. Über das ausgedrückte Gemüse geben und für 48 Stunden in den Kühlschrank geben. Ab und an umrühren.
(4) In Gläser oder Gefrierbeutel geben. Bei Gläsern etwa 2,5 cm Platz lassen, die 1 l Gefrierbeutel ca. 1/3 füllen, da sich Flüssigkeiten ja beim Gefrieren ausdehnen.
(5) In den Tiefkühler legen und mindestens 8 Stunden gefrieren lassen. Zum Essen im Kühlschrank auftauen lassen und dann am Besten innerhalb von 3 Wochen verbrauchen.

Passt wunderbar auf/zu Käsesandwiches, Bratenaufschnitt und vielem mehr :-)

Quelle: leicht verändert nach Everybody likes sandwichescrunchy sweet & spicy freezer pickles

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4 Kommentare zu “Gürkchen im Kälteschlaf

  1. Miri 7. Juni 2012 um 15:25 Reply

    Hallo Anikó,
    das mit dem „Gurken kann man zu allem essen“ kommt mir irgendwie bekannt vor ;) Ich hab hier auch immer ein Glas stehen. Früher hab ich die so nicht so gerne gegessen, aber mittlerweile wirkt wohl der ungarische Einfluss auch auf mich :) Das Rezept sieht lecker aus und ist so schön einfach, das könnte ich ja auch mal machen ;)

    LG
    Miri

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  2. Werner 7. Juni 2012 um 17:28 Reply

    Mal was neues. Statt einkochen einfrieren. Ich bin mir sicher das wird uns schmecken. 😃

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  3. Jutta 8. Juni 2012 um 17:01 Reply

    Einfrieren??? Was es so alles gibt! Ich bin Gürkchenfan und werde das auf jeden Fall ausprobieren. Komm ich irgendwie nicht drüber. Einfrieren.

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  4. Anikó 8. Juni 2012 um 18:21 Reply

    *gnihihi* Miri, irgendwann kriegen wir alle mit den Gurken *g*
    Werner, ich hoffe sehr, dass es Euch schmeckt :-) Alle, die von meinen kosteten, fanden sie super :-)
    Jutta, genau E I N F R I E R E N :-) In den Tiefkühler legen, funktioniert wunderbarst :-)

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