Britische Sonntagsbrötchen – Scones

Letzten Monat ging es beim Fernsehsender Arte hauptsächlich um Großbritannien, es gab verschiedene Dokus übers Liesbeth die II., über britische Gewohnheiten, die „Stolz und Vorurteil“ Verfilmung von 1995 mit Colin Firth *schmacht* wurde gezeigt und natürlich auch das Essen der Insel thematisiert. Dafür wurde Sarah Wiener in 10 Folgen quer über die Insel geschickt und sollte typische britische Gerichte wie Fish & Chips, Kedgeree, Roastbeef oder auch Pie & Mash kochen. Ich mochte schon die anderen Serien mit ihr, wo sie Frankreich oder Italien oder Österreich erkundet, man lernt Land und Leute ein wenig kennen, wie bestimmte Zutaten hergestellt werden und eben typische Gerichte der unterschiedlichen Regionen. So war Sarah Wiener auch in der Großbritannienserie von Schottland bis Cornwall unterwegs. Und Gott, ist das schön da! Und so vielfältig! Unglaublich! Ich sollte mal die britischen Inseln etwas mehr erkunden :-) Auch die unterschiedlichen englischen Rezepte haben Lust auf’s Ausprobieren gemacht.

In einer Folge sollte Frau Wiener ein typisch britisches Picknick zubereiten, das offensichtlich auch Scones enthält. Frau Mama, die die Folge mit mir guckte, meinte gleich, dass sie Scones schon immer mal kosten wollte. Hey, das lässt sich doch einrichten! Frau Kochschlampe kann wunderbare Scones backen und dort durfte ich sie verköstigen. Also habe ich schnell das Rezept rausgesucht und mich Sonntagnachmittag kurz hingestellt, um für Frau Mama welche zu zaubern. Und sie sind köstlich geworden. Ich glaube wie Scones sein müssen: zart-krümelnd, knusprig, wundervoll! Frau Mama und auch Herr Papa fanden sie toll, haben zusätzlich zur Erdbeertorte noch einige verputzt. Und sie sind so schnell gemacht, wirklich innerhalb von 30 Minuten hat man herrlich warme Scones fertig. Toll, toll, toll! Ich finde ja am Besten schmeckt dazu schön fruchtige Marmelade, wie hier die Aprikosen-Erdbeer-Marmelade. Honig ist irgendwie zu süß für die Scones, ein wenig fruchtige Säure tut dem Scones-Belag ganz gut :-) Und die nächsten Tage werd ich mich nochmal hinstellen und welche für Frau Mama auf Vorrat machen, sie lassen sich laut BBC Good Food auch gut einfrieren, ha!

Buttermilch-Scones

ergibt 6-8 Stück

2-3 EL Buttermilch, zusätzlich welche zum Bepinseln
220 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
75 g Butter, zimmerwarm
40 g brauner Zucker
1 Ei (L), verquirlt

(1) Den Ofen auf 220° vorheizen, Blech mit Backpapier auslegen.
(2) Mehl, Backpulver und Salz mischen. Die Butter mit den Fingerspitzen einarbeiten, bis eine brotkrümelartige Masse entsteht. Den Zucker einarbeiten.
(3) Ei mit 2 EL Buttermilch mischen und unterkneten. Es sollte ein weicher, aber nicht klebriger Teig entstehen. Sollte der Teig zu trocken sein, noch Buttermilch dazu geben – aber nur teelöffelweise.
(4) Teig 2,5 cm dick ausrollen (oder mit den Händen platt drücken) und Scones mit einem mittelgroßen Wasserglas  ausstechen.
(5) In den Ofen schieben und 10-12 Minuten backen.
Soweit abkühlen lassen, dass man sie gut anfassen kann und mit Butter und Lieblingsmarmelade essen.

Genießen!

Quelle: Frau KochschlampeButtermilch-Scones

Und weil ich Scones das erste Mal selbst bastelte und die Familie sie das erste Mahl aß, mach ich damit bei natas Blogevent im Kochtopf mit.

 Blog-Event LXXIX - Das erste Ma(h)l (Einsendeschluss 15. Juli 2012)
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6 Kommentare zu “Britische Sonntagsbrötchen – Scones

  1. kochschlampe 8. Juli 2012 um 17:12 Reply

    Ich möchte nur noch erwähnen, dass für alle, die jetzt nicht mit Laktoseintoleranz oder so zu tun haben, zu den Scones klassischerweise double cream gehört.

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    • kochschlampe 8. Juli 2012 um 17:12 Reply

      Ganz eigentlich clotted cream. Ist aber vielleicht nicht immer so einfach zu bekommen.

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  2. Chaosqueen 8. Juli 2012 um 22:21 Reply

    Ich habe auch schon ewig keine Scones mehr gebacken, dabei sind sie so ideal für das Sonntagsfrühstück.

    Wir mögen sie auch am liebsten mit Erdbeermarmelade und als Clotted Cream-Ersatzt meist Schmand oder Créme fraîche.

    Danke für’s Erinnern!

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  3. richensa 9. Juli 2012 um 08:45 Reply

    Stimmt: GB ist so vielfältig, dass ich gerne öfter dort wäre. Auch wenn es teuer ist, lohnt es sich doch, ein Auto zu mieten und in die Ecken zu schauen, wo die Öffentlichen kaum/nicht hinkommen. Ich hatte immer großen Spaß am „auf der falschen Seite“ fahren.
    Und das Essen ist wirklich besser als sein Ruf!

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  4. kormoranflug 9. Juli 2012 um 13:01 Reply

    Serve clotted cream and the black bird fly away.

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  5. Anikó 9. Juli 2012 um 21:13 Reply

    Frau Kochschlampe, Butter und Marmelade waren auch super :-)
    Frau Chaosqueen, gern geschehen mit der Erinnerung! Ich habs ja auch viel zu lange aufgeschoben mit dem Basteln.
    Richensa, ich war bisher leider erst einmal in England und einmal in Irland, aber irgendwie ist mir der Menschenschlag ans Herz gewachsen: die Sprache, die Akzente, der Humor, die Verschrobenheit … Großartig! Sollte einen Urlaub dort wirklich mal in Angriff nehmen :-)
    Kormoranflug, clotted cream ist schon lecker, mag mein Bauch aber nicht :-(

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