Archiv für den Monat September 2012

American Hamburger à la Jamie Oliver

Wenn man krank ist, wird man ja auch öfter nörgelig. So wollte ich dringend Burger haben, Zwerg versuchte mich noch zu Fischfrikadellen zu überreden, aber ich wollte wollte wollte richtig-echte Hamburger! Also flugs die Zutaten besorgen lassen, Zwerg kaufte noch die Burger-Brötchen (um die selbst zu basteln fehlt und fehlte mir die Kraft) und ab dafür. Die Hamburger müssen noch für ’ne Stunde im Kühlschrank warten und dürfen dann zusammen mit dem Bacon in die Pfanne, was ihnen noch ein zusätzliches Raucharoma mitgibt, dass einfach grandios ist. Die weiteren Zutaten sind ja je nach Vorliebe beliebig, wir hatten Tomaten, eingelegte Gurken und Kopfsalat, dazu eher Klassiker wie Ketchup aufs Brötchen.

Und diese Hamburger sind wirklich lecker, durch den Parmesan im Teig und die angeschmurgelten roten Zwiebelchen. Toll, toll, toll! Auch wenn Zwerg am Anfang skeptisch war, fand sie sie doch richtig gut und glatt zwei ganze Burger verputzt, während ich mit Mühe und Not anderthalb schaffte, puh! Gut, wir haben aus der gesamten Masse auch vier statt sechs Burger gemacht, weil halt nur vier Burger-Brötchen da waren. Man kann gerne auch noch Pommes für nebendran machen, aber dann reicht ein Burger sicherlich aus, um komplett genudelt vom Tisch aufzustehen *g*

American Hamburger à la Jamie Oliver

Zutaten für 3-6 Personen, je nach Hunger und Beilage:

Für die Hamburger:
Olivenöl
2 rote Zwiebeln, fein gewürfelt
2 EL Semmelbrösel
500 g mageres Rinderhack
1 TL Meersalz
1 gehäufter TL frisch gemahlener Pfeffer
1 Ei, verquirlt
1 handvoll frisch geriebener Parmesan

Für die fertigen Burger:
6 Burger-Brötchen
Ketchup und/oder Mayonnaise
12 dünne Scheiben Bacon
Tomate in Scheiben geschnitten
Blattsalatblätter, gewaschen und trocken geschleudert
eingelegte Gurken nach Wahl, in Scheiben geschnitten

(1) In einer großen Pfanne einen Schluck Olivenöl erhitzen und die Zwiebelwürfel bei kleiner bis mittlerer Hitze langsam 10 Minuten schmurgeln und weich und süß werden lassen. Komplett abkühlen lassen.
(2) Ein Blech oder Tablett mit Öl einstreichen.
(3) Das Fleisch zu den Zwiebeln geben und mit den Semmelbröseln, Ei, Salz, Pfeffer und Parmesan gut durchmischen. Daraus 6 Hamburger von der Größe der Burger-Brötchen formen und auf das geölte Blech legen. Mit Frischhaltefolie bedecken und für 1 Stunde in den Kühlschrank geben.
(4) Bratpfanne auf richtig gut erhitzen. Die Burger rein geben bis sie auf der Unterseite fast gar sind. Dann die Bacon-Scheiben mit dazu geben, die Burger umdrehen. Wenn der Bacon knusprig ist und die Hamburger gut aussehen, rausholen. Den Bacon auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Die Burger-Brötchen halbieren und die Hälften über dem Toaster o.ä. erwärmen. Mit den anderen Zutaten, dem Bacon und den Hamburgern ganz nach gusto belegen und

genießen!

Quelle: Oliver, J. (2008): Jamie’s America. Michael Joseph

Verregnete norddeutsche Sommer gab’s schon früher

Es wird ja langsam Herbst und auch der Sommer war hier an der Ostsee nicht wirklich berauschend, oft nur Temperaturen um 20°C und viele Wolken. Das scheint aber keine Erfindung der letzten zwei Jahre zu sein, auch Frau Mama berichtet von verregneten Sommern in ihrer Kindheit und Jugend. Und bei usseligem Wetter kann man auch im Sommer einen schönen Eintopf gebrauchen. Aus der Region Angeln, so bei Flensburg und Eckernförde, kommt diese grandios-einfache Suppenerfindung, der/die/das Schnüsch! Dafür werden die ersten zarten Gemüse der Saison (oder auch etwas später im Jahr) gekocht und mit Milch zu einer bunten Suppe verarbeitet. Kannte ich bisher nicht, weil die mütterliche Familie ja eigentlich aus der Magdeburger Ecke stammt und Frau Mama und ich in Nordostdeutschland aufwuchsen, also keine Chance auf Flensburger Essenstraditionen bei uns in der Familie zu integrieren, wobei ich mir sicher bin, dass meine deutsche Oma das gerne und oft gekocht hätte.

Es ist auch wirklich ein super Essen, schnell zu machen, bunt, gesund und es schmeckt einfach richtig gut! Wer mag, kann auch gerne ein paar Scheiben Katenschinken dazu essen, brauchte ich aber nicht zwingend. Wird es bei mir definitiv öfter geben :-)

Schnüsch – Norddeutscher Sommereintopf

Zutaten für 4 Portionen:
40 g Butter
2 El Mehl
400 g Kartoffeln
300 g Möhren
300 g Kohlrabi
Salz
200 g TK-Erbsen
1 l Milch
Pfeffer
Muskat
8El gehackte Petersilie
evtl. Katenschinken

(1) Die Butter mit dem Mehl verkneten und im Kühlschrank kalt stellen. Die Kartoffeln, Möhren und Kohlrabi schälen und in 1 cm große Würfel schneiden. In 700 ml kochendem Salzwasser 13-15 Minuten garen. Etwa 2 Minuten vor Ende der Garzeit die TK-Erbsen zugeben, Kochwasser abgießen.
(2) Die Milch aufkochen und die Mehlbutter in kleinen Stücken unterrühren und aufkochen lassen. Das Gemüse zugeben. Die Suppe mit Salz, Pfeffer und Muskat. Mit gehackter Petersilie bestreuen und servieren.

Genießen!

Quelle: essen & trinken Für jeden Tag 06/2004

Die liebste Jahreszeit im Schrebergarten – Spätsommer/Frühherbst

Der Spätsommer oder Frühherbst (je nachdem, ob man den meteorologischen oder kalendarischen Herbstanfang betrachtet) ist meine liebste Jahreszeit im Garten. Warum? Guckt einfach selbst in den elterlichen Schrebergarten  (ja, bin immer noch krankseienderweise in der Ostseeheimat, aber es wird langsam besser, danke der Nachfrage *g*)

Schick-gruselige Spinnen spannen ihr Netz …

…zwischen den endlich reifenden stachellosen Brombeerzweigen.

Der Sonnenhut blüht wie wahnsinnig:

Die Dahlie schmeißt mit ästhetisch geometrischen Blütenköpfen nur so um sich:

Der weiße Flox leuchtet und duftet aus vielen Ecken der 300 qm:

Definitiv mein Lieblingsblümchen – Cosmea, so filigran:

Auch einige wohlduftende Rosen wohnen in Frau Mamas Blumenrabatten, die hier riecht besonders gut und wurde deshalb auch geerntet und in Essig eingelegt:

Unser Pflaumenbaum hat noch nie besonders gut getragen, aber dieses Jahr haben sich einige große Pflaumen versteckt, die nur noch weich werden müssen, ich hoffe es gibt noch ein paar Sonnentage:

Die rote Beten werden auch endlich dick:

Und die Monatserdbeeren blühen immer noch fleißig und bilden ein Früchtchen nach dem anderen, sooo köstlich!

Noch eine sehr schön duftende Rose, leider kenn ich, im Gegensatz zu Frau Mama, die Sortennamen nicht, aber so lange sie schön aussehen :-)

Ein niedliches kleines Blümchen, dessen Namen mir nicht verraten wurde, aber hübsch isse!

Und ich hoffe, dass ich demnächst auch wieder Muße habe und Euch ein paar Rezepte hier vorstellen kann, Zeit ist ja immer noch reichlich vorhanden :-) Seid gespannt!

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