Archiv für den Monat Oktober 2012

Griechische Moussaka

Weiter mit den Klassikern der Küche … Gut, ich weiß jetzt nicht wie orignal dieses Rezept ist (okay, der Parmesan spricht dagegen), dass ich bei den Küchengöttern, aber im Juli als das Wetter hier im Norden so usselig war, war mir nach einem Auflauf mit Aubergine. Ich meine, wenn das Wetter schon nicht zeigt, dass Sommer ist, sollten es wenigstens die verwendeten Zutaten tun.

Es ist aber schon ein ziemlich aufwendiges Essen und sollte nicht erst begonnen werden, wenn die Meute schon komplett ausgehungert am Tisch sitzt. Auch wird einiges an Geschirr und Töpfen benutzt, trotz allem lohnt es sich! Die geneigte Leserschaft wird mit einem wunderbar herzhaften Auflauf belohnt, mit würziger Hacksauce und cremiger Bechamél und geschmolzener Käse macht ja eh alles besser, oder? Eine Veränderung, die ich zum Originalrezept gemacht habe, ist dass ich die Auberginen im Ofen gegart habe, man braucht weniger Öl und kann mehr gleichzeitig backen. Außerdem kann das Backpapier einfach entsorgt werden und muss nicht abgewaschen werden ;-)

Also ran an die Töpfe für eine große Portion seligmachendes Essen.

Griechische Moussaka

Zutaten für 6 Portionen:
3 Auberginen (à 250 g)
Salz
600 g festkochende Kartoffeln
2 Zwiebeln
Olivenöl zum Braten und für die Form
500 g Rinderhackfleisch
Pfeffer
1 große Dose stückige Tomaten (800 g Füllgewicht)
1 EL Tomatenmark
1/4 TL Zucker
1/2 TL Zimtpulver
1 1/2 TL getrockneter Oregano
4 EL Butter
4 EL Mehl
800 ml Milch
frisch geriebene Muskatnuss
2 Eier
100 g frisch geriebener Parmesan

(1) Kartoffeln waschen und in ordentlich Salzwasser in der Schale 20-25 Minuten garen. Abgießen und ausdampfen lassen.
(2) Währenddessen die Zwiebel schälen und würfeln. 2 EL Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Das Hackfleisch zugeben, salzen, pfeffern und unter Rühren krümelig braten. Das Tomatenmark mit hinein geben und kurz mitbraten. Dann die Tomaten aus der Dose dazu und mit Zucker, Zimt und Oregano würzen. Offen bei mittlerer Hitze 25 Minuten köcheln lassen.
(3) Den Ofen auf 200°C aufheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Während alles köchelt die Auberginen waschen, Enden abschneiden und längs in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Auf das Backblech legen, dünn mit Olivenöl bestreichen, salzen, pfeffern und in den Ofen geben und ca. 20 Minuten backen bis sie braun werden. Dabei einmal umdrehen.
(4) Nun noch die Bechamel-Sauce kochen. Die Butter in einem Topf schmelzen lassen. Mehl einrühren und anschwitzen. Die Milch nach und nach zugießen und unterrühren. Offen bei schwacher Hitze in ca. 20 min (oder auch kürzer) eine Béchamelsauce kochen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen, vom Herd nehmen.
(5) Eine größere Auflaufform mit Öl auspinseln. Die Kartoffeln pellen, in dicke Scheiben schneiden und in der Form auslegen. Die Hälfte Hacksauce darauf verteilen und die Hälfte der Auberginenscheiben darüberschichten. Die übrige Hacksauce daraufgeben und mit den restlichen Auberginenscheiben belegen. Die Eier und ca. drei Viertel vom Käse gut unter die Béchamel rühren. Die Sauce auf den Auberginen verteilen und mit dem restlichen Käse bestreuen. Die Moussaka im heißen Ofen (Mitte, Umluft 170°) in ca. 45 Min. goldbraun backen.

Kurz etwas abkühlen lassen, damit sich das Moussaka setzt und

genießen!

Quelle: KüchengötterGriechische Moussaka

Der getarnte Kopfsalat

Kopfsalat ist ja eigentlich als eher fader Salat verschrien, auch ich kenne ihn mit Zucker-Essig-Dressing zu frischen Knöpfle mit Eiern gebraten, ein äußerst beliebtes Frühjahrs- und Sommeressen in Ungarn. Zwerg hatte dann letztens in einer Brigitte meiner Mutter ein Rezept gesehen, wo der Salat zu Pastasauce verarbeitet wird und wenn dann noch Pfifferlinge mit im Spiel sind, fallen bei Zwerg sämtliche Widerstände, sogar Bacon wird neuerdings akzeptiert *g* Nachdem sie so sehr davon schwärmte, wollte sie es auch dringend für uns kochen. An einem ihrer freien Tage hat sie den Plan in die Tat umgesetzt. Und ja,  wirklich, äußerst lecker und erstaunlicherweise schmeckt die Kombination von gedünstetem Kopfsalat und Petersilie doch ein wenig nach Spinat. Das Topping von Pfifferlingen und Bacon ist richtig gut, passt hervorragend! Und die Farbe ist ja wohl der Hammer, oder? Kann ich also nur empfehlen, ernsthaft!

Und übrigens fröhlichen „World Pasta Day“ allesamt *g*

Kopfsalat-Pfifferlings-Pasta

Zutaten für 4 Personen:
75 g Bacon in dünnen Scheiben
150 g frische Pfifferlinge
400 g Bandnudeln
Salz
1 kleiner Kopfsalat
1/2 Bund glatte Petersilie
1 Knoblauchzehe
1 TL Butter
150 g Schlagsahne
150 ml Gemüsebrühe
50 g frisch geriebener Parmesan
Pfeffer
Muskatnuss

(1) Den Bacon in 1 cm breite Streifen schneiden. Die Pfifferlinge putzen, Stielansatz abschneiden und dann entweder mit einem Pinsel oder Küchenkrepp abreiben oder wenn sie sehr sandig sind, in eine Schüssel geben, leicht mit Mehl bestäuben, kaltes Wasser drauf geben und die Pilze gut mit den Händen durchmengen. Danach ordentlich abtropfen lassen, am Besten auf Küchenkrepp oder einem Handtuch. Die Pasta nach Packungsanweisung garen, abgießen.
(2) Inzwischen den Kopfsalat putzen, waschen, trocken schleudern und grob hacken. Petersilie ebenfalls waschen, trocken schütteln und grob hacken. Knoblauch schälen und hacken.
(3) Butter in einem Topf erhitzen und den Knoblauch darin goldig anbraten. Die Hälfte vom Salat dazu geben, kurz andünsten, bis die Blätter zusammen gefallen sind. Sahne und Gemüsebrühe angießen und aufkochen. Restlichen gehackten Salat und die Petersilie zugeben. Alles mit einem Stabmixer pürieren. Den Käse in der Sauce schmelzen lassen, dann mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
(4) Bacon in einer Pfanne bei mittlerer Hitze knusprig ausbraten. Aus der Pfanne nehmen und die Pfifferlinge im Speckfett in der Pfanne kräftig braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Pappardelle und Kopfsalatsoße anrichten. Speckstücke und Pfifferlinge darüberstreuen. Sofort servieren und

genießen!

Quelle: eine Brigitte aus 2012

Und noch ein Klassiker – Linsensuppe

Ich hangel mich hier von Klassiker zu Klassiker, aber irgendwie ist mir zur Zeit danach. Und erst Recht jetzt wo das usselige Herbstwetter da ist, verträgt doch jeder ’ne herzhafte Suppe gut (nein, das Wort „Eintopf“ gibt es in meinem aktiven Wortschatz nicht *g*). Früher mochte ich Linsen ja so ü-ber-haupt nicht! So gar nicht gar nicht! Furchtbares Zeug! Dann gewöhnte ich mich langsam an rote Linsen, an Puy-Linsen in Salatform, an braune Linsen in ungarischen Neujahrsessen und jetzt sind wir endlich bei der klassischen Linsensuppe angelangt. Frau Mama machte bisher nur die Dosen auf, weil es ihr zu aufwendig erschien eine Suppe zu kochen. Gut, die ist nicht innerhalb von 15 Minuten fertig, aber die Vorbereitung dauert nicht ewig und dann köchelt sie still und leise ’ne Stunde vor sich hin und man muss sich nicht großartig drum kümmern. Nach der Zeit ist eine wundervolle Suppe fertig mit genau der richtigen Konsistenz, garen, aber nicht zerkochten Linsen, schön herzhaft! Ich behaupte mal perfekt!

Klassische Linsensuppe

Zutaten für 4 Personen:
100 g Räucherspeck
1 EL Sonnenblumenöl
2 Zwiebeln
2 Möhren
1 Stück Knollensellerie
1 Stange Lauch/Porree
250 g braune Linsen (hier: Pardina-Linsen)
250 g festkochende Kartoffeln
1 l Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
Rotweinessig

optional: 4 Wiener Würstchen

(1) Den Räucherspeck klein würfeln. Die Zwiebel schälen, fein würfeln. Die Möhren und Knollensellerie schälen und würfeln. Die Kartoffeln ebenfalls. Den Porree von den Enden befreien und in feine Ringe schneiden und unter fließendem Wasser den versteckten Restsand ausspülen.
(2) Das Öl in einem großen (muss nicht der größte im Haushalt sein) Topf erhitzen und die Räucherspeckwürfel anbraten. Die Zwiebeln hinzufügen und mitbraten bis sie glasig sind. Den Porree, Möhren und Sellerie dazu geben und ebenfalls kurz mit anschwitzen. Die Linsen, Kartoffelwürfel und Gemüsebrühe zufügen. Gut durchrühren. Deckel drauf!
(3) Nach dem Aufkochen auf mittlere-kleine Flamme stellen und etwa 1 Stunde köcheln lassen. Zwischendurch mal durchrühren und gucken wann die Linsen gar sind. Geht bei manchen Sorten schneller als bei anderen.
(4) Zum Schluss noch die Würstchen warm werden lassen in der Suppe, wenn man mag. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf dem Teller schmeckt am Besten jeder selbst mit Essig ab und dann

genießen!

Quelle: Dusy, T. (201): Winterküche. Gräfe und Unzer. S. 57

Wo wir gerade bei Puffern waren …

… kommt hier der Klassiker unter den Puffern: Kartoffelpuffern! Geliebt von Kindheit an, nur leider macht man sie ja nicht so oft, weil es einem unglaublich die Bude vollduftet. Dabei ist es so einfach: wenige, billige Zutaten, sättigend, egal ob süß oder herzhaft. So gelüstete es Frau Mama letztens nach Kartoffelpuffern. Und wie jede gute Tochter, erfüllte ich ihr den Wunsch natürlich gerne. Mit elektrischer Hilfe sind die Kartoffeln auch schnell geraspelt, restliche Zutaten dazu, Teig mischen, ans Ausbacken machen :-) Hier gabs es sie klassisch mit Apfelmus und Zucker und für Herrn Papa, der es eher herzhaft mag mit Lachs und Meerrettich oder einfach nur mit etwas Salz bestreut.

Und damit ich nicht jedes Mal ein Rezept im weltweiten Zwischennetz suchen zu müssen, hier das Grundrezept:

Kartoffelpuffer

Zutaten für 3 Erwachsene als Mittagessen:
1 kg Kartoffeln
1 Zwiebel
2 Eier
2 EL Mehl
Salz

Öl zum Ausbraten

(1) Die Zwiebel pellen und fein würfeln. Die Kartoffeln schälen. Dann, per Hand oder mit Maschine, grob in ein Tuch raspeln. Die Kartoffelmasse in dem Tuch fest ausdrücken.
(2) Die gewürfelten Zwiebeln mit den Eiern und dem Mehl zu den Kartoffeln geben. Salzen und gut durchrühren.
(3) In einer heißen Pfanne ordentlich Öl erhitzen (fettarm gebackene Kartoffelpuffer werden komisch). Für einen Puffer 1 EL Teig in die Pfanne glatt streichen und von beiden Seiten goldbraun braten. Gut abtropfen lassen und auf Küchenkrepp zum Entfetten zwischen parken. Warm halten.

Mit Apfelmus, Zucker, Salz, Lachs, Salami oder ganz nach Belieben servieren und

genießen!

Herbst an Aniko – Kürbis überall

Endlich kann ich der geneigten Leserschaft diese beiden Köstlichkeiten präsentieren. Gekocht wurden sie schon letztes Jahr als Frau Mama auf Krankenbesuch bei mir in Kassel war und sich wünschte, dass ich ihr irgendwas mit Kürbis koche. Nichts leichter als das! Es gibt nur ein Problem, was macht man mit dem übrig gebliebenen halben Kürbis? Am Besten gleich mitverbrauchen! Also zwei Rezepte suchen mit möglichst gleichen Zutaten, damit nicht noch mehr Lebensmittel im Kühlschrank rumfliegen. Zwei x drei Zutaten, die zu zwei sehr unterschiedlichen, aber ernstlich leckeren Ergebnissen führte.

Die Suppe ist die beste Kürbissuppe, die ich je gegessen habe. Sonst habe ich sie immer mit Ingwer und Knoblauch und Curry gemacht, aber nee, brauchste gar nicht! Die paar Zutaten reichen und man hat den puren Geschmack der Kürbissuppe, verfeinert mit einer Winzigkeit Kürbiskernöl! Großartigst!

Und was an Curry bei der Suppe gespart wurde, kam in die Kürbisküchlein, die auch schön und äußerst nachkochenswert sind. Wirklich! Saftig, knusprig, frisch mit dem Kräuterquark. Wirklich sehr schöne Kombi! Vielleicht schaffe ich es die dieses Jahr wieder zu machen. Sie lassen sich auch gut portionsweise einfrieren, also lieber eine Küchenmaschine anschmeißen und ’ne etwas größere Portion basteln. Lohnt sich!

Kürbisküchlein mit Kräuterquark

Zutaten für etwa 20 Küchlein für 4 Portionen:
350 g Kürbis (geputzt gewogen)
300 g Möhren
300 g Lauch
4 EL Mehl
2 Eier
Salz, Pfeffer
1 TL Currypulver

250 g Sahnequark
1 EL gehackte Petersilie
1 EL gehackter Schnittlauch

Sonnenblumenöl zum Braten

(1) Den Kürbis schälen, entkernen und raspeln. Wenn man Hokkaido nimmt, braucht er nicht zwingend geschält werden. Die Möhren putzen, schälen und auch raspeln. Die Lauch putzen, in dünne Ringe schneiden, waschen und gut abtropfen lassen.
(2) Kürbis, Möhren und Lauch in einer Schüssel mit dem Mehl und den Eiern gut vermengen, mit Salz, Pfeffer und Curry gut abschmecken. In einem Schüsselchen den Quark mit den Kräutern gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Ein wenig durchziehen lassen.
(3) Ordentlich Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Für jedes Küchlein 1 EL der Masse in das heiße Öl geben, etwas flach drücken. Die Küchlein von beiden Seiten in ca. 4-5 Minuten knusprig braten, warm halten.

Zusammen mit dem Kräuterquark servieren und

genießen!

Quelle: Küchengötter

Simpelste deliziöse Kürbissuppe ever

Zutaten für ca. 4 Portionen als Vorspeise:
1/2 Hokkaido-Kürbis (ca. 500 g mit Kernen)
2 große Möhren
1 Porreestange
2 mittelgroße Kartoffeln
2 El Rapsöl
Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
Kürbiskernöl

(1) Den Hokkaido waschen, entkernen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Die Möhren putzen, schälen und ebenfalls in 1cm-Würfel schneiden. Den Porree/Lauch ebenfalls putzen, in Ringe schneiden, die im Sieb gut waschen. Die Kartoffeln auch schälen und in 1 cm große Würfel schnippeln.
(2) Das Öl in einem größeren Topf erhitzen. Das vorbereitete Gemüse darin einige Minuten anschwitzen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Soviel Gemüsebrühe aufgießen, dass das Gemüse knapp bedeckt ist. So lange kochen bis die Möhren weich sind.
(3) Mit einem Pürierstab gut durchpürieren, wenn die Suppe etwas zu dick ist, mit ein wenig Gemüsebrühe in die gewünschte Konsistenz bringen.

Auf Teller geben und mit ein wenig Kürbiskernöl beträufeln und

genießen!

Sensation: Mini-Drachen im Schrebergarten entdeckt!

Ist sie nicht goldig? So süße, kleine „Drachen“ finden sich noch im Steingarten, bitte beachtet die Thymian-Blätter als Größenvergleich ;-)

Außerdem blühten vor ein paar Woche noch diese beiden seltsamen Blumen. Zwerg brachte die Zwiebeln aus den Niederlanden mit und hat offensichtlich eine Vorliebe für seltsame Blütenformen *g*

Hier ein wunderschönes rot-gelb gepunktetes Exemplar:

Und ich hoffe, dass hiermit auch die längere Blogpause beendet ist. Befinde mich immer noch in der Ostseeheimat und gucke mal was der Herbst noch so alles bringt, in jeglicher Hinsicht *g*

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