Archiv für den Monat November 2012

Liptauer Dip

Letztens erfasste Frau Mama die große Lust nach Liptauer Brotaufstrich … Fragendes Gesicht meinerseits: Was’n das? Es ist ein Butter-Quark-Aufstrich mit Paprika, den sie zu DDR-Zeiten viel gegessen hat. Laut Wikipedia ist es ein typischer Bestandteil der K.u.K-Küche, aus dem slowakisch-österreichisch-ungarischen Bereich, der auch heute noch in Heurigen gereicht wird oder Bestandteil von ungarischen kalten Platten ist (nicht in meiner Familie, komisch!). Die Dip wird verfeinert mit Kapern, Rosenpaprika (die schärfere Version) und Senf. Mir und meiner damaligen Mitpatientin haben meine Eltern etwas vom Liptauer mitgebracht in Krankenhaus, damit wir nicht nur Käse, Wurst und eingelegte Gurke essen. Und der war wirklich so lecker! Frau Mama hat sich die Arbeit einfach gemacht und alles mit dem Pürierstab gemixt, aber ich glaube, wenn man die weiche Butter erst schaumig schlägt, wird die Konsistenz ein Tick geiler :-) Wer also mal was anderes auf’s Brot will, sollte den Liptauer dringend mal austesten!

Liptauer Brotaufstrich

100 g zimmerwarme, weiche Butter
250 g Quark (20%)
50 g Saure Sahne
2 Schalotten, fein gehackt
1/2 EL feingehackte Kapern
2-3 EL edelsüßes Paprikaoulver (oder rosenscharfes)
1 Msp. Senf
1 TL Tomatenmark
Salz, Pfeffer
1 EL gehackte Petersilie (oder auch Dill)

Erst die weiche Butter mit einem Schneebesen schaumig schlagen. Dann die restlichen Zutaten unterrühren. Ein wenig durchziehen lassen und genießen!

Kleiner Feiertag im Waffeleisen

Bei manchen Ideen ist man froh, dass sie doch nicht gleich in die Tonne getreten, sondern schnell umgesetzt wurden. Frau Mama stand der Sinn nach Waffeln, aber dann saßen wir hier und hatten beide nicht so recht Lust. Schlussendlich aufgerafft, schnell ein Rezeptchen im Standard-DDR-Backbuch rausgesucht – Puh, alle Zutaten da! – und schnell den Teig zusammen gerührt. Als die erste Waffel aus dem Eisen kam, war ich etwas enttäuscht, zwar schön braun, aber knusprig ging definitiv anders. Aber, oh Wunder, nach kurzer Zeit an der Luft wurden sie doch echt knusprig und auch fluffig. Wirklich sehr schön und mit einem netten leichten Hauch nach Bittermandel! Wird wieder gemacht :-)

Festtagswaffeln

für 4 Personen:
150 g Butter
125 g Zucker
Prise Salz
3 EL Vanillezucker
3 geriebene bittere Mandeln oder 1/4 Fläschchen Bittermandelaroma
3 Eier
125 g Weizenmehl
75 g Stärkemehl
knapp 1/2 TL Backpulver
4 EL saure Sahne

(1) Butter, Zucker und Bittermandel schaumig schlagen.
(2) Die Eier trennen. Die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen.
(3) Die Eigelb mit dem Backpulver, Mehl und der sauren Sahne unter die Butter-Zucker-Mischung rühren. Zuletzt das steife Eiweiß vorsichtig unterheben.
(4) Portionsweise in einem Waffeleisen ausbacken.

Mit Puderzucker bestäubt, mit Marmelade, Kirschkompott oder nach Belieben servieren und

genießen!

Quelle: Das Backbuch. Verlag für die Frau. 1981

Würziger Kichererbsen-Tomaten-Eintopf

Der ganze Mist mit dem Kranksein fing ja schon im Sommer an und da bekam ich Besuch von der lieben Kochschlampe, Rostock und Berlin sind jetzt ja nicht sooo ewig weit voneinander entfernt ;-) Da der Juli relativ kühl und regnerisch war und wir mittags was für meine Eltern mitkochen wollten, schlug sie einen würzigen Eintopf aus der Olive vor. Hörte sich auch wirklich gut an mit den Tomaten und Kichererbsen, in den noch ein wenig Couscous gegeben wird, so als kleine Sättigungsbeilage. Der Clou ist die Zugabe von Harissa, die die Suppe schön würzig macht, eigentlich sind 2-3 EL vorgesehen, aber da Frau Kochschlampe meine Scharf-Mimosigkeit kennt, haben wir es auf 1 gestrichenen Esslöffel reduziert. Mir schon fast zu scharf, für Frau Kochschlampe angenehm würzig. So unterschiedlich empfindlich sind die Geschmacksknospen ;-)

Und ich fand ihn wirklich wunderbar, auch jetzt für die grauen, fies-nieseligen Novembertagen. Perfekt! Tomatig, frisch und angenehm würzig. Auch die Eltern waren angetan, trotz des fehlenden Fleisches. Okay, sie schlugen vor ein paar Paprikawurstscheiben hinein zu geben, aber wird wirklich, ernsthaft nicht gebraucht :-) Also unbedingt mal ausprobieren!

Würziger Tomaten-Kichererbsen-Eintopf mit Couscous

Zutaten für 4 Portionen:
1-2 EL Olivenöl
1 große Zwiebel, fein gehackt
2 Möhren, geputzt und gewürfelt
3 Stangen Sellerie, geputzt und gewürfelt
1 EL Harissa
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 Dose (400 g) gehackte Tomaten
500 ml Gemüsebrühe
1 Dose (400 g) Kichererbsen (gute Qualität nehmen!)
2 EL Couscous
1/2 kleines Bund Petersilie, gewaschen und gehackt

(1) Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebel-, Möhren- und Selleriewürfel einige Minuten dünsten bis sie weich sind. Den Harissa und Kreuzkümmel zugeben und umrühren. Alle anderen Zutaten bis auf den Couscous und die Petersilie zugeben, gut durchrühren, abdecken und für 30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Den Couscous zugeben und nochmals 5 Minuten simmern lassen.
(2) Vor dem Servieren mit der Petersilie bestreuen und

genießen!

Quelle: Olive magazine Juni 2010

Sonntagskuchen – Rosmarin in süß

Eine wunderschöne Sache finde ich die Tradition des höchsteigen gebackenen Sonntagskuchens und jetzt wo ich ja schon länger bei meinen Eltern weile, machen wir auch fast jeden Sonnabend einen Kuchen. Dabei versuche ich schon irgendwie Rücksicht auf Frau Mamas Fruktoseintoleranz zu nehmen, auch wenn sie Äpfel liebt, aber Bauchkneifen mag ja niemand haben … Und da Frau Kochschlampe eine höchst verlässliche Quelle für gute Kuchenrezepte ist, wurde ihr Blog durchsucht. Meine Güte hat die Frau viele Apfel- und Pflaumenkuchenrezepte *g* Aber hey, da lachte mich ein einfacher Rührkuchen mit Zitrone und Rosmarin an. Rosmarin im Kuchen hört sich etwas komisch an, aber wurde ja schon erfolgreich in diesem Rosmarin-Heidesand ausgetestet. Muss ich auch mal wieder machen …

Schnell zusammen gerührt und gebacken und, was soll ich sagen, extremst gut! Ich habe noch zusätzlich etwas Zitronenguss drüber gegeben, wodurch der Kuchen wirklich saftig wurde mit einer leichten Rosmarin-Note. Bloß nicht zuviel Rosmarin benutzen, sonst wird es leicht seifig ;-) Wird definitiv wieder gemacht!

Rosmarinkuchen

250g weiche Butter
200g feinen Rohrohrzucker
3 Eier, möglichst in L
300g Mehl
2 TL Backpulver
3 EL Vanillezucker
2 TL gehackte frische Rosmarinnadeln
4 EL Milch
1-2 EL brauner Zucker

Guss:
3 EL Puderzucker
Zitronensaft

(1) Ofen auf 170° vorheizen. Kastenform entweder fetten und mehlen oder mit Backpapier/Alufolie auskleiden.
(2) Butter und Zucker cremig schlagen. Eier nach und nach dazugeben, gefolgt von dem Vanillezucker, dann Mehl und Backpulver untermischen, zum Schluss dann den Rosmarin. Den Teig mit Milch dann soweit verdünnen, dass er schwer reißend vom Löffel gleitet und ihn direkt in die Form füllen und mit Zucker bestreuen.
(3) Den Kuchen in den Ofen geben. 1h soll der Kuchen etwa im Ofen bleiben, nach ca. 50 Minuten spätestens die erste Nadelprobe machen.
(4) Die Zutaten für den Guss verrühren. Den Kuchen mit einem Stäbchen oft einstechen, aber nicht bis zum Boden. Den Zitronenguss gleichmäßig darüber verteilen. In der Form auskühlen lassen, stürzen und

genießen.

Hält sich hervorragend einige Tage, wenn man ihn in einer Blechschachtel verpackt.

Quelle: RosmarinkuchenKochen für Schlampen

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