Archiv für den Monat Dezember 2012

Schneeflöckchen, Weißröckchen, wann kommst Du geschneit …

Naja, dieses Jahr offensichtlich nicht mehr zu Weihnachten, aber trotzdem

wünsche ich Euch hiermit frohe, besinnliche, entspannte, kulinarisch großartige Weihnachtstage im Kreise Eurer Lieben!

Im Käse- und Kürbishimmel auf Erden – Butternut Mac’n’Cheese

Ich versuche immer noch mehr vegetarisch zu essen und es den Eltern unterzujubeln, ohne dass sie gleich nach Schinkenwürfelchen oder Schnitzelchen rufen *g* So stand auf dem Balkon noch ein Butternut-Kürbis rum, überhaupt der beste Kürbis von allen, wie ich finde. Erstanden hatte ich ihn schon Anfang September und so langsam sollte er mal verbraucht werden, bevor ich für einige Wochen in der Reha wieder fremdverköstigt werde (so gerade momentan jetzt *g*). Aber das altbekannte Problem, was damit anstellen? Die Eltern waren keine große Hilfe:

Ich: Ich will den Kürbis auf’m Balkon endlich verarbeiten. Habt ihr irgendwelche Vorlieben?
Eltern: Ach, weiß nicht …
Ich: Worauf habt ihr denn Lust?
Eltern: Ach, weiß nicht …
Ich: Nudeln, Reis, Kartoffeln, Auflauf etc.?
Eltern: Ach, weiß nicht … Mach, worauf Du Lust hast …
Ich: *grmpf*

So hatten wir ja nicht gewettet, aber gut, dann müssen sie halt essen, was ich koche *g* Ich hatte bei Facebook kurz rumgefragt, ob jemand Ideen für Nudeln mit Butternut-Kürbis hat und es kamen auch schöne Ideen von Paule und Marci, aber letztendlich entschieden habe ich mich für eine Variante der klassischen Macaroni and Cheese von der BBC Good Food-Seite. Die gehen zwar nicht so schnell wie Nigella Lawson’s Version, aber die Kürbisnote ist großartig, wirklich toll und soooo käsig! Himmlisch! Der Kürbis wird aber nicht einfach nur angebraten und untergerührt, nein! Erst wird er puristisch nur mit ein wenig Olivenöl, Salz und Pfeffer im Ofen gebacken, entwickelt einen göttlichen Geschmack und wird dann teilweise mit in die Sauce eingearbeitet und als Würfel unter die Nudeln gemischt. Toll toll toll! Auch die Eltern hatten überhaupt nichts zu meckern und vermissten nicht ein Fitzelchen Fleisch *g* Allerdings sollte man das Abwaschen des Käsesaucentopfs jemand anderem überlassen, das macht überhaupt keinen Spaß ;-)

Aber ansonsten, dringend nachmachen! Wirklich! Ernsthaft!

Butternut Mac’n’Cheese

Zutaten für 4-6 Portionen, je nach Hunger:
1 großer Butternut-Kürbi, ca. 1 kg
2 El Olivenöl
300 g Makkaroni (die kurze Version)
50 g Butter
50 g Mehl
2 TL mittelscharfer Senf
500 ml Milch
200 g geriebener Emmentaler (eigentlich Cheddar)
50 g geriebener Parmesan

(1) Den Ofen auf 220°C/200°C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
(2) Den Kürbis halbieren, Kerne entfernen und schälen. In ca. 2,5 cm große Würfel schneiden. Mit dem Olivenöl, Salz und Pfeffer würzen. Auf das Backblech in einer Schicht verteilen. In den Ofen schieben und in ca. 15-20 Minuten weich backen. Mit einer Gabel testen. Zwischenzeitlich die Makkaroni nach Packungsanweisung bissfest garen. Abgießen. Kalt abspülen. Abtropfen lassen.
(3) Die Butter in einem Topf schmelzen lassen. Mehl dazu geben und kurz mit andünsten. Nach und nach die gesamte Milch unterrühren und immer gut rühren, damit keine Klumpen entstehen. Auf dem Herd etwas köcheln lassen und dabei immer rühren, damit die Sauce nicht anbrennt. Den Senf unterrühren.
(4) Die Sauce vom Herd nehmen. Ein Drittel des Kürbiswürfel mit einer Gabel zermanschen und unter die Sauce rühren. Auch den Emmentaler und die Hälfte des Parmesans unterrühren und schmelzen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
(5) Die Nudeln in eine relativ große Auflaufform füllen, mit den restlichen Kürbiswürfeln verrühren. Dann die Kürbis-Käsesauce drüber geben, alles vorsichtig unterrühren. Den restlichen Parmesan drüber streuen und im Ofen ca. 15-20 Minuten backen bis der Auflauf goldbraun ist und blubbert.

Mit einem frischen Salat dazu servieren und

genießen!

Quelle: BBC Good Food – Butternut Macaroni Cheese

Alternative zur Wurst auf Brot – Scharfe Linsencreme

Wenn ich alleine bin in Kassel, esse ich gar nicht soviel Fleisch und Fisch. Ist erstens zu teuer, Gemüse und Obst sind im Vergleich einfach billiger, dann für mich als Einzelperson manchmal einfach zu viel und wenn ich Frau Kochschlampe nach Ideen frage, kommen naturgemäß vegetarische Rezepte bei rum, bei denen das Fleisch gar nicht vermisst wird. Wo ich bisher noch keine zufriedenstellenden Alternativen zu gefunden habe, sind Wurst und Käse, die schnöde auf’s Brot kommen. Jetzt wo aus gesundheitlichen Gründen eine vorwiegend vegetarische Ernährung angesagt ist, begebe ich mich auf die Suche nach vegetarischen Alternativen dazu und werde sie so nach und nach ausprobieren.

Eine davon ist diese scharfe Linsencreme, die mir schon vor längerer Zeit im „Vegetarian Basics“ aufgefallen ist. Und da sie bei Frau Küchenlatein während des damaligen wundervollen Hamburg kocht!-Tages in wirklich guter Erinnerung geblieben ist, wurde die fix nachgebastelt für die Familie. Und tatsächlich: geht schnell, ist lecker und könnte man einfach so weglöffeln. Sogar Herrn Papa hat es geschmeckt und das will was heißen ;-) Also, ich werde die Creme öfters machen und noch nach anderen Alternativen suchen :-)

Scharfe Linsencreme

Zutaten für einige Tage:
150 g rote Linsen
2 Knoblauchzehen
1/2 rote Paprikaschote
2 TL Erös Pista (scharfe Paprikacreme,
alternativ auch Harissa, da aber Vorsicht!)
4 Stengel Basilikum
4 EL Olivenöl
1/2 EL Zitronensaft
Salz
1/2 TL Honig

(1) Die Linsen in einen Topf füllen. Knoblauch schälen, halbieren und dazulegen. 350 ml Wasser zu den Linsen gießen, zum Kochen bringen. Hitze kleiner schalten, den Deckel auflegen und die Linsen etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis sie so weich sind, dass sie fast zerfallen.Dabei ruhig ein Auge auf den Topf haben, es bildet sich viel Schaum, der leicht überläuft. Zwischendurch mal den Deckel abheben und kontrollieren, ob die Linsen nicht zu trocken sind. Bei Bedarf noch etwas Wasser zugießen. Abkühlen lassen.
(2) Paprikahälfte waschen, Trennhäute und Kernchen entfernen. In ganz ganz feine Würfelchen schneiden. Basilikumblättchen ebenfalls fein hacken.
(3) Die abgekühlten Linsen mit dem Öl pürieren. Die Paprikawürfelchen, Paprikapaste und Basilikum unterrühren. Mit Zitronensaft, Salz und Honig abschmecken.

Zu frischem Brot servieren und

genießen!

Quelle: Dickhaut S., Schinharl C. (2005): Vegetarian Basics. Gräfe und Unzer. München

Gewürz-Bier-Hähnchen

Ich war dieses Jahr ja aus Krankheitsgründen nicht in Ungarn, leider. Aber meine Eltern mit Zwerg hatten eine schöne Zeit dort und kamen mit einem kleinen Mitbringsel wieder: ein Keramik-Hähnchenbräter! Ha! Wo wir so wahnsinnig oft ganze Hähnchen braten, weil Herr Papa eine starke Abneigung gegen das Zerteilen von heißem Geflügel hat *g* Warum auch immer. Also hab ich das jetzt mal übernommen und wenn man sich an ’ne bestimmte Reihenfolge hält, geht es auch erstaunlich gut! Vielleicht mache ich da nochmal ’ne Photoanleitung zu ;-)

Und dieses Brathähnchen war die Wucht, knusprig und saftig gleichzeitig, schön würzig. Ich habe einfach ein paar, mir passend erscheinende Gewürze mit Olivenöl verrührt und zärtlichst auf dem nackten Hähnchen verteilt. Die Schenkel habe ich noch 2-3 mal eingeschnitten, damit sie gleichzeitig mit der Brust gar sind. Dann auf den Hähnchenbräter stecken, ein paar Apfelschnitze und Zwiebelachtel in den unteren Teil geben mit Bier begießen und ab in den Ofen. Da das Teil ziemlich hoch ist, habe ich noch ein Pizzablech drunter und das ganze Konstrukt auf dem Boden des Ofens gestellt. Funktionierte einwandfrei! Ich finde den Hähnchenbräter auch etwas schicker und stabiler als die ordinäre Bierdose. Ich hoffe einfach mal, dass wir jetzt ein bißchen öfter ganze Hähnchen im Ofen schmurgeln!

Gewürz-Bier-Hähnchen

Zutaten für 4 Personen:
1 Maishähnchen (ca. 1,2 kg)
Salz, Pfeffer
1 TL Paprikapulver edelsüß
1/2 TL Paprikapulver rosenscharf
1 TL geschroteter Koriander
1 TL gemörserter Fenchel
6 TL Olivenöl
1 Apfel
1 Zwiebel
ca. 150 ml Bier

(1) Den Ofen auf 200°C Ober- und UNterhitze vorheizen.
(2) Das Hähnchen innen und außen gut waschen, salzen und pfeffern. Den Apfel und die Zwiebel putzen und in grobe Ringe schneiden.
(3) Die Gewürze mit dem Öl gut verrühren und das Hähnchen damit außen gründlich einreiben. Die Schenkel 2-3 mal ein wenig mit dem Messer einritzen.
(4) Auf den Hähnchenbräter stecken. In den unteren Teil vom Hähnchenbräter die Apfel- und Zwiebelstücke geben, das Bier angießen.
(5) In den Ofen geben und ca. 1 Stunde im Ofen braten. Es ist gar, wenn aus den angepiekten Schenkeln klarer Fleischsaft kommt.

Mit Pellkartoffeln, Gemüse, Salat oder was auch immer gefällt,

genießen!

Mal ein neues Gemüse einkleiden – Panierter Chicoree mit Kartoffelsalat

So, es wird Zeit wieder etwas mehr vegetarisch zu kochen (tatsächlich auch aus gesundheitlichen Gründen bei mir), da müssen die Eltern einfach mal durch :-) Mir war schon die ganze Woche nach Kartoffelsalat, so dass ich auf Verdacht die leckeren rotschaligen Kartoffeln kaufte und außerdem war noch eine Packung Chicorée im Kühlschrank, die ich eigentlich abends zu Salat für mich verarbeiten wollte. Stattdessen begab ich mich auf die Suche nach einem Rezept. das beides vereint. Jetzt ist glaub ich Kartoffelsalat mit Chicorée drin nicht so der Bringer, aber im „Vegetarian Basics“ fand sich eins mit paniertem Chicorée. Ach, interessante Idee! Warum nicht? Und der dazugehörige Kartoffelsalat hörte sich auch spannend pikant an mit den Zwiebeln und Kapern. Gut, weil ich jetzt keine Lust mehr hatte einzukaufen, wurden statt der Frühlingszwiebeln eine Porreestange genommen, die in der heißen Brühe etwas von ihrer Schärfe verlieren durfte. Alles in allem, einfach zu machen und eine wirklich leckere Kombination! Probiert es ruhig mal aus den Chicorée so zu verkleiden!

Panierter Chicorée mit pikantem Kartoffelsalat

Zutaten für 4 Hungrige:
3 kleinere Chicorée
300 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
1-2 Ei
etwas Mehl
1,5 EL gemahlene Mandeln
8 EL Semmelbrösel
5 EL neutrales Pflanzenöl
Zitronenschnitze zum Servieren

Für den Salat:
1 kg festkochende Kartoffeln
etwas Kümmel
Salz
1  Stange Lauch/Porree
3 TL mittelscharfer Senf
1/2 Zitrone, Saft
4 EL Olivenöl
3 TL Kapern, gehackt
Pfeffer, Zucker

(1) Die Kartoffeln waschen, mit Schale in einen Topf geben. Mit etwas Kümmel und Salz würzen, Wasser drauf und in ca. 20 Minuten gar kochen.
(2) Die Brühe in einem weiten Topf zum Kochen bringen. Die äußeren Blätter vom Chicorée entfernen, halbieren und in die kochende Brühe legen. Deckel drauf und 5 Minuten köcheln lassen. Mit einem Schaumlöffel rausnehmen und etwas abkühlen lassen.
(3) Den Porree in sehr dünne Ringe schneiden und in die heiße Brühe geben. Ebenso den Senf, Zitronensaft, Olivenöl und Kapern. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Es soll ruhig etwas kräftiger schmecken, die Kartoffelscheiben nehmen den Geschmack gut an.
(4) Wenn die Kartoffeln gar sind, abgießen und etwas abkühlen lassen, bis man sie pellen und in dünne Scheiben schneiden kann. Sie sollten aber wirklich noch warm sein. Die Kartoffelscheiben vorsichtig mit der Brühe-Dressing vermischen und zur Seite stellen.
(5) Jetzt sind die Chicorée-Hälften dran. Das  Mehl in einen Teller geben, das Ei im zweiten Teller verquirlen, im dritten die Mandeln mit den Semmeln und gut Pfeffer mischen. Auf dem Herd eine Pfanne mit dem Öl erhitzen. Jetzt die Chicorée-Hälften panieren: erst im Mehl wälzen, dann mit Ei überziehen und zum Schluss in den Semmelbröseln wälzen und gut andrücken. Die panierten Hälften dann im Öl in einigen Minuten knusprig braun braten. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Zusammen mit dem Kartoffelsalat und ein paar Zitronenschnitzen servieren und

genießen!

Zubereitungszeit: 1,5 Stunden, wenn man gemütlich alleine kocht
Quelle: Dickhaut S., Schinharl C.: Vegetarian Basics. Gräfe und Unzer. München

Krümelmonsterarmee

Letztens war Zwerg nach Basteln und so saß sie stundenlang, hat blaue Farbe in Kokosraspeln geknetet und Muffinmünder ausgeschnitten und uns so für den Nachmittagskaffee eine ganze Krümelmonsterarmee gemacht :-D

Ich finde der zweite von rechts in der untersten Reihe hat erstaunlich viel Ähnlichkeit mit Perry, dem Schnabeltier *g*

Tröstende Spaghetti mit Sahne-Champignons

Letzte Woche Donnerstag kam ich ja nach längerem Diagnosemarathon und anschließender Kortison-Therapie aus dem Krankenhaus raus und Frau Mama war so nett, sich die beiden folgenden Tage freizunehmen, um sich ein wenig um das kortisongeplagte Töchterchen zu kümmern. Für Freitag durfte ich mir ein Essen aussuchen, was nach dem ganzen, teilweise wirklich, wirklich, ernstlich seltsamen Krankenhausessen (ich sag nur nicht garer Kartoffelbrei aus Flocken, brrr!) auch nötig war. Mir war irgendwie nach Nudeln, aber nicht profan mit Tomatensauce und Spiegelei. Nee, irgendwie anders, aber doch seelentröstend. Zum Glück hat Frau Kochschlampe immer eine passende Idee für mich und diesmal sprang die „Nudelschlempe“ bei rum, also Nüdelchens mit einer sauleckeren Champignon-Sahne-Sauce. Wirklich schnell und einfach gemacht! Der Clou ist, dass die Nudeln zum Schluss noch ein paar Minütchen mit der Sauce zusammen ziehen und so das Aroma perfekt aufnehmen. Toll! Das perfekte Feierabendessen :-) Wird es öfter geben!

Spaghetti mit Champignon-Sahne-Sauce

Zutaten für 2 Portionen:
Butter, Olivenöl
3 Schalotten oder eine kleine Zwiebel in Würfeln
250g kleine Champignons in Scheiben
1 TL Mehl
Salz, Pfeffer
150ml Sahne
1 EL Portwein (oder Rotwein oder Madeira)
60g getrocknete Tomate, gehackt
250g Spaghetti
1 EL gehackte Petersilie

(1) Das Wasser für die Spaghetti aufsetzen und die Nudeln nach Packungsanweisung kochen.
(2) Die Zwiebelwürfelchen in etwas Butter und Öl glasig andünsten, dann die Champignonscheiben für 2 Minuten dazu geben.
(3) Salzen, pfeffern und das Mehl drüber streuen. 1 Minute mitbraten, dann mit Portwein und Sahne ablöschen. Die Würfel der getrockneten Tomaten darunter rühren und ca. 8 Minuten köcheln lassen.(4) Jetzt sollten langsam die Spaghetti al dente sein, abgießen und in den Topf zurück geben. Die Pilzsauce hinzu geben und 3 Minuten ziehen lassen.
(5) Auf Tellern verteilen, mit Petersilie bestreuen und

genießen!

Quelle: Nudelschlempe bei Kochen für Schlampen

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