Archiv für den Monat April 2013

Pasta Spargel Zucchini Bärlauchpesto

Es ist Bärlauchzeit! Das sieht man schon in den ganzen Blogs landauf landab, nur ich war etwas geknickt, weil ich dieses Jahr so gar keine Gelegenheit habe, um im Wald Bärlauch zu sammeln. Aber dann rettete mich meine liebe Kollegin A., die selbst keinen Bärlauch mag, aber Unmengen im Garten unterm Himbeerstrauch zu wachsen hat. Immer her damit, hier gibt es dankbare Abnehmer! Und auch meine Büromitbewohnerin A. hatte Massen an Bärlauchpesto gemacht und mir ein Gläschen zum Kosten mitgebracht. Wunderbar, liebe A., nicht zu scharf *g*, perfekt würde ich sagen! Bärlauchpesto macht sich immer noch gut auf Brot mit Avocado, ist aber natürlich auch perfekt für den Klassiker Pasta mit Pesto. Weil ich aber nicht nur Pasta mit Pesto mag und gerne noch was gemüsiges da mit drin mag, wurde kurzerhand noch ein Bund Spargel mit dem Rest einer Zucchini gebraten. Kleine Nüdelchens dazu, die in etwa die Größe der Spargelstücke haben, alles mit dem Pesto mischen und ein wunderbar schnelles Abendessen haben. Die leichte Süße der gebratenen Zucchini harmoniert wunderbar mit dem Spargelgeschmack und dem etwas knoblauchigen Bärlauchpesto. Großartigst!

Pasta Spargel Zucchini Bärlauchpesto

Zutaten für 2 Personen:
1 halbe mittlere Zucchini
500 g Spargel
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 Prise Zucker
200 g kleine kurze Nudeln
6 TL Bärlauchpesto

(1) Spargel schälen, holzige Enden abbrechen, in ca. 2 cm große Stücke schneiden. Die Köpfe dürfen ruhig etwas größer sein. Die Zucchini halbieren und in etwa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden.
(2) Das Wasser für die Nudeln aufsetzen. Salzen, wenn es kocht und dann die Nudeln darin garen.
(3) Eine Pfanne heiß werden lassen. Erst die Zucchini hinein geben, kurz anbraten lassen. Dann die Spargelstücke dazu, salzen, pfeffern und mit der Prise Zucker würzen. Bei höherer Hitze braten lassen bis der Spargel gar, aber noch knackig ist. Es darf alles ruhig Farbe kriegen.
(4) Beim Abgießen der Nudeln eine Tasse Nudelwasser zurück behalten. Die Nudeln im Topf mit dem Gemüse und dem Bärlauchpesto mischen, schluckweise das Nudelwasser dazu geben bis das Pesto eine sämige Konsistenz bekommt und als richtig schöne Sauce alles ummantelt.

Genießen!

Pilz-Risoniotto nach Hugh Fearnley-Whittingstall

Hach, ich mag es diesen Namen ausszusprechen: Hugh Fearnley-Whittingstall. Lasst Euch das mal auf der Zunge zergehen! Erinnert mich ein wenig an „Die Inhaltsangabe“ einer englischen Krimiserie von Evely Hamann damals. Großartigst! Jedenfalls wieder ein Rezept aus seinem „River Cottage Veg Everyday“ und dieses hier ist wirklich ein Alltagsgericht, aber ein gar köstliches! Es dauert vielleicht maximal 40 Minuten das hier zuzubereiten, braucht keine hochspzeziellen Zutaten, die man nur im Feinkostladen am anderen Ende der Stadt erwischt. Nein, alles im normalen Supermarkt umme Ecke fix nach Feierabend erhältlich.

Ich meine normalerweise ist es kein Zauberwerk cremige Champignonsauce mit Nüdelchens zu mischen, aber ich wäre nicht unbedingt auf die Idee gekommen, da noch einen Schuss Balsamicoessig und Weißwein rein zu geben, auf Alkoholzugaben komme ich von alleine ja eh nicht ;-) Wem die Menge an Risoni-Nudeln ein bißchen wenig vorkommt, dem sei gesagt, dass es wirklich für 2 Portionen, in dem bestimmten Fall bei uns 2 Personen reicht. Ist halt ordentlich Pilz dabei :-) Die liebste M. und ich waren begeistert davon. Wird es wirklich öfter geben, dann gerne auch mit lustigen Pilzmischungen :-)

Pilz-Risoniotto

Zutaten für 2 Portionen:
2 EL Raps- oder Olivenöl
1 Stück Butter
500 g Pilze (z.B. Champignons, Austernpilze, Kräuterseitlinge etc.)
150 g Risoni oder Orzo Pasta
2 Knoblauchzehen
1 paar Zweiglein Thymian
1 TL Balsamicoessig
ca. 75 ml trockener Weißwein (hier: Schluck Noilly Prat)
ca. 50 ml Creme fraiche (hier: Schmand)
Salz, Pfeffer
1 handvoll glatte Petersilie

(1) Die Pilze putzen und in dicke Scheiben schneiden. Den Knoblauch pellen und hacken. Die Thymianblättchen von den Zweigen streifen. Die Petersilie grob hacken.
(2) Einen ausreichend großen Topf mit Wasser für die Pasta aufsetzen. Damit sie kochen kann während die Sauce köchelt.
(3) 1 EL des Öls mit der Hälfte der Butter in einer großen Pfanne (bei mir Wok) bei mittelhoher Hitze erhitzen. Die Hälfte der Pilze zufügen und öfters Rühren bis die Pilze ihre Flüssigkeit entlassen haben und die verdunstet ist. Die Pilze fangen so an zu karamellisieren. In eine Schüssel geben und mit der zweiten Hälfte der Pilze genauso verfahren.
(4) Wenn die zweite Pilzhälfte fast gar ist, die Pasta in das kochende Salzwasser geben und kochen bis sie al dente sind.
(5) Die erste Hälfte der Pilze wieder in die Pfanne geben. Den Knoblauch, Thymianblättchen und Balsamico hinzugeben und 1-2 Minuten dünsten. Den Wein hinzufügen und so lange kochen bis die Flüssigkeit fast verkocht ist. Die Creme fraiche zugeben, Hitze etwas reduzieren und rühren bis die Sauce simmert. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
(6) Die Pasta abgießen und unter die cremige Pilzsauce rühren. Mit der Petersilie bestreut servieren!

Genießen!

Quelle: Fearnley-Whittingstall, H. (2011): River Cottage Veg Everyday. Bloomsbury. p 258

Die tiefe Sehnsucht nach Sommer …

manifestiert sich momentan bei mir in so einem Objekt:

Wie gerne hätte ich jetzt vollreife Pfirsiche und Aprikose und Himbeeren und Nektarinen und Melonen und Paprika und Tomaten und frischen Mais und Sonne und richtig Wärme … Muss mich wohl noch ein wenig gedulden!

Pasta e fagioli – Arme Leute-Küche at its best

So ein schöner Morgen heute! Blauer Himmel, Sonnenschein, klare, kalte Luft strömt im mein Wohnzimmer und die Bäume zeigen zartes Grün. Endlich! Und wie kann man einen Tag besser starten als mit einem schönen süßen Frühstück in Form von Armen Rittern:

Komplett entgegen der Saison lachten mich im türkischen Supermarkt umme Ecke Pfirsiche an (habe momentan eine so tiefe Sehnsucht nach Sommer, schlimm!), die wunderbar dufteten, nur noch ein wenig hart waren. Aber heute morgen einen aufgeschnitten und gekostet und sie waren überraschenderweise schon äußerst aromatisch! Ich wurde auf Facebook gefragt, worin der Unterschied zwischen deutschen Armen Rittern und amerikanischem French Toast besteht, hatte mich ein wenig belesen und muss sagen: es gibt keinen Unterschied, außer dem Namen und ich glaube, das hängt damit zusammen, dass der Amerikaner an sich, so historisch gesehen, keine Ritter kennt. Aber ansonsten ist dieses Gericht auch in vielen anderen Ländern bekannt, zum Beispiel gibt es in Ungarn eine eher salzige Version namens Bundáskenyér, was ich aber noch nie kostete, offenbar kriegt meine Familie auch so ihr Brot alle ;-)

Armer Ritter

Zutaten für 1 Person:
2 Scheiben Weißbrot
1 Tasse Milch
Butter zum Braten

Obst, Kompott

Das Ei mit der Milch und 1 TL Zucker in einer flachen Schale gut verquirlen. Die Weißbrotscheiben einlegen, etwas vollsaugen lassen und drehen. Butter in einer Pfanne schmelzen lassen. Die vollgesogenen Brotscheiben bei höherer Hitze beidseitig knusprig braun braten. Mit dem restlichen Zucker und Zimt bestreuen.

Zusammen mit frischem Obst oder Kompott servieren und

genießen!

Kulinarisch ging der Tag auch super weiter! Beim hochgeschätzten ungarischen Blog Chili &Vanilia wurde vor einigen Tagen Pasta e fagioli vorgestellt, ein typisches Gericht der italienischen Cucina povera, also Arme Leute-Küche, bei dem eingeweichte weiße Bohnen in einer Art Tomatensuppe gekocht werden und dann zum Schluss die Pasta auch darin gegart wird, damit sie die Aromen richtig schön aufnehmen können. Und Junge war ich überrascht heute Mittag wie lecker das Zeug ist. Es lässt sich auch wunderbar für viele Leute zubereiten. Zsofi, die Autorin von Chili & Vanilia schlägt vor es an einem lauen Sommerabend in einem großen Kessel über offenem Feuer zu köcheln. Stelle ich mir sehr romantisch vor. Schade, dass diese Tradition hier in Deutschland nicht so verbreitet ist. Aber das dieser Pasta und Bohnen-Eintopf lässt sich auch wunderbar zu Hause auf dem normalen E-Herd köcheln und sollte von der geneigten Leserschaft dringend ausgetestet werden!

Pasta e fagioli

Zutaten für 4 Portionen:
250 g getrocknete weiße Bohnen
1 Zwiebel
4 Knoblauchzehen
1 Stange Sellerie
50 ml Olivenöl
1 Dose Tomaten (400 g)
1 Zweig Rosmarin, Blättchen abgezupft
1 Zweig Thymian, Blättchen abgezupft
1 l Wasser
Salz, Pfeffer
200 g kleine Nudeln

Zum Servieren: Parmesan und Olivenöl

(1) Die Bohnen über Nacht in reichlich kaltem Wasser einweichen.
(2) Am nächsten Tag Zwiebel, Knoblauch und Stangensellerie putzen und in kleine Würfel schneiden. Das Öl in einem großen Topf erhitzen und die Würfelchen hinein geben. Etwas salzen und bei mittlerer Hitze glasig dünsten.
(3) Die Dosentomate, die Bohnen, Rosmarin, Thymian und das Wasser zufügen. Nicht salzen, sonst bleiben die Bohnen hart. Aufkochen und gut 1 Stunde köcheln lassen bei mittlerer Hitze bis die Bohnen weich sind.
(4) Um die Suppe etwas anzudicken, eine Kelle der Suppe in einen hohen Becher geben und mit dem Stabmixer pürieren. Zurück in die Suppe geben. Salzen, pfeffern. Die Nudeln dazu geben und je nach Nudelsorte 10-15 Minuten weiter köcheln lassen bis sie gar sind.

Auf tiefen Tellern mit Olivenöl besprenkelt und viel Parmesan bestreut

genießen!

Zubereitungszeit: insgesamt 2 Stunden vom Zwiebelpellen bis essen

Quelle: Chili & VaniliaPasta e fagiolo

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