Pasta e fagioli – Arme Leute-Küche at its best

So ein schöner Morgen heute! Blauer Himmel, Sonnenschein, klare, kalte Luft strömt im mein Wohnzimmer und die Bäume zeigen zartes Grün. Endlich! Und wie kann man einen Tag besser starten als mit einem schönen süßen Frühstück in Form von Armen Rittern:

Komplett entgegen der Saison lachten mich im türkischen Supermarkt umme Ecke Pfirsiche an (habe momentan eine so tiefe Sehnsucht nach Sommer, schlimm!), die wunderbar dufteten, nur noch ein wenig hart waren. Aber heute morgen einen aufgeschnitten und gekostet und sie waren überraschenderweise schon äußerst aromatisch! Ich wurde auf Facebook gefragt, worin der Unterschied zwischen deutschen Armen Rittern und amerikanischem French Toast besteht, hatte mich ein wenig belesen und muss sagen: es gibt keinen Unterschied, außer dem Namen und ich glaube, das hängt damit zusammen, dass der Amerikaner an sich, so historisch gesehen, keine Ritter kennt. Aber ansonsten ist dieses Gericht auch in vielen anderen Ländern bekannt, zum Beispiel gibt es in Ungarn eine eher salzige Version namens Bundáskenyér, was ich aber noch nie kostete, offenbar kriegt meine Familie auch so ihr Brot alle ;-)

Armer Ritter

Zutaten für 1 Person:
2 Scheiben Weißbrot
1 Tasse Milch
Butter zum Braten

Obst, Kompott

Das Ei mit der Milch und 1 TL Zucker in einer flachen Schale gut verquirlen. Die Weißbrotscheiben einlegen, etwas vollsaugen lassen und drehen. Butter in einer Pfanne schmelzen lassen. Die vollgesogenen Brotscheiben bei höherer Hitze beidseitig knusprig braun braten. Mit dem restlichen Zucker und Zimt bestreuen.

Zusammen mit frischem Obst oder Kompott servieren und

genießen!

Kulinarisch ging der Tag auch super weiter! Beim hochgeschätzten ungarischen Blog Chili &Vanilia wurde vor einigen Tagen Pasta e fagioli vorgestellt, ein typisches Gericht der italienischen Cucina povera, also Arme Leute-Küche, bei dem eingeweichte weiße Bohnen in einer Art Tomatensuppe gekocht werden und dann zum Schluss die Pasta auch darin gegart wird, damit sie die Aromen richtig schön aufnehmen können. Und Junge war ich überrascht heute Mittag wie lecker das Zeug ist. Es lässt sich auch wunderbar für viele Leute zubereiten. Zsofi, die Autorin von Chili & Vanilia schlägt vor es an einem lauen Sommerabend in einem großen Kessel über offenem Feuer zu köcheln. Stelle ich mir sehr romantisch vor. Schade, dass diese Tradition hier in Deutschland nicht so verbreitet ist. Aber das dieser Pasta und Bohnen-Eintopf lässt sich auch wunderbar zu Hause auf dem normalen E-Herd köcheln und sollte von der geneigten Leserschaft dringend ausgetestet werden!

Pasta e fagioli

Zutaten für 4 Portionen:
250 g getrocknete weiße Bohnen
1 Zwiebel
4 Knoblauchzehen
1 Stange Sellerie
50 ml Olivenöl
1 Dose Tomaten (400 g)
1 Zweig Rosmarin, Blättchen abgezupft
1 Zweig Thymian, Blättchen abgezupft
1 l Wasser
Salz, Pfeffer
200 g kleine Nudeln

Zum Servieren: Parmesan und Olivenöl

(1) Die Bohnen über Nacht in reichlich kaltem Wasser einweichen.
(2) Am nächsten Tag Zwiebel, Knoblauch und Stangensellerie putzen und in kleine Würfel schneiden. Das Öl in einem großen Topf erhitzen und die Würfelchen hinein geben. Etwas salzen und bei mittlerer Hitze glasig dünsten.
(3) Die Dosentomate, die Bohnen, Rosmarin, Thymian und das Wasser zufügen. Nicht salzen, sonst bleiben die Bohnen hart. Aufkochen und gut 1 Stunde köcheln lassen bei mittlerer Hitze bis die Bohnen weich sind.
(4) Um die Suppe etwas anzudicken, eine Kelle der Suppe in einen hohen Becher geben und mit dem Stabmixer pürieren. Zurück in die Suppe geben. Salzen, pfeffern. Die Nudeln dazu geben und je nach Nudelsorte 10-15 Minuten weiter köcheln lassen bis sie gar sind.

Auf tiefen Tellern mit Olivenöl besprenkelt und viel Parmesan bestreut

genießen!

Zubereitungszeit: insgesamt 2 Stunden vom Zwiebelpellen bis essen

Quelle: Chili & VaniliaPasta e fagiolo

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Ein Kommentar zu “Pasta e fagioli – Arme Leute-Küche at its best

  1. Patricia Derlin 9. Mai 2013 um 12:41 Reply

    Eins meiner Lieblingsgerichte, das ich von meinem italienischen Ex-Lover habe. Er hat noch Peperoncini und Lorbeer dazu gegeben. Als die ideale Pasta dazu sind außer den Ditalini auch sehr lecker Rotelle.

    Gefällt mir

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