Archiv für den Monat Mai 2013

Mediterrane Schupfnudelpfanne

Meine Eltern sind große Fan dieser halbfertigen Schupfnudeln,, die es im Kühlregal gibt. Irgendwie schlummert immer eine Packung in ihrem Kühlschrank und so verkehrt ist das ja auch nicht, wenn man unbedingt Zeit hat, die Dinger selbst zu drehen. Schupfnudeln, also diese aus Kartoffelteig bestehende süddeutsche Spezialität, die es auch in österreichisch-ungarischen Küche gibt, werden in Ungarn traditionell mit einer Mohn-Zucker-Mischung gegessen. Das ist allerdings nichts für mich, ich hab immer das Gefühl, davon bekomme ich ’ne Staublunge ;-) Ich bin auch eher für herzhafte Mittagessen, bei nur Süßem als Hauptmahlzeit, ist mir den ganzen Nachmittag schlecht *g* Inspiriert wurde ich durch die Bunten Schupfnudeln aus der „Essen & Trinken – Für jeden Tag“, dass schon öfter gekocht wurde. Allerdings gab’s akut keinen Rucola zu käuflich zu erstehen und so wurden einige Gemüsereste mit reingebraten. Reichte erstaunlicherweise auch für die Menge an Schupfnudeln. Ich bin so ein bißchen stolz auf mich, trotz aus dem Handgelenk kochen, wurde keine Kompanieportion draus ;-) Jedenfalls wurde ein wundervoll schnelles, vegetarisches Gericht gebrutzelt, das ohne den Feta sogar vegan ist, wer es denn so bevorzugt. Lohnt sich nachzubasteln! Bestimmt machen sich auch andere Kräuter wie Rosmarin oder Thymian oder gar ein paar Oliven ganz gut darin. Oder ohne Feta, dafür mit Spiegelei? Der Phantasie und dem Kühlschrankinhalt der geneigten Leserschaft ist keine Grenzen gesetzt …

Mediterrane Schupfnudelpfanne

Zutaten für 3 Portionen:
1 größere rote Zwiebel
1 mittlere Zucchini
1 Knoblauchzehe
3 gehäutete ganze Paprikaschoten (aus dem Glas)
2 handvoll Tomaten (Cherrytomaten)
600 g fertige Schupfnudeln
Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 handvoll Basilikumblätter
125 g Feta

(1) Zwiebel und Knoblauch häuten, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Zucchini halbieren und ebenfalls in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Die Paprikaschoten halbieren und in Streifen schneiden. Die Tomaten je nach Größe halbieren oder vierteln. Den Basilikum zerzupfen oder groß hacken.
(2) Etwas Olivenöl in einer großen, heißen Pfanne erhitzen. Die Schupfnudeln darin bei mittelhoher Hitze goldbraun anbraten. Dauert etwa 5-7 Minuten. In einem Teller zwischenparken.
(3) Die Hitze etwas höher stellen. Nochmals einen Schluck Olivenöl erhitzen. Die Zwiebeln hinein geben und etwas andünsten. Die Zucchini und die Knoblauchscheiben hinein geben. Salzen, pfeffern. Hitze etwas zurück stellen. So lange dünsten bis die Zucchini etwas Farbe haben und weicher sind. Die Paprikastreifen, Tomaten und Schupfnudeln auch in die Pfanne geben. Nochmals etwas salzen und pfeffern. Abschmecken.
(4) Zum Schluss den Feta über das fertige Gericht krümeln, unterrühren und

genießen!

Frühlingsfrischer Kartoffelsalat mit Halloumi

Lange kein Kartoffelsalat mehr gegessen *g*, aber nach der herbstlich-winterlichen Variante vor wenigen Wochen kommt jetzt endlich eine frühlingsfrische Variante mit knackigen Radieschen und schön grünen Salatgurken. Als Dressing nur Zitronensaft und Olivenöl, kein Rumgepansche mit Brühe oder Mayo, was das ganze wirklich zauberhaft frisch macht. Inspiriert wurde ich durch dieses Rezept aus der „Olive„, das ich auf der BBC Good Food-Seite (immer wieder sehr gerne besucht!) fand. Dort kam eigentlich noch Chili mit rein, aber als bekennende Scharfmimose kann ich das rein körperlich nicht essen und ließ sie einfach weg. Tat dem tollen Geschmack aber keinen Abbruch. Und wenn man den Halloumi, diesen doch leckeren zypriotischen Grillkäse, der so wunderbar an den Zähnen quietscht *g*, weglässt, ist es sogar vegan, also wer darauf achten mag … Ich finde an so lauwarmen Kartoffelsalaten auch immer sehr nett, dass sie eigentlich ganz fix zu machen sind und eben nicht stundenlang durchziehen müssen, um zu schmecken. Dieses Gericht ist in 1 Stunde fertig, wenn man wirklich gemütlich alleine vor sich hinkocht. Perfekt, oder?

Frühlingsfrischer Kartoffelsalat mit Halloumi

Zutaten für 2 Portionen:
500 g neue Kartoffeln
Salz
1 TL Kümmel
1/2 Salatgurke
1 Bio-Zitrone
Pfeffer
Prise Zucker
4-6 EL Olivenöl
1 Bund Radieschen
2 Frühlingszwiebeln
1 Block Halloumi

(1) Die Kartoffeln in Pelle in mit Kümmel gewürztem Salzwasser gar kochen. Abgießen und etwas abkühlen lassen, dass man sie anfassen kann.
(2) Währenddessen die Gurke in Scheiben hobeln. Mit etwas Salz bestreut in ein Sieb geben und Wasser ziehen lassen. So werden sie knackiger.
(3) Die Schale der halben Zitrone fein abreiben. Die Zitrone auspressen und in die Schüssel geben, wo der gesamte Salat Platz hat. Mit Salz, Pfeffer und der Prise Zucker würzen. Gut verrühren. Dann unter Rühren das Olivenöl zugeben und ein geschmeidiges Dressing daraus bereiten.
(4) Die Radieschen waschen, Blätter und Wurzelspitze entfernen, dann in dünne Scheiben schneiden. zum Dressing geben. Die Frühlinggszwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden. Ebenfalls dazu geben. Die Gurken ausdrücken, nicht abspülen und zum restlichen Gemüse in die Schüssel geben.
(5) Die Kartoffeln pellen und in dünne Scheiben gleich in die Schüssel schneiden. Gut durchrühren, dass alle Kartoffelscheiben mit dem Dressing in Kontakt kommen. Kurz stehen lassen bis der halloumi fertig ist.
(6) Einen kleinen Schluck Öl in einer Pfanne erhitzen. Den Halloumiblock in 6-8 Scheiben schneiden. Die Scheiben dann in der Pfanne bei mittelhoher Hitze von beiden Seiten knusprig golldbraun braten.

Zusammen mit dem Karotffelsalat servieren und

genießen!

Quelle: inspiriert durch Olive 03/2011 „Warm potato, radish and halloumi salad“

Tofu mit Pak Choi

Wann immer ich Frau Kochschlampe so live und in Farbe treffe, was leider viel zu selten vorkommt, wünsche ich mir von der lebenslangen Vegetarierin Tofu zum Essen und bisher wurde ich nie enttäuscht. Ich finde, Tofu ist ein äußerst faszinierendes Lebensmittel und möchte jetzt, da ich immer weniger Fleisch esse, einfach mein Repertoire an Tofu-Gerichten erweitern. Dabei sollte man den Sojabohnenquark als eigenständiges vollwertiges Lebensmittel betrachten und nicht als seltsames Fleischersatzprodukt, wie es viele denken. Ich meine, in vielen asiatischen Ländern ist er ein normales Produkt wie Schweinefleisch oder Hack oder Hühnerfüße. Und so viele Asiaten können einfach nicht irren ;-) Klar, so komplett unbearbeitet schmeckt es eher neutral (und für manche ist auch die Konsistenz problematisch), aber das hat den unglaublichen Vorteil, dass er andere Aromen sehr gut annehmen kann.

Bei dieser Variante sind die Tofuwürfe klassisch asiatisch mariniert mit Ketjap manis, der süßen indonesischen Sojasauce und koreanischer Paprikapaste, was unglaublich gut miteinander harmoniert. Man sollte Tofu ruhig 1 bis mehrere Stunden marinieren lassen, schadet meist nicht. Dazu kamen hier die Mie-Nudeln, die zum Glück einfach nur mit kochendem Wasser übergossen werden müssen, mit in das Gericht kommen und zusammen mit dem Pak Choi angebraten. Beim Anbraten des Tofus sollte man aufpassen, dass der Tofu zwar knusprig wird, aber innen noch cremig bleibt, dann schmeckt es wirklich wunderbar. Und schnell ist es auch noch gebraten nach Feierabend, wenn man morgens noch schnell den Tofu in die Marinade schmeißt. Ein wirklich schönes Essen! Auch der Juristenfreund, der Tofu noch nicht so kennt, war begeistert!

Tofu mit Pak Choi

Zutaten für 2 großzügige Portionen:
1 Packung 340 g Tofu
100 g Mie-Nudeln
4 EL Ketjap manis
1/2 EL Chilipaste (wer’s abkann, gerne auch 1-2 EL)
200 g Pak Choi
3cm Ingwerstück
2 Knoblauchzehen
Sesamöl
1 Limette, halbiert

(1) Den Tofu aus der Packung holen, Flüssigkeit abgießen, in Küchenkrepp einpacken, mit einem Teller beschweren und etwa 10 Minuten trocknen lassen. In ca. 4 cm große Würfel schneiden. Das Ketjam manis mit der Chilipaste in einem flachen Gefäß gut miteinander vermischen und die Tofustücke dort einlegen. Mindestens 1 Stunde marinieren lassen, dabei 1x wenden. Die Würfel können gerne auch abgedeckt im Kühlschrank länger vor sich hin ruhen.
(2) Den Pak Choi waschen, die Blätter grob zerreißen, die Stiele in größere Stücke schneiden. Den Knoblauch pellen und in Scheiben schneiden. Den Ingwer schälen, geht am Besten indem mit einem Kaffeelöffel die Schale abschabt, und fein reiben.
(3) Die trocknen Nudeln in eine Schüssel geben. Wasser aufkochen und über die Nudeln gießen. Stehen lassen.
(4) Einen großzügigen Schluck Sesamöl in einem heißen Wok oder großen Pfanne erhitzen. Den Tofu in zwei Durchgängen knusprig anbraten. Aus dem Wok und in einer Schüssel beiseite stellen. Die übrige gebliebene Marinade aufbewahren. Falls nötig noch etwas Sesamöl im Wok erhitzen. Den geriebenen Ingwer und Knoblauch hinein geben und anbraten bis sie duften. Zuerst die Pak Choi-Stiele hinzufügen und anbraten. Die restliche Marinade drüber gießen und kurz mit erhitzen. Zwischenzeitlich die Nudeln abgießen und abtropfen lassen. Dann die Nudeln zu den Gemüsestielen geben und mit anbraten. Dann die Pak Choi-Blätter hineingeben bis sie zusammen gefallen sind. Zum Schluss den angebratenen Tofu zurück in den Wok geben und nochmals erhitzen.

Genießen!

Quelle: abgewandelt nach Olive 11/2009

Goil! Gewürz-Rhabarber aus dem Ofen

Dieses Rezept steht schon ewig auf meiner Nachkochliste, unglaublich! Ich hatte letztes Jahr auch schon Rhabarber gekauft und der Plan das zu kochen stand felsenfest, dann kam mir meine vermaledeite Krankheit dazwischen, ich war für einige Monate außer Gefecht gesetzt und der Rhabarber wurde einer Kollegin mitgegeben. In der Ostseeheimat hatte ich einfach keine Kraft, um neue Sachen auszutesten, war froh, dass ich auf dem Sofa rumdümpeln konnte … Aber dieses Jahr kommt der Großangriff an der Rhabarberfront! Das erste Kilo wurde am Wochenende mit der besten S. von allen zu diesem wunderbaren Gewürz-Rhabarber verarbeiten. Gott, wie gut das in der Wohnung duftete, wie köstlich der Sirup war, wie perfekt das fertige Kompott. Ein Traum! Leider habe ich das Kompott etwas zu lange im Ofen gelassen, so dass einige Stückchen schon zerfielen, aber die dickeren waren perfekt in ihrer Konsistenz: gar und doch noch in Form bleibend. Laut Rezept kann man den heißen Rhabarber auch in sterilisierte Twist-Off-Gläser geben, den Sirup in einem kleinen Topf nochmals aufkochen, drüber geben, Deckel drauf, für 10 Minuten umdrehen, dunkel und kühler lagern. Hab’s noch nicht ausprobiert, aber sollte mir eine größere Menge Rhabarber über den Weg laufen, wird das getestet, um auch außerhalb der Saison ein schnelles Dessert zu haben!

Aber jetzt allesamt schnell Rhabarber besorgen und sofort in die Küche stellen und dieses wirklich, ernstlich köstliche Kompott nachbasteln:

Gewürz-Rhabarber aus dem Ofen

Zutaten für 4 große Portionen:
1 kg roter Rhabarber
1 Vanilleschote
1 cm Ingwerwurzel
1 Zimtstange
2 frische Lorbeerblätter
300 g Zucker

(1) Backofen auf 200°C vorheizen.
(2) Rhabarber putzen, falls nötig schälen, in 2-3 cm große Stücke schneiden. Die Stücke nebeneinander in nur einer Schicht in eine große ofenfeste Form oder ein tiefes Backblech legen. Hier war tatsächlich ein Blech nötig!
(3) Den Gewürzsirup zubereiten. Dafür die Vanilleschote längs halbieren und das Mark heraus schaben. Den Ingwer in Scheiben schneiden. Den Zimt, Ingwer, Lorbeerblätter, Vanilleschote und -mark mit dem Zucker und 150 ml Wasser aufkochen lassen bis sich der komplett Zucker aufgelöst hat. Den Sirup über den Rhabarber gießen, das Blech mit Alufolie abdecken.
(4) In den Ofen schieben und 15-20 Minuten garen lassen, je nach Dicke und Größe der Rhabarberstücke.

Pur, auf Vanillepudding oder mit Vanilleeis

genießen!

Quelle: KüchengötterRhabarberkompott aus dem Ofen

Zubereitungszeit : 30-45 Minuten vom Rhabarberputzen bis fertiges Kompott aus dem Ofen holen

Isabell machte mich darauf aufmerksam, dass ich mit diesem genialen Kompott auch am Rhabarber-Event beim Küchenplausch mitmachen könnte, was ich hiermit gerne tue. Danke für den Hinweis, Isabell!

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