Archiv für den Monat Juni 2013

Gimbap – Koreanisches „Sushi“

So, wozu kann man Tofu Bulgogi noch benutzen? Die letzte Portion wurde tatsächlich extra dafür angesetzt, dass ich am nächsten Abend Gimbap, also das koreanische Sushi mir machen wollte. Mich gelüstete schon seit längerem mal wieder nach Sushi, hatte keine Reisröllchen mehr, seit mir die beste S. von allen es letztes Jahr im September mit ins Krankenhaus brachte. Und da ich hier auch keinen guten Sushiladen kenne bzw. das was ich austesten wollen würde, zu weit weg ist von mir, musste ich halt selbst ran. Ist jetzt auch kein Beinbruch, wenn man nicht auf perfekt geformtes Sushi oder Gimbap besteht. Auf die Fischkomponenten verzichte ich eh gerne (in Mitteldeutschland richtig frischen Fisch zu kriegen, ist fast unmöglich *seufz*) und mache es eben vegetarisch. Auch da gibt es ja genug Optionen und bei den Koreanern noch viel mehr als bei original Sushi. Während der Japaner eher auf Klarheit der Aromen besteht, kombiniert der Koreaner offensichtlich hemmungslos und gerne auch viel würziger. Es können also auch gerne Käse, Schinken, Surimi-Sticks, anderer geräucherter Fisch, Kimchi, andere eingelegte Gemüsesorten wie Klettenwurzeln oder Rettich. Der Phantasie sind so gar keine Grenzen gesetzt! Etwas anders ist auch der Reis gewürzt, nicht süß-säuerlich mit Reisessig und Zucker wie in Japan, sondern eher nussig mit gerösteten Sesamsamen und Sesamöl. Auch wirklich lecker! Der Rest ist wie immer, Reis auf Algen verteilen, füllen, rollen und aufschneiden. Dann einfach genießen! Und es schmeckt wirklich gut und ist so im Nachhinein gesehen, auch nicht wirklich zeitaufwendig. Das Gemüse lässt sich fix schnippeln, das Ei auch schnell braten und andere Füllungen gut vorbereiten oder fertig kaufen. Ich befürchte das wird es in Zukunft häufiger bei mir geben! :-)

Gimbap – Koreanisches Sushi

Zutaten für 3 Rollen, also 2 Personen:

Grundrezept Reis
200 g japanischer Rundkornreis
350 ml Wasser
1/2 TL Salz
1 EL Sesamsamen
1 TL Sesamöl

Für die Füllung:

1 Ei
1 Prise Salz
Sesamöl

1/2 Salatgurke (20-25 cm lang)
1 TL Salz

1 Möhre
1 Prise Salz
Sesamöl

1/4 Portion Tofu Bulgogi

3 Nori-Blätter

(1) Als erstes des Reis kochen. Dafür den Reis in einer Schüssel mit ordentlich Wasser bedecken. Dann den Reis mit den Händen darin rumwirbeln. Wenn das Wasser milchig ist, es abgießen und neues hinzufügen. Die Prozedur so lange wiederholen bis das Wasser klar ist. Das letzte Wasser abschütten und den Reis mit 350 ml Wasser in einem größeren Topf geben. Aufkochen lassen, einmal umrühren, bei niedriger Hitze in 15 Minuten fertig garen.
Oder den Reis gleich in einem Reiskocher kochen.
(2) Während der Reis kocht, die Füllung vorbereiten. Als erstes in einer trockenen kleinen Pfanne die Sesamsamen bei mittelhoher Hitze anrösten bis sie duften und etwas gebräunt sind. Sofort herausnehmen, nicht, dass sie noch nachrösten und verbrennen.
Das Ei mit einer Prise Salz verquirlen. Eine kleine Pfanne erhitzen und etwas Sesamöl hinein geben. Die gesamte Eimasse in die Pfanne geben und ein flaches Omelett braten. Dafür einmal vorsichtig umdrehen, damit beide Seiten etwas Farbe kriegen. Herausnehmen, aufrollen und in lange Streifen schneiden.
Die Möhre schälen, in lange Stifte schneiden. In der noch heißen Pfanne wieder ein kleines bißchen Sesamöl erhitzen und die Möhrenstifte darin anbraten bis sie etwas Farbe haben, aber noch knackig sind. Herausnehmen.
Die Gurke gut waschen und vierteln. Die Kerne heraus schneiden, und die Viertel nochmals halbieren.
Die Tofu Bulgogi-Stücke in schmale Streifen schneiden, etwa so breit die Gurkenstücke.
(3) Den fertigen Reis, etwas abkühlen lassen, vielleicht so 10 Minuten. Dann mit den gerösteten Sesamsamen, dem Salz und dem Sesamöl gut vermischen. Dabei aber vorsichtig rühren, damit der Reis nicht matschig wird.
(4) Eine Sushi-Rollmatte mit Frischhaltefolie umwickeln (dadurch verfangen sich nicht so viele kleine Reiskörner in der Matte, die man nicht mehr rauskriegt.) Ein Schüsselchen mit kaltem Wasser zum Benetzen der Finger bereit stellen. Die Nori-Blätter nacheinander über der heißen Herdplatte haltend (oder in einer großen Pfanne) kurz rösten. Ein Nori-Blatt mit der rauhen Seite nach oben auf die Matte legen. Dann 1/3 der Reismasse auf den unteren 2/3 des Nori-Blattes mit den Fingern verteilen. Dafür die Finger immer mal wieder anfeuchten, weil der Reis sonst gar füchterlich klebt! Dann je 1/3 der Gurkenstreifen, angebratenen Möhren, Tofu Bulgogi-Streifen und Omelettstreifen verteilen. Dann von unten das Nori-Blatt aufrollen. Dabei mit den Fingern versuchen die Füllung an Ort und Stelle zu halten. Wenn das Gimbap aufgerollt ist, mit den Händen nochmals Druck auf die Rolle ausüben, damit das Gimbap auch zusammen hält.
(5) Mit einem wirklich scharfen Messer, dessen Klinge nach jedem Schnitt mit Wasser befeuchtet wird, die Rollen in 2 cm dicke Scheiben schneiden.

Genießen!

Quelle: inspiriert und leicht verändert nach Kou, M., Jung, S., Kim, Y.-A. (2011): Das Korea-Kochbuch. Jacoby  Stuart. Seite 84

Abendbrot-Idee: Tofu Bulgogi-Sandwich

Tofu Bulgogi – tolles Zeug! Im letzten Artikel schon gezeigt wie man es macht und eben traditionell mit Reis essen kann. Geht aber auch als Sandwichbelag sehr gut (zum Abendbrot, für’s Büro). In meinem Fall ist das meist Fladenbrot vom Türken umme Ecke und dazu noch ein großes Salatblatt und frische Tomaten, aber stelle mir auch Paprikastreifen oder Gurkenscheibchen oder mit Eischeiben sehr schön vor. Und wenn die wahnsinnig würzige Sauce in das Brot einzieht – großartig!

Zermanschte Ofen-Tomaten- Sauce

Viel schöner hört sich doch Mushy Roasted Garlic and Tomatoe Sauce an, oder? Aber egal … Jedenfalls ist die Sauce der Hammer! Ein Fest für jeden der ofengeröstete Tomaten mag *Richtung Frau Hafensonne wink* Und auf einfache Gerichte für Faule steht *Richtung Lieblingscousine wink* Es ist so einfach: Saucenzutaten in eine Auflaufform geben, etwa 40 Minuten in den Ofen geben, zermantschen, mit gekochten Nudeln vermischen, genießen! So geil, so einfach, dringende Nachkochempfehlung!

Gesehen hatte ich das Rezept auf Jamie Olivers YouTube-Channel „FoodTube„, wo JO himself Rezepte, Tipps und Alltäglichkeiten zeigt, aber eben auch Videos von anderen Köchen wie Gennaro Contaldo oder Donal Skehan präsentiert werden. Und von eben jenem Donal Skehan hab ich das Rezept. Er ist ein irischer Junge, der eigentlich Sänger ist (Boybandkrams, war lange nach meiner Boybandzeit), seine Liebe zum Essen entdeckte, einen Blog eröffnete, daraus resultierend Kochbücher schrieb und auch seine eigene Kochsendung im irischen Fernsehen hat. Ich höre ihm wirklich gerne zu (irisches englisch *hachhachhach*) und mag seine einfachen, unkomplizierten Alltagsrezepte auch sehr gern. Leider hab ich hier in Deutschland nicht die Möglichkeit die Sendung zu gucken, aber die Rezepte sind ja im Blog versammelt :-) Und das nächste Rezept von ihm, ist schon für’s Wochenende geplant… Aber jetzt erstmal die göttliche Sauce:

Pasta mit Sauce aus zermantschten Ofen-Tomaten

Zutaten für 2 Personen:
400 g Kirschtomaten
1 halbe Knolle Knoblauch
2 mittelgroße Zwiebeln (gerne auch rot)
1,5 EL Balsamico Essig
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
einige Blätter Basilikum

250 g Pasta nach Wahl (Maccheroni, Spaghetti, Penne)
zum Servieren: Parmesan

(1) Den Ofen auf 200°C vorheizen. Eine mittlere bis größere Auflaufform bereit stellen.
(2) Die Kirschtomaten halbieren und mit der aufgeschnittenen Seite nach oben in die Auflaufform legen. Bei den Zwiebeln die Wurzel nur ganz knapp abschneiden, dann die Zwiebel pellen. Halbieren und die Hälften dritteln, sprich die Zwiebel so sechsteln, dass die einzelnen Schichten zusammen halten. Die Knoblauch in einzelne Zehen teilen und ungeschält mit in die Form legen. Balsamico und Olivenöl drüber verteilen. Salzen und pfeffern. Dann die ganzen Auflaufform ein paar mal mit Schwung bewegen, damit auch alle Tomätchen was vom Öl und Essig abbekommen.
(3) Für ca. 35-45 Minuten in den Ofen geben:
(4) Zwischenzeitlich Salzwasser für die Nudeln aufsetzen und die Nudeln al dente kochen, so dass sie gleichzeitig mit der Sauce fertig sind. Ein wenig vom stärkehaltigen Nudelkochwasser aufbewahren.
(5) Die Auflaufform aus dem Ofen holen. Die Knoblauchzehen mit Hilfe einer Gabel aus der Schale drücken. Tomaten, Knoblauch und Zwiebeln gut mit der Gabel zermanschen. Ein wenig vom Kochwasser dazu geben, damit die Sauce etwas flüssiger wird. Die gekochten Nudeln zugeben, gut durchrühren, Basilikum grob zerzupfen und unterrühren.

Mit fein geriebenem Parmesan bestreuen und

genießen!

Quelle: nach Donal SkehanMushy roasted garlic and tomato pasta

Tofu Bulgogi

Momentan interessiere ich mich sehr für die fernöstliche Küche, genauer gesagt, die koreanische, japanische und vietnamesische. Irgendwie gelüstet es mich eher danach und nicht unbedingt nach europäischer. Seltsam, oder? Ich könnte öfter Tofu essen und habe ein seltsames Verlangen nach Reis. So wird auch die entsprechende Literatur studiert (haha, die Akademikerin kommt durch *g*). Nun habe ich japanische Speisen abseits von Sushi schon im hochgeschätzten Sasaya (*seufz* *hachhachhach* Mag einer meiner Berliner Leute mal für mich dort essen gehen?) essen dürfen, aber habe noch nichts authentisch koreanisches oder vietnamesisches gekostet. Ich habe auch keine Ahnung, wie bestimmte Sachen angerichtet werden oder bestimmte Zutatenkombinationen schmecken, das kann ich mir in der europäischen Küche besser vorstellen. Aber trotzdem wird fleißig ausprobiert.

Eins davon war das Tofu Bulgogi, dass Frau Kochschlampe letztens bastelte. Bulgogi ist bei den Koreanern würzig marinierte dünne Rindfleischstreifen, die dann von allen gemeinsam am Tisch gegrillt werden. Nun ist Frau Kochschlampe ja nicht die größte Fleischesserin von Welt und bastelte es mit Tofu nach, was mir auch sehr entgegen kam, weil ich auch meine Liebe zu Tofu entdeckte und eh weniger Fleisch essen möchte. Also alle Zutaten besorgt und schnell die Marinade zusammen gerührt. Das ist nicht besonders schwierig und das fein geriebene Obst gibt noch eine wirklich angenehm fruchtige Note hinzu. Und wenn der Tofu erstmal mariniert ist, ist die restliche Zubereitung auch ganz einfach: Tofuscheibchen ohne Zwiebeln anbraten, Marinade samt Zwiebeln drüber, einreduzieren lassen und genießen. Am besten mit einer Schüssel Reis und entweder eingelegtem Gemüse oder andersweitig zubereitetes Gemüse dazu. Stilecht wäre Kimchi, der typisch koreanische eingelegte, würzig-pikante Chinakohl, aber da hab ich mich immer noch nicht rangetraut, ich Scharfmimose ich *g* So hatte ich letztens Möhren-Kinpira gemacht, auch sehr lecker. Aber hier erstmal das Rezept für den Tofu Bulgogi und als nächstes zeige ich der geneigten Leserschaft, wofür man es noch benutzen kann …

Tofu Bulgogi

Zutaten für 4 Portionen:
400 g Tofu, der festeste, der gefunden werden kann (sonst halt selber pressen)

4 Frühlingszwiebeln, in Ringen
3 Knoblauchzenen, in feinen Scheiben
1/2 Zwiebel, in Halbringen
1 TL frisch geriebener Ingwer (gehäuft)

160 ml dunkle Sojasauce
4 EL Sesamöl, aus geröstetem Sesam
6 EL brauner Zucker
1 TL Pfeffer, schwarz
1/2 TL koreanische Chilipaste
4 EL Mirin
2 EL Reisessig
1/2 Apfel/Birne, gerieben mit Haut
(oder 2 TL Marmelade z.B. Pflaumenmus)

Mehr Öl zum Braten (hier gerne Perilla-Öl)

(1) Tofu in dünne Scheiben schneiden, wahrscheinlich am besten, wenn der vorher einmal längs halbiert wird. Tofuscheibchen in eine Schüssel oder in eine Auflaufform legen und mit Ingwer, Knoblauch, Frühlingszwiebeln und Zwiebeln bedecken.
(2) Aus den restlichen Zutaten eine Marinade herstellen, dabei sehr gut mixen. Über den Tofu gießen – er sollte schon bedeckt sein und  marinieren lassen. Es hat auch schon nach 1 Stunde Marinieren geschmeckt, aber 8 Stunden und mehr schaden auch nicht.
(4) Tofu aus der Marinade fischen, die Zwiebeln abstreifen. Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Tofuscheiben darin braten – keine doppelten Schichten, eventuell in 2 Runden braten. Tofu mit der Marinade und den Zwiebeln begießen, gerade so viel, dass die Scheiben bedeckt sind. Solange weiterbraten, bis die Marinade deutlich reduziert ist und der Tofu karamellig-braun.

Mit einer Schüssel Reis und andersweitiger Gemüsebeilage servieren und

genießen!

Quelle: Kochen für SchlampenTofu Bulgogi

Minz-Zitronen-Sirup

Jahaa, die Sirupproduktion geht weiter. Offensichtlich ist der Sommer die perfekte Zeit dafür. Wobei ich diesen Sirup auch gut im Winter hinkriegen würde, der türkische Supermarkt umme Ecke hat immer Monsterbunde Minze im Angebot, das ist soo großartig! Und die ist auch so richtig fies aromatisch! Ich liebe es! Und weil Minze und Zitrone wirklich unglaublich gute Freunde sind, wusste ich gleich beim ersten Durchblättern von Yvette van Bovens „Home made – Sommer„, dass ich der Sirup dringend gemacht werden muss! Und andere Rezepte natürlich auch!

Er war auch ganz schnell gemacht: die wenigen Zutaten in einen größeren Topf schmeißen (rohe Minze nimmt echt viel Platz weg), aufkochen, kurz kochen lassen, dann ’ne Stunde ziehen lassen, währenddessen die Flaschen vorbereiten, abfüllen und glücklich werden! Ich werde den tollen Sirup wieder nur mit Wasser zusammen genießen, aber kann es mir auch für Cocktails/Longdrinks/etc. vorstellen oder ein Schlückchen im Sekt? Es lohnt sich die ein oder andere Flasche davon anzusetzen, ehrlich!

Minz-Zitronen-Sirup

Zutaten für knapp 1 Liter:
400 g Zucker
2 Bio-Zitronen in Scheiben geschnitten
1 großes Bund Minze (etwa 100 g), gewaschen und verlesen
600 ml Wasser

(1) Alle Zutaten in einen größeren Topf (hier Fassungsvermögen 3 l) geben. Aufkochen und 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Vom Herd nehmen und ca. 1 Stunden ziehen lassen.
(2) Währenddessen den Ofen auf 120 °C vorheizen und die Flaschen und Deckel gut auswaschen, mit heißem Wasser ausspülen. Die Flaschen ca. 10 Minuten im Herd trocknen lassen, die Deckel mit einem neuen Geschirrhandtuch gut abtrocknen.
(3) Den durchgezogenen Sirup durch ein feines Sieb in einen anderen Topf gießen, gut ausdrücken mit einem Löffel, damit jeder Tropfen Sirup in die Flasche kommt. Nochmals aufkochen lassen und dann heiß in die heißen Flaschen aus dem Ofen füllen. Ein Trichter leistet gute Dienste dabei. Die Flaschen mit dem Deckel verschließen, für 10 Minuten auf den Kopf stellen, dann zugedeckt mit einer Decke (oder mehrere Handtücher) langsam abkühlen lassen. Irgendwann sollte es *klick* machen und es hat sich ein Vakkum in den Flaschen gebildet.

Für Cocktails, zu Joghurt, in Quark oder einfach wie ich in kaltes Wasser rühren und die Erfrischung

genießen!

Quelle: Boven, Y. van (2012): Home made – Sommer. Dumont. Seite 79

Marinierter Matjes à la Frau Mama

Hier mal ein ganz einfaches, aber gesundes und wohlschmeckendes Alltagsgericht noch aus dem Familienfundus. Das war früher, neben Frau Mamas Heringssalat, der einzige Fisch, den ich als Kind aß. Und eigentlich fand ich es viel schöner, die aromatisierte Milch mit den frisch gekochten Kartoffeln zu zermantschen und dann die rohen Zwiebeln und Äpfel dazu zu essen, vom Matjes aß ich nur eine Alibiportion ;-) Es ist schätze ich mal eine Abwandlung von Matjes Hausfrauen Art, wo eine fetthaltigere Milchzubereitung wie Saure Sahne oder Schmand mit Äpfeln, Zwiebeln und Gewürzgurken und dem Matjes vermischt wird. Ich weiß nicht, warum unsere Familie das nur mit Milch zubereitet, hat vielleicht mit der DDR-Mangelwirtschaft zu tun, vielleicht damit, dass Milch billiger war als Saure Sahne und die Familie meiner Mutter nicht nur aus drei Personen bestand oder mit Unverträglichkeiten innerhalb der Familie. Mögliche Gründe, aber nichts genaues weiß man und ändert auch nichts an der Leckerheit dieser Version :-)

Marinierter Matjes à la Frau Mama

Zutaten für 2 Portionen:
4 Matjes-Filets
1 kleinere Zwiebel
1 Apfel
Milch

Die Matjes-Filets in eine Schüssel legen. Die Zwiebel pellen und in dünne Halbringe schneiden. Den Apfel waschen, vierteln, entkernen und die Viertel ebenfalls in Scheiben schneiden. Die Zwiebelringe und Apfelscheiben über die Matjes-Filets verteilen. Mit soviel Milch begießen, dass der Fisch und Äpfel/Zwiebel nicht ganz bedeckt sind. In den Kühlschrank stellen und mindestens 1 Nacht ziehen lassen.

Am nächsten Tag mit frisch gekochten Pellkartoffeln servieren.

Genießen!

Dillig-zitroniges Spargelgemüse

So, ich glaube, das war auch mein letzter Spargel für dieses Jahr. Nachdem ich meinen Eltern die einfach wunderbare Variante des Ofenspargels nahe brachte, lachte mich letzte Woche dieses Rezept von Zsófi an. Spargel – geil! Dill – geil! Zitronenschale – wunderbar! Das alles in einem Fözelék, also Gemüsehauptgericht? Noch viel besser! Also fix alle Zutaten besorgt und am Sonntag geköchelt! Und es ist soo großartig! Total wunderbar! Bitte dringend nachmachen so lange noch Spargelsaison ist. Für mich reichte es einfach so mit frischem Brot dazu, aber könnte mir auch vorstellen, dass ein nicht zu stark gewürztes Brathähnchen aus dem Ofen gut dazu passt. Ganz wichtig ist wirklich der Schluck Olivenöl und die paar Chiliflocken, die zum Schluss über jede Portion gegeben werden, aber sie geben nochmal einen Extrakick!

Dillig-zitroniges Spargelgemüse

Zutaten für 3 großzügige Portionen:
1 kg weißer Spargel
400 ml Gemüsebrühe (oder Wasser)
Salz, Pfeffer
Prise Zucker
1 Spritzer Zitronensaft
200 ml Sahne
100 ml Saure Sahne (oder Joghurt oder Schmand)
1-2 EL Maisstärke
abgeriebene Schale 1 Bio-Zitrone
1/2 Bund Dill, fein gehackt
1/2 Bund Schnittlauch, fein gehackt

Zum Servieren: Olivenöl, etwas Chiliflocken

(1) Den Spargel schälen, Ende abbrechen. Die Stangen in etwa 1-2 cm dicke Scheiben schneiden, die Spargelspitzen zur Seite legen.
(2) Die Spargelstücke bis auf die Köpfe in kochender Gemüsebrühe, die mit Salz, Pfeffer und der Prise Zucker gewürzt ist, unter geschlossenem Deckel etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze kochen bis sie gar sind, aber nicht zerkocht. Da wirklich drauf achten, dünne zarte Stangen brauchen vielleicht nur 5 Minuten.
(3) Die Sahne mit den Spargelspitzen zusammen hinzufügen und ein paar Minuten köcheln lassen. Währenddessen die Saure Sahne klümpchenfrei mit der Maisstärke verrühren. Dann ein paar Löffel Spargelflüssigkeit zugeben, damit sich die Temperaturen der Flüssigkeiten angleich und zum Spargel geben und ein bißchen kochen lassen bis es ein wenig eindickt. Geht auch wirklich schnell.
(4) Den Topf vom Herd nehmen. Den Dill, Schnittlauch und Zitronenschale unterrühren. Nochmal abschmecken ob Salz, Pfeffer oder Zucker fehlt? Vielleicht noch ein Spritzer Zitronensaft?
(5) Zum Servieren mit ein wenig Olivenöl beträufeln und ein paar, wenige Chiliflocken darüber streuen.

Genießen!

Quelle: Chili és VaniliaKapros-citromos spárgafözelék

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