Archiv für den Tag 26. Juni 2013

Tofu Bulgogi

Momentan interessiere ich mich sehr für die fernöstliche Küche, genauer gesagt, die koreanische, japanische und vietnamesische. Irgendwie gelüstet es mich eher danach und nicht unbedingt nach europäischer. Seltsam, oder? Ich könnte öfter Tofu essen und habe ein seltsames Verlangen nach Reis. So wird auch die entsprechende Literatur studiert (haha, die Akademikerin kommt durch *g*). Nun habe ich japanische Speisen abseits von Sushi schon im hochgeschätzten Sasaya (*seufz* *hachhachhach* Mag einer meiner Berliner Leute mal für mich dort essen gehen?) essen dürfen, aber habe noch nichts authentisch koreanisches oder vietnamesisches gekostet. Ich habe auch keine Ahnung, wie bestimmte Sachen angerichtet werden oder bestimmte Zutatenkombinationen schmecken, das kann ich mir in der europäischen Küche besser vorstellen. Aber trotzdem wird fleißig ausprobiert.

Eins davon war das Tofu Bulgogi, dass Frau Kochschlampe letztens bastelte. Bulgogi ist bei den Koreanern würzig marinierte dünne Rindfleischstreifen, die dann von allen gemeinsam am Tisch gegrillt werden. Nun ist Frau Kochschlampe ja nicht die größte Fleischesserin von Welt und bastelte es mit Tofu nach, was mir auch sehr entgegen kam, weil ich auch meine Liebe zu Tofu entdeckte und eh weniger Fleisch essen möchte. Also alle Zutaten besorgt und schnell die Marinade zusammen gerührt. Das ist nicht besonders schwierig und das fein geriebene Obst gibt noch eine wirklich angenehm fruchtige Note hinzu. Und wenn der Tofu erstmal mariniert ist, ist die restliche Zubereitung auch ganz einfach: Tofuscheibchen ohne Zwiebeln anbraten, Marinade samt Zwiebeln drüber, einreduzieren lassen und genießen. Am besten mit einer Schüssel Reis und entweder eingelegtem Gemüse oder andersweitig zubereitetes Gemüse dazu. Stilecht wäre Kimchi, der typisch koreanische eingelegte, würzig-pikante Chinakohl, aber da hab ich mich immer noch nicht rangetraut, ich Scharfmimose ich *g* So hatte ich letztens Möhren-Kinpira gemacht, auch sehr lecker. Aber hier erstmal das Rezept für den Tofu Bulgogi und als nächstes zeige ich der geneigten Leserschaft, wofür man es noch benutzen kann …

Tofu Bulgogi

Zutaten für 4 Portionen:
400 g Tofu, der festeste, der gefunden werden kann (sonst halt selber pressen)

4 Frühlingszwiebeln, in Ringen
3 Knoblauchzenen, in feinen Scheiben
1/2 Zwiebel, in Halbringen
1 TL frisch geriebener Ingwer (gehäuft)

160 ml dunkle Sojasauce
4 EL Sesamöl, aus geröstetem Sesam
6 EL brauner Zucker
1 TL Pfeffer, schwarz
1/2 TL koreanische Chilipaste
4 EL Mirin
2 EL Reisessig
1/2 Apfel/Birne, gerieben mit Haut
(oder 2 TL Marmelade z.B. Pflaumenmus)

Mehr Öl zum Braten (hier gerne Perilla-Öl)

(1) Tofu in dünne Scheiben schneiden, wahrscheinlich am besten, wenn der vorher einmal längs halbiert wird. Tofuscheibchen in eine Schüssel oder in eine Auflaufform legen und mit Ingwer, Knoblauch, Frühlingszwiebeln und Zwiebeln bedecken.
(2) Aus den restlichen Zutaten eine Marinade herstellen, dabei sehr gut mixen. Über den Tofu gießen – er sollte schon bedeckt sein und  marinieren lassen. Es hat auch schon nach 1 Stunde Marinieren geschmeckt, aber 8 Stunden und mehr schaden auch nicht.
(4) Tofu aus der Marinade fischen, die Zwiebeln abstreifen. Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Tofuscheiben darin braten – keine doppelten Schichten, eventuell in 2 Runden braten. Tofu mit der Marinade und den Zwiebeln begießen, gerade so viel, dass die Scheiben bedeckt sind. Solange weiterbraten, bis die Marinade deutlich reduziert ist und der Tofu karamellig-braun.

Mit einer Schüssel Reis und andersweitiger Gemüsebeilage servieren und

genießen!

Quelle: Kochen für SchlampenTofu Bulgogi

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