Archiv für den Monat Juli 2013

Cavolfiore alla fiorentina

Sprecht das mal laut aus „Cavolfiore alla fiorentina“! Hört sich das nicht hübsch an? Italiener könnten mir alles erzählen, ich würde nichts verstehen und trotzdem komplett verzückt daneben sitzen. Ich hab eine Schwäche für alles italienische: Essen, Landschaften, Kunst, Opern, Fußballer, Männer *g*

Das Rezept habe ich aus dem wunderhübschen „La cucina verde“ von Carlo Bernasconi und lachte mich sofort an, weil ich Kombination aus Blumenkohl und Tomaten noch nicht kannte. Blumenkohl normal gekocht: ja. Blumenkohl mit Bröseln: ja. Blumenkohl polnisch: ja. Blumenkohl mit Käsesauce: ja. Blumenkohl frittiert: ja. Aber die florentinische Variante landete noch nicht auf meinem Teller … Wurde dann letztes Jahr in der Hochphase meiner Krankheit mit der besten S. von allen nachgeholt. Ist auch eigentlich ganz einfach zu machen, wenn man wie ich das Häuten der Tomaten weglässt (mich stören die wirklich nicht). Die Sauce schmeckt wunderbar würzig und passt hervorragend zum milden Blumenkohl. Kann man solo mit etwas frischem Brot oder angebratener Polenta dazu essen, wir hatten Kartoffeln und frische Bratwurst. Ich kann nur eine große Nachbastelempfehlung aussprechen, werde es demnächst auch mal wieder basteln, so nach einem Jahr wird’s Zeit :-)

Cavolfiore alla fiorentina – Blumenkohl florentinische Art

Zutaten für 4 Portionen:
600 g Blumenkohl
200 g vollreife Tomaten
1 mittlere Zwiebel, in Ringe geschnittene
1 Knoblauchzehe, feingehackt
3 EL Olivenöl
50 g schwarze Oliven, grob gehackt
3 EL gehackte glatte Petersilie
Salz, Pfeffer

(1) Blumenkohl in reichlich Salzwasser gar kochen, abgießen und warm stellen. Die Tomaten vierteln, Kerne und Stielansatz entfernen und in Würfel schneiden.
(2) Das Olivenöl in einem kleinen Topf erhitzen. Die Zwiebeln andünsten bis sie etwas weicher sind, dann den Knoblauch hinzufügen und dünsten bis er anfängt zu duften. Die Tomaten dazu geben und alles zu einer Sauce köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Zum Schluss die Oliven und Petersilie unterheben.

Die Sauce über dem Blumenkohl verteilen und sofort servieren.

Genießen!

Quelle: Bernasconi, C., Bertonasco, L. (2010): La Cucina Verde. Jacoby & Stuart. S. 48

Weiter auf Feuer … – Gewürz-Brotsalat und Mangalica

Ein gutes hat meine dusselige Krankheit, ich habe trotz monatelangem Rumdümpeln doch nette Leute kennengelernt. Gut, dies geschah während meiner Krankenhausaufenthalte, aber auch dort soll es nette Leute geben, sowohl unter den Patienten als auch Mitarbeitern. So lernte ich Frau Hafensonne kennen und irgendwie waren wir uns gleich sympathisch. Und da sie netterweise in Rostock lebt und auch in einem der idyllischsten Stadtteil der Stadt, verbrachten wir letztens einen wirklich netten Nachmittag/Abend.

So, machte ich mich bei strahlendem Sonnenschein im heimischen Plattenbau auf den Weg …

Fuhr mit dem normalen Linienbus eine kleine Tour durch den Warnowtunnel und Seehafen.

Auf der anderen Flussseite wurde ich von Frau Hafensonne abgeholt und wir spazierten noch kurz zur Warnow runter.

Bei Frau Hafensonne angekommen, wurde mir ein alkoholfreier „Campari-O“ gemischt. Dafür einfach Sanbittèr (Ich liebe das Zeug!) mit Eiswürfel in ein hohes Glas geben und vorsichtig mit Orangensaft auffüllen. Wunderbar!

Dann brutzelten und schnippelten wir gemeinsam einen improvisierten Brotsalat, der echt wunderbar schmeckte. Die Brotwürfel wurden in mit Cumin und Koriander aromatisiertem Olivenöl angebraten, so dass Frau Hafensonne gar nicht die Finger davon lassen konnte ;-) Erst Recht nicht, nachdem da auch noch Zitronensaft drüber träufelte, mit dem sich einige der Croutons richtig schön vollsogen. Ein wirklich wunderbarer Salat zum Grillen, aber auch einfach so als Abendbrot. Lohnt sich für die geneigte Leserschaft die Kombination mal nachzubasteln!

Gewürz-Brotsalat

Zutaten für 3-4 Portionen:
3 dickere Scheiben Weißbrot vom Vortag
3 + 4 EL Olivenöl
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL gemahlener Koriander
1 Paprikaschote (oder 4 Snackpaprikas)
250 g Cherry-Tomaten
1/2 Salatgurke
1 Frühlingszwiebeln
1 Avocado
1 halbe Zitrone, Schale und Saft
Salz, Pfeffer
1 handvoll Kräuter (Minze, Oregano, Basilikum)

(1) Das Brot in mittelgroße Würfel schneiden. 3 EL Olivenöl in einer Pfanne bei mittelhoher Hitze erhitzen. Den Kreuzkümmel und Koriander einstreuen und ganz kurz anschwitzen bis die GEwürze duften. Dann das Brot hinein geben und unter öfterem Rühren die Brotwürfel goldbraun anbraten. Aus der Pfanne nehmen und in eine große Schüssel geben.
(2) Die restlichen Gemüsezutaten vorbereiten. Die Frühlingszwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden. Die Tomaten, Paprika und Gurke waschen, trocknen. Die Paprika halbieren, Kerne und weiße Innenwände entfernen, in schmale Streifen oder Würfel schneiden. Die Cherrytomaten ja nach Größe halbieren oder vierteln. Die Gurke halbieren und die Hälften längs dritteln, dann quer in Würfel schnippeln. Die Avocado halbieren, Stein entfernen, Schale entfernen und ebenfalls würfeln. Die Kräuter waschen, trockenschütteln und fein hacken. Alle Zutaten zu den Brotwürfeln geben.
(3) Den Salat salzen und pfeffern. Die Schale von der halben Zitrone fein abraspeln, den Saft über den Salat gießen und die restlichen 4 EL Olivenöl über den Salat geben. Gut durchrühren und

genießen!

Dann zogen bedrohlich aussehende dunkle Wolken heran, so dass Frau Hafensonne ihren Kapitän anrief, der uns aber beruhigte und meinte, das wäre nur „schwarzer Wind“. Aha?!? Schwarzer Wind? Na gut, wenn der Kapitän das sagt… Aber tatsächlich,  weder regnete noch gewitterte es den Abend, nur eben sehr windig …

Trotz des Windes wurden wirklich tolle Nackenstücke vom Mangalica-Schwein auf den Grill geschmissen. Ganz pur, nur vorher etwas gesalzen …

… und – Oh. Mein. Gott! – war das lecker! Saftig. Würzig. Schweinig. Sogar das Fett war lecker (dieses hat übrigens einen hohen Anteil von guten Omega-3-Fettsäuren, erstaunlich!). Ich meine, keine Wunder, die Viecher können nur draußen gehalten werden und wachsen ziemlich langsam. Sie werden im Gegensatz zum Hausschwein erst nach ca. 1 Jahr geschlachtet und nicht schon nach 6 Monaten. Ich wünschte, dieses Fleisch wäre einfacher zu bekommen *seufz*

Zum Ausklang des Abends bot sich dann noch ein spektakulärer Sonnenuntergang …

Frau Hafensonne, Herr Kapitän, danke für den tollen Abend! Es war mir ein Fest! Ich hatte wirklich Spaß und hoffe, dass wir es im September wiederholen können!

Rote Grütze aus Gartenbeute

Sogar im elterlichen Garten ist gerade alles reif geworden an Beeren: Stachelbeeren, Johannisbeeren schwarz und rot, Erdbeeren, Jochelbeeren. Alles in Hülle und Fülle da. Blöderweise war ich nur anderthalb Wochen in der Heimat und richtig reif war es an meinem letzten Wochenende … Ich konnte zwar nicht mehr an der großen Johannisbeersaft-Abfüll-Aktion meiner Eltern mithelfen, aber noch eine Schale voll gemischter Beeren für mich mitnehmen:

Die kleinen Lieblinge! Jetzt bin ich nicht unbedingt als weltgrößter Obstfan bekannt und wollte irgendwas anderes mit den Beeren anstellen als roh mit Zucker verzehren. Da brachte mich Claudia bei Facebook auf die Idee mit Roter Grütze! Hallo!?! Warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen?!? Bei den Küchengöttern wurde ich nach einem Grundrezept fündig, ich hatte schon eine Vorstellung, aber mir fehlten das Verhältnis von Früchten zu Flüssigkeit zu Stärke. Weil ich auch keinen Fruchtsaft da habe, aber etliche Flaschen Sirup, wurde kurzerhand Wasser mit Himbeersirup gemischt und als Ersatz genommen, schmeckt auch gut :-) Der Rest ist einfach: Flüssigkeit aufkochen mit Vanille, angerührte Stärke rein, kurz aufkochen, Beeren dazu und noch 2 Minuten ziehen lassen. Fertig! Das aufwendigste war tatsächlich das Beerenputzen, aber ich habe festgestellt, dass das schon fast meditativen Charakter hat. Sehr entspannend!

Also ich bin begeistert von der Roten Grütze, ein wirklich schönes Sommer-Dessert: fruchtig, erfrischend, süß und säuerlich gleichzeitig. Toll!

Rote Grütze

500 g gemischte Beeren (Erdbeeren, Stachelbeeren, Jochelbeeren, rote und schwarze Johannisbeeren)
400 ml Wasser
3 EL Himbeersirup
alternativ: 400 ml Johannisbeer- oder Kirschsaft
1/2 Vanilleschote oder 1 TL Vanillepaste
2 EL Stärke
3 EL Zucker

(1) Die Beeren putzen. Große Erdbeeren eventuell halbieren oder vierteln. Die Johannisbeeren von den Stielen zupfen. Von den Jochel- und Stachelbeeren die Blütenreste und Stiele entfernen.
(2) Wenn benutzt das Vanillemark aus der Schote kratzen. Das Wasser mit dem Himbeersirup (oder den Saft) und dem Vanillepaste/Vanillemark  (mit der restlichen Schote zusammen) aufkochen. Zwischenzeitlich die Stärke mit ein wenig kaltem Wasser klumpenfrei verrühren. Unter den kochenden Saft rühren bis er angedickt ist.
(3) Die geputzten Beeren zugeben und warm werden lassen. Maximal 1-2 Minuten auf dem Herd lassen. Dann noch nach Bedarf den Zucker unterrühren.

Abkühlen lassen und zusammen mit Vanillesauce o.ä. servieren.

Genießen!

Quelle: KüchengötterRote Grütze

Andere Länder, andere kalte Suppen – Okroschka

Es ist immer noch heiß und jetzt auch noch schwül. Doofe Kombi! Aber egal, gibt mir die Möglichkeit mich weiterhin den kalten Suppen anderer Länder zu widmen. Als nächstes begab ich mich auf die Suche im großen weiten Russland. Ich meine, das Land hat so heiße Sommer, würde mich wundern, wenn die keine kalten Suppen im Repertoire haben. Und tatsächlich: eine die ich fand, nennt sich „Okroschka“. Das kommt vom russischen Wort für „krümeln“ – кроши́ть (aah, ich mag das kyrillische und kann es tatsächlich noch lesen *freu*). Dementsprechend müssen alle Zutaten ziemlich klein gewürfelt werden. Traditionellerweise kommt als Flüssigkeit Kwas dazu, ein russischer Brottrunk  für  den Brot mit Hefe vergoren wird. Aber ganz ehrlich? Das ist mir suspekt, sehr suspekt sogar! Weil im Original eh noch saure Sahne dazu kommt und alle Rezepte im weltweiten Zwischennetz, die ich las, meinten man könne auch Buttermilch, Kefir o.ä. benutzen, verwand ich Ayran, den ich hier in Literpackungen beim kleinen türkischen Supermarkt umme Ecke bekomme. Noch essentiell sind die Radieschen, Eier, Gurke und Dill. Dill ist wirklich wichtig, macht das ganze erst rund. Zur Sättigung – ja auch im Sommer wollen wir doch satt werden, oder? – werden zermanschte Pellkartoffeln mit hinein gegeben. Wer es nicht unbedingt vegetarisch möchte, kann auch gerne gewürfelte Fleischwurst, gekochtes Rindfleisch oder in der Fischvariante einfach geräucherten oder Salzfisch feingewürfelt mit reingeben. Mir reicht die vegetarische Version vollkommen :-)

Und die Suppe ist wirklich einfach zu machen und ernstlich ernstlich köstlich! Erfrischend, säuerlich, herzhaft (nach dem ganzen Obst, dass ich zur Zeit esse, war mir schon leicht süßschlecht), perfekt für den Sommer! Unbedingt nachkochen so lange es noch heiß ist!

Okroschka – Kalte russische Suppe

Zutaten für 4 Portionen:
4 mittelgroße Kartoffeln
2 Eier
4-7 Radieschen je nach Größe
1/3 Salatgurke1/2 Bund Frühlingszwiebeln
1 TL Senf
1 TL Meerrettich
Salz, Pfeffer
1 l Ayran
1 Bund Dill

(1) Die Kartoffeln in Salzwasser als Pellkartoffel garen. Die angepieksten Eier mit reingeben und 10 Minuten hart kochen lassen. Wenn die Eier fertig sind, rausholen und im kalten Wasser abschrecken.
(2) Währenddessen die Gemüse waschen und putzen. Radieschen und Gurke fein würfeln. Die Fühlingszwiebel in dünne Ringe schneiden. In eine Schüssel geben.
(3) Wenn die Kartoffeln gar sind, abgießen, kurz abkühlen lassen und pellen. Dann mit einer Gabel in der Schüssel mit den restlichen Gemüsewürfeln zerdrücken.
(4) Die Eier pellen, halbieren und Eigelbe in eine kleine Schüssel geben. Senf und Meerrettich dazu geben, mit Salz und Pfeffer würzen. Einen Schluck vom Ayran dazu geben und alles zu einer sämigen Masse verrühren. Zum Gemüse geben.
(5) Den restlichen Ayran zur Suppe gießen, gut durchrühren. Nochmal salzen und pfeffern. Dann für 2 Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen.
(6) Kurz vorm Servieren den Dill waschen, trocknen und fein hacken. Unter die Suppe rühren und

genießen!

Quelle: grob hieran orientiert Russlandjournal und am Rezept von Kochbar

Vielleicht mal eine andere kalte Suppe ausprobieren? Hier die bisherige Auswahl im kleinen Blog:

Hamburger marokkanische Art nach Jamie Oliver

Kochsendungen *seufz* Bin ich immer noch süchtig nach … Nicht die Sendungen, wo Leute um irgendeinen Preis (sei es Geld, Auftritt in ner Sendung etc.), sondern Sendungen, wo Profis ihre Gerichte und Tipps verraten. Und ja, ich gebe es zu, ich gucke mir gerne die Jamie Oliver-Sendungen an. Letztens kam ein Sommer-Special von ihm, in dem viel über Kochen und Brutzeln in der freien Natur: mit Kindern, Picknicks, über offenem Feuer, Grillen. Zwerg und ich – ja, wir setzen unsere Tradition fort und telefonieren während der Sendungen – saßen sabbernd vorm TV … Ein Rezept ist uns im Gedächtnis geblieben, weil der Jamie das in so einer unpraktischen Position – auf dem Bauch liegend auf einer Picknickdecke mit kleinem Grill neben sich – vorführte. Nur vom Gedanken daran in dieser Position Gewürze im Mörser zu zerkleinern, lässt meinen Rücken höllisch weh tun.

Jedenfalls wollte Zwerg dann unbedingt diese Burger im marokkanischen Stil ausprobieren und was bietet sich an als an ihrem freien Tag mit mir zusammen diese zu Brutzeln. Lammfleisch war leider nicht wirklich aufzutreiben, aber gutes Rinderhack ist auch lecker. Das Besondere an den Burgern ist, dass das Fleisch sehr pur und nur von außen mit einem Rub, so ’ne Art trockener Marinade, eingerieben wird. Dann ein wenig Öl drüber träufeln und ab auf den Grill (oder in die Grillpfanne). In den Burger kommt dann auch kein Ketchup oder Mayo, sondern mit Harissa pikant abgeschmeckter Joghurt. Eine wirklich gute Kombi und der Burger an sich ist auch ernstlich köstlich! Das war so gut, dass Zwerg sich am nächsten Tag gleich wieder welche machte und auch beim nächsten Grillen wieder welche angesetzt wurden … Also, geneigte Leserschaft, eine dringende Nachgrillempfehlung!

Hamburger marokkanische Art

Zutaten für 6 Portionen:
600 g gehacktes Rind oder Lamm (gute Qualität)
Olivenöl
6 Burger-Brötchen
6 EL Naturjoghurt
1 EL Harissa-Paste
1/2 Zitrone, Saft
1 handvoll Minzblätter
2 Frühlingszwiebeln
6 Salatblätter nach Wahl

Für die trockene Marinade:
1 TL Meersalz
1 TL Pfeffer
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1 TL gemahlener Koriander
1 TL Ras-el-hanout oder Garam masala
1-2 TL Paprikapulver (am Besten geräuchert)

(1) Erstmal alle Zutaten vorbereiten: Die Burger-Brötchen halbieren. Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Salatblätter waschen und gut trocken tupfen. Die Minzblätter grob hacken. Den Joghurt mit der Harissa-Paste, dem Zitronensaft und einem Schluck Olivenöl verrühren.
(2) Dann die Zutaten für die trockene Marinade in einen Mörser geben und fein mörsern.
(3) Den Grill oder eine Grillpfanne vorheizen. Das Hackfleisch in 6 Portionen teilen und zu Burgern formen. Die trockene Marinade von außen auf den Burgern verteilen. Mit ein wenig Olivenöl beträufeln und von jeder Seite etwa 6-7 Minuten grillen, je nachdem wie durch man sie mag.
(4) Währenddessen die halbierten Burgerbrötchen im Toaster oder kurz im Ofen aufbacken.

Wenn die Burger fertig sind, die Burgerbrötchen mit dem Harissa-Joghurt bestreichen, Salatblatt, Burger, Frühlingszwiebelringe und Minzblätter drauf und

genießen!

Dazu passen Kartoffelspalten aus’m Ofen, Pommes, Tomatensalat oder andere Salate oder ein nur so den Burger essen …

Quelle: nach Jamie Olivers „Moroccan-style lamb burgers“

Andere Ländere, andere kalte Suppen – Gazpacho

Yeah, yeah, yeah! Sommer! Yeah, yeah, yeah! *sing* – Und ich hoffe, es ist noch wunderbares Wetter, wenn dieser Beitrag online geht. – Und wenn es warm ist, will man nicht unbedingt noch heiße Suppen essen (Tut der Ungar an sich aber trotzdem). Und so hat wohl jedes Land, in dem es einigermaßen heiße Phasen gibt, so seine kalte Suppenkultur entwickelt. Natürlich kenne ich die berühmteste kalte ungarische Suppe aus Sauerkirschen, verfeinert mit Saurer Sahne. Exzellent! Aber da Frau Mama ja nicht sonderlich tolerant auf Fructose reagiert, ist es schwierig Obstsuppen zu kochen, auch wenn sie die sehr gerne mag. Aber andere Länder, andere kalte Suppe – recherchiere ich mal in heißen Ländern.

Ein Klassiker ist ja die südspanische Gazpacho, eigentlich auch ein Arme-Leute-Essen bei dem altes Brot und ein Zuviel an Tomaten aufgebraucht wird. Und eigentlich ist es auch übertrieben zu sagen, dass man diese Suppe kocht, die rohen Zutaten werden ja eigentlich nur püriert. Diese Gazpacho-ähnliche Suppe fand ich im wunderbaren Buch „Sommerküche“ von Tanja Dusy. Da ist die Zubereitung auch einen µ aufwendiger, weil die Tomaten erst noch gehäutet werden und zusammen mit einer Hälfte des angerösteten Brots durchgekühlt werden bevor die Mischung mit dem restlichen Gemüse püriert wird. Ich war ja sehr skeptisch, wie leicht oder schwer sich rohe Paprika und Gurken pürieren lassen, aber erstaunlicherweise ist das ganz leicht und ziemlich schnell hat man eine Suppe in schöner Konsistenz. Wie die traditionelle Version, wird auch hier zum Schluss ein wenig Paprika klein gewürfelt und als Einlage zusammen mit geröstetem Brot drüber gestreut, damit man noch was zum Knuspern hat.

Und ich war ernsthaft überrascht, wie wirklich ernstlich köstlich diese Suppe ist! Und sättigend und gesund und erfrischend! Meine Güte, was will die geneigte Leserschaft mehr! Wobei natürlich der überragende Geschmack mein Hauptargument zur dringenden Nachbastelempfehlung ist!

Gazpacho-sehr-ähnliche-kalte-Suppe

Zutaten für 4 Portionen:
150 g Weißbrot vom Vortag (2 Brötchen)
2 Knoblauchzehen
8 EL Olivenöl
750 g Tomaten
3 EL Weißweinessig (hier: Apfelessig)
1 rote Paprikaschote
1/2 Salatgurke
150 ml Gemüsebrühe
8 EL kaltes Wasser
Salz, Pfeffer
edelsüßes Paprikapulver
rosenscharfes Paprikapulver
2-3 Prisen Zucker
1 kleine gelbe Spitzpaprika
4 Stängel Basilikum

(1) Das Brot in kleine Würfel schneiden. Die Knoblauchzehen abziehen und fein hacken. 4 EL Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, das Brot und die Hälfte des Knoblauchs dazu geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren goldbraun braten, anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen.
(2) Als nächstes die Tomaten enthäuten. Dafür diese kreuzweise einritzen, mit kochendem Wasser übergießen und einige Minuten (etwa 2-3) ziehen lassen. Dann die Tomaten häuten, vierteln, Kerne mit dem Stielansatz heraus schneiden. Das Tomatenfleisch grob schneiden und mitsamt dem dabei anfallendem Saft mit dem Essig, restlichen Öl und Knoblauch und der Hälfte des gerösteten Brots mischen. Etwa 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.
(3) Die rote Paprikaschote waschen, halbieren, Kerne und weiße Innenwände entfernen, grob würfeln. Salatgurke schälen (hier vergessen), längs halbieren und die Kerne mit einem Löffel heraus kratzen. Dann das Gurkenfleisch in kleine Stücke schneiden. Paprika- und Gurkenwürfel zusammen mit der Tomaten-Brot-Mischung, der Brühe und den Eiswürfeln (oder kaltem Wasser) fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer, den beiden Paprikapulvern und dem Zucker würzen. Die Suppe im Kühlschrank mindestens 2 Stunden durchkühlen lassen.
(4) Die kleine Spitzpaprika waschen, putzen und in feine Würfelchen schneiden. Basilikum waschen und trocken schütteln. Die Basilikumblätter vom Stengel zupfen und in feine Streifen schneiden. Mit den Paprikawürfeln mischen.

Die Suppe auf Tellern oder Schüsseln verteilen. Die restlichen Brotwürfel und die Paprika-Basilikum-Mischung darauf streuen und

genießen!

Quelle: Dusy, T. (2010). Sommerküche – Voller Sonne und Aroma. GU. München. Seite 110

Ich hoffe einfach mal, der Sommer bleibt noch ein bißchen, so dass ich auch die kalte-Suppen-Kultur weiterer Länder erkunden kann. Russland scheint in der Hinsicht auch Recht spannend zu sein :-)

Nicht immer nur Salzkartoffeln … – Würzige Kartoffelspalten

Vom Grillen war noch einiges an Fleisch übrig, bei uns wird am Wochenende immer mehr als nötig zubereitet, damit alle noch was leckeres für den Start in die Woche haben (und keiner nach einem anstrengenden Montag noch in der Küche stehen muss *g*). Nur von den Salaten war nicht mehr allzu viel übrig, also schnell improvisiert. So Ofen-Kartoffelspalten passen ja eigentlich fast immer, aber welche Würzung? Nur Rosmarin? Hmm, ist kein frischer hier in der Wohnung zu finden und getrocknet mag ich das irgendwie nicht so, also Frau Mamas Gewürzregal durchsucht. Und da fanden sich Kreuzkümmel, Koriander, Zimt. Ich fand das passte gut, also schnell mit Sesamsamen, Salz, Pfeffer und Olivenöl verrührt und mit den vorgekochten Kartoffeln vermischt. Im Ofen backen und wunderbar würzige Kartoffelspalten sind raus gekommen, die auch solo einfach zu einem Salat passen würden! Perfekt!

Würzige Kartoffelspalten

Zutaten für 4 Personen:
1 kg Kartoffeln mit dünner Schale
2 + 1 TL Salz
1 TL gemahlener Pfeffer
1 TL Paprika edelsüß
1/4 TL gemahlener Zimt
1 TL geschroteter Koriander
1/2 TL Kreuzkümmel/Cumin
1 EL Sesamsamen
4 EL Olivenöl

(1) Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Backpapier auf ein Blech legen.
(2) Die Kartoffeln waschen und je nach Größe halbieren, vierteln und sechsteln, also Spalten schneiden. In einen Topf geben, 2 TL Salz zugeben, Wasser drauf, aufkochen und etwa 5 Minuten vorkochen lassen.
(3) Währenddessen die restlichen Zutaten mit dem Olivenöl gut verrühren.
(4) Die vorgekochten Kartoffeln abgießen und für einige Augenblicke auf die ausgeschaltete Herdplatte stellen, damit möglichst viel Wasser verdampft. Dann die Kartoffeln auf das Blech schütten und gut mit dem Gewürzöl vermischen.
(5) Für ca. 40 Minuten auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben bis die Kartoffeln gar und etwas knusprig sind.

Genießen!

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