Archiv für den Tag 3. August 2013

Perfekt im Sommer: Wassermelonen-Limeade

Ohne große Worte! Geht zum nächsten guten Obst- und Gemüsehändler, kauft wirklich aromatische Wassermelone (hier hat der türkische Supermarkt umme Ecke die besten) und macht einfach nur nach, was ich die Tage bei Jutta als Watermelon Limeade erspähte.

Sofort! Hopp-Hopp! Jetzt! Ich meine es ernst!

Wassermelonen-Limeade

Zutaten für ca. 3 Gläser:
1/2 mittlere Wassermelone (ca. 700 g Fruchtfleisch)
3-4 EL Limettensaft (etwa 3 Limetten ausgepresst)
3 EL Holunderblütensirup
Eiswürfel nach Geschmack

Das Melonefleisch in Würfel schneiden, dabei versuchen soviele Kerne wie möglich zu entfernen. Wenn der ein oder andere drin bleibt, kein Problem. Zusammen mit dem Limettensaft und dem Holunderblütensirup in einen Mixer geben und mit ordentlich Schmackes pürieren. Wer keinen Standmixer hat, es geht auch gut mit dem Stabmixer. Die fertige Limeade abschmecken, vielleicht noch mit etwas Sirup oder Limettensaft nachjustieren. Durch ein feines Sieb in eine Karaffe gießen und kalt genießen. Gerne noch mit Eiswürfeln :-)

So lässt sich Hitze aushalten!

Quelle: Schnuppschnüss ihr ManzfredWatermelon Limeade

Und eigentlich hätte ich auch gerne ein hübscheres Photo gemacht, es wird dem Geschmack der Limeade wirklich nicht gerecht. Wenn der Drink nicht so toll wäre und ich das Rezept nicht immer in den weiten des Internets suchen mag, sondern gerne in meiner Nähe habe, hätte ich es wahrscheinlich nie gepostet und deswegen nehmen wir hiermit am Outtakes-Event, ausgerichtet von Melanie im Kochtopf, teil :-)

Blog-Event XC - Outtakes (Einsendeschluss 15. August 2013)

Andere Länder, andere kalte Suppen: Tarator

Dieser Druck immer! ;-) Da erscheint das Bild einer unscheinbaren kalten Gurken-Walnuss-Suppe auf Instagram (die aktuellen Bilder sind auf der rechten Seite zu sehen), die nur schnell in der Küche zusammen geschmissen wurde, schreit schon jemand nach dem Rezept *g* Nein, ernsthaft! Es freut mich ja sehr, wenn der geneigten Leserschaft gefällt, was ich so koche, zumindest im Bild … Und wer mir über Instagram folgen mag, findet mich unter dem Nutzernamen paprikameetskardamom.

Die nächste Station unser sommerlichen Suppen-Reise ist Bulgarien. Irgendwie ist eine leichte Tendenz Richtung Osteuropa erkennbar, oder? Gibt es in Frankreich oder Italien keine kalten Suppen? Oder bin ich aufgrund des halben ungarischen Gensatzes nur ignorant? Mag mir die geneigte Leserschaft helfen und mir Hinweise auf Suppen süd- und west- und südwesteuropäischer Länder geben? Jedenfalls bin ich irgendwie über diese bulgarische Suppe im Internet gestolpert und mir war klar, das wird die nächste. Schnell noch ein wenig mehr Recherche sowohl digital als auch analog. Fündig wurde ich auf einer Seite mit Infos zu bulgarischen Rezepten, dann im „The Essential New York Times Cook Book„, wo es als „Tom’s Chilled Cucumber Soup“ aus dem Jahr 1973 betitelt wurde. Ich glaube ja Tom oder Toms Mutter waren Bulgaren, anders kann ich mir nicht erklären, dass die identischen Zutaten benutzt werden wie auch in einem Buch, dass mir meine Frau Mama vor zwei Jahren aus ihrem Bestand schenkte. Es handelt sich um ein Buch von Ursula Winnington, einer Kochbuchautorin und Journalistin aus der DDR, die für die monatliche Zeitschrift „Das Magazin“ früher die Rezepte schrieb. Zu dem wirklich schönen Büchlein werde ich noch genauer in der nächsten Kochbuchwoche im November berichten…

Zurück zur Suppe. Sie besteht aus nicht wirklich vielen Zutaten und lässt sich richtig schnell zurecht pürieren – kochen wäre übertrieben zu sagen. Interessant fand ich die Walnüsse darin, die dem ganzen eine nette erdige Note geben und die Suppe schön binden. Laut dem Rezept von Ursula Winnington sollte die Gurke nur in gaanz dünne Scheiben geschnitten werden  und alle anderen Zutaten nur untergerührt. Im New York Times Cook Book wird die Suppe hingegen komplett püriert. Ach, machen wir doch eine Mischung aus beidem! Also wurde ein Teil der Gurke feine Scheiben gehobelt, der Rest mit den übrigen Zutaten zu einer fast mousseartigen Suppe aufpüriert. Großartig! Was zum Beißen und trotzdem eine lecker cremige Suppe! Und lecker ist sie wirklich: erfrischen, sättigend, herzhaft, knoblauchig, dillig. Toll!

Tarator – Kalte bulgarische Gurkensuppe

Zutaten für 4 kleinere Portionen:
1 Salatgurke
2 EL gehackte Walnüsse
2 Knoblauchzehen, gehackt
500 g Vollmilchjoghurt
2 EL gehackter Dill + etwas zum Servieren
Salz, Pfeffer
etwas Paprikapulver zum Servieren

Die Gurke waschen. Ein Drittel der Gurke in feine Scheiben hobeln, in eine Schüssel geben. Die restlichen zwei Dritte längs vierteln und grob würfeln. Die grob gewürfelten Gurken mit dem Knoblauch, Walnüssen, Salz, Pfeffer, Joghurt und Dill in einen Standmixer geben und einige Minuten bei hoher Geschwindigkeit pürieren. Auch gerne mit einem Stabmixer, dauert wahrscheinlich nur einen µ länger. Die pürierte Suppe zu den Gurkenscheiben gießen und im Kühlschrank mindestens 2 Stunden durchkühlen lassen.

Zum Servieren mit dem restlichen Dill und etwas Paprikapulver bestreuen.

Genießen!

Quelle: etwas verändert nach Winnington, U. (1984): Ein Leib- und Magenbuch. Kulinarische Notizen. Verlag für die Frau. DDR. Leipzig. p 133

Vielleicht mal eine andere kalte Suppe ausprobieren? Hier die bisherige Auswahl im kleinen Blog:

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