Werbung für Deutschland: Allgäu 2013 – Zugspitze

Wenn ich schon mal so nahe an den Alpen dran bin, wollte ich auch auf den höchsten Berg Deutschlands, nachdem ich diese Folge von „Kesslers Expidition – Unterwegs auf den Schienen“ sah. Ich meine, wann bin ich als geborener Muschelschubser und derzeitiger Mitteldeutschlandbewohner schon mal so nah an der Zugspitze? Auch die Eltern und Zwerg waren von der Idee angetan und so machten wir uns am letzten sonnigen Tag der Wamrperiode Ende Juni auf, um den höchsten Berg Deutschlands zu begutachten.

Um auf die Zugspitze zu kommen, gibt es mehrere Wege.

  • Möglichkeit 1: Zu Fuß. „Haha! *dreckiglach* Guter Witz! Bist Du von Sinnen die 2692 m hochzustiefeln?“
  • Möglichkeit 2: von Garmisch-Patenkirchen aus mit der Bayerischen Zugspitzbahn und dann Gondel hoch. Ist okay, aber von Schwangau nach Garmisch muss man einen großen Bogen fahren.
  • Der direktere Weg von Schwangau ist Möglichkeit 3: ins 40 km entfernte Ehrwald, dass schon hinter der Grenze zu Österreich liegt. Google Maps spuckte aus, dass man so 40 Minuten braucht, wir fast 1,5 Stunden, da bauarbeitenbedingter Stau herrschte.

So hatten wir genug Zeit die Umgebung zu bewundern mit den Wiesen, Bergen, Fichten …

So richtig idyllisch! Man meint, man wäre in Heidiland *g*

Von Ehrwald aus kommt man mit einer Gondel, die Tiroler Zugspitzbahn, die 100 Personen fassen in 10-15 Minuten nach oben. Genau dorthin hoch!

Während Zwerg und ich nur von einem Ende zum anderen der Gondel liefen, die Aussicht bewunderten und photographierten, klammerte sich Frau Mama etwas fester an einer Haltestange fest und wagte kaum einen Blick nach draußen. Da half kein: „Mutti guck mal, großartig! Man sieht voll schön den See! Und guck mal wie schön die Hänge aussehen!“

Für mich als Biologin, spezieller Botanikerin, war es spannend die Übergänge von Wald mit Wieseneinsprenkseln …

… zur Wald- und Baumgrenze in der subalpinen Stufe, die dann langsam …

… bis zur alpinen Stufe, wo dann nur noch Rasen auftreten und der Schnee auch im Sommer nicht mehr überall wegschmilzt, mal live und in Farbe zu sehen und nicht nur in Büchern.

Von oben dann hat man auch einen wirklich wunderhübschen Blick auf den schön blauen Eibsee direkt am Fuße der Zugspitze. Schick sieht es schon aus, oder?

Auf der Plattform lag auch noch soviel Schnee, dass sich Schulklassen wilde Schneeballschlachten lieferten.

Und Oh! Mein! Gott! Ist der Ausblick von da oben atemberaubend! Ich war ernstlich, wirklich, komplett und total beeindruckt! Sowas passiert, wenn man das erste Mal in den wirklich hohen Bergen ist … Ich war total geflasht! (Aber nicht vergessen: Zugucken cool! Drin rumkraxeln uncool! *g*)

Die Zugspitze und damit auch die Plattform liegt sowohl auf österreichischem , genauer Tiroler, Gebiet …

… und auf der deutschen Seite im Freistaat Bayern.

Trotz der Höhe finden sich dort viele Alpendohlen wieder, die die Aufwinde nutzen für spaßige Flugmanöver. Sie haben sich sehr an den Menschen gewohnt, kommen ganz nah ran und lassen sich auch Füttern … Ich fand sie sehr goldig und ihren melodiösen Gesang sehr angenehm, so für einen Rabenvogel.

Besonders schön fand ich auch die Architektur der Wetterstation. Da hat sich jemand wirklich ein paar Gedanken gemacht und Mühe gegeben.

Das Gipfelkreuz musste natürlich auch noch angeguckt werden. Schon schick und glänzend! Wenn man trittsicher ist (was ich nicht mehr bin) und nicht gerade in Sandalen unterwegs, kann man da auch hinbalancieren. Einige wenige Leute waren tatsächlich gut ausgerüstet da hinüber, aber andere wankten gefühlt eher mit kurzen Hosen und Chucks bekleidet dort hin. Bis mal einer runterpurzelt … Aber es ist schon wirklich beeindruckend da oben!

Und der Ausblick! Oh! Mein! Gott!

Da wir auch über die österreichische Seite wieder zurück fuhren, hielten wir auf meinen Wunsch hin noch bei einem österreichischen Supermarkt, so dass ich wieder ein paar Mitbringsel einstecken konnte:

Die haben da viel coolere Mehlsorten als hier in Deutschland, das Kürbiskernöl ist Standard und muss einfach immer gekauft werden, wenn ich in Österreich bin. Ich freute mich auch unbändig darüber, dass es tatsächlich Hesperiden-Essig gab, von dem ich in so vielen Rezepten im „Goldenen Plachutta“ las. Schön schön schön! Auch Gelbzucker sagte mir nichts, musste aber mit, weil drauf stand, dass er gut für die Weihnachtsbäckerei geeignet ist. Ich liebe österreichische Supermärkte!

Ein wirklich schöner Ausflug, der sich gelohnt hat! Auch wenn es da oben unglaublich touristisch ist („Deutschlands höchste Bratwurstbude“, „Deutschlands höchster Briefkasten“, „Deutschlands höchster Biergarten“), man mit unglaublich vielen anderen Leute aus aller Welt – und ich meine wirklich aller Welt (vom Fernen Osten über Asien und die Arabische Halbinsel bis nach Amerika) – dort oben unterwegs ist, ist es auch unglaublich schön und unglaublich beeindruckend! Kann ich nur empfehlen!

(Man merkt, dass ich das erste Mal in und auf soo hohen Bergen war, oder? *g*)

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5 Kommentare zu “Werbung für Deutschland: Allgäu 2013 – Zugspitze

  1. hafensonne 8. August 2013 um 10:44 Reply

    Ja, merkt man *grins*

    Zum Thema Berge zitiere ich indirekt Winston Churchill, der laut Max Goldt auf die Frage, welchem Umstand er denn seine bemerkenswert gute Konstitution verdanke, mit „no mountains“ geantwortet haben soll *sehrfettgrins*

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  2. hafensonne 8. August 2013 um 11:17 Reply

    Hesperidenessig… von Herricht & Preil weiß ich noch, dass die Nachtschattengewächse auf schlau die Familie der Hesperis heißen… („Tomaten? Tomaten! Das sind ja auch Nachtschattengewächse, ist ja wunderbar! – Gar nicht wunderbar, die waren ganz klein und mickrig. – Ja, am Anfang sind die noch so klein, denn die brauchen ordentlichen Dünger. – Was für Dinger? – Sie haben doch die Tomaten in Reih und Glied gepflanzt. – Ja, hab ich. – Was haben Sie dann gemacht? – Dann hab ich die Tomaten gegessen. – Nein! Als sie noch ganz klein waren! – Als ich noch ganz klein war, hab ich auch schon gern Tomaten gegessen. – …)

    Ist das jetzt also Nachtschattenessig?

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    • Anikó 12. August 2013 um 12:56 Reply

      Eigentlich heißt die Familie der Nachtschattengewächse auf schlau „Solanaceae“, aber ich möchte nicht ausschließen, dass die früher mal anders hießen. So Namen sind in der Botanik manchmal etwas sehr unbeständiges.
      Der Hesperiden-Essig wurde nach den Hüterin des Apfelhains der Göttin Hera, den sog. Hesperiden benannt, weil er eben zu einem Großteil aus Apfelessig besteht :-) Aber köstliches Zeug!

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      • hafensonne 12. August 2013 um 15:30

        Guckst Du hier:

        Einer meiner Lieblings-Herricht-und-Preil-Sketche :-D

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