Wie … koche ich frischen Mais?

Es gibt so Gemüsesorten, die ich pur und ganz einfach nur gekocht am liebsten esse. Und wenn die Mais-Saison anfängt, kann ich einfach nicht anders als mir andauernd einen oder zwei oder drei Maiskolben kaufen, um sie dann gleich zu kochen. Aber wie kriegt man den Mais jetzt lecker?

Ich halte mich an die ungarische Methode, die ich bei meiner ungarischen Oma und allen ungarischen Tanten mitbekommen habe. Dafür wird der Maiskolben, an dem idealerweise noch die Hüllblätter dran sind, nackig gemacht. Und diese kleinen Fäden, die innen am Kolben sind, gleich mit entfernen.

Die Blätter aber bitte nicht wegschmeißen, sondern die eine Hälfte auf dem Boden eines großen Topfes ausbreiten. Die Maiskolben drauf legen und mit einer großzügigen Prise Zucker bestreuen.

Die andere Hälfte der Hüllblätter oben auf legen (verhindert das Austrocknen der Maiskörner) und mit Wasser auffüllen. Auf den Herd stellen, aufkochen lassen und dann etwa 45 Minuten kochen lassen. Ja, ich weiß, das hört sich lange an, aber ich finde nur nach so langer Zeit werden sie lecker. Gegen Ende der Kochzeit mal ein Korn vom Kolben abpolken und kosten. Ich las zum Beispiel im weltweiten Zwischennetz, dass Mais im nordamerikanischen Raum nur wenige Minuten ins kochende Wasser geschmissen wird. Aber der Ungar an sich, kocht den Maiskolben lange.

Die geneigte Leserschaft sieht wie schön goldgelb die Körner geworden sind? Der Mais ist fertig! Yeah! Einfach so lange abkühlen lassen bis man ihn anfassen kann, etwas salzen und dann genießen!

Ich liebe es einfach und könnte mich tagelang von frisch gekochtem Mais ernähren! Die ungarische Verwandtschaft kocht immer Riesentöpfe voll mit Mais für die ganze Familie gekocht und dann nimmt man sich eigentlich immer einen Kolben aus dem Topf, wenn man auch nur in der Nähe der Küche ist *g*

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11 Kommentare zu “Wie … koche ich frischen Mais?

  1. Susanne 10. August 2013 um 17:52 Reply

    Oh…danke…die Methode war mir wirklich komplett neu. Ich schmeiße den immer entweder auf den Grill oder schabe die Körner ab und verwende sie weiter. Aber so? Das muss getestet werden!

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    • Anikó 12. August 2013 um 12:42 Reply

      Ich kenne ihn dafür nicht gegrillt. Aber berichte mal wie es gelungen ist und ob die Kinder es mochten. Wir haben es wie gesagt geliebt als Kinder!

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  2. kormoranflug 10. August 2013 um 18:27 Reply

    Die gekauften Maiskolben sind wahrscheinlich kleiner, bei mir genügten ca. 35 Minuten. In Marblehead (Ostküste USA) gab es dazu Butter und frisch gekochte Hummer.

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    • Anikó 12. August 2013 um 12:43 Reply

      Mit Hummer ist natürlich extra luxuriös, mir reicht schon das Salz. Mit Butter kriegt man immer so schmierige Finger und ich wahrscheinlich ewiglich viele Fettflecken auf’m T-Shirt ;-)

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  3. richensa 11. August 2013 um 12:04 Reply

    Ach fein, nun werde ich doch mal frischen Mais ausprobieren. Habe des öfteren vorgegarten genommen….

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    • Tonia 11. August 2013 um 22:21 Reply

      Ich hab mich immer schon gefragt, wie man das wohl macht. Jetzt hat es endilch einen Sinn, den Mais vom Feld zu klauen:)

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      • Anikó 11. August 2013 um 22:26

        Oh, das würde ich lassen… Das ist meist Futtermais und nicht Zuckermais und deswegen ziemlich komisch bis seltsam zum Essen. Aber trotzdem viel Spaß beim Kochen :-)

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  4. hafensonne 12. August 2013 um 09:46 Reply

    Wir haben in Dänemark den Mais gegrillt, erst im Kliedchen und zuletzt dann nackelig ;-) Butter und Salz drauf – lecker :-D

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    • Anikó 12. August 2013 um 12:44 Reply

      Das kann ich hoffentlich austesten, wenn ich wieder in HRO bin. Aber wer weiß, ob es dann überhaupt frischen Mais gibt *seufz* Die kulinarische Wüste Nordostdeutschland *doppelseufz*

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  5. Iris 19. Juli 2017 um 11:29 Reply

    und genau wegen diesem Rezept bin ich hier gelandet.
    Mein heiss und innig geliebter kukorica 🙂
    Leider hatte ich nur noch ein grobes Rezept meiner Oma im Kopf.
    Das hier hat geholfen.
    Danke dir dafür. Und danke für die ganzen anderen tollen rezepte!

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    • Anikó 22. Juli 2017 um 10:47 Reply

      Der Kukorica in Ungarn ist nochmal eine ganz andere Nummer, wahrscheinlich einfach weil er wirklich frisch aus dem Garten kommt und nicht quer durch Deutschland oder gar Europa transportiert wurde. Dieses Jahr werde ich leider zu spät dran sein.
      Und freue mich sehr, dass Dir die Rezepte gefallen und ich helfen kann Erinnerungen wieder aufleben zu lassen :-)

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