Ofengetrocknete Tomätchen zum Aufheben

Die Tomatensaison muss ausgenutzt werden. Und eine Möglichkeit sie etwas abwechslungsreicher zu gestalten, sind diese großartigen im Ofen getrockneten Tomätchen. Über das Rezept bin ich in Yvette van Bovens „Home made. Sommer“ gestolpert, wo die kleinen Schätze in einer Omelett-Rolle versteckt werden. Aber weil ich keine Lust auf das ganz große Kino hatte, hab ich nur die Tomaten gemacht und seitdem schlummert immer ein Gläschen mit einer Portion in meinem Kühlschrank. Meist werden sie als kleiner Belag ins Fladenbrot-Sandwich mitverpackt oder in einem Salat verteilt oder auf’s Käsebrot oder Leberwurstbrot. Oder, was mir persönlich fast am liebsten ist, frisches Fladenbrot mit Butter bestreichen, mit etwas Meersalz der Wahl bestreuen und ein paar Tomätchen drauf verteilen. Soo lecker!

Die Zubereitung ist auch wirklich einfach. Einige Cherry-Tomaten waschen, trocknen, halbieren, in einer Auflaufform verteilen. Ein paar Kräuter und Knoblauch drauf verstreuen:

Und nachdem sie dann 2-3 Stunden im moderat warmen Ofen trockneten, sehen sie idealerweise so aus:

Dabei sollte man so gegen Ende der Zeit wirklich aufpassen, dass die Tomaten nicht zu dunkel werden und verbrennen, wie es mir beim zweiten Mal passiert ist. Also merke: Kleine Tomaten nur 2 Stunden trocknen und bei etwas größeren Exemplaren so ab 2 Stunden immer mal gucken und die Zeit eventuell anpassen.

Ofengetrocknete Tomätchen

ca. 30 reife Cherrytomaten (gerne bunt)
Salz, Pfeffer
1 EL Oregano (oder Rosmarin/Thymian)
2 Knoblauchzehen, gehackt
ca. 250 ml Olivenöl

(1) Den Ofen auf 120°C Umluft oder 140°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
(2) Die Tomaten halbieren und auf ein Backblech legen. Mit Salz, Pfeffer, Kräutern und dem gehackten Knoblauch bestreuen. Ein wenig Olivenöl über den Tomaten verteilen.
(3) Das Blech in den Ofen schieben und 2,5 Stunden trocknen. Vielleicht mal die Ofentür öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Dann abkühlen lassen.
(4) Die Tomaten in ein frisch abgewaschenes und gut getrocknetes Glas geben. Mit dem Olivenöl begießen, dass alles bedeckt ist. Dann ein wenig mit dem Glas auf den Tisch klopfen, damit die Luftbläschen nach oben kommen und die Tomätchen länger haltbar sind.

Genießen!

Hielt bei mir mindestens 1,5 Monate im Kühlschrank ohne Ansatz von Schimmel, dann waren sie alle.

Quelle: Boven, Y. van (2013): Home made Sommer. Dumont. Seite 36

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20 Kommentare zu “Ofengetrocknete Tomätchen zum Aufheben

  1. Jutta 18. August 2013 um 13:33 Reply

    Da wir hier alles an Tomaten, außer im rohen Zustand, gerne essen und da die Tomatenschwemme kurz bevor steht, kommt dieses Rezept wie gerufen. Mache ich auf jeden Fall nach.

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    • Anikó 19. August 2013 um 07:56 Reply

      Ich esse Tomaten auch sehr gerne roh, weiß gar nicht wie man das nicht mögen kann :-D

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  2. Toni 18. August 2013 um 15:46 Reply

    Oh lecker, selbstgemacht schmeckt das bestimmt tausendmal besser als gekauft, obwohl die schon echt gut sind!

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    • Anikó 19. August 2013 um 07:57 Reply

      Toni, das ist überhaupt kein Vergleich! Ich finde die fertigen aus’m Supermarkt ja immer ein wenig zu würzig, die hier sind einfach nur wunderbar tomatig und auch das Olivenöl kann ja noch benutzt werden :-)

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  3. Susanne 18. August 2013 um 18:38 Reply

    Das mache ich regelmäßig. Das Tolle ist außerdem, dass man so auch aus nicht ganz optimalen Tomaten noch etwas Aroma herauskitzeln kann.

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    • Anikó 19. August 2013 um 07:58 Reply

      Total, Susanne! Perfekt wenn einem im Frühjahr oder so mal nach Tomaten gelüstet (soll ja vorkommen), dann ist das eine wunderbare Methode!

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  4. Restaurant am Ende des Universums 18. August 2013 um 19:07 Reply

    Sieht sehr gut aus. Nehme ich mir mal ganz fest vor, nachzumachen. :-)

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    • Anikó 19. August 2013 um 08:00 Reply

      AD, die Vorbereitungen dauern wirklich maximal 10 Minuten und die restliche Arbeit erledigt der Ofen, während man selbst nickert, sportelt, köchelt oder aufräumt. Total einfach!

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      • hafensonne 19. August 2013 um 08:38

        Sporteln… tsss. Ick lach mir tot! :-)

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      • Anikó 19. August 2013 um 09:05

        Frau Hafensonne, es war auch nur ein Vorschlag, wenn auch ein für uns absurd anmutender ;-) Du kannst ja auf der Terrasse sitzen und Seefunk hören, während die Tomätchen ihre Feuchtigkeit verdampfen lassen :-)

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      • hafensonne 19. August 2013 um 10:15

        Ick musste mir halt vorstellen, wie wir 2 Stunden lang vor dem Fernseher rhythmische Sportgymnastik aka Medizin nach Noten durchziehen *sehrfettgrins* da ist Seefunk kombiniert mit einem heiteren Getränk SELBSTREDEND die bessere Alternative. Aber nich so lustig ;-) aber gut, übergeredet, ich halte heut abend am Jens-Markt an und kaufe Cherrytomaten…

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  5. mangoseele 19. August 2013 um 08:35 Reply

    Alles was den Sommer noch ein wenig konserviert gefällt mir ausgesprochen gut ;-). Wie trocken sind sie denn nach den 2,5 Stunden? Ohne Olivenöl könnte man sie vermutlich nicht aufheben, oder? Ich habe jetzt schon „Angst“ davor, dass meine getrockneten Santorintomaten irgendwann aufgegessen sind…

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    • Anikó 19. August 2013 um 09:03 Reply

      Nee, ohne Öl würd ich es nicht machen, dafür sind sie nach den 2-3 Stunden noch zu feucht. Wie sie nach dem Trocknen aussehen, siehst Du auf dem dritten Bild :-)

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  6. Melli 22. August 2013 um 22:19 Reply

    Ich liebe Ofentomaten. Die kleinen Tomaten geben dem Endergebnis noch ein bißchen mehr Süße. Perfekt! Das größte „Problem“ ist, dass ich die immer alle viel zu schnell weg gefuttert habe ;-)

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    • Anikó 31. August 2013 um 14:45 Reply

      Oh ja, schnell weg sind sie wirklich! Aber zum Glück stecken wir gerade noch mitten in der Tomatensaison :-)

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  7. Tomatenschwemme? | hafensonne 24. August 2013 um 18:06 Reply

    […] Aber Ihr wisst ja, wo Euch geholfen wird. Eine wunderbare Methode der Mätchenentsorgung weiß Frau Parikameetskardamom. Eine weitere hat der Kapitän in der Brigitte in der Brigitte entdeckt und geht […]

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  8. Food for Angels and Devils 31. August 2013 um 11:42 Reply

    Das hat super geklappt! Inzwischen müsste ich noch einmal welche trocknen, da die meisten schon weg sind (irgendwie haben die sich in Luft aufgelöst) ;-)

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    • Anikó 31. August 2013 um 14:47 Reply

      Die sind so schnell weggeatmet, das glaubt man gar nicht, oder? Aber dann ran an die kleinen Dinger!

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  9. Getrocknete Tomaten aus dem Ofen in Öl 26. September 2013 um 23:20 Reply

    […] geworden bin ich bei der lieben Anikó von Chili und Ciabatta (KLICK). Sie lässt die halbierten Tomätchen mit Kräutern, Knoblauch und Gewürzen schön langsam im […]

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  10. moonikatrin 3. April 2016 um 18:30 Reply

    sehr sehr lecker… ich liebe getrocknete Tomaten, weil sie einfach soooo vielseitig sind, als Snack, auf Pizza, auf kleinen Scheibchen Feta und überbacken, als Pesto…. ich könnt mich reinsetzen… ich habe sie noch nie selbstgemacht, weil ich immer an die Stromrechnung dachte…. aber das Rezept werde ich definitiv ausprobieren und genießen…. habe es mir gepint! vielen Dank und liebe Grüße Katrin von DieKochakrobatin

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