Archiv für den Tag 23. August 2013

Nicht ungern in Ungarn 2013: Tag II

Morgens einigermaßen erholt aufgewacht und mit diesem Blick aus dem Schlafzimmerfenster begrüßt worden.

Erst noch ein wenig Zeit im Bett verbracht und Urlaubspläne geschmiedet, die aber alle eher unspektakulär sind:

  • viel Zeit mit der Familie verbringen
  • Die Kunst des Rumdümpelns perfektionieren (bin kurz vorm schwarzen Gürtel *g*)
  • ärztliche Aufträge erfüllen (sonnen und sporteln)
  • mich mit Romanen weiterbilden
  • Zeichnen lernen
  • viel Zeit mit der Familie verbringen

Nach dem Frühstück drehte ich erstmal eine Runde in Tantes Garten, der jetzt gerade übervoll ist mit reifem Obst und Gemüse … Ich wünschte ich würde in einer Gegend leben, wo das Zeug so gut wachsen kann *seufz*

An einem relativ kleinen Baum drängten sich die Äpfel dicht an dicht!

Auch Birnen gibt es massenweise …

… und sogar die Himbeeren tragen ihre zweiten Früchte und da werden noch einige nachkommen.

Im hinteren Teil des Garten ist die Ecke der Enten und Hühner, …

… an deren einen Außenwand eine große Brombeerhecke wächst mit vielen (fast) reifen Früchten. Göttlich!

Natürlich ist dies kein reiner Obstgarten hier. Auch in Ungarn werden Tante und ihre Schwiegermutter gerade von einer Kürbis- und Zucchinischwemme heimgesucht.

Es wachsen Paprika einfach so draußen rum im Garten und werden tatsächlich reif ud köstlich!

Auch die Tomaten machen sich wunderbar, so dass meine Tante fleißig am Einlegen derselben ist.

Ich finde so müssen Tomaten wachsen. Draußen, im Boden, in der prallen Sonne. Ein Traum! Einfach hingehen, eine reife Tomate pflücken, rein beißen und glücklich sein. Hach!

Auch monströs große Rote Bete wachsen dort … Meine Güte!

Dann entdeckte ich noch drei Säcke aus denen Weinblätter wuchsen. Wahrscheinlich sind das schon die neuen Stöcke, um den Weinberg ein wenig zu verjüngen.

Dann erfüllte ich ärztlichen Auftrag Nr. 1 und setzte mich bewusst in die Sonne, um meine Vitamin D3-Produktion anzukurbeln. Der menschliche Körper – höchst faszinierend!

Und ärztlicher Auftrag Nummer 2 sich etwas mehr zu bewegen und Sport zu treiben, ergibt sich in diesem Haus mit den vielen Treppen fast von selbst ;-)

Auch dieses Jahr möchte ich wieder ungarische Alltagsküche zeigen. Es gibt nämlich mehr als Gulasch und Palacsinta. Was ist noch ungarisches Klischeeessen?

Heute Mittag kochte Tante eine einfache, aber leckere Gemüsesuppe aus Möhren, Petersilienwurzeln, Pastinaken, Wirsing, Kohlrabi, Paprika und etwas Petersiliengrün mit Grießklößchen. Wieso schmecken die Möhren hier nur so viel besser und süßer als in Deutschland?

Als zweiten Gang dann hausgemachte Kolbász (links) und Leber- und Blut-Hurka (mitte und rechts) mit Kovászos uborka und rohem Rote Bete-Salat. Sehr lecker!

Und weil gerade ganz viel auf einmal reif wird, wird auch ganz viel auf Vorrat angelegt. Zum einen diese tollen gesprenkelten Bohnen getrocknet und bis zur Aussaat im nächsten Jahr in Papiertüten aufbewahrt.

Und Tomaten (in offensichtlich nur Wasser) eingekocht, damit man sie auch im Winter für Suppen etc. verwenden kann. Seh ich auch zum ersten Mal und finde den Anblick irgendwie erheiternd. Wie die Tomaten da so im Wasser einfach rumschwimmen …

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