Nicht ungern in Ungarn 2013: Tag II

Morgens einigermaßen erholt aufgewacht und mit diesem Blick aus dem Schlafzimmerfenster begrüßt worden.

Erst noch ein wenig Zeit im Bett verbracht und Urlaubspläne geschmiedet, die aber alle eher unspektakulär sind:

  • viel Zeit mit der Familie verbringen
  • Die Kunst des Rumdümpelns perfektionieren (bin kurz vorm schwarzen Gürtel *g*)
  • ärztliche Aufträge erfüllen (sonnen und sporteln)
  • mich mit Romanen weiterbilden
  • Zeichnen lernen
  • viel Zeit mit der Familie verbringen

Nach dem Frühstück drehte ich erstmal eine Runde in Tantes Garten, der jetzt gerade übervoll ist mit reifem Obst und Gemüse … Ich wünschte ich würde in einer Gegend leben, wo das Zeug so gut wachsen kann *seufz*

An einem relativ kleinen Baum drängten sich die Äpfel dicht an dicht!

Auch Birnen gibt es massenweise …

… und sogar die Himbeeren tragen ihre zweiten Früchte und da werden noch einige nachkommen.

Im hinteren Teil des Garten ist die Ecke der Enten und Hühner, …

… an deren einen Außenwand eine große Brombeerhecke wächst mit vielen (fast) reifen Früchten. Göttlich!

Natürlich ist dies kein reiner Obstgarten hier. Auch in Ungarn werden Tante und ihre Schwiegermutter gerade von einer Kürbis- und Zucchinischwemme heimgesucht.

Es wachsen Paprika einfach so draußen rum im Garten und werden tatsächlich reif ud köstlich!

Auch die Tomaten machen sich wunderbar, so dass meine Tante fleißig am Einlegen derselben ist.

Ich finde so müssen Tomaten wachsen. Draußen, im Boden, in der prallen Sonne. Ein Traum! Einfach hingehen, eine reife Tomate pflücken, rein beißen und glücklich sein. Hach!

Auch monströs große Rote Bete wachsen dort … Meine Güte!

Dann entdeckte ich noch drei Säcke aus denen Weinblätter wuchsen. Wahrscheinlich sind das schon die neuen Stöcke, um den Weinberg ein wenig zu verjüngen.

Dann erfüllte ich ärztlichen Auftrag Nr. 1 und setzte mich bewusst in die Sonne, um meine Vitamin D3-Produktion anzukurbeln. Der menschliche Körper – höchst faszinierend!

Und ärztlicher Auftrag Nummer 2 sich etwas mehr zu bewegen und Sport zu treiben, ergibt sich in diesem Haus mit den vielen Treppen fast von selbst ;-)

Auch dieses Jahr möchte ich wieder ungarische Alltagsküche zeigen. Es gibt nämlich mehr als Gulasch und Palacsinta. Was ist noch ungarisches Klischeeessen?

Heute Mittag kochte Tante eine einfache, aber leckere Gemüsesuppe aus Möhren, Petersilienwurzeln, Pastinaken, Wirsing, Kohlrabi, Paprika und etwas Petersiliengrün mit Grießklößchen. Wieso schmecken die Möhren hier nur so viel besser und süßer als in Deutschland?

Als zweiten Gang dann hausgemachte Kolbász (links) und Leber- und Blut-Hurka (mitte und rechts) mit Kovászos uborka und rohem Rote Bete-Salat. Sehr lecker!

Und weil gerade ganz viel auf einmal reif wird, wird auch ganz viel auf Vorrat angelegt. Zum einen diese tollen gesprenkelten Bohnen getrocknet und bis zur Aussaat im nächsten Jahr in Papiertüten aufbewahrt.

Und Tomaten (in offensichtlich nur Wasser) eingekocht, damit man sie auch im Winter für Suppen etc. verwenden kann. Seh ich auch zum ersten Mal und finde den Anblick irgendwie erheiternd. Wie die Tomaten da so im Wasser einfach rumschwimmen …

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7 Kommentare zu “Nicht ungern in Ungarn 2013: Tag II

  1. Lieblingstante 24. August 2013 um 11:18 Reply

    Liebe Anikò,
    wenn ich deinen tollen Bericht lese fallen mir meine vielen Urlaube in Ungarn bei deinen Großeltern ein, auch später mit meiner Familie (aber nicht mehr so oft). Ich erinnere mich gern an die schöne Zeit. Vielleicht müsste man sich doch mal aufraffen u. runter fahren. Bring doch deiner deutschen Lieblingstante von der ungarischen Lieblingstante ein Handvoll gesprenkelter Bohnen mit. Liebe Grüße an alle Verwandten

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  2. kochschlampe 24. August 2013 um 14:03 Reply

    Liebe Grüsse an alle & viel Spass!
    Ich habe gerade in paar Brombeeren eingesammelt, die hier am Wegesrand wachsen und kurz davor sind, nur von den Wespen gegessen zu werden. Dafür sind die meiner Meinung nach viel zu schade.

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  3. hafensonne 24. August 2013 um 17:40 Reply

    Schnecke, wenn ein Arzt von „sporteln“ spricht und dabei nicht sein eigenes Golfhandicap thematisiert, dann meinte er nicht gelegentliches Treppengehen in ungarischen Landhäusern!

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    • Anikó 24. August 2013 um 17:44 Reply

      *grmpf* Aber ich hab doch schon Muskelkater vom Treppensteigen und Hinhocken und aufstehen, um Herrn Lehmann zu streicheln… Zählt es trotzdem nicht?

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      • hafensonne 26. August 2013 um 08:58

        Muskelkater vom Treppensteigen… Du bewegst Dich definitiv zu wenig! Und Hunde kann man nicht nur streicheln!

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      • Anikó 26. August 2013 um 09:17

        Aber ich tu was dagegen. Ich versuche so ineffektiv wie möglich zu sein, damit ich möglichst oft laufen muss. Und mit Herrn Lehmann würde ich gerne spazieren gehen, aber er hat Epilepsie und wenn so ein Anfall ist, bekomme ich ihn nicht nach Hause getragen :-( Armes Hundi!

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      • hafensonne 26. August 2013 um 09:53

        Ineffektivität… cool. Das ist mal ’ne Strategie! Und wirklich ein armes Hundi, das ist ja doof :-( der sieht so Süß aus!

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