Nicht ungern in Ungarn: Tag III

Tante wird gerade von einer Gemüseschwemme heimgesucht. Alles wird gleichzeitig reif! Die Tomaten, die Zucchini, die Paprika! Und weil man als ungarischer Rentner auch eher wenig Geld hat, wird der Überschuss auf Vorrat in allen möglichen Varianten eingelegt, eingemacht, eingekocht, eingeweckt. Und immer ein paar Exemplare jeder Sorte lässt man richtig durchreifen, damit die Samen für’s nächste Jahr benutzt werden können.

Diese 12 Gläser mit gehäuteten Tomaten wurden vor 3 Tagen eingekocht und durften dann warm eingekuschelt in Decken und Kissen langsam abkühlen und halten dann hoffentlich bis nächstes Jahr.

Dieser Eimer Paprika wurde mit Tomatenpüree zu Letscho eingekocht und duftete das gesamte Haus voll.

Und heute morgen bin ich doch tatsächlich mit leichtem Muskelkater in den Oberschenkeln aufgewacht. Die Treppen tun wirklich ihr übriges hier und dann natürlich das andauernde Hinhocken und Aufstehen, wenn Herr Lehmann abwechseln im Liegen hinter’m Ohr gekrault werden will und im Stehen. Der beste Hund von Welt!

Zum Mittag gab es Paloczensuppe, also eine Gulaschsuppenvariante mit Bohnen und leicht säuerlich abgeschmeckt! Sehr lecker!

Als süßen zweiten Gang gab es Palacsinta, die von meinem Onkel heißgeliebt sind und nur so weggeatmet wurden *g* In Ermangelung an Quark hatte ich Zimt-Zucker und die britische Kombi von Zitronesaft und Zucker. Großartig!

Nach einem ausgiebigen Nickerchen half ich Tante weiter Ameise statt Grille zu spielen und wir palten die gesprenkelten Bohnen, damit nächstes Jahr wieder welche ausgesät werden können. Hier in Ungarn war es über Wochen richtig heiß, also mindestens Temperaturen von 34°C, aber eher 38°C und kein Regen. Deswegen haben die Bohnen sich nicht so gut entwickelt wie erhofft. Statt der erwarteten 5-10 kg Bohnen, kam nur etwa 1 kg raus *seufz*

Kurz vor’m Abendbrot besuchte ich noch wirklich alte Freunde, deren Eltern bzw. Schwiegereltern zwei Häuser weiter leben. Es war schön sie nach jetzt mittlerweile drei Jahren wieder zu sehen. Morgen werden wir länger reden können, denn mein allerliebstes Abendbrot war kurz vor der Fertistellung. Sült paprika! Und so richtig gut und wirklich richtig lecker kann das nur die Tante, mit ihren reifen Paprika aus dem Garten. Und ihrem Gefühl wann die Paprika fertig geschmort ist und das Ei rauf darf. So perfekt kann nur sie das! *hach*

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