Archiv für den Monat September 2013

Erfrischende Hähnchenbrust mit Pfannen-Hummus

Eigentlich brauchen wir alle doch schnelle Gerichte, die innerhalb von 30 Minuten fertig sind, oder? Sei es, dass wir arbeitsbedingt erst spät nach Hause kommen oder alles so hektisch ist im Alltag, dass nicht wirklich viel Zeit zum Kochen bleibt. Dafür ist dieses orientalisch angehauchte Gericht perfekt. Man kann Aggressionen abbauen, weil die Hähnchenbrustfilets mit Hilfe des Nudelholzes platt gemacht werden:

Das hat zwei Vorteile: zum einen werden die Aromen der Minze und der Zitronenschale dadurch schön ins Fleisch einmassiert, andererseits werden die Filets schön gleichmäßig dick und sind dementsprechend auch fixer überall gleichzeitig gar. Und schwupps, hat man schick gebräuntes, zartes, würziges Fleisch. Und in der selben Pfanne kann dann das schnelle Pfannen-Hummus gemacht werden. Dafür ist es praktisch, wenn man so ’ne Dose Kichererbsen im Vorrat hat (die ohne seltsame Zusätze). Die Kichererbsen werden nur erhitzt, würzig abgeschmeckt, etwas zermanscht und fertig ist ein wunderbares Gericht. Auch wenn die Menge an Kichererbsen zunächst wirklich wenig aussieht, keine Sorge, es reicht tatsächlich für 2 Portionen. Noch schönes frisches Brot und ein kleiner Salat dazu. Perfekt!

Erfrischende Hähnchenbrust mit Pfannen-Hummus

Zutaten für 2 Portionen:
2 Hähnchenbrüste
1/2 Bio-Zitrone, Schale und Saft
4 Zweige Minze
Salz, Pfeffer
Olivenöl
1 kleine Dose Kichererbsen
1 1/2 TL Kreuzkümmel
1 TL geräuchertes Paprikapulver
eventuell einige TL Joghurt

(1) Die Hähnchenbrüste waschen und trocknen. Die Minzblättchen abstreifen und fein hacken. Die Zitronenschale fein abreiben. Die Hähnchenbrustfilets auf einen Bogen Backpapier/Pergamentpapier legen, die Minze und Zitronenschale bestreuen, salzen und pfeffern. Einen zweiten Bogen Papier drüberlegen und mit einem Nudelholz auf das Fleisch schlagen, damit sie gleichmäßig dünn werden. So braten sie in der Pfanne schneller und gleichmäßiger durch und die Aromen werden so gleich ins Fleisch einmassiert.
(2) In einer großen Pfanne einen Schluck Olivenöl mit mittelhoher Hitze erwärmen. Die platten Hähnchenbrustfilets einlegen und von beiden Seiten braten bis sie braun sind und das Fleisch gar. Raus nehmen und kurz zur Seite stellen.
(3) Aus der Dose mit den Kichererbsen die Flüssigkeit abgießen und die Kichererbsen noch in die heiße Pfanne geben. Kreuzkümmel, Paprikapulver, Salz und Pfeffer zugeben. Die halbe Zitrone über den Kichererbsen ausdrücken. Erhitzen und gut durchrühren. Dann mit einer Gabel zermusen. Wenn das Pfannen-Hummus zu fest sein sollte, einfach mit ein wenig Joghurt bis zur gewünschten Konsistenz verlängern.

Zusammen mit den Hähnchenbrustfilets und vielleicht frischem Fladenbrot und einem Salat servieren.

Genießen!

Quelle: Donal SkehanLemon and mint griddled chicken with spiced chickpeas and flatbread

Und wer eine Videoanleitung vom schnuckeligen Donal möchte, hier.

Bunte Gartenminestrone mit Grießnocken

Jetzt können im Garten noch die letzten Sommergemüse geerntet werden. Die letzten Zucchini, Spitzkohl, Rote Bete, Bohnen, Zwiebeln, Möhren und Pastinaken. Das ist nur das, was im elterlichen Schrebergarten dieses Jahr wuchs. Was ist denn bei der geneigten Leserschaft so zu finden? Und irgendwie wird ja doch alles gleichzeitig reif und man kann gar nicht so viele unterschiedliche Gerichte kochen und vor allem genießen wie man Gemüsesorten geerntet hat, oder? Was bietet sich da besser an als alles zu einer minestroneartigen Suppe zu verkochen? Da kann man alles rein tun was man will, auch gerne Bohnen aus der Dose (oder vorgekocht), Tiefkühlerbsen, halt alles was weg will und gerade Saison hat. Das ist ja gerade das wunderbare an solchen Suppe, sie sind so super saisonal und dazu gesund.

Normalerweise werden in Minestrone ja Nudeln mit gegart, aber Frau Mama fand in einer Zeitschrift ein Rezept für Grießnocken, dass sie mal austesten wollte, weil sie die Erinnerung an die Grießnockensuppe ihrer Oma (also meiner Uroma) überkam und wir aber kein passendes Rezept bisher im Familienrepertoire hatten. Aber ist doch kein Problem zu der Gemüsesuppe Grießklößchen zu basteln. Wichtig ist dabei offensichtlich die Butter im Teig und dass der Teig 60 Minuten Zeit zum Quellen hat, dann halten die Nocken auch gut. Völlig unkompliziert, nur ein bißchen Zeitplanung nötig.

Insgesamt ist die Suppe sehr schön geworden und die Nocken hätte ich schon so pur ohne irgendwas essen können. Auch der Restfamilie hat die Suppe sehr gut geschmeckt, auch wenn kein totes Tier drin war ;-) Auch aufgewärmt schmeckte sie abends und zwei Tage später noch allen wunderbar! So gut und einfach kann improvisieren sein.

Bunte Gemüsesuppe mit Grießnocken

Zutaten für 8 Portionen:

Für die Grießnocken:
90 g Butter (zimmerwarm)
100 g Grieß
2 Eier
Salz, Pfeffer
Muskatnuss gerieben
etwas Gemüsebrühepulver (Bio, ohne Hefeextrakt)

Für die Suppe:
4 Möhren
2 Kartoffeln
1/2 Spitzkohl
1 Fenchel
1 mittelgroße Zucchini
1 Maiskolben
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz, Pfeffer
3 Cherrytomaten
1 handvoll Basilikumblätter

(1) Zuerst den Teig für die Grießnocken machen. Dafür die Butter mit dem Grieß und Eiern gut vermischen, wer gerne manscht per Hand, ansonsten mit einem Handrührgerät. Gut mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. 1 Stunde stehen lassen, damit der Grieß quellen kann.
(2) In der Zwischenzeit die Zutaten für die Suppe vorbereiten. Möhren und Kartoffeln schälen, die Möhren in Scheiben schneiden, die Kartoffeln in etwa so große Stücke wie die Möhren. Den Spitzkohl von den äußeren etwas unschönen Blättern befreien, nochmals halbieren, dass man zwei Viertel Spitzkohle hat und den Strunk großzügig rausschneiden. Die Viertel in feine Streifen schneiden. Den Fenchel putzen, halbieren, Strunk rausschneiden und in dünne Streifen schneiden. Von der Zucchini die Enden abschneiden und in mittelgroße Würfel schneiden. Den Maiskolben von den eventuell vorhandenen äußeren Blättern befreien. Auf das breitere Ende stellen und mit einem scharfen Messer vorsichtig und doch beherzt die Körner von oben nach unten abschneiden. Zwiebel und Knoblauch häuten, beides fein würfeln. Die Tomaten vierteln und grüne Strünke entfernen.
(3) In einem großen Topf einen großzügigen Schluck Olivenöl bei mittelhoher Hitze warm werden lassen. Die Zwiebelwürfel glasig dünsten darin, dann den Knoblauch zufügen und so lange anbraten bis er duftet. Die Möhren und Kartoffeln hineingeben, kurz mitdünsten. Dann die Spitzkohlstreifen und Fenchel, Zucchini und Mais. So lange bei höherer Hitze andünsten bis der Kohl anfängt zusammen zu fallen. Tomatenviertel zufügen. Gut salzen und pfeffern. Etwa 500 ml Wasser angießen. Jetzt noch nicht komplett mit Wasser oder Brühe bedecken, weil noch die Brühe hinzukommt, in denen die Grießklößchen gegart werden.
(4) Während das Gemüse im großen Suppentopf andünstet einen mittelgroßen Topf mit Wasser (plus Gemüsebrühpulver) oder Gemüsebrühe aufsetzen, gut 1 l sollte es schon sein. Zum Kochen bringen, dann auf niedrige Hitze runter stellen. Mit einem (oder zwei, wer ordentliche Nocken haben will) Teelöffel aus dem gequollenen Grießteig Nocken in die simmernde Brühe geben. Sie sinken erst auf den Boden. Vorsichtig mit einem Holzspatel im Topf rühren, damit nichts auf dem Boden anbrennt. Wenn sie nach oben steigen noch 10 bis 15 Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen. Wenn sie fertig sind, die Grießnocken aus der Brühe nehmen und zwischenparken. Die Brühe zur Suppe gießen.
(5) Wenn es noch nicht genug Flüssigkeit in der Suppe sein  sollte, noch etwas Wasser nach füllen. Deckel drauf und köcheln lassen bis das Gemüse gar ist, aber noch nicht zerkocht. Das dauert etwa 30 Minuten. Währenddessen die Basilikumblätter in feine Streifen schneiden.
(6) Die Grießnocken zur Suppe geben, nochmal warm werden lassen. Mit Basilikum bestreuen und servieren.

Genießen!

Ein Hoch auf die Schmorgurke! – Sahniges Spreewälder Schmorgurken-Gemüse

Bevor ich vorletzte Woche nach 3,5 Wochen endlich wieder Richtung Kassel fuhr, war ich am Freitag vorher noch schnell beim Gemüse-Vietnamesen des Vertrauens und erstand mit Frau Mama (neben 3,5 kg Pflaumen) eine schöne Schmorgurke, die ich gedachte mit nach Mitteldeutschland zu nehmen, weil es hier ja doch eher selten bis gar nicht Schmorgurken zu kaufen gibt.

Jetzt musste das Schätzchen natürlich auch verarbeitet werden, besser wird sie definitiv nicht mit der Zeit im Kühlschrank. Leider hab ich kein wirklich regionales Kochbuch über Mecklenburg-Vorpommern oder Berlin/Brandenburg, das sollte mal geändert werden und so machte ich mich bei den üblichen verdächtigen Seiten im Internet auf die Suche. Bei den Küchengöttern wurde ich fündig und mich lachte das Rezept für Spreewälder Gurkengemüse an. Mit Schinken, mit Sahne, mit Sahne, mit Dill undetwas süß-säuerlich abgeschmeckt. Hört sich ja nicht verkehrt und erinnert ein bißchen an die mecklenburger Version. Nun habe ich die halbe Menge an Sahne durch Milch ersetzt, einfach weil ich zuviel Sahne auf einmal nicht gut vertrage und die Gefahr, dass die Milch ausflockt auch nicht allzu hoch war, da die Sauce mit ein wenig Mehl gebunden wird.

Ein wirklich einfach zuzubereitendes Gericht, dass auch relativ schnell geht, also perfekt für geschäftige Samstage. Eine tolle sahnige süß-saure Sauce, bei der der Dill wirklich perfekt mit seiner leichten anisigen Süße reinpasst. Der feine Gurkengeschmack mit dem leichten salzigen Räuchergeschmack des Schinkens. Großartig! Wird eine meiner Lieblingskombos mit Schmorgurken!

Spreewälder Gurkengemüse

Zutaten für 2 Portionen:
1 große Schmorgurke (ca. 700 g)
1 Zwiebel
100 g Schinkenwürfel
1 EL Rapsöl
Salz, Pfeffer
2 TL Puderzucker
2 TL Mehl
100 ml Sahne
100 ml Milch
1 EL Weißweinessig
3 EL gehackter Dill

(1) Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Von der Schmorgurke die Enden abschneiden, schälen und halbieren. Mit einem Löffel die Kerne rauskratzen. Die Gurkenhälften in 1 cm breite Streifen schneiden.
(2) Das Öl in einer größeren Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel- und Schinkenwürfel darin in 5 Minuten andünsten, dabei aber nicht dunkel werden lassen.

Quelle: KüchengötterSpreewälder Gurkengemüse

Jetzt muss ich es mal zugeben. Ich bin nicht der große Foodphotograph und will es auch gar nicht werden! Ich habe eine doof gelegene Wohnung (so von wegen Himmelsrichtungen), meine Kamera ist nur eine Knipse, normalerweise nehme ich meine Bilder am Wohnzimmerfenster auf, weswegen man die dreckigen Ecken der Fensterleibungen manchmal sieht, habe keine Unmengen an Accessoires und kein Platz für extra Knips-Tischchen. Und ich mag es, mein Essen warm essen. Trotzdem gebe ich mir ein bißchen Mühe, versuche nett anzurichten (eine große Schwäche hier) oder mache tatsächlich kleine Schüsselchen zusätzlich dreckig, um die Gerichte in kleineren ansehnlicheren Portionen zu präsentieren. Naja, an die tollen Bilder von anderen Blogs komme ich nicht ran… Egal! Aber natürlich ess ich die schick angerichteten Mini-Portionen nicht so wie sie auf dem Teller sind, sondern nehme vernünftige Portionen auf großen Tellern und das sieht dann so aus, mit Pellkartoffeln zusammen vermischt:

Danke Frau Gröner für den Anstoß! Mögen vielleicht noch andere Foodblogger bekennen, wie es dann zum Essen wirklich bei ihnen auf den Tellern aussieht? Wir sind doch alle nur normale Esser …

Pasta mit marinierten Ofen-Zucchini

So, bevor die Zucchini-Saison endgültig sich dem Ende neigt, hier noch ein wirklich, ernstlich total köstliches – und dazu noch schnelles Rezept mit Zucchini. Gefunden hatte ich es beim Kochfrosch und auch Micha von „Grain de sel“ war sofort begeistert. Es ist aber auch zu einfach zu kochen: Zucchini fein hobeln, etwas würzen, in den Ofen geben, in der Zeit die Pasta kochen, die gebackenen Zucchinischeiben mit Essig und Brühe kurz marinieren und mit der Pasta vermischen. Großartig! So einfach, so lecker! Wer jetzt Angst hat, dass das ganze zu essigsauer wird, der sei beruhigt. Durch den milderen Balsamico bianco ist das ganze wunderbar harmonisch und die Minze sorgt für einen netten Frischekick. Wenn ich eigene Zucchinipflanzen hätte, würde ich dafür definitiv die letzten Zucchini opfern. Also schnell ran an den Ofen!

Balsamico-marinierte Zucchini-Pasta

350 g Zucchini
3 + 1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
250 g Nudeln (z.B. Penne oder Conchiglie)
5 EL Balsamico bianco
75 ml Gemüsebrühe
2 Knoblauchzehen (konfiert) oder 1 frische
2 1/2 EL gehackte Minze

(1) Den Ofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
(2) Die Zucchini waschen und in dünne Scheiben hobeln. Mit 3 EL Olivenöl wenden und auf dem Backblech verteilen. Salzen und pfeffern und auf der obersten Schiene für ca. 12 Minuten backen.
(3) Zwischenzeitlich die Nudeln in reichtlich Salzwasser nach Packungsanweisung bissfest garen.
(4) Für die Marinade das restliche Olivenöl mit dem Balsamico bianco und der Gemüsebrühe verrühren. Die Knoblauchzehe häuten und ganz fein hacken und in die Öl-Brühe-Mischung geben oder die konfierten Knoblauchzehen zermanschen und drunter mischen. 1-2 EL Minzeblättchen in feine Streifen schneiden, unterrühren. Die Marinade mit Salz und Pfeffer abschmecken.
(5) Die frisch gebackenen Zucchinischeiben sofort mit der Marinade vermischen und die abgegeossenen Nudeln unterrühren. Mit den restlichen Minzeblättchen und dem Parmesan servieren.

Genießen!

Quelle: KochfroschSommerpasta vom Feinsten: Gebackene Zucchini

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