Archiv für den Monat September 2013

Erfrischende Hähnchenbrust mit Pfannen-Hummus

Eigentlich brauchen wir alle doch schnelle Gerichte, die innerhalb von 30 Minuten fertig sind, oder? Sei es, dass wir arbeitsbedingt erst spät nach Hause kommen oder alles so hektisch ist im Alltag, dass nicht wirklich viel Zeit zum Kochen bleibt. Dafür ist dieses orientalisch angehauchte Gericht perfekt. Man kann Aggressionen abbauen, weil die Hähnchenbrustfilets mit Hilfe des Nudelholzes platt gemacht werden:

Das hat zwei Vorteile: zum einen werden die Aromen der Minze und der Zitronenschale dadurch schön ins Fleisch einmassiert, andererseits werden die Filets schön gleichmäßig dick und sind dementsprechend auch fixer überall gleichzeitig gar. Und schwupps, hat man schick gebräuntes, zartes, würziges Fleisch. Und in der selben Pfanne kann dann das schnelle Pfannen-Hummus gemacht werden. Dafür ist es praktisch, wenn man so ’ne Dose Kichererbsen im Vorrat hat (die ohne seltsame Zusätze). Die Kichererbsen werden nur erhitzt, würzig abgeschmeckt, etwas zermanscht und fertig ist ein wunderbares Gericht. Auch wenn die Menge an Kichererbsen zunächst wirklich wenig aussieht, keine Sorge, es reicht tatsächlich für 2 Portionen. Noch schönes frisches Brot und ein kleiner Salat dazu. Perfekt!

Erfrischende Hähnchenbrust mit Pfannen-Hummus

Zutaten für 2 Portionen:
2 Hähnchenbrüste
1/2 Bio-Zitrone, Schale und Saft
4 Zweige Minze
Salz, Pfeffer
Olivenöl
1 kleine Dose Kichererbsen
1 1/2 TL Kreuzkümmel
1 TL geräuchertes Paprikapulver
eventuell einige TL Joghurt

(1) Die Hähnchenbrüste waschen und trocknen. Die Minzblättchen abstreifen und fein hacken. Die Zitronenschale fein abreiben. Die Hähnchenbrustfilets auf einen Bogen Backpapier/Pergamentpapier legen, die Minze und Zitronenschale bestreuen, salzen und pfeffern. Einen zweiten Bogen Papier drüberlegen und mit einem Nudelholz auf das Fleisch schlagen, damit sie gleichmäßig dünn werden. So braten sie in der Pfanne schneller und gleichmäßiger durch und die Aromen werden so gleich ins Fleisch einmassiert.
(2) In einer großen Pfanne einen Schluck Olivenöl mit mittelhoher Hitze erwärmen. Die platten Hähnchenbrustfilets einlegen und von beiden Seiten braten bis sie braun sind und das Fleisch gar. Raus nehmen und kurz zur Seite stellen.
(3) Aus der Dose mit den Kichererbsen die Flüssigkeit abgießen und die Kichererbsen noch in die heiße Pfanne geben. Kreuzkümmel, Paprikapulver, Salz und Pfeffer zugeben. Die halbe Zitrone über den Kichererbsen ausdrücken. Erhitzen und gut durchrühren. Dann mit einer Gabel zermusen. Wenn das Pfannen-Hummus zu fest sein sollte, einfach mit ein wenig Joghurt bis zur gewünschten Konsistenz verlängern.

Zusammen mit den Hähnchenbrustfilets und vielleicht frischem Fladenbrot und einem Salat servieren.

Genießen!

Quelle: Donal SkehanLemon and mint griddled chicken with spiced chickpeas and flatbread

Und wer eine Videoanleitung vom schnuckeligen Donal möchte, hier.

Bunte Gartenminestrone mit Grießnocken

Jetzt können im Garten noch die letzten Sommergemüse geerntet werden. Die letzten Zucchini, Spitzkohl, Rote Bete, Bohnen, Zwiebeln, Möhren und Pastinaken. Das ist nur das, was im elterlichen Schrebergarten dieses Jahr wuchs. Was ist denn bei der geneigten Leserschaft so zu finden? Und irgendwie wird ja doch alles gleichzeitig reif und man kann gar nicht so viele unterschiedliche Gerichte kochen und vor allem genießen wie man Gemüsesorten geerntet hat, oder? Was bietet sich da besser an als alles zu einer minestroneartigen Suppe zu verkochen? Da kann man alles rein tun was man will, auch gerne Bohnen aus der Dose (oder vorgekocht), Tiefkühlerbsen, halt alles was weg will und gerade Saison hat. Das ist ja gerade das wunderbare an solchen Suppe, sie sind so super saisonal und dazu gesund.

Normalerweise werden in Minestrone ja Nudeln mit gegart, aber Frau Mama fand in einer Zeitschrift ein Rezept für Grießnocken, dass sie mal austesten wollte, weil sie die Erinnerung an die Grießnockensuppe ihrer Oma (also meiner Uroma) überkam und wir aber kein passendes Rezept bisher im Familienrepertoire hatten. Aber ist doch kein Problem zu der Gemüsesuppe Grießklößchen zu basteln. Wichtig ist dabei offensichtlich die Butter im Teig und dass der Teig 60 Minuten Zeit zum Quellen hat, dann halten die Nocken auch gut. Völlig unkompliziert, nur ein bißchen Zeitplanung nötig.

Insgesamt ist die Suppe sehr schön geworden und die Nocken hätte ich schon so pur ohne irgendwas essen können. Auch der Restfamilie hat die Suppe sehr gut geschmeckt, auch wenn kein totes Tier drin war ;-) Auch aufgewärmt schmeckte sie abends und zwei Tage später noch allen wunderbar! So gut und einfach kann improvisieren sein.

Bunte Gemüsesuppe mit Grießnocken

Zutaten für 8 Portionen:

Für die Grießnocken:
90 g Butter (zimmerwarm)
100 g Grieß
2 Eier
Salz, Pfeffer
Muskatnuss gerieben
etwas Gemüsebrühepulver (Bio, ohne Hefeextrakt)

Für die Suppe:
4 Möhren
2 Kartoffeln
1/2 Spitzkohl
1 Fenchel
1 mittelgroße Zucchini
1 Maiskolben
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz, Pfeffer
3 Cherrytomaten
1 handvoll Basilikumblätter

(1) Zuerst den Teig für die Grießnocken machen. Dafür die Butter mit dem Grieß und Eiern gut vermischen, wer gerne manscht per Hand, ansonsten mit einem Handrührgerät. Gut mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. 1 Stunde stehen lassen, damit der Grieß quellen kann.
(2) In der Zwischenzeit die Zutaten für die Suppe vorbereiten. Möhren und Kartoffeln schälen, die Möhren in Scheiben schneiden, die Kartoffeln in etwa so große Stücke wie die Möhren. Den Spitzkohl von den äußeren etwas unschönen Blättern befreien, nochmals halbieren, dass man zwei Viertel Spitzkohle hat und den Strunk großzügig rausschneiden. Die Viertel in feine Streifen schneiden. Den Fenchel putzen, halbieren, Strunk rausschneiden und in dünne Streifen schneiden. Von der Zucchini die Enden abschneiden und in mittelgroße Würfel schneiden. Den Maiskolben von den eventuell vorhandenen äußeren Blättern befreien. Auf das breitere Ende stellen und mit einem scharfen Messer vorsichtig und doch beherzt die Körner von oben nach unten abschneiden. Zwiebel und Knoblauch häuten, beides fein würfeln. Die Tomaten vierteln und grüne Strünke entfernen.
(3) In einem großen Topf einen großzügigen Schluck Olivenöl bei mittelhoher Hitze warm werden lassen. Die Zwiebelwürfel glasig dünsten darin, dann den Knoblauch zufügen und so lange anbraten bis er duftet. Die Möhren und Kartoffeln hineingeben, kurz mitdünsten. Dann die Spitzkohlstreifen und Fenchel, Zucchini und Mais. So lange bei höherer Hitze andünsten bis der Kohl anfängt zusammen zu fallen. Tomatenviertel zufügen. Gut salzen und pfeffern. Etwa 500 ml Wasser angießen. Jetzt noch nicht komplett mit Wasser oder Brühe bedecken, weil noch die Brühe hinzukommt, in denen die Grießklößchen gegart werden.
(4) Während das Gemüse im großen Suppentopf andünstet einen mittelgroßen Topf mit Wasser (plus Gemüsebrühpulver) oder Gemüsebrühe aufsetzen, gut 1 l sollte es schon sein. Zum Kochen bringen, dann auf niedrige Hitze runter stellen. Mit einem (oder zwei, wer ordentliche Nocken haben will) Teelöffel aus dem gequollenen Grießteig Nocken in die simmernde Brühe geben. Sie sinken erst auf den Boden. Vorsichtig mit einem Holzspatel im Topf rühren, damit nichts auf dem Boden anbrennt. Wenn sie nach oben steigen noch 10 bis 15 Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen. Wenn sie fertig sind, die Grießnocken aus der Brühe nehmen und zwischenparken. Die Brühe zur Suppe gießen.
(5) Wenn es noch nicht genug Flüssigkeit in der Suppe sein  sollte, noch etwas Wasser nach füllen. Deckel drauf und köcheln lassen bis das Gemüse gar ist, aber noch nicht zerkocht. Das dauert etwa 30 Minuten. Währenddessen die Basilikumblätter in feine Streifen schneiden.
(6) Die Grießnocken zur Suppe geben, nochmal warm werden lassen. Mit Basilikum bestreuen und servieren.

Genießen!

Ein Hoch auf die Schmorgurke! – Sahniges Spreewälder Schmorgurken-Gemüse

Bevor ich vorletzte Woche nach 3,5 Wochen endlich wieder Richtung Kassel fuhr, war ich am Freitag vorher noch schnell beim Gemüse-Vietnamesen des Vertrauens und erstand mit Frau Mama (neben 3,5 kg Pflaumen) eine schöne Schmorgurke, die ich gedachte mit nach Mitteldeutschland zu nehmen, weil es hier ja doch eher selten bis gar nicht Schmorgurken zu kaufen gibt.

Jetzt musste das Schätzchen natürlich auch verarbeitet werden, besser wird sie definitiv nicht mit der Zeit im Kühlschrank. Leider hab ich kein wirklich regionales Kochbuch über Mecklenburg-Vorpommern oder Berlin/Brandenburg, das sollte mal geändert werden und so machte ich mich bei den üblichen verdächtigen Seiten im Internet auf die Suche. Bei den Küchengöttern wurde ich fündig und mich lachte das Rezept für Spreewälder Gurkengemüse an. Mit Schinken, mit Sahne, mit Sahne, mit Dill undetwas süß-säuerlich abgeschmeckt. Hört sich ja nicht verkehrt und erinnert ein bißchen an die mecklenburger Version. Nun habe ich die halbe Menge an Sahne durch Milch ersetzt, einfach weil ich zuviel Sahne auf einmal nicht gut vertrage und die Gefahr, dass die Milch ausflockt auch nicht allzu hoch war, da die Sauce mit ein wenig Mehl gebunden wird.

Ein wirklich einfach zuzubereitendes Gericht, dass auch relativ schnell geht, also perfekt für geschäftige Samstage. Eine tolle sahnige süß-saure Sauce, bei der der Dill wirklich perfekt mit seiner leichten anisigen Süße reinpasst. Der feine Gurkengeschmack mit dem leichten salzigen Räuchergeschmack des Schinkens. Großartig! Wird eine meiner Lieblingskombos mit Schmorgurken!

Spreewälder Gurkengemüse

Zutaten für 2 Portionen:
1 große Schmorgurke (ca. 700 g)
1 Zwiebel
100 g Schinkenwürfel
1 EL Rapsöl
Salz, Pfeffer
2 TL Puderzucker
2 TL Mehl
100 ml Sahne
100 ml Milch
1 EL Weißweinessig
3 EL gehackter Dill

(1) Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Von der Schmorgurke die Enden abschneiden, schälen und halbieren. Mit einem Löffel die Kerne rauskratzen. Die Gurkenhälften in 1 cm breite Streifen schneiden.
(2) Das Öl in einer größeren Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel- und Schinkenwürfel darin in 5 Minuten andünsten, dabei aber nicht dunkel werden lassen.

Quelle: KüchengötterSpreewälder Gurkengemüse

Jetzt muss ich es mal zugeben. Ich bin nicht der große Foodphotograph und will es auch gar nicht werden! Ich habe eine doof gelegene Wohnung (so von wegen Himmelsrichtungen), meine Kamera ist nur eine Knipse, normalerweise nehme ich meine Bilder am Wohnzimmerfenster auf, weswegen man die dreckigen Ecken der Fensterleibungen manchmal sieht, habe keine Unmengen an Accessoires und kein Platz für extra Knips-Tischchen. Und ich mag es, mein Essen warm essen. Trotzdem gebe ich mir ein bißchen Mühe, versuche nett anzurichten (eine große Schwäche hier) oder mache tatsächlich kleine Schüsselchen zusätzlich dreckig, um die Gerichte in kleineren ansehnlicheren Portionen zu präsentieren. Naja, an die tollen Bilder von anderen Blogs komme ich nicht ran… Egal! Aber natürlich ess ich die schick angerichteten Mini-Portionen nicht so wie sie auf dem Teller sind, sondern nehme vernünftige Portionen auf großen Tellern und das sieht dann so aus, mit Pellkartoffeln zusammen vermischt:

Danke Frau Gröner für den Anstoß! Mögen vielleicht noch andere Foodblogger bekennen, wie es dann zum Essen wirklich bei ihnen auf den Tellern aussieht? Wir sind doch alle nur normale Esser …

Pasta mit marinierten Ofen-Zucchini

So, bevor die Zucchini-Saison endgültig sich dem Ende neigt, hier noch ein wirklich, ernstlich total köstliches – und dazu noch schnelles Rezept mit Zucchini. Gefunden hatte ich es beim Kochfrosch und auch Micha von „Grain de sel“ war sofort begeistert. Es ist aber auch zu einfach zu kochen: Zucchini fein hobeln, etwas würzen, in den Ofen geben, in der Zeit die Pasta kochen, die gebackenen Zucchinischeiben mit Essig und Brühe kurz marinieren und mit der Pasta vermischen. Großartig! So einfach, so lecker! Wer jetzt Angst hat, dass das ganze zu essigsauer wird, der sei beruhigt. Durch den milderen Balsamico bianco ist das ganze wunderbar harmonisch und die Minze sorgt für einen netten Frischekick. Wenn ich eigene Zucchinipflanzen hätte, würde ich dafür definitiv die letzten Zucchini opfern. Also schnell ran an den Ofen!

Balsamico-marinierte Zucchini-Pasta

350 g Zucchini
3 + 1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
250 g Nudeln (z.B. Penne oder Conchiglie)
5 EL Balsamico bianco
75 ml Gemüsebrühe
2 Knoblauchzehen (konfiert) oder 1 frische
2 1/2 EL gehackte Minze

(1) Den Ofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
(2) Die Zucchini waschen und in dünne Scheiben hobeln. Mit 3 EL Olivenöl wenden und auf dem Backblech verteilen. Salzen und pfeffern und auf der obersten Schiene für ca. 12 Minuten backen.
(3) Zwischenzeitlich die Nudeln in reichtlich Salzwasser nach Packungsanweisung bissfest garen.
(4) Für die Marinade das restliche Olivenöl mit dem Balsamico bianco und der Gemüsebrühe verrühren. Die Knoblauchzehe häuten und ganz fein hacken und in die Öl-Brühe-Mischung geben oder die konfierten Knoblauchzehen zermanschen und drunter mischen. 1-2 EL Minzeblättchen in feine Streifen schneiden, unterrühren. Die Marinade mit Salz und Pfeffer abschmecken.
(5) Die frisch gebackenen Zucchinischeiben sofort mit der Marinade vermischen und die abgegeossenen Nudeln unterrühren. Mit den restlichen Minzeblättchen und dem Parmesan servieren.

Genießen!

Quelle: KochfroschSommerpasta vom Feinsten: Gebackene Zucchini

Sonntagswürdig: Zitronenhähnchen mit Honigfeigen

Und noch ein Rezept, dass mit der Lieblingscousine ausprobiert wurde, als sie mich Anfang August besuchte. Eigentlich hatte ich schon länger im Kopf es zu kochen, aber mit Besuch machte es nochmal soviel Spaß. Erst Recht, wenn es sowas sonntagsessenwürdiges ist wie dieses Huhn. Ich finde die Idee des Sonntagsessens eigentlich ganz angenehm (genauso wie die des Abendbrots übrigens). Zum Ausklang des Wochenendes und der anstrengenden Woche sich nochmal was richtig gutes Gönnen, eben kein schnell husch-husch Alltagsessen, dass man sich nach der Arbeit zusammen kocht. Sonntags kann es gerne auch etwas aufwendiger sein, etwas länger dauern, damit man sich und seine Lieben auch mal ein wenig verwöhnen kann.

Im August begann ja die Feigen-Saison, zumindest in meinem türkischen Supermarkt umme Ecke und sie hält noch an. Im „Sommerküche„-Buch von Tanja Dusy lachte mich das Rezept vom Zitronenhuhn mit Honigfeigen an. Schnell die Cousine gefragt, was sie davon hält und trotz der Verwendung von Hühnerschenkeln mit Knochen wurde dem Rezept zugestimmt. Die Zubereitung dauert zwar ein bißchen (aber man muss nicht jede Minute neben dem Essen stehen) und erfordert ein wenig zeitliche Planung, ist aber vom Prinzip her tüteneinfach: Marinade vorbereiten – Hähnchen marinieren – Hähnchen anbraten – Hähnchen in den Ofen – Feigen zubereiten – fertig. Das Marinieren benötigt etwas 6 Stunden Zeit, das Hähnchen kann aber auch schon gut am Abend vorher in die Marinade geschmissen werden und im Ofen braucht es ca. 45 Minuten. Genug Zeit wiederum um die Beilage, hier schneller Couscous und die Feigen zuzubereiten und auch die Küche wieder auf Vordermann zu bringen, so dass man nach dem Essen gepflegt ohne schlechtes Gewissen ein Nickerchen machen kann.

Die Lieblingscousine und ich fanden es außerordentlich köstlich! Saftiges, zartes Fleisch, fruchtige Sauce, etwas Säure, etwas Süße durch die Feigen und den Honig. Großartig! Kann es nur jedem Empfehlen mal dringend nachzukochen! Unbedingt sogar!

Zitronenhuhn mit Honigfeigen

Zutaten für 4 Portionen:
4 Hähnchenkeulen
1 große Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/4 Bund Petersilie
1/2 Bund Thymian
1 große Chilischote
1 1/2 Bio-Zitronen
6 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
300 ml Hühner- oder Gemüsebrühe
6 Feigen
2 EL Butter
2 EL Honig

Achtung: Marinierzeit von 6 Stunden!

(1) Die Hähnchenkeulen im Gelenk teilen, gut waschen und trocken tupfen. Zwiebel und Knoblauch häuten und fein würfeln. Kräuter waschen, trocken schütteln, die Blättchen von den Stengeln zupfen und grob hacken. Die Chilischote waschen, halbieren, Kerne und weiße Innenhäute entfernen, in Ringe schneiden. 1/2 Zitrone auspressen. Den Saft mit den Zwiebel- und Knoblauchwürfeln, den Kräutern, Chili und 4 EL Öl mischen. Die Keulenstücke in einen großen Gefrierbeutel geben, die Marinade dazu und gut mit den Händen massieren, damit alle Hähnchenteile mit der Marinade in Berührung kommen. Mindestens 6 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen, gerne auch über Nacht.
(2) Den Ofen auf 190°C vorheizen.
(3) Die übrige Zitrone heiß waschen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel-Kräuter-Mischung vom Hähnchen kratzen und auffangen. Die Hähnchenteile salzen und pfeffern.
(4) Restliches Olivenöl in einem Bräter (oder einer Pfanne, die groß genug ist und in den Ofen darf) erhitzen und die Hähnchenteile von allen Seiten hellbraun anbraten. Herausnehmen und eventuell überschüssigen Öl abgießen. Die Zwiebel-Kräuter-Mischung in den Bräter geben und etwa 2 Minuten lang anbraten. Die Brühe angießen, einmal aufkochen lassen und die Hähnchenteile mit der Hautseite nach oben in den Bräter legen. Mit Zitronenscheiben belegen. Offen für 45 Minuten in der Mitte des Ofens (jetzt erst Umluft 175°C) 45 Minuten goldbraun braten.
(5) Etwa 15 Minuten vor Ende die Feigen waschen, trocknen und vierteln. In einer Pfanne die Butter zerlassen und die Feigenviertel auf einer Schnittseite 1 Minute anbraten. Auf die zweite Schnittseite wenden und nochmals 1 Minute braten. Den Honig drüber träufeln, die Feigen kräftig darin schwenken und auf der Hautseite noch ein wenig ziehen lassen. Zum Huhn geben und 2-3 Minuten mitgaren lassen.

Zusammen mit Couscous oder frischem Fladenbrot

genießen!

Quelle: Dusy, T. (2010): Sommerküche voller Sonne und Aroma. Gräfe und Unzer. München. p 227

Ein Hoch auf die Schmorgurke! – Lauwarmer Kartoffel-Schmorgurken-Salat

Und noch einmal die geliebten Schmorgurken bevor die Saison endgültig vorbei ist, ist ja immerhin schon Mitte September. Den Salat bastelte ich schon Anfang August, aber auch jetzt mit frischen Kartoffeln aus dem Garten ist er für ein relativ schnelles Sonnabendmittagessen gut geeignet. Dadurch, dass der Salat noch lauwarm gegessen wird und nicht ewig durchziehen muss, ist man innerhalb einer Stunde fertig damit. Das Rezept habe ich auf der Lecker-Homepage gefunden, wo noch Speck zusätzlich angegeben wird, aber hatte ich nicht und wollte auch nicht noch extra nur deswegen los, also einfach weggelassen *g* Schmeckt auch so sehr wunderbar! Ich kann den Salat nur empfehlen als Alternative zu den normalen Mayo-Kartoffelsalaten. Schön gurkig, etwas dillig, was unglaublich gut mit der Gurke und den Kartoffeln harmoniert, frisch, wunderbar!

Lauwarmer Kartoffel-Schmorgurken-Salat

Zutaten für 2 Portionen:
400 g Kartoffeln
1/2 rote Zwiebel
1 Schmorgurke (oder 1,5 Salatgurken)
1/2 Bund Dill
3 EL Olivenöl
150 ml Gemüsebrühe
2 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer
1 Prise Zucker
1 Tomate

(1) Kartoffeln ungeschält in kochendem Salzwasser ca. 25 Minuten garen.
(2) Die Zwiebel häuten und in feine Halbringe schneiden. Gurke schälen, halbieren, entkernen und in etwa 0,5-1 cm dicke Scheiben schneiden. Den Dill waschen, trocken tupfen und fein hacken.
(3) Öl in einer heißen Pfanne erhitzen, Zwiebel und Gurkenscheiben darin anbraten. Mit Brühe ablöschen und etwa 5 Minuten ohne Deckel kochen lassen. Vom Herd nehmen, den Dill und Zitronensaft unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen.
(4) Kartoffeln, abgießen, kurz abkühlen lassen bis man sie handhaben kann, pellen und in Scheiben schneiden. Zur lauwarmen Vinaigrette geben und ca. 20 Minuten ziehen lassen. Tomaten waschen, in Spalten schneiden und zum Salat fügen.

Auf Tellern verteilen, servieren und

genießen!

Quelle: leicht verändert nach Lecker.de

Schmeckt auch am nächsten Tag bei Zimmertemperatur noch sehr gut, also perfekt für’s Büro oder Picknick!

Ein Hoch auf die Schmorgurke! – Mecklenburger Schmorgurkenpfanne

Ich liebe Gurken! Könnte ich immer und ständig essen! In allen möglichen Varianten, als Rohkost, im Sushi, als und im Salat, im Kartoffelsalat, eingelegt mit Gewürzen, in Salzlake, als ungarische Sommergurken oder Senfgurken und auch warm. Für die einige mag das etwas befremdlich klingen, aber ja Gurken kann man auch als warmes Gemüse essen. Das geht auch gut mit der üblichen Salatgurke, die man so in Supermärkten bekommt, ich bevorzuge eindeutig meine geliebte Schmorgurke. Schmorgurken rocken!

Sie sind größer und dicker als Salatgurken (auch Schlangengurken genannt in manchen Regionen), haben eine festere Schale und auch mehr Kerne. Damit man sie genießen kann, müssen sie definitiv geschält und dann am Besten mit Hilfe eines kleinen Löffels die Kerne entfernt werden, einfach raus kratzen. In mundgerechte Stücke geschnitten kann der Kochspaß schon losgehen.  Typisch sind die für Mecklenburg-Vorpommern sowie Brandenburg und Berlin. Ich sage nur Gurkenmekka Spreewald! Nun bin ich ja in Mecklenburg-Vorpommern geboren, kannte Schmorgurken aber immer nur in der Version anschmurgeln-und-Ei-drüber-stocken-lassen zum Abendbrot. Hat sich Frau Mama mal überlegt als sie alleine lebte und mal eine Schmorgurke zum ausprobieren kaufte. Auf der deutschen Seite der Familie war es ein unbekanntes Gemüse. Aber so typisch mecklenburgische Zubereitungen kannte ich bisher nicht. Da musste ich erst von Frau Kochschlampe auf diesen Artikel über Schmorgurken im „Rauschmittel„-Blog (sehr lesenswert übrigens) aufmerksam gemacht werden. Und als wir vorletztes Wochenende von Gartenfreunden drei Schmorgurken aus dem Gewächshaus bekamen, war klar, dass genau diese Art und Weise ausprobiert werden muss. Es ist jetzt kein Gericht, dass man Holterdipolter machen kann, wenn einem schon der Magen in den Kniekehlen hängt. Die vorbereiteten, gesalzenen Gurken müssen erst noch eine Stunde Saft ziehen, der dann wiederum zum Schmoren mitbenutzt wird. Anders als bei „Rauschmittel“ angegeben habe ich Hackfleisch benutzt, Schinken so fein zu würfeln, war mir irgendwie zu mühselig, aber laut gestandener Mecklenburger (bin ich ja nicht, eher eine sachsen-anhaltinisch-ungarische Mischung, die zufällig in Rostock geboren wurde *g*) ist das auch zulässig. Es kommt ein wunderbar einfaches, wohlschmeckendes Essen bei rum, zu dem Pellkartoffeln (aus dem eigenen Garten, toll!) oder auch Reis passt. Mache ich mir die Tage gleich wieder!

Schmorgurkenpfanne mecklenburgisch

Zutaten für 2 Personen:
2 mittlere Schmorgurken
Salz
1 Zwiebel
300 g Hackfleisch (oder magerer Schinken in Würfeln)
ein kleiner Schluck Öl
Pfeffer
250 g Schmand/Creme fraiche
je 1/2 Bund Petersilie und Dill

(1) Die Gurken schälen, vom Blütenansatz zum Stengel, damit sich eventuell vorhandene Bitterkeit nicht noch in der gesamten Gurke verteilt. Die Gurken halbieren, das Kerngehäuse mit Hilfe eines kleinen Löffels rauskratzen. Die Gurkenhälften in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Etwas salzen, in ein Sieb geben und eine Stunde Wasser ziehen lassen. Das Wasser ja nicht wegschütten!
(2) Die Zwiebel häuten und in feine Würfel schneiden.
(3) In einer größeren Pfanne mit Deckel das Öl erhitzen. Das Hackfleisch (oder Schinken) zugeben und krümelig braten. Die Zwiebelwürfel mit hinein geben und glasig werden lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Gurkenstücke zufügen, nochmals etwas pfeffern, das aus den Gurken getropfte Wasser mit in die Pfanne gießen, Deckel drauf und etwa 15-20 Minuten schmoren lassen bis die Gurken glasig sind, sprich gar aber auch noch Biss haben.
(4) In der Zwischenzeit die Petersilie und Dill abwaschen, trockentupfen und fein hacken.
(5) Zum Schluss den Schmand unter das Hack-Gurken-Gemüse rühren und die Kräuter unterrühren. Nochmal abschmecken.

Genießen!

Dazu passen wunderbar frisch gekochte Pellkartoffeln, aber auch Reis kann ich mir vorstellen.

Quelle: RauschmittelEin sommerliches Gericht

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