Nicht ungern in Ungarn 2013: Tag XII

Heute mal ein ganz fauler Tag. Die letzten Tage mit der Familie waren ein bißchen anstrengend. Deshalb den Vormittag nur im Bett rumgedümpelt, Kreislauf gepflegt, ein wenig rumgeinternettet. Dann gegen Mittag der Tante ein wenig in der Küche geholfen und leckeres Mittagessen bekommen. Als ersten Gang gab es einen trüben Rest Hühnerbrühe von gestern mit Gemüse und einem Monster-Leberknödel *g*

Als zweiten Gang hatte Tante Tökfözelék, also Kürbisgemüse gekocht mit Klops/Frikadelle/Bulette/Fleischpflanzerl dazu. Es sieht zwar ein wenig anders aus als meine Variante, hat aber sehr ähnlich geschmeckt und war köstlich. Deshalb an dieser Stelle nochmal der Hinweis zum Rezept vom ungarischen Zucchinigemüse, unbedingt machen! Soo einfach und soo lecker!

Nachmittags hab ich Tante dann wieder beim Ameisespielen geholfen und ca. 7 kg der gestern gepflückten Pflaumen entkernt und halbieren. Was für eine meditative Arbeit. Auf der Terrasse in der Sonne sitzen, eine Pflaume nach der anderen aus dem Eimer fischen, immer dieselben Handbewegungen, den Gedanken nachhängen oder eben an gar nichts denken. Sehr entspannend! (Ich putze ja auch für mein Leben gern Bohnen oder Champignons *g*) Aus einem Teil wird Marmelade, ein Teil wird als Kompott eingekocht, ein Teil roh eingekocht und ein Teil zu Schnaps verarbeitet.

Das war’s auch schon mit spannendem vom Tag! Eigentlich hatte ich den ganzen Tag auch TV Paprika an, ein ungarisch-tschechischer Sender, der sich eigentlich nur mit Kochen beschäftigt. Dort hat mir Martha (die Stewart) gezeigt wie man ordentlich schmort und pochiert, Nigella (die Lawson) hat mir ein paar Sachen zu Chili erklärt und Jamie kostet sowieso nur den ganzen Tag in der Gegend rum *ggg* Auch gibt es eine Sendung, in der eine ungarische Roma, Margó Bódi typische Roma-Gerichte kocht. Total interessant und lustig! Ich habe festgestellt, dass es für mich der perfekte Fernsehsender zur Berieselung ist, wenn mir von zuviel Essen am Wochenende übel ist. Das funktioniert aber wahrscheinlich auch nur bei Foodbloggern *g* So und jetzt lausche ich weiter dem starken Wind draußen und wie er an den Rolläden der Fenster rüttelt. Auch so ein typisches Ungarn-Ding für mich …

Schlaft gut allerseits!

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6 Kommentare zu “Nicht ungern in Ungarn 2013: Tag XII

  1. Schnick Schnack Schnuck 3. September 2013 um 08:05 Reply

    Ah, danke für den Fernsehtipp! Bei den Roma in Rumänien hatten wir hauptsächlich gegrillt, aber das ist wohl überall typisch im Sommer.

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    • Anikó 3. September 2013 um 21:39 Reply

      Das hört sich echt interessant an Deine Reise nach Rumänien! Darf man fragen, was das für ein Buchprojekt ist?

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  2. hafensonne 3. September 2013 um 09:59 Reply

    Starker Wind, der an den Rolläden rüttelt? Dat kannste hier ooch haben, Schätzelein! Falls Rolladen vorhanden…

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    • Anikó 3. September 2013 um 10:04 Reply

      Die Rolläden fehlen halt im Plattenbau ;-) Erst Recht diese relativ alten, schweren wie sie hier Brauch waren…

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      • hafensonne 3. September 2013 um 10:14

        So exponiert wie wir wohnen, brauchen wir auch keine Rolläden, um den Wind pfeifen zu hören ;-) aber alte schwere Rolläden sind schon goil. Hatte ich mal in’ner Hochparterre-Altbauwohnung in Berlin. Moment, ich hab auch mal direkt Paterre gewohnt mit Rolläden, da standen morgens öfter mal Bierflaschen aufm Fensterbrett ;-)

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  3. Tanya 4. September 2013 um 23:10 Reply

    Das ungarische Zucchinigemüse haben wir gestern nach gekocht und waren hellauf begeistert! Danke dafür! Wir haben nur die Zucchini nicht geraspelt sondern sie in feine kleine Stücke geschnitten, denn wir mögen es gern mit ein wenig Biss.

    Deine Reiseberichte sind SO toll, es ist, als mache man selber ein wenig Urlaub in Ungarn, ich freue mich jeden Tag darüber und lese sie auf den Weg zur Arbeit, der lässt sich dann ein wenig besser ertragen :)

    Tanya, voll des Lobes

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