Archiv für den Monat Oktober 2013

Fixe Tomaten-Frischkäse-Sauce

Ich bin immer noch auf der Suche nach schnellen Rezepten, die ohne viel Stehen auskommen und alltagstauglich sind. Eigentlich ist dies nur eine spontane Abwandlung meiner Standard-Tomatensauce, die dem Umstand geschuldet war, dass da noch Frischkäse im Kühlschrank seiner Verwendung harrte. Mir war auch schon nach einer sahnig, cremigen Tomatensauce, aber ich bin wirklich kein großer Sahne-Fan und hab das Zeug dementsprechend selten zu Hause. Aber der Frischkäse schien mir ein guter Ersatz zu sein, er gibt wirklich eine nette Note zu den Tomaten. Zum Schluss habe ich die Sauce nur fix durch püriert, damit die Tomaten etwas feiner werden und sich der Frischkäse schön gleichmäßig verteilt. Dann wird noch der zerrupfte Basilikum unter gerührt und dann ab auf den Teller. Einfach, schnell und glücklichmachend.

Fixe Tomaten-Frischkäse-Sauce

Zutaten für 2 Personen:
1/2 Zwiebel
1 (confierte) Knoblauchzehe
Olivenöl oder Öl des confierten Knoblauchs
1 kleine Dose Tomaten (ca. 400 g)
Salz, Pfeffer
1 Prise Zucker
3 gute TL Frischkäse
1 handvoll Basilikumblätter

Parmesan zum Servieren

(1) Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Den Knoblauch sofern er roh verwand wird ebenfalls, den confierten einfach zermanschen.
(2) In einem kleinen Topf einen Schluck des Öls erhitzen. Die Zwiebelwürfel andünsten bis sie weich und glasig sind. Dann den Knoblauch zufügen und andünsten bis er duftet. Die Tomaten aus der Dose zugeben, salzen und pfeffern. Zugedeckt köcheln lassen bis die Nudeln fast gar gekocht sind.
(3) Den Topf vom Herd nehmen und den Frischkäse unterrühren, mit einem Stabmixer die Sauce kurz pürieren, damit sich der Frischkäse gut verteilt. Kosten und wenn gewünscht mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. Zum Schluss die zerrupften Basilikumblätter unterrühren.

Mit der Pasta vermengt und ordentlich Parmesan bestreut servieren und

genießen!

Herzhaft plus süß – Würzige Rote Linsen-Suppe plus Ofenpfannkuchen

Krankheitsbedingt kann ich nicht mehr so gut stehen, so nach 30-40 Minuten geht nichts mehr und ich muss mich am Besten auf’m Sofa lang machen (nicht schlafen, nur liegen reicht). So bin ich neuerdings verstärkt auf der Suche nach vielfältigen, leckeren Rezepten, die sich quasi von selbst irgendwo und irgendwie machen … Nun gibt es ein paar Rezepte, da muss man einfach länger stehen, etwa wenn man gemütlich-meditativ einen Palacsinta nach dem anderen ausbäckt. Geht jetzt leider nicht mehr so ohne weiteres, aber ich hatte trotzdem Lust auf Pfannkuchen/Eierkuchen/Palacsinta. Bei Sabines Beitrag über ihre Ferienwohnungskocherei des letzten Dänemark-Urlaubs bin auf das Stichwort „Ofenpfannkuchen“ gestoßen. Ach, das ist ja mal ein interessantes Konzept! Teig zusammen rühren, auf ein Backblech, in den Ofen, warten, fertig! Muss ausprobiert werden! Und es hat tatsächlich gut funktioniert! Gut, der Pfannkuchen ist dicker als meine ungarischen, aber trotzdem echt lecker! Und ich muss noch heraus finden, wie ich miese, fiese Mehlklümpchen beim Teigzusammenrühren verhindere *grübel* Den fertigen Pfannkuchen kann man gut in vier dicke Streifen schneiden, mit Marmelade oder einer anderen Füllung der Wahl bestreichen, zusammen rollen und genießen! Auf der Unterseite konnte man dann tatsächlich noch das schöne Pfannkuchenmuster erkennen. Total einfach und auch familienfreundlich!

Und weil der Ofenpfannkuchen das Mittagessen sein sollte, brauchte ich noch eine herzhafte Komponente, sonst wäre mir den gesamten Nachmittag übel gewesen ;-) Dafür bot sich die Suppe aus roten Linsen und Möhren mit einigen Gewürzen an, die sich köstlich anhörte, und meine Vorräte an Linsen ein wenig verringerte. Schöne Suppe geworden! Pikant, würzig, wärmend! Und sie passte somit super zu den milden, süßen Pfannkuchen. Tolle Kombination, kann ich nur jedem empfehlen!

Rote Linsensuppe mit Zitrone

Zutaten für 2 Portionen:
1,5 EL Olivenöl
1 Zwiebel, gewürfelt
2 Knoblauchzehen (konfiert)
oder 1 rohe Knoblauchzehe, fein gehackt
1 TL Tomatenmark
1/2 TL Kreukümmel gemahlen
1/2 TL Salz
Pfeffer
1/2 TL Paprikapulver rosenscharf
oder
1 Prise Chili oder Cayenne
750 ml Gemüsebrühe
100 g rote Linsen
1 Möhren, geschält und gewürfelt
guter Spritzer Zitronensaft
3 EL gehackter Koriander oder Petersilie

(1) Das Öl bei hoher Hitze in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch hinzufügen und golden dünsten, etwa 4 Minuten lang. Tomatenmark, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer und Paprikapulver hinzufügen und für etwa 2 Minuten mit anbraten, damit sich die Aromen entfalten. Die Gemüsebrühe, Linsen und Möhren hinzufügen. Aufkochen lassen und teilweise abgedeckt bei mittel-kleiner Hitze ca. 30 Minuten kochen lassen bis die Linsen weich sind. Probieren und noch Salz hinzufügen falls nötig.
(2) Mit einem Stabmixer grob pürieren, so dass noch Stückchen bleiben. Mit dem Zitronensaft abschmecken. Koriander oder Petersilie hinzufügen und servieren.

Genießen!

Quelle: Hesser, A. (2010): The Essential New York Times Cook Book – Classical Recipes for a New Century. – Red lentil Soup with Lemon. p163

Finnische Ofenpfannkuchen

Zutaten für 1 Fettpfanne/4 Portionen:
600 ml Milch
250 g Mehl
3 Eier
1 Prise Salz
Mark 1/2 Vanilleschote
oder
1/2 TL Vanillepaste
1 EL geschmolzene Butter
1 EL brauner Zucker

(1) Den Ofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze oder 180°C Umluft) vorheizen. Die Fettpfanne mit Backpapier auslegen.
(2) Alle Zutaten für den Teig möglichs klümpchenfrei miteinander verrühren. Den Teig in die Fettpfanne gießen, gegebenenfalls mit Hilfe eines Teigschabers gleichmäßig verteilen.
(3) Die Fettpfanne auf die zweite Schiene von unten (oder in der Mitte) in den Ofen schieben und 30 Minuten backen lassen bis er goldbraun ist.

In Streifen schneiden, je nach Wunsch bestreichen (Marmelade, Quark, Zucker.Zimt, Kakao, …) und servieren.

Quelle: Hamburg kocht!Pannukakku

Liebster Besuch V: Asiatische Sommerrollen

Nata hat mich ganz wuschig gemacht! Erst erzählt Miss Boulette von sprossengefüllten Frühlingsröllchen, davon wird nata selbst so angefixt, dass sie auf Facebook nur noch von Röllchen redete. Und schwupps war sie bei mir wieder da, die Lust auf leichtes asiatisches Essen. Und was eignet sich da perfekter als die schon ewig lagernden Vorräte an Reispapier mit der allerliebsten Vegetarierin anzubrechen. Und da Frau Kochschlampe die weitreichendere Erfahrung mit Sommerröllchen hat, war es an ihrem Besuchswochenende fällig.

Eigentlich haben wir dann nur einen bunten, rohen Gemüsesalat in das Reispapier eingewickelt, aber das war so lecker und auch so simpel! Einfach eine ordentliche Portion frisches Gemüse in streichholzgroße Stäbchen schnippeln (Frau Kochschlampe schnippelte, was machte ich denn währenddessen? *grübel*), wer mag noch eine Portion Sojaprotein, hier in Form von Räuchertofu oder auch tierische Proteine in Form von angebratenem Hühnchen oder Steak. Mir war als ob da auch noch gegarte Reisnüdelchens reinkommen, Frau Kochschlampe war dagegen, ihrer Meinung nach sind das nur unnötige Kohlehydrate, die den Platz von leckerem Gemüse wegnehmen. Das Rollen gestaltete sich für Grobmotoriker wie uns erstaunlich einfach: Reispapier 5 Sekunden in kaltem Wasser einweichen, auch einen Teller legen, etwas von der Füllung drauf, die Seiten einschlagen und aufrollen. Fertig! Easypeasy! Ruckzuck sind 10 Röllchen fertig, die uns zwei locker reichten. Ich kann mir vorstellen, dass das Basteln auch mit Kindern ein großer Spaß ist. Großartiges Essen! Werde wohl öfter ein paar Röllchen machen …

Asiatische Sommerrollen

Zutaten für 2 Portionen:
1 Möhre
2 Frühlingszwiebeln
1/3 Gurke
100 g Räuchertofu
1/2 Avocado
1/4 rote Paprikaschote
2 Champignons
10 Stück Reispapier

Dip der Wahl z.B. süß-scharfe Chilisauce

Das Gemüse putzen und mit dem Tofu zusammen in streichholzgroße Streifen schneiden. Eine große Schüssel mit etwas kaltem Wasser füllen. Pro Rolle ein Reispapier für etwa 5 Sekunden in dem kalten Wasser einweichen, auf einen Teller legen, sofort mit den gewünschten Zutaten der Füllung belegen. Erst die beiden Seiten etwas über die Füllung klappen (damit ja keine Füllung entfleuchen kann) und dann von unten her aufrollen. Auf einem Teller zwischenparken. Die fertigen Röllchen sollten sich nicht berühren, das Papier klebt fürchterlich an anderem feuchten Reispapier.

Mit einem Dip der Wahl

genießen!

Ungarische Quarknudeln aus dem Ofen

Es gibt so ungarische Alltagsgerichte, die ich nur alle Jubeljahre mal mache, aber dann überfällt mich die Lust darauf und dem muss unbedingt nachgegangen werden. Eigentlich trieb mich diesmal eher die Lust auf salzigen, knusprigen Schinken

und weil eben noch Quark im Kühlschrank seiner Verwendung harrte, wurden kurzerhand ungarische Quarknudeln daraus gemacht. Dabei ist das hier in Deutschland eher schwierig, weil ungarischer Quark eine sehr krümelige, trockene Angelegenheit ist im Gegensatz zu unserem deutschen cremigen. Aber diese kleinen Krümel im Essen muss schon sein, sonst fühlt sich das irgendwie falsch im Mund an. Herr Papa fand den perfekten Ersatz: Hüttenkäse. Und dann noch ein wenig Saure Sahne unter die Nudeln und den knusprigen Schinken unterrühren. Fertig! Jetzt gibt es zwei Varianten, die einen bevorzugen eine ordentliche Portion Pfeffer obendrauf, andere (wie ich) eher ein wenig Puderzucker. Es hört sich vielleicht komisch an, aber diese Kombi von Schinken und Zucker ist echt lecker!

Dieses Mal wollte ich eine andere Variante ausprobieren und habe in den Untiefen den Internets (wo genau habe ich leider verpeilt :-( ) eine Version, die noch im Ofen überbacken wird. Natürlich kann man die Zutaten auch nur miteinander vermischen, ist gut ohne Frage, aber im Ofen zusätzlich gegart, ist es noch leckerer. Wirklich schönes Alltagsessen.

Gebackene Túros tészta

Zutaten für 2 Portionen:
150 g Nudeln (am Besten Fleckerln)
100 g Schinkenspeck, feingewürfelt
ein kleiner Schluck neutrales Öl
200 g Hüttenkäse
100 g Saure Sahne
Salz, Pfeffer

(1) Die Nudeln nach Packungsanweisung garen und abgießen. Den Ofen auf 200°C vorheizen.
(2) Den Schinkenspeck mit einem Schluck Öl in einer mittelgroßen Pfanne bei mittlerer Hitze braten bis er leicht knusprig ist.
(3) In einer kleineren Auflaufform erst ein Drittel der Schinkenwürfel mit etwas vom Fett geben. Dann die Hälfte der Nudeln drauf geben. die Hälfte vom Hüttenkäse und der Sauren Sahne darauf geben, ein bisschen salzen, pfeffern. Das zweite Drittel vom Schinken wieder darauf, die restlichen Nudeln und oben auf wieder Hüttenkäse und Saure Sahne verteilen. Salzen, pfeffern und die letzten Schinkenwürfelchen drauf.
(4) Für ca. 20 Minuten in den Ofen geben.

Genießen!

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