Liebster Besuch II: Weiße Polenta mit süß-würzigem Ofen-Gemüse

Mit Frau Kochschlampe arten gemeinsame Wochenende immer in Kochorgien aus. Leider können wir nicht soviel essen wie wir gerne zusammen köcheln und backen würden *seufz* Weil ich einige Kürbisse erstanden hatte und dafür eine Verwertung brauchte, kam mir der Link von Donal Skehan zu seinem ofengerösteten süß-würzigen Butternutkürbis-Salat ganz recht (Frau Kochschlampe war weiteren Ideen zur Kürbisverwertung auch nicht abgeneigt). In einer Facebook-Gruppe fragte ich nach einer möglichen Beilage, weil es doch eher ein Hauptgericht denn Snack sein sollte und dort wurde weiße Polenta vorgeschlagen, was ich ganz spannend fand. Da diese hier in der nordhessischen kulinarischen Halbwüste eher nur aufwendig zu besorgen ist, fragte ich Frau Kochschlampe, ob sie welche mitbringen könnte, da es die in der Schweiz in jedem Supermarkt gibt. Und nicht nur zwei verschiedene Packungen weiße Polenta fanden ihren Weg hier her, nein noch andere tolle Mitbringsel kamen an:

Zwei Flaschen Sirup, Frau Kochschlampe ist eine fleißige Unterstützerin meiner Sirupsucht, und auch ein Paket Ruchmehl, dass der Schweizer an sich wohl wirklich gerne in seinen Brotwaren verbackt. Da werde ich mich mal auf die Suche nach Rezepten begeben und austesten wie geräuchert es dann wirklich schmeckt.

Zurück zum Ofengemüse und der Polenta. Zeitlich lässt sich das Essen super vorbereiten. So lange das Gemüse im Ofen bäckt, kann man sich um die Polenta kümmern. Das Gemüse ist ganz lecker, wir mochten die leicht rauchige Note von dem geräucherten Paprikapulver und die Mischung aus scharf mit süßlich, Frau Kochschlampe hat die Paprikaschote darin gestört und würde sie durch eine weitere rote Zwiebel ersetzen, die wunderbar süß wurden. Mich hat die Paprika nicht gestört, weil sie eine gewisse Frische mit ins Essen brachte, mir das Gemüse sonst zu erdig gewesen wäre. Von der weißen Polenta waren wir beide restlos begeistert. Abgesehen davon, dass sie tatsächlich weiß ist, nicht nur etwas weniger gelb. Nein, sie hat auch sehr stark nach Mais geschmeckt, viel intensiver als die normale Polenta. Großartiges Zeug! Wird es demnächst öfter geben!

Weiße Polenta mit süß-würzigem Ofen-Gemüse

Zutaten für 3 Portionen:

Für das Ofen-Gemüse
1 kleiner Butternut-Kürbis
1 rote Zwiebel
2 Möhren
1 Paprikaschote
Salz, Pfeffer
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Paprikapulver rosenscharf
1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
3-4 EL Olivenöl
3 TL Honig

Für die weiße Polenta:
100 g Polenta
500 ml Wasser
Salz
1 EL Butter
1 handvoll geriebener Parmesan

(1) Den Ofen auf 200°C vorheizen.
(2) Zuerst das Ofengemüse ansetzen. Dafür die Kürbis halbieren, Kerne auskratzen und schälen. Den Kürbis in Spalten schneiden. Die Möhren schälen und in etwa so große Stücke wie den Kürbis schneiden. Die Zwiebel häuten, Wurzelende intakt lassen und die Zwiebel achteln. Die Paprikaschote in große Würfel schneiden. In eine große Auflaufform geben. Mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und den Gewürzen gut vermischen. Den Honig drüber träufeln. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und 30-45 Minuten braten.
(3) Währenddessen die Polenta zubereiten. Dafür den Maisgrieß in eine Kasse oder Messbecher füllen. Das Wasser mit 1/4 TL Salz zum Kochen bringen. Polenta rein rieseln lassen, Temperatur reduzieren (es soll nur noch sanft köcheln, bei mir die kleinste Stufe). Ca. 30-40 Minuten köcheln lassen und dabei sehr oft umrühren, damit sich keine Haut bildet. Die Polenta sollte sich gegen Ende der Kochzeit vom Topfrand lösen, dick und fest sein. Die Butter und den Parmesan unterrühren, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Zusammen mit dem Ofengemüse servieren und

genießen!

Quellen: Ofengemüse: Donal SkehanSpicy Sticky Roast Squash Salad
Polenta: Kochen für SchlampenPolenta

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3 Kommentare zu “Liebster Besuch II: Weiße Polenta mit süß-würzigem Ofen-Gemüse

  1. marco 6. Oktober 2013 um 09:32 Reply

    Lustig! Frau Kochschlampe kauft wohl am selben Ort ein wie ich :) den Yuzu-Mint-Sirup auf dem Bild liebe ich innig heiss und ist beinahe schon Dauergast bei mir im Kühlschrank! Die weisse Polenta gibt’s bei uns tatsächlich in jedem Supermarkt und trotzdem habe ich sie noch nie probiert… höchste Zeit das mal nachzuholen! Du hast mich gerade richtig dazu animiert :)

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  2. zorra 26. Oktober 2013 um 08:58 Reply

    Ruchmehl schmeckt nicht geräuchert. ;-) Ruch bedeutdet rauh und in diesem Fall, dass es nicht so ganz fein ausgemahlen ist. Damit wird zum Beispiel Ruchbrot gebacken. http://www.kochtopf.me/stories/1-basisrezept-noch-mehr-brote-ruchbrot/

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    • Anikó 26. Oktober 2013 um 09:16 Reply

      Ah oh … Mein schweizerisch ist so schlecht (und Frau Kochschlampes offensichtlich auch *g*)! Danke für den Link, ich werde Dein Brot dann mal nachmachen, scheint ja nicht kompliziert zu sein :-)

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