Typisches Samstagessen – Hackschmorkohl

Noch ein traditionelle Samstagmittagessen. Wir sind ja eine typisch deutsche Mittagesserfamilie. Wenn es mittags nichts vernünftig warmes gibt, wird Herr Papa leicht grumpfig. Und sonnabends muss es bei uns nichts aufwendiges sein, da ist eh meist noch groß genug zu tun: einkaufen, aufräumen, Bad putzen, Blumen umtopfen, saugen, Wäsche waschen etc. Da bleibt für Mittag weder viel Zeit, noch viel Platz im Kopf. Das sollte dann einfach, unaufwendig und einigermaßen schnell zu köcheln sein.

Eines meiner absoluten Lieblingsessen sind ja Kohlrouladen. Dieser gebratene, schön braune Kohl!?! Ein Traum! Aber wenn man schlicht weder die Zeit noch die Lust noch die Personenanzahl zum erfolgreichen Kohlrouladen-Pfriemeln hat, ist Hackschmorkohl eine wunderbare Alternative. Einfach die Kohlstreifen bei hoher Hitze mit Geduld und wenig Rühren braun anbraten, Hack seperat anbraten und würzen, alles zusammen schmeißen und ein bißchen schmoren lassen, fertig. Und soo lecker! Ich liebe es einfach!

Hackschmorkohl

Zutaten für 4 Portionen:
3/4 Spitzkohl
neutrales Öl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
400 g Hackfleisch nach Wahl
Salz, Pfeffer
Kümmel
1 TL Paprikapulver edelsüß
300 ml + 2EL Wasser
3 TL Maisstärke

(1) Den Spitzkohl in feine Streifen schneiden. Die Zwiebel und Knoblauch häuten, Zwiebel halbieren und in Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken.
(2) Einen großzügigen Schluck Öl in einem großen Topf richtig heiß werden lassen. Den Kohl zufügen und bei hoher Hitze (hier Stufe 5 von 6) braun braten. Dafür nicht zu oft rühren und Geduld haben. Wenn der Kohl braun ist, mit Salz, Pfeffer und Kümmel (Menge nach Wunsch) würzen.
(3) Gleichzeitig in einer Pfanne etwas Öl erhitzen und das Hackfleisch krümelig anbraten. Sobald das Fleisch ein wenig angenommen hat und die Zwiebel und Knoblauch zugeben. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. So lange braten lassen bis das Fleisch braun ist. Wenn Wasser austritt ist das auch okay und es muss nicht so lange gebraten werden bis es verdunstet ist.
(4) Die komplette Fleischmasse zu dem gebräunten Kohl geben. Gut verrühren. 300 ml Wasser zufügen, Deckel drauf und bei mittel-schwacher Hitze schmoren lassen. Bei Spitzkohl dauert es etwa 20-25 Minuten bis er gar ist. Ruhig zwischendurch mal kosten.
(5) Am Ende der Garzeit die Hitze hochdrehen. Die Maisstärke mit 2 EL Wasser klümpchenfrei in einer kleinen Schale verrühren. In den Hackschmorkohl geben und so lange kochen lassen bis die Sauce ein wenig andickt.

Mit Kartoffeln servieren und

genießen!

Wenn man wie ich alleine lebt, kann trotzdem die ganze Portion gekocht werden und dann zwei Portionen einfrieren. Geht wunderbar, kein Geschmacksverlust.

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13 Kommentare zu “Typisches Samstagessen – Hackschmorkohl

  1. Doreen Brunnert 21. November 2013 um 15:17 Reply

    Mein Samstagessen ist gesichert. :-)

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    • Anikó 22. November 2013 um 08:49 Reply

      Das freut mich :-) Bin gespannt wie es Dir schmeckt!

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  2. marco 21. November 2013 um 23:53 Reply

    Die vielen feinen Kohlgerichte im Herbst, dafür liebe ich ihn am meisten! Solche Gerichte gibts bei mir meist montags, da bleibt wie von dir beschrieben genügend Zeit für staubsaugen, waschen, Hausputz & Co. :) ein sehr feines Gericht!

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    • Anikó 22. November 2013 um 08:49 Reply

      Danke, Marco! Und wie läuft der Eintopf-Montag so?

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      • marco 22. November 2013 um 13:51

        Haha! Der hat offiziell noch nicht begonnen. Momentan geniesse ich noch 2 Wochen Urlaub, aber nachher dann :)

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  3. hafensonne 22. November 2013 um 08:39 Reply

    So. Das ist ja was für den Kapitän. Sehr erfreulich, dass Du im Gegensatz zur Zollkantine Kümmel drantust. Wir ham natürlich wieder sehr über Deine Mengenangaben gelacht (300 ml + 2 EL; warum dann nicht auch 3 TL + 2 Messerspitzen? ;-) :-p). Auch dass Du von einem Gericht für 4 Personen allein isst und dann 2 Portionen einfrierst, machte mich schmunzel. Und was zur Hölle macht man mit dem 1/4 Spitzkohl, der übrigbleibt?!? (Kapitän merkt übrigens an, dass nach seinem Kenntnisstand nicht Spitz- sondern Weißkohl dem Gerichte zugrundeliegt.)

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    • Anikó 22. November 2013 um 08:56 Reply

      1/4 vom Spitzkohl ging für mich für ein anderes Gericht drauf, man kann natürlich auch den ganzen Spitzkohl nehmen :-) Ein Weißkohlkopf ist für mich alleine viel zu viel, sonst würde ich auch den nehmen. Wobei Spitzkohl zarter und schneller gar ist, das ist auch ganz nett :-)
      Und naja, ich esse zwei Portionen (also am Tag der Zubereitung und dann noch am nächsten oder übernächsten Tag *g*) und der Rest kommt in den TK :-) Und wenn es sein muss, schreib ich auch 3 TL plus 2 Msp. :-P *g*

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  4. Tonia 22. November 2013 um 22:05 Reply

    Hackfleisch steht gar nicht bei den Zutaten??? Oder übersehe ich das grad nur?`Wie viel hast du denn genommen? Gemischtes?

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    • Anikó 22. November 2013 um 22:33 Reply

      Oh, Tonia, Du hast natürlich recht! Trage ich sofort nach! An Hackfleisch kannst Du nehmen, was Du magst: gemischt, nur Rind, nur Schwein (wird dann aber etwas fettiger), Lamm oder Hähnchen? Was immer Du am liebsten magst und/oder am Besten bekommst :-)

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  5. Kirsten 23. November 2013 um 18:25 Reply

    Ich bin auch ein großer Fan von Kohlrouladen :-) Wenn der Appetit auf geschmorten Kohl groß, die Lust, Kohlrouladen zu machen aber eher klein ist, mache ich normalerweise Krautnudeln. Aber Dein Hackschmorkohl könnte ab jetzt auch ne super Alternative für mich sein!

    LG Kirsten

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  6. […] mit den Salzkartoffeln vermanschen kann. Hach! Ich könnte schon wieder (und werde demnächst Hackschmorkohl aka “Deconstructed Kohlroulade” auf meinen Speiseplan setzen *g*)! Leider kann ich es […]

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  7. […] war schon die ganze Zeit nach Hackschmorkohl also habe ich welchen für die Familie gemacht und meine Portion gleich zum Mittag mit ein paar Kovi […]

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