Archiv für den Tag 6. Dezember 2013

Morgenländisches Gemüseragout

So alle paar Wochen sammeln sich so komische Gemüsereste in meinem Kühlschrank an. Da brauchte ich doch nicht die Aubergine. Huch, die halbe Paprikaschote will auch dringend verbraucht werden. Da dümpeln auch noch ein paar Möhren rum und Zwiebel ist ja eh immer da. Gut, also ein Gemüseragout zu Reis für mich. Aber in welche Richtung soll es gehen? Italienisch? Indisch? Orientalisch? Ach, italienisch mach ich so oft, gescheite Currypaste ist auch nicht da, also bleibt nur eine morgenländische Version. Die Grundaromen sind mir vertraut und so mörserte ich schnell meine eigene Gewürzmischung zusammen. Koriander und Kreuzkümmel sind obligatorisch, Paprikapulver schadet auch nicht und erst recht nicht das rosenscharfe. Und eine Prise Zimt, wirklich nur eine Prise, wir wollen ja kein Weihnachtsragout.

Und ich war sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Ein wunderbares, leicht scharfes (für andere wahrscheinlich nicht spürbar, für mich grenzwertig *g*) Ragout, dass dazu – mag es kaum sagen – ich befürchte noch gesund ist durch das viele Gemüse und die kleinen Kichererbsen, die die letzten 10 Minuten noch mitköcheln. Kichererbsen rocken! Natürlich wurde es mal wieder viel zu viel für mich allein, aber es lässt sich gut einfrieren, so dass 2 Portionen in den TK wanderten. Ich der geneigten Leserschaft nur empfehlen öfter mal ein bißchen zu improvisieren, mit unterschiedlichen Aromen, mit verschiedenen Aromen. Lasst Euch inspirieren!

Morgenländisches Gemüseragout

Zutaten für 4 Portionen:
1 Zwiebel
1 große Knoblauchzehe
1/2 Paprikaschote
1 Möhre
1 mittelgroße Aubergine
2-3 EL Olivenöl
Gewürzmischung
2 EL Tomatenmark
1 kleine Dose Tomaten (400 g)
1 kleine Dose Kichererbsen (400 g)

gerne noch gehackte Petersilie oder Koriander zum Bestreuen

Gewürzmischung:
1 TL Korianderkörner
1 TL Kreuzkümmel
1 TL Paprikapulver edelsüß
1/2 TL Paprikapulver, rosenscharf
1 TL Salz
1 TL Pfeffer
1 gute Prise Zimt

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten. Die Zwiebel halbieren und in Halbmonde schneide, die Knoblauchzehe in feine Scheiben. Die halbe Paprikaschote in größere Würfel schneiden. Die Möhre putzen, schälen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Die Aubergine halbieren und in ca. 1,5-2 cm groß würfeln.
(2) Für die Gewürzmischung alle Zutaten in einen Mörser geben und einige Minuten mit dem Stößel zerreiben bis die dann ehemals ganzen Körner mittelfein sind.
(3) In einem mittelgroßen Schmortopf das Olivenöl bei mittelhoher Temperatur erhitzen. Die Zwiebelhalbringe und Möhrenwürfel zugeben, ein wenig andünsten lassen. Die Knoblauchscheiben zufügen und mitdünsten bis sie anfangen zu duften. Dann den Topf von der Flamme nehmen und die Gewürzmischung unterrühren. Aufpassen, dass die Gewürze nicht verbrennen. Sobald sie duften, das Tomatenmark gut unterrühren. Die Paprika- und Auberginenwürfel zufügen und ca. 3 Minuten mit andünsten. Die Tomaten zufügen. Die Tomatendose mit Wasser füllen und dazu gießen, gut durchrühren. Deckel drauf und etwa 30 Minuten schmoren lassen.
(4) Die Kichererbsen in ein Sieb geben und unter fließendem kalten Wasser abspülen. Die letzten 10 Minuten zum Ragout geben und offen zu Ende köcheln lassen, damit das Ragout ein wenig eindickt. Nochmal abschmecken, ob Salz oder Pfeffer fehlt.

Wenn vorhanden mit Petersilie oder Koriander bestreuen.

Zusammen mit Reis, Couscous, Bulgur oder einfachem Fladenbrot servieren und

genießen!

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