Archiv für den Monat Dezember 2013

Drei Nüsse für Elise – Elisenlebkuchen

Manchmal hat so ein Hamsterkaufdasein auch was gutes. Beim (zugegebenermaßen ungeplanten) Großeinkauf für die Weihnachtsbäckerei im November wanderten auch Zitronat und Orangeat und Backoblaten mit in den Einkaufskorb. So komplett ohne konkreten Plan, aber man weiß ja nie … Und Sonntag kam der Moment. Bei Susanne vom Magentratzerl-Blog las ich morgens noch im Bett von ihren Elisenlebkuchen. Hach ja, Elisenlebkuchen! Gekauft mag ich die echt gerne, hatte mir aber nie Gedanken drum gemacht, woraus sie bestehen und wie man sie überhaupt backt. Interessiert habe ich mir das Rezept schnell durchgelesen. Ach?!? So kompliziert ist das ja gar nicht und die Zutaten haste ja auch alle da. Ha!

Aber denkste, Puppe! Wer ahnt auch, dass in den normalen Supermarkt-Orangeat-Packungen nur 100 g sind. Na gut, dann nicht das Originalrezept, sondern etwas abgewandelt. Susanne verzichtet allergiebedingt auf Haselnüsse, ich hatte letztens ein Blech geröstet und dementsprechend 150 g geröstete, gemahlene Haselnüsse und 200 g gemahlene Mandeln genommen. Und weil mir 75 g Masse an Orangeat und Zitronat fehlten, hab ich einfach noch ein paar Walnüsse grob gehackt dazu geschmissen. Ich kann übrigens nur jedem empfehlen, die Nüsse selbst in der Küchenmaschine zu mahlen, durch das frische Mahlen sind die Nüsse viel aromatischer. Wirklich! Und diese Lebkuchen sind echt schnell gemacht, der Teig ist innerhalb von 15 Minuten zusammen gerührt, selbst wenn die Nüsse noch gemahlen werden müssen und auch die Oblaten sind relativ schnell bestrichen. Einzig habe ich den Schokoladenüberzug weggelassen, weil ich das bei den gekauften schon nicht so mag und sie mir mit zu mächtig sind.

Und die sind soo lecker! Und per Definition des Deutsches Lebensmittelbuchs sogar echte Elisenlebkuchen, weil sie aus mindestens 25% Nüssen bestehen und weniger als 10% Mehl, nämlich hier gar keins im Teig, haben. Hach! Ich liebe diese kleinen Lebkuchen! Die werden ins alljährliche Weihnachtsrepertoire aufgenommen!

Elisenlebkuchen

Zutaten für 25 Lebkuchen:
4 Eier
140 g Puderzucker
1 Prise Salz
200 g gemahlene Mandeln
150 g geröstete Haselnüsse, gemahlen
50 g Walnüsse, grob gemahlen
100 g Orangeat
100 g Zitronat
2 TL Lebkuchengewürz
1 Bio-Zitrone, Schale abgerieben
1 Bio-Orange, Schale abgerieben
25 Backoblaten ( Durchmesser 7 cm)

Nach Belieben
200 g Schokoladenglasur oder Puderzucker-Zitronen-Glasur

(1) Die Eier mit dem Puderzucker und der Prise Salz cremig-schaumig schlagen. Das dauert ein bißchen, Geduld haben. Das Orangeat und Zitronat mit Hilfe der Küchenmaschine schreddern.
(2) Die gemahlenen Nüsse, Orangeat, Zitronat, Lebkuchengewürze, Zitrusschalen unter die Ei-Zuckermasse rühren. 30 Minuten stehen lassen, damit der Teig fester wird. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
(3) Die Backoblaten in die Hand nehmen und ca. 1,5 TL Lebkuchenmasse darauf verteilen.
(4) Das erste Blech in den kalten Ofen stellen, auf 160°C Ober- und Unterhitze stellen und 30 Minuten backen lassen. Das zweite Blech nur noch 20 Minuten im heißen Ofen backen lassen.

Wer mag kann sie noch mit Schokoladenglasur oder Zitronen-Puderzucker-Glasur überziehen oder sie einfach pur

genießen!

Quelle: nach MagentratzerlElisenlebkuchen

Ein Teller geht auf Reisen: Plätzchen, Plätzchen, Plätzchen

Es weihnachtet allerorten. Auch hier in meiner kleinen Wohnung, jetzt nicht unbedingt dekomäßig, da bin ich eher minderbegabt und um ehrlich zu sein auch minderinteressiert, aber weihnachtlich gebacken wurde hier schon einiges. Und wie lässt es sich besser präsentieren als auf dem reisenden Teller von Foodfreak, den mir liebenswürdigerweise die Besitzerin des „Restaurants am Ende des Universums“ zukommen ließ. Danke, liebe AD!

Da laut Regeln nur ein Bild pro Tellerreisen-Beitrag zugelassen ist, werde ich Euch die Rezepte für die einzelnen Köstlichkeiten in den nächsten Tagen in kleinen Einzelbeiträgen vorstellen. Aber was seht ihr da jetzt eigentlich auf dem Teller? Auf 12 Uhr sind meine Sonntag spontan gebackenen Elisenlebkuchen, ohne Schokiüberzug, aber trotzdem sehr gut! Auf 2 Uhr sind puderzuckerbestäube Lime Meltaways, die auf der Zunge tatsächlich nur so zergehen. Großartig! Auf 5 Uhr sind zwei Stückchen total köstliches, mürbes Orangen-Haselnuss-Shortbread, daneben die altbekannte und heißgeliebten Alpenbrot-Stücke (die nächste Ladung muss die Tage noch gebacken werden!) und auf 10 Uhr zwei Stück des Pfefferkuchens aus dem alten Backbuch meiner Oma. Ich befürchte, dass war es noch nicht ganz mit den Plätzchen, aber ich backe ja auch eher nach Lust, Laune und Kraft und nicht nach Plan. Eigentlich sind die Plätzchen alle einfach zu machen und brauchen nicht ewig, manche nicht mal Ruhezeit. Toll, oder? Dann freut Euch auf die Rezepte in den nächsten Tage, auch wenn sich immer mal wieder ein herzhaftes Gericht dazwischen schummeln wird *g*

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