Neujahrstag im Zeichen des Fisches

Junge, Junge, Junge habe ich lange nichts von mir hören lassen. Nicht mal den kleinsten Weihnachtsgruß, aber irgendwie waren die Tage so entspannt und gleichzeitig voll, dass ich keine rechte Zeit und, um ehrlich zu sein, auch keine wirklich große Lust zum Bloggen aufkam. Gleichzeitig spann auch noch das Internet bei meinen Eltern rum, so dass es keine Daten für’s WWW annehmen geschweige denn rausrücken wollte. Aber jetzt bin ich wieder in der Mitte Deutschland und werde den Dezember im umgekehrter Reihenfolge Revue passieren lassen … Der Dezember ist ja prinzipiell ziemlich ereignisreich bei mir: mein Geburtstag, Herr Papas Geburtstag, Weihnachten, des Coladiebs Geburtstag und dann der Jahreswechsel. Also freut Euch auf ein paar einfach und doch schmackhafte Rezepte, die in den letzten Wochen so gebrutzelt wurden :-)

Beginnen wollen wir mit dem 1. Januar, der uns mit einem dramatischen Sonnenaufgang begrüßte:

Und ein lautes „Frohes neues, gesundes 2014!“ für meine geneigte Leserschaft!

Besonders amüsant fand ich, dass Zwerg schon irgendwie wach wurde, Richtung Balkon wankte, um sich das Farbenspiel anzusehen, sich wieder ins Bett verkroch und dann aber nach  dem richtigen Aufwachen 1,5h später sich an nichts erinnerte *g*

Da wir erst spät frühstückten, gab es auch ein eher späteres Mittag. Simpel, aber ich finde trotzdem festlich. Wir wollten nach dem Festgelage gerne Fisch essen und im Tiefkühler schlummerte noch eine Packung mit fünf Zanderfilets. Und Zander liebe ich ja! Einen fabelhaft feinen Geschmack hat dieser räuberische Süßwasserfisch, so dass ich ihn sehr puristisch zubereiten wollte, nur gesalzen und gepfeffert und in der Pfanne braten. Und ich bin immer wieder erstaunt, wie kurz so ein Fischfilet dann wirklich nur braucht. Wenige Minuten und wenn er beginnt auseinanderzufallen, ist er gar und saftig und kann gleich serviert werden. Weil wir uns auf keine Gemüsebeilage einigen konnte (Vanillemöhren vs. Rosenkohl vs. Ofengemüse), bestimmte Frau Mama, dass sie Lust auf Erbsen-Möhren-Gemüse hätte und das kriegen wir ja auch mit links hin. Zwerg wollte ausdrücklich Herzoginkartoffeln. Soll sie haben, wenn sie sie selbst macht. Kein „Machen wir …?“ und dann stehe ich wieder da und bastel alleine! Nein, diesmal sollte sie selbst auf Rezeptsuche gehen und das selbst basteln … Und siehe da, mit klarer Ansage klappt’s ja auch :-D Wunderbare fluffige Herzoginkartoffeln, die perfekt zu den anderen Komponenten des Essens passten und gar nicht so schwierig zu machen waren.

Insgesamt waren wir alle sehr glücklich mit unserem Neujahrsmittagessen. Einfach, gesund und hochköstlich! Auch wenn Frau Mama meinte, dass es ein wenig aussah wie Schulkantinenessen, nur um Lichtjahre besser schmeckte :-D

Herzoginkartoffeln – Pommes duchesse

Zutaten für 6 Portionen:
800-900 g mehligkochende Kartoffeln
Salz
2+1 Eigelb
40 g weiche Butter
Muskatnuss

Gerätschaften:
Kartoffelpresse/Kartoffelstampfer
Spritzbeutel mit größerer Sterntülle

(1) Die Kartoffeln schälen und in gleich große Stücke schneiden. In Salzwasser aufsetzen zum Kochen und garen. Die Kartoffeln abgießen und auf der ausgeschalteten, aber noch heißen Herdplatte etwas ausdampfen und etwas abkühlen lassen. Dabei den Topf etwas schütteln, aber die Kartoffeln nicht am Boden anbrennen.
(2) Die Karoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken oder fein mit dem Kartoffelnstampfer zerdrücken. Die Butter und 2 Eigelb unterrühren. Mit Salz und Muskatnuss abschmecken.
(3) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze (180°C Umluft) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.
(4) Die Kartoffelmasse in den Spritzbeutel füllen und mit ein wenig Abstand Herzoginkartoffeln (ca. 3-5 cm Durchmesser) auf da Backblech spritzen. Das übrig gebliebene Eigelb mit einem Spritzer Wasser verrühren, mit einem Backpinsel auf den Herzoginkartoffeln bestreichen. Die Bleche in den Ofen schieben und etwa 15 Minuten backen bis sie beginnen goldbraun zu werden. Bei zwei Blechen ist Umluft empfehlenswert, ansonsten die Bleche mal tauschen oder nacheinander im Ofen backen.

Zusammen mit Fisch, Steak oder Brathähnchen und andere Beilagen

genießen!

Erstaunlicherweise geriet unser 1. Januar sehr fischlastig. Zum Abendessen hatte ich mir schon ein paar Tage vorher Heringssalat gewünscht, der zum Neujahrstag erfüllt wurde. Ich bin ja jetzt nicht als großer Fischesser bekannt und für wirklich lange Zeit war Frau Mamas Heringssalat die einzige Art und Weise wie ich Fisch gegessen habe. Mittlerweile traue ich mich an mehr Fischsorten ran, aber mag z.B. Lachs nicht sonderlich gerne und bevorzuge eindeutig mild schmeckende Fischarten und Zubereitungsweisen, also lieber pochieren und dünsten als mit vielen Röstaromen angebraten. Ich liebe zum Beispiel Kabeljau/Dorsch (am Besten natürlich von Herrn Papa geangelt) oder eben Zander. Auch geräucherte Forellen und ähnliches sind super! Mein größtes Problem sind beim Fisch wirklich die Gräten, so komischer Kleinkram im Mund, das kann ich wirklich nicht gut haben. Deswegen bevorzuge ich Filets oder so eingelegter Fisch, dass die Gräten ganz weich werden und man sie gar nicht mehr spürt, eben wie beim eingelegten Bismarck-Hering. Wunderbares Zeug! Und in der Standardvariante von Frau Mama mein persönliches Traumessen, wünsche ich mir eigentlich immer, wenn ich wieder zu Hause bin! Und wahrscheinlich eignet sich dieser Salat auch wunderbar als Kateressen für den Neujahrstag, aber da ich keinen Alkohol trinke folglich auch keinen Hangover bekomme, kann ich den Salat auch einfach so genießen!

Frau Mamas Heringssalat

Zutaten für 4 Portionen als Abendbrot:
1 Glas Bismarck-Heringe (3-4 Filets)
1 kleine Zwiebel
1 große Gewürzgurke
1/2 Apfel
1 EL Zucker
Milch
1 Ei, gekocht
2-3 EL Schmand

Der Salat muss 1 Tag durchziehen!

(1) Am Tag vorher: Die Heringsfilets aus der Marinade holen, abtropfen lassen und häuten. Die gehäuteten Filets in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Die halben Apfel und Gewürzgurke ebenfalls in etwas kleinere Würfel als den Hering schneiden. Alles in eine verschließbare Schüssel geben, mit dem Zucker bestreuen und gut durchrühren. Mit soviel Milch begießen, dass er knapp bedeckt ist. Verschließen und mindestens über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
(2) Am nächsten Tag das gekochte Ei pellen und in Würfel schneiden (geht am besten mit einer Eierharfe). Den Schmand und das Ei unter den Salat rühren und sofort mit frischem Brot zusammen servieren.

genießen!

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14 Kommentare zu “Neujahrstag im Zeichen des Fisches

  1. Noémi 5. Januar 2014 um 19:43 Reply

    Frau Mamas Heringssalat ist schon auf der Nachkochliste😀

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    • Anikó 5. Januar 2014 um 19:47 Reply

      Oh, das freut mich und Frau Mama natürlich auch, sehr :-) Hoffe er wird Dir auch so schmecken wie uns!

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  2. Sarah Diesslin 5. Januar 2014 um 20:25 Reply

    Dir auch ein gutes, gesundes und neues Jahr!
    Der Sonnenaufgang sieht ja herrlich aus und die erst Herzoginnenkartoffeln, yummi!

    Viele Grüße,
    Sarah =)

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    • Anikó 6. Januar 2014 um 12:14 Reply

      Danke schön, Sarah! Die Herzoginkartoffeln waren wirklich wunderbar!

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  3. Houdini 6. Januar 2014 um 02:08 Reply

    Alles beste im neuen Jahr Dir und Deinen Lieben. Wir können es kaum erwarten, bis unser Zwerg Krabbeln kann und Deiner kann schon gehen, und bis sie Rezepte sucht und kocht wird es noch ewig dauern.
    Grüsse, Erich

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    • Anikó 6. Januar 2014 um 12:16 Reply

      Oh, ihr habt einen Enkel-Zwerg? Wie schön! Mein Zwerg wird ja schon 29 im März und ist verwandtschaftstechnisch als meine jüngere Schwester einzuordnen *g* Aber weil sie eben jünger und kürzer ist als ich, wird sie Zwerg genannt ;-)

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      • Houdini 7. Januar 2014 um 01:35

        Aha! .. zu Eurem Zwerg, und jetzt erinnere ich mich wieder vage, über den Zwerg schriebst Du bereits vor meinem Untertauchen. Eine Enkelin habe ich, ja, aber ich sprach von ihrer 4 Monate jüngeren Tante, eigentlich Halbtante, denn der Enkelin Vater ist unseres Zwergs Halbbruder, ha, und ich bin also der Vater. Emma heisst sie, unsere Tochter.

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      • Anikó 7. Januar 2014 um 18:51

        Oh mein Gott! Wie wundervoll! Herzlichen Glückwunsch zur Jüngsten und viel Spaß und Freude mit Eurem Zwerg :-)

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  4. Ulrike 6. Januar 2014 um 10:15 Reply

    Ich wünsche dir alles Liebe und Gute für das Jahr 2014. Der Auftakt mit der Sonne ist ja schon einmal spektakulär

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    • Anikó 6. Januar 2014 um 12:17 Reply

      Ja, die Sonnenaufgänge in den letzten Tagen des Jahres waren unglaublich schön! Da hat die Natur mal wieder gezeigt, was sie so kann!

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  5. marco 6. Januar 2014 um 15:44 Reply

    Happy New Year, liebe Anikó! :)

    Gegen ein so simpel, aber köstlich zubereitetes Zanderfilet habe ich nichts einzuwenden, gerade auch, weil mir dieser Fisch ebenfalls so gut schmeckt wie dir anscheinend. Und das Rezept für die Pommes duchesse werde ich heute Abend gleich handschriftlich in meine „Bibel“ kritzeln, das fehlt mir nähmlich noch ;)

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    • Anikó 6. Januar 2014 um 21:22 Reply

      Das mit handschriftlich festhalten ist eine sehr gute Idee! Habe einen Schatz in Form des handschriftlichen Rezeptbuches meiner Oma von meiner Mutter bekommen, das werde ich weiterführen und da auch alle wichtigen Rezepte eintragen :-)

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  6. […] ohne festes Rezept zu, aber hier findet ihr eine Variante dafür. Außerdem noch den heißgeliebten Heringssalat, einen Nudelsalat “Alte Schule” und von Herrn Papa liebevoll ausgebackene, zarte […]

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  7. […] Heringssalat […]

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