Jahreswechsel im Kreise der Lieben

Silvester, der letzte Tag des Jahres … Irgendwie ein Tag wie fast jeder andere für mich. Ich gestehe, ich bin äußert silvestermuffelig! Ich mag es nicht auf Kommando Partylaune zu haben, ich kann die Böllerei auf den Tod nicht leiden und stehe wirklich wirklich total ungern irgendwo in der Kälte rum, nur um mir ein paar explodierende Raketen am Himmel anzugucken. Nee, das ist nicht meins …

Der Morgen begann wieder mit einem schön dramatischen Sonnenaufgang:

Täuscht mich mein Gefühl oder sind im Winter die Sonnenaufgänge wirklich dramatischer als im Sommer? Oder verschlafe ich die farbenreichen Sonnenaufgänge in der warmen Jahreszeit immer, weil sie so früh am Tage passieren?

Und weil die Familie so begeistert ist vom selbstgebackenen Kartoffelbrot, hab den Vormittag ich gleich die doppelte Menge gebacken:

Frau Mama war beim ersten Kosten doch sehr überrascht, dass sie einen so großen Unterschied zum Brot vom Bäcker schmeckte und dass es so viel besser war. Sogar Zwerg bestellte sich bei mir Brot und Brötchen für ihren Tiefkühler. Erstaunlich! So buk ich in meinen drei Wochen Heimataufenthalt bestimmt viermal das Kartoffelbrot und zweimal die Zipferlbrötchen. Und wenn es der Familie dann so gut schmeckt, backe ich umso lieber :-)

Meine zweite Küchenaufgabe für den Tag waren marinierte Paprikaschoten. die in einem 30minütigen Leerlauf des Ofens zwischen den Broten, im selbigen rösteten, damit die Schale sich leicht lösen lässt. Ich mag so meditative Aufgaben wie Paprikaschoten enthäuten oder Möhren klein würfeln. Das sind alles keine Strafarbeiten für mich … Marinierte Paprikaschoten mag ich besonders gerne mit ihrer Süße, die sich durch das Rösten entwickelt und dann als Kontrast ein paar frische Kräuter und Zitronensaft. Tolles Zeug! Ich mache es gerne ein wenig auf Vorrat und belege dann Abendbrotstullen damit, passt hervorragend zu Kochschinken, Käse und ähnliches. Es hält sich auch ein paar Tage in einem sauberen Glas gelagert im Kühlschrank. Muss mir demnächst mal wieder ein paar Schoten holen …

Marinierte Paprikaschoten

Zutaten für 4 Portionen:
3 Paprikaschoten (gelb, rot)
1/2 Knoblauchzehe
einige Zweiglein frischer Thymian
Salz, Pfeffer
1/2 Bio-Zitrone
4-5 EL Olivenöl

(1) Den Ofen auf 250°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen.
(2) Die Paprikaschoten waschen, trocken, vierteln und die Kerne herausschneiden. Auf das Backblech legen mit der Hautseite nach oben. Für ca. 30 Minuten in den heißen Ofen schieben, bis die Haut schwarz verbrannt ist. Erst dann lässt sie sich wirklich leicht von der Paprika lösen.
(3) Die schwarzgerösteten Paprikaschoten in eine Schüssel geben, abdecken (Folie, Duschhaube, Decke) und so lange abkühlen lassen bis man sie anfassen kann. Die Haut dann vorsichtig von den Schoten abziehen und in schmale Streifen schneiden.
(4) Die Knoblauchzehe ganz fein würfeln, die Blätter von den Thymianzweigen streifen. Von der Bio-Zitrone die Schale abreiben und den Saft auspressen. Alles mit den Paprikastreifen vermischen und einige Zeit (mindestens 1 Stunde) marinieren lassen. Wenn sie am selben Tag verbraucht werden, können sie bei Raumtemperatur stehen bleiben. Ansonsten im Kühlschrank parken.

Als Beilage zu Fondue, Abendbrot oder als Vorspeise

genießen!

Abends dann der gemütliche Teil, das große Brutzeln aka Fondue im alten 80er Jahre Fondue-Set meiner Eltern:

Traditionell gibt es bei uns Fettfondue mit Wiener Würstchen, Bratwurst, kleinen Klopsen und Schnitzelfleisch. Dazu das frisch gebackene Brot und ein wenig Gemüse und die marinierten Paprikaschoten. Saucen habe ich diesmal nicht selbst gemacht, die gekauften schmeckten auch zum Brot. Eine große Gefahr ist ja immer das sich-zu-voll-Fressen, aber da sagt mein Körper zum Glück mittlerweile rechtzeitig Bescheid :-) Nebenbei guckten wir die zweite Staffel von „Downton Abbey“. Auch so lässt sich ein Silvesterabend ganz gut verbringen :-)

Anstoßen zu Mitternacht, ein wenig der Böllerei und den Raketenabschüssen im Stadtteil zugucken und dann ins Bett. Wir sind sehr entspannt in 2014 rüber gekommen!

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3 Kommentare zu “Jahreswechsel im Kreise der Lieben

  1. Houdini 7. Januar 2014 um 01:29 Reply

    Dein Fett-Fondue nannten wir Fondue Bourguignonne, und es war, wenn ich mich richtig erinnere, mit Oel und etwas Kokosfett für bessere Hitzebeständigkeit, wie die Mama auch Pommes frittierte, aber neues Oel :-)
    Später assen wir ab und an Fondue Chinoise, mit Brühe statt Oel, und vorgestern machte ein Freund Käse-Fondue für mich hier im kalten Thailand.

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  2. Houdini 7. Januar 2014 um 01:37 Reply

    Ich schrieb doch gerade eben und jetzt seh ich nichts. Wenn morgen immer noch nichts da steht, schreibe ich es nochmals.

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    • Anikó 7. Januar 2014 um 18:46 Reply

      Warum auch immer, sind Deine Kommentare im Spam-Ordner gelandet. Da war WordPress wohl etwas übereifrig. Ich habe Dich definitiv nicht als Spam markiert :-) Tut mir leid!
      Brühefondue fände ich auch höchstspannend, aber leider mag Zwerg kein gekochtes Fleisch und mit Käsefondue kann man Herrn Papa jagen. Eine Krux, aber vielleicht ergeben sich die anderen Fondue-Arten ja nochmal in anderen als den familiären Kreisen :-) Aber Käse-Fondue in Thailand hört sich auch wunderbar skurril an :-)

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