Rosenkohl mal anders

So langsam kommen wir wieder zur normalen Alltagsküche hier (nicht dass die Festtagsküche bei mir/uns besonders festlich wäre *g*). So Wintergemüse ist ja manchmal schwierig für ein paar Leute. Entweder mögen sie es nicht oder machen es immer nur in ein- und derselben Art und Weise, was auf Dauer dann auch langweilig werden kann. Ein sehr polarisierendes Gemüse ist ja der Rosenkohl! Gibt die, die hassen ihn und gucken ihn mit’m Hintern nicht an und dann Leute, wie meine Familie und mich. Wir lieben ihn heiß und innig, schon immer! Rosenkohl wurde bei uns nur simpel gekocht, abgeschüttet, Butter und ordentlich frisch geriebene Muskatnuss drauf. Um die letzten Köhlchen entspann sich meist ein perfider Kampf!  Aber wie schon erwähnt, ist nur gekocht irgendwann langweilig.

Für andere Zubereitungsmethoden ziehe ich gerne Frau Kochschlampe zur Rate. Sie hat da wunderbare Arten Rosenkohl zu veredeln, sei es dieses Gratin mit Walnüssen oder in Pasta oder eben im Ofen geröstet. Frau Kochschlampe bastelt Aioli dazu, wir sind ohne auch sehr zufrieden. Erst habe ich es für mich selbst gemacht und war sehr begeistert. Aber die Eltern und Zwerg sollten noch überzeugt werden. Nach ein wenig Skepsis von Herrn Papas Seite („Willst Du ihn nicht doch nur kochen?“), putzte ich dann doch schnell, vermischte sie nur mit neutralem Öl, Salz und Pfeffer und gab sie in einer Lage auf ein Blech. Dabei sollte die geneigte Leserschaft darauf achten, dass möglichst viele Schnittfläche auf dem Blech liegen, weil sie dort besonders schön karamellisieren und knusprig werden (Übrigens auch bei allen anderen im Ofen geröstete Gemüse). Im heißen Ofen bleiben sie nur erstaunlich kurz und kommen wunderbar braun und aromatisch wieder raus. Dazu kann man essen was man will: Klopse/Buletten/Frikadell/Fleischpflanzerl, Kartoffelbrei, Bratwurst, andere Bratlinge. Eine wirklich köstliche Beilage! Gibt es öfter jetzt!

Und jetzt sagt mal selbst, sind so Rosenköhlchen nicht richtige Schönheiten?

Ofengerösteter Rosenkohl

Zutaten für 4 Portionen:
1 kg Rosenkohl
2-3 EL neutrales Öl
Salz, Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss

(1) Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze (200°C Umluft) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Den Rosenkohl putzen, Strunk abschneiden, äußere unschöne Blätter entfernen. Je nach Größe halbieren oder vierteln.  Den Rosenkohl in einer Schüssel mit Öl, Salz und Pfeffer gut vermischen. In einer Lage auf dem Backblech verteilen.
(3) Für 15-20 Minuten in den Ofen schieben und rösten bis sie angenehm braun sind.
(4) Rausholen, in eine Schüssel umfüllen, noch mit Muskatnuss würzen.

Genießen!

Quelle: Kochen für SchlampenRosenkohl aus dem Ofen

Und das ist doch ultimatives Comfort Food, oder? Kartoffelbrei, Rosenkohl, Bratwürstchen und Tante’s selbstgemachter Ketchup. Göttlich!

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8 Kommentare zu “Rosenkohl mal anders

  1. hafensonne 5. Februar 2014 um 19:45 Reply

    Bah! Wer Rosenkohl isst, frisst auch kleine Kinder! So!

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  2. Houdini 6. Februar 2014 um 01:24 Reply

    So schön und so einfach!

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  3. Cheriechen 6. Februar 2014 um 09:00 Reply

    Ofengerösteter Rosenkohl, wunderbar!! Der wird mir schmecken (kleine Kinder nicht..)
    Liebe Grüße
    Cheriechen

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  4. Susanne 6. Februar 2014 um 10:42 Reply

    Ofengeröstet ist immer gut. Da muss dann auch bei mir demnächst der Rosenkohl dran glauben.

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  5. […] Blogs “Chili & Vanilia” Brokkoli im Ofen garte. Was mit Blumenkohl oder Rosenkohl klappt, sollte doch Brokkoli nicht schaden. Dabei erklärte sie, dass man darauf achten sollte, […]

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  6. […] Und auch in jeder Variante: simpel gekocht mit Butter und Muskatnuss, in der Rindfleischsuppe, im Ofen geröstet, als Gratin mit Rosmarin, zusammen mit Möhren als Gemüsebeilage oder im Auflauf mit Spätzle. Ihr […]

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